2018 #7 Update > Wegsperrung auf der Maas

ALLE ANGABEN UNTER VORBEHALT UND OHNE GARANTIE.

Stand 2.Juni

Die Sperrung ist seit Samstag Morgen 2. Juni aufgehoben. Somit kann die Maas wieder gesamt befahren werden. Allerdings gilt für einige Teilabschnitte noch die Tiefenbegrenzung von 1,60m.


Stand 31. Mai

Seit gestern sind wir in Charleville im Hafen. Bei der Ankunft heißt es zunächst, das Cabrio abbauen; denn die Durchfahrthöhe zum Hafen ist auf 3m beschränkt. Allerdings sind es zur Zeit eher 3,50m, da der Wasserstand wegen der Arbeiten sehr niedrig ist. Die Anlegeplätze außerhalb des Hafens, direkt auf der Maas, sind alle schon belegt.

Wie alle hier, warten auch wir auf die Aufhebung der Sperrung. Da die Baggerarbeiten nicht weit vom Hafen entfernt stattfinden, sind wir  mal hingefahren, um uns die Sache aus der Nähe anzuschauen.

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Ein VNF-Verantwortlicher erklärt uns, dass die Arbeiten nun bald abgeschlossen sein werden. Er geht davon aus, dass die Strecke , frühestens am Wochenende, aber sicherlich Anfang nächster Woche wieder freigegeben wird. Um es genauer zu sagen, wird im Moment eine schmale Fahrrinne mit 1,60m Tiefe freigelegt, um den wartenden Booten die Weiterfahrt zu ermöglichen. Es wird wohl noch etwas dauern, bis alle Hochwasserschäden behoben sind: an den Schleusen, den Staudämmen und an der Maas…

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Stand 26. Mai / 15h30: Breaking news

Die Durchfahrt von REVIN ist ab Morgen früh neun Uhr möglich bis zum Hafen von Charleville. Die totale ¨Öffnung  wird voraussichtlich im Laufe der nächsten oder übernächste Woche möglich werden.

VNF Sperrung 25-05-2018

VNF Update:

Direction Territoriale Nord-Est Situation post crues sur Canal de la Meuse

Bulletin d’information du vendredi 25 mai 2018

Mesdames et Messieurs les usagers de la voie d’eau,

dans la suite des opérations de remise en exploitation du canal de la Meuse après les épisodes de crues hivernales, sont informés de la situation du réseau sur cet itinéraire.

À ce jour, le 25 mai 2018, les mesures suivantes sont en vigueur :

Canal des Ardennes :
• Aucune restriction, navigation possible au mouillage garanti sur l’ensemble du canal.

Canal de la Meuse :
– Section amont : de Troussey à Pouilly sur Meuse

• À compter du 25/05/2018 à 12h00, navigation ouverte sur l’ensemble de la partie amont de la Meuse sous limitation de mouillage à 1,6 mètre (avis FR/2018/05438 & 06882)

– Section aval : de Pouilly sur Meuse à Givet

  • Depuis le 17/05/2018, navigation ouverte jusqu’à l’écluse 42 de Mézières sous condition de mouillage limité à 1,6 mètre (avis FR/2018/06882),
  • depuis le 17/05/2018, arrêt de navigation de l’écluse 42 de Mézières à amont de l’écluse 43 de Montcy (pont rail de Charleville), en raison d’atterrissements (avis FR/2018/07201),
  • à compter du 26/05/2018 à 09h00, navigation ouverte de l’amont de l’écluse 43 de Montcy (pont rail de Charleville) à l’écluse 49 d’Orzy sous condition de limitation du mouillage à 1,60 mètre (avis FR/2018/07199),
  • depuis le 30/04/2018, retour aux conditions normales de navigation en aval de l’écluse 49 d’Orzy à la frontière franco-belge (avis FR/2018/06519).

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Prévisions pour les jours à venir :

Selon l’avancée des opérations de dragage, la section encore interdite à la navigation sur la Meuse aval, entre l’écluse 42 et l’amont de l’écluse 43, sera ouverte sous condition de mouillage limité à 1,6 mètre, dans les jours à venir.

Le responsable d’arrondissement Environnement, Maintenance et Exploitation

Pierre VEILLERETTE

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Stand 25. Mai

Die Strecke zwischen Schleuse n°28 de Dun sur Meuse n°20
de Bras sur Meuse ist ab heute wieder frei.  D.h. grob gesagt, es ist wieder möglich von Sedan nach Toul (oder umgekehrt) zu fahren. Achtung Tiefenbegrenzung 1,60m besteht weiterhin. Das weiter unten gesagte, bezüglich der Sperrung REVIN <> CHARLEVILLE-MEZIERES besteht weiterhin.


Stand 22. Mai

Die Baggerarbeiten bei der Schleuse Dames-de-Meuse sind ab dem 24. Mai geplannt. Wenn die Arbeiten erfolgreich durchgeführt werden können, wird die Strecke (von Norden kommend) bis Charleville-Mézières zum Hafen voraussichtlich ab dem 28. Mai geöffnet.  Zur Zeit ist die Strecke ab REVIN gesperrt.

Allerdings bleibt die Passage der Schleuse Mézières weiterhin, bis vorraussichtlich „Anfang“ Juni, geschlossen, .  Die dort notwendigen Arbeiten sind ab dem 1. Juni vorgesehen, vorrausgesetzt, dass es keine Verzögerungen bei „Dames-de-Meuse“ gibt.

Die Durchfahrt zum Canal des Ardennen (oder weiter auf der Meuse) wird somit erst möglich, wenn diese Arbeiten an der Schleuse Mézières mit Erfolg abgeschlossen sind. Allerdings ist zu beachten, dass die Wassertiefenbeschränkung auf 1,60m weiterhin besteht. Die dort nötigen Arbeiten werden später durchgeführt.

 

Die Sperrung zwischen Revin und Charleville-Mézières


Stand 18. Mai

Ein Artikel in einer französischen Tageszeitung greift das Thema ebenfalls auf.

Danach sollte sich die Situation nächste Woche langsam verbessern.

Stand 14. Mai 9h: 

Sperrung bis 27. Mai (voraussichtliche Öffnung ab 28.Mai)


Gesperrt ist, vereinfacht gesagt, die Strecke (von Norden kommend) ab der Schleuse n° 49 ORZY (nach Revin) bis zur Schleuse n°40 DOM-LE-MESNIL (nach Charleville-Mezières)

Die Teilstrecke zwischen N° 49 und n° 46 wird wahrscheinlich ab 25. Mai wieder geöffnet.  Was aber an der Situation nichts ändert, da die Strecke ab n°44 weiterhin gesperrt ist und weil der „letzte“ Hafen in Revin ist.

Die Ausbaggerarbeiten haben sich verzögert,….


Wer in Richtung Toul fahren möchte, sollte wissen, dass die Strecke vor (von Norden kommend) Verdun  vorraussichtig bis Ende Juni gesperrt ist.

VNF hat uns versichert, die Internet Informationen zu aktualisieren.

Der Canal L’Aisne – Marne ist weiterhin geschlossen bis zum 27. Mai 2018 (ebenfalls vorraussichtliche Öffnung ab 28. Mai).

 

 

 

2018 #6 Burgen und Zitadellen

Schon zur Zeit der Römer war das Maastal eine strategisch wichtige Landschaft. Man sollte besser sagen, die Anhöhen oder oft steilen Felswände, die das Tal säumen, sollten den militärischen Zwecken der jeweiligen Protagonisten dienen.

Wie wir schon in unserem Beitrag „2018 #5 Wechselhafte Uferansichten“ schrieben, hat das diesjährige Warten auch den positiven Effekt, nicht einfach schnell die Maas rauf- und runterzufahren und sich ein wenig Zeit zu lassen.

Also eine Gelegenheit sich die Burgen, Zitadellen oder Überreste römischer Siedlungen mal in Ruhe anzuschauen.

Givet ist allerdings nur von Juli bis September zugänglich. In Dinant gibt es eine Seilbahn, man kann aber auch die ungefähr 400 Stufen hochlaufen. Ansonsten sind alle Anlagen leicht zu Fuß zu erreichen. Die Zitadelle von Namur beherbergt einige Restaurants und Geschäfte. Manche Befestigungen sind als solche gebaut worden aber nie so genutzt worden, wie zum Beispiel Huy, welche als Gefängnis und Krankenhaus genutzt wurde.

 

Seit dem 1. Weltkrieg haben diese Installationen ihre strategische Bedeutung völlig verloren. Die letzten schweren Kämpfe um eine Zitadelle fanden wohl im Sommer 1914 in Dinant statt. Die später errichtete Verteidigungslinie „Maginot“ verlief weiter südlich entlang der französischen Grenze zu Deutschland, Luxemburg und Belgien.

Heute sind sie Touristenmagnete. Der Tourismus ist in dieser Region eine wichtige Einnahmequelle geworden, seitdem die traditionellen Industrien verschwunden sind: Kohle, Schiefer, Stahl,…

Hier zwei Links zur Information:

Dinant

Namur

2018 #5 Wechselhafte Uferansichten

Wenn man von Maasbacht aus auf der Maas und den dazugehörigen Kanälen in Richtung Frankreich fährt, ändert sich die Landschaft  in vieler Hinsicht.

Wie immer übernachten wir in Maastricht, Lüttich, Huy, Namur und Dinant oder Anseremme.

Meistens  übernachten wir nur und fahren gleich am nächsten Morgen weiter.

Die Tatsache, dass die Maas auf französischer Seite zur Zeit gesperrt ist, hat uns dieses Jahr dazu bewogen, uns mehr Zeit als üblich, für die Strecke durch Belgien zu gönnen.

Die Maas und ihre Landschaft hat diese Gegend geprägt.  Sie war Schauplatz vieler Kriege und Zusammenstöße,  ist heute eine beliebtes Ziel für Touristen, bietet viele Freizeitmöglichkeiten und ist immer noch eine wichtige Verkehrsverbindung, auch wenn der Frachtverkehr nach Süden, nach Namur, rasch abnimmt. Selbst die Freizeitschiffer kommen seltener aus dem Norden nach Frankreich. Das Hoch und Niedrigwasser der letzten Jahre hat dazu sicher auch dazu beigetragen.

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Von Maasbracht kommend ist die Landschaft zunächst noch recht offen, ab Namur wir das Tal der Maas dann immer enger und die Felsen höher.

Ist die Strecke bis Namur noch sehr industriel geprägt, was man nicht nur am höheren Frachtaufkommen feststellen kann sondern auch an den direkt am Ufer liegenden Industrieanlagen sieht.

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Ab Namur  lösst der Tourismus die Industrie ab. Eindeutiges Zentrum ist Dinant.  Die Lage der Stadt und Ihre Geschichte tragen natürlich dazu bei.

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Auf der Lesse, einem Nebenfluss der Maas, ist Kanufahren ein beliebter Sport. Ansonsten locken die teilweise steilen Felswände zum Klettern. Wer es einfacher und gemütlicher will, kann den Trans-Ardenne-Radweg nehmen.

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2018 #4 Wegsperrungen unterwegs

In Maastricht erfahren wir zufällig beim Besuch des Bootsshop, daß die Maasroute in Frankreich zur Zeit gesperrt ist.

Eine Überprüfung der Information bei VNF bestätigt die schlechte Nachricht. Die Überschwemmungen am Anfang des Jahres haben hier einige Spuren hinterlassen.

Stand 5. Mai:

http://www.vnf.fr/avisbat/RechercheAvisWebAction.do?page=telechargerPDF
Achtung: Die Seite „Cartographie“ ist nicht auf dem letzten Stand.

Von Belgien kommend kann man bis Revin fahren.

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Hafen Revin

Gesperrt ist, vereinfacht gesagt, die Strecke bis Charleville-Mezière. Zur Zeit sind wir in Namur. Anfang nächste Woche werden wir dann entscheiden, wie es weitergehen soll.

Wer in Richtung Toul fahren möchte, sollte wissen, dass die Strecke vor (von Norden kommend) Verdun bis Ende Juni gesperrt ist.

Der Canal L’Aisne – Marne ist geschlossen bis zum 27. Mai 2018.

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2018 #3 Schleusen

Wenn man mit dem Boot in Europa auf Binnengewässern unterwegs ist, sind Schleusen unumgänglich. Wir haben bisher in den Niederlanden, Belgien und Deutschland Erfahrungen mit Schleusen gesammelt. Die erste Schleuse in Europa entstand übrigens in den Niederlanden im 13. Jahrhundert.

Wenn es um die Anzahl der „Schleusenerlebnisse“ geht, steht Frankreich mit seinen alten Freycinet Schleusen auf dem 1. Platz. 2018 werden wir rund 500 Schleusen befahren.

Da der Berufsverkehr  (See und Binnen) in  den Niederlanden, Belgien und Deutschland noch sehr stark ist, findet man dort die grössten Schleusen . Die größte Schleuse findet man bei Antwerpen. Sie ist 500m lang und 60m breit! Beeindrucket ist auch die Volkerak-Schleusenanlage mit ihren 4 Kammern, 3 für die Berufsschiffer (jede Kammer ungefähr 330x24m) und eine für Yachten (128x16m).

Die grösste Schleuse in Deutschland ist die Seeschleuse zum Hafen von Wilhelmshafen. Die verschiedenen Größen der Schleusen sind heute nach einer europäischen Richtlinie in verschiedene Klassen eingeteilt: Für die Berufschifffahrt geht die Klassifizierung von I („Peniche“ = 38,5×5,05m) bis VII („3×3 convoy“ = 285x33m). Spezielle Schleusen für Sportboote besitzen eine Rx – Klassifizierung; x=A,B,C oder D). z.b. RC  = „Motoryacht“ 15x4m). Dies sind allerdings nur Richtwerte. An der Mosel z.B. findet man Sportbootschleusen von 18 m Länge, 3,50 m Breite und 1,50 m Tiefe.  Unser VAGABOND ist zwar nur 11,10m lang aber 3,45m breit,… also nimmt man eher die normale Schleuse…

Auch wenn man schon viele Schleusen befahren hat, ist jede immer wieder eine neue Erfahrung (!).

Sieht man mal von den großen Flüssen in Frankreich ab (Seine, Rhône, Oise, Moselle), findet man dort vor allem die schon erwähnten „Freycinet“-Schleusen. In Ihnen kann eine „Peniche“ geschleust werden: 38,5m x 5,05m. Die freie Durchfahrthöhe ist meist auf 3,50m begrenzt. Wenn große Höhenunterschiede überbrückt werden mußten, bediente man sich früher sogenannten „Schleusentreppen“. Diese findet man auch heute noch, z.B. auf dem Ardennen-Kanal, wo man 27 Schleusen auf 9km überwinden muss. Dafür braucht man einen ganzen Tag.

Schneller geht es da in Réchicourt-le-Château auf dem Canal de la Marne au Rhin oder in Arzviller. Die Schleuse in Réchicourt ersetzt 6 Schleusen und überwindet 15,40m in weniger als 30 Minuten. Sie ist die höchste Freycinet-Schleuse überhaupt. In Arzviller sind die Schleusen durch einen Schrägaufzug ersetzt worden. Aufzüge findet man vor allem in Belgien.

Auf den französischen Kanälen ist der Berufsverkehr seit Jahren stark zurückgegangen (leider!). Gleichzeitig hat sich der Charterbetrieb für Freizeitschiffer sehr entwickelt. So kommt es gar nicht selten vor , daß man mit 2 anderen Sportbooten in den kleinen Freycinet-Schleusen geschleust wird. Diese sind heute meist automatisch gesteuert. Das Ziel der VNF ist es, mitttelfristig alle diese kleinen Schleusen zu automatisieren.  Allerdings gibt es mehrere verschiedene Systeme, um den Schleusenvorgang auszulösen: Von Hand, über eine Fernbedienung, über ein Stange, die man drehen muss,…

 

Modernere Schleusen sind immer rechteckig. Ältere Konstruktion  haben manchmal eine bauchige Form.

Die grossen Schleusen mit Berufsverkehr werden entweder lokal oder über eine Steuerzentrale gesteuert. In diesem Falle ruft man die jeweilige Schleuse über einen speziellen VHF Kanal an (oft 18, 20 oder 22). Wenn man zusammen mit Frachtschiffen in der Schleuse ist, ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Im Zweifel sollte man sich mit dem Schleusenwärter oder dem Frachtschiff absprechen über Kanal 10. Auf jeden Fall sollte man dem Frachtschiff den Vorrang lassen,   abwarten bis sich das Wasser beruhigt hat und in guter Distanz festmachen. Die Berufsfahrer haben es meistens eilig, trotzdem sollte man sich nicht stressen lassen. Allerdings zügiges Handeln mit klarem eindeutigen Verhalten ist angebracht.

Ein weiteres Unterscheidungsmittel sind die Festmacher in den Schleusen.

Je nach Alter, Grösse und Konstruktion findet man die unterschiedlichen Polder: feststehende oder schwimmende, ein fache Ringe, Leinen,… Wie auch immer. Festmachen ist das oberste Gebot.

Bei der Ausfahrt ist Warten die wichtigste Regel. Erst Losfahren wenn der Frachter aus der Schleuse ausgefahren ist (an der grünen Ampel vorbei).

Egal ob alt oder neu, gross oder klein, sauber oder dreckig, automatisch oder manuel, schleusen ist immer ein Ereignis.

 

 

 

 

2018 #2 Vorgeschmack und Erinnerung

Wie schon erwähnt werden wir zunächst in Richtung Paris „Arsenal“ aufbrechen. Dort haben wir uns für Ende Mai einen Platz gesichert. Bis dorthin sind de noch einige Tage, einige Schleusen, eine Übernachtungen.

Bei unseren zwei letzten Reisen von und nach Paris über die Maas, den Ardennenkanal und die Marne hatten wir schon die Gelegenheit ein paar Fotos zu schießen. Hier eine kleine Auswahl. Mehr Bilder findet man hier:

Saison 2014 (nach Paris)

Saison 2016 (ins Elsaß)

2018 #1 Die Vorbereitungen laufen

Dieses Jahr soll es wieder nach Frankreich gehen. Wir waren dort schon 2014 (Paris) und 2016 (Maas – Mosel – Saar). Dieses Mal soll es weiter nach Süden gehen, vielleicht bis nach Lyon. Aber das hängt dann, wie man weiß nicht nur von uns ab, sondern vom Wasserstand, dem Zustand der Schleusen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen…

Geplant ist, Anfang Mai in Richtung Paris aufzubrechen. Dort werden wir sicher gegen Ende Mai ein paar Tage bleiben. Auch wenn wir in der Nähe von Paris wohnen, und schon ein Mal in der Stadt waren mit unserem Boot, ist der Aufenthalt im Stadthafen „Arsenal“ immer etwas besonderes. Auch dieses Mal wollen wir als „Tourist“ Paris besuchen. Mit etwas Glück werden wir dort auch noch andere Linssen Eigner antreffen, so etwa „Chat Lune„, welches regelmäßig im Sommer nach Paris kommt.

Vorsorglich haben wir die Vignette schon bei den VNF gekauft. Bis Ende März ist die Ganzjahres-Gebühr 17% billiger. Man kann Sie aber auch spätestens an der Schleuse in Givet bei der Einfahrt nach Frankreich kaufen.

Unsere Strecken-Planung steht im Prinzip für die „Hinreise“. Die Entscheidung über den Rückweg nehmen wir später. Prinzipiell haben wir uns für zwei Routen vorentschieden: Entweder über die Saône und Vogesen oder über Rhein und Elsass.

Auf jeden Fall müssen wir am 17. September nördlich von Toul sein, da unterwegs Wartungsarbeiten geplant sind.

Bis zum Start haben wir noch etwas Zeit zur Vorbereitung. Die letzten Einkäufe…

Unser Boot kommt Mitte April wieder ins Wasser. Dann wird es Zeit sich auf den Weg nach Maasbracht zu machen.

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2017 #20 Ende der Saison

Die Bootssaison geht für uns Anfang, spätestens Mitte, Oktober zu Ende.  Die Tage sind schon deutlich kürzer, der Wind lässt die Temeraturen noch kälter erscheinen, das Wetter ist ungewisser,…

 

Es gibt bekanntlich drei Methoden zur „Winterung„. Wir haben uns aus praktischen Gründen für die Halle entschieden. Von Paris nach Maasbracht sind es 460km und dafür braucht man gute 6 Stunden mit dem Auto…. Etwas weit weg also, um schnell nach dem Rechten schauen zu können. Also ist die Halle eine beruhigende Lösung.

Bevor das Boot mit dem Hebekran aus dem Wasser gehoben wird,  wird es zunächst „Winterfertig“ gemacht: Voll tanken, Motorinspektion, Abwasser ablassen und Tank spülen, Frischwasser ablassen und Rohrsystem leer blasen, Frostschutz,…

Dann geht es in mehreren Schritten in die Halle bis zum nächsten Jahr im April.  Bis bald also 🙂

2017 #19 Ein Abstecher zur Linge

Wir verlassen die Holländische IJssel und fahren südwärts über den Merwede Kanal in Richtung Gorinchem zum Waal. Nach etwa 5 Stunden Fahrt, biegen wir in die Linge ein und fahren flussaufwärts in Richtung Leerdam.

Der Fluß ist sehr kurvenreich und liegt in einer naturbelassenen sehr idyllischen Landschaft.

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Hier gilt es langsam zu fahren, und die Natur zu genießen. Die Uferbefestigungen sind aus Weiden gefertigt.  Es ist September, die Saison geht zu Ende. Es ist Zeit für mühsame Ausbesserungsarbeiten.

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Eine niederländische Motoryacht, mit der wir auf dem Merwede Kanal zusammen gefahren sind, hat das gleiche Ziel wie wir. Als sie in Heukelum an einer Wiese festmacht, entschliessen wir uns kurzentschlossen sie nachzuahmen. Der Liegeplatz ist jetzt im September ruhig. Mit einer kleinen Fähre kann man auch in den Ort Heukelum übersetzen.

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Bis zur Stadt Leerdam ist es nicht weit.  Das Wetter ist angenehm, also entschließen wir uns, einen Tag länger zu bleiben und mit dem Rad nach Leerdam zu fahren.

Bisher war Leerdam für uns, wie Gouda, Alkmaar oder Edam eine Käsestadt. Das ist nicht ganz so! Der Käse wird in der Nähe im Dorf  Schoonrewoerd hergestellt. Er soll im Geschmack eine Mischung aus Gouda und Emmentaler darstellen.

Leerdam ist vor allem für seine Kristallglasherstellung in den Niederlanden bekannt. Die Fabrik hat einen Verkaufs -und Ausstellungsraum. Ein Besuch lohnt sich. Wenn man eine Schwäche für schöne Kristallglas-Objekte hat, wird man bestimmt etwas finden.

Der Hafen liegt direkt in der Stadt.

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2017 #18 In Richtung Süden

Nach einem längeren Aufenthalt in Amsterdam ist es nun Zeit, unsere Rückreise nach Maasbracht anzutreten. Aber zunächst heisst es, Amsterdam in Richtung Süden zu verlassen. Vom Sixhaven aus fahren wir zunächst westwärts vorbei an den Fähren, Ausflugsbooten und Frachtschiffen zum Westerkanaal, wo wir uns über VHF 22 anmelden. Wie schon im Beitrag „Mit dem Boot nach Amsterdam“ beschrieben, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Wir wollten es nun durch die Stadt versuchen in Richtung „Nieuwe Meer“, nachdem wir die Wege über Haarlem und die Vecht schon gefahren sind.

Diese Strecke wird nachts als „Stehende Mastroute“ von den Segelbooten bevorzugt, die dann ab 23h im Konvoi durch die Stadt geschleust werden.

Es geht aber auch tagsüber zu bestimmten Zeiten, wenn der Straßenverkehr nicht zu stark ist, morgens ab 9h. Unterwegs, an einer Brücke wartend, treffen wir auf ein „Staubsaugerboot“. Amsterdam ist eine der meistbesuchten Städte Europas, das hat seinen Preis….

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Es ist immer wieder bewundernswert, dass es in den Niederlanden als normal erscheint, wie man sowohl Zug-, Tram- und Straßenverkehr mit einem Boot aufhalten kann, was auf der Durchfahrt durch Amsterdam eben unvermeidbar ist.

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Wir fahren  durch schöne, ruhigere Wohnviertel im Westen der Stadt in Richtung Schipol.

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Jedoch erinnert  einen der Flugzeuglärm sofort, dass man noch in der Nähe einer Großstadt ist.

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An Schipol vorbei, fahren wir über Alphen a/d Rijn nach Gouda, wo wir gegen 18h30 nach 8 Stunden ankommen. Es ist eine geruhsame Strecke, auch wenn die Fahrt recht lange dauert, weil  wir an mehreren Brücken warten müssen. Eine große Etappe ist es allemal mit 55km.

Am nächsten Morgen wollen wir weiter Richtung Linge, zunächst über die Holländische IJssel.  Allerdings klärt uns der Hafenmeister darüber auf, daß die direkte Strecke durch die Stadt nicht möglich ist, da die Maalegatssluis  renoviert wird. Also fahren wir zurück zum Gouwekanaal und nehmen dort zunächst die Julianaschleuse, bevor wir in die Holländische IJssel einbiegen. Im Moment ist Ebbe, also fahren wir gegen  die Strömung und das zurücklaufende Wasser an.

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2015 sind wir die Holländische IJssel flussabwärts gefahren.

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Ab der Schutzschleuse „Waaierschutsluis“ geht es gezeitenfrei flußaufwärts . Wir übernachten im gepflegten Jachthafen Marnemonde bei IJsselstein. Die Fahrt dorthin ist jetzt im September  sehr geruhsam, nicht nur wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 4,5 km/h. Wir treffen nur noch auf wenige Schiffe. Es ist eine der schönsten Wege über die niederländischen Flüssen und Kanäle.

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