2025 #5 Rรผckblick in Bildern 2014 – 2024

Zehn Jahre schon!!! Boot fahren und bloggen…

Die Zahl der Besucher unseres Blogs ist von 294 im Jahre 2014 auf 9161 Ende 2024 stetig gewachsen. Dabei wurden im letzten Jahr 32 000 Seiten angeschaut. Im Jahr 2022, als die Maas Hochwasser fรผhrte, hatten wir sogar 39 000 Zugriffe. Diesen Erfolg hรคtten wir uns nie gedacht.

Zur Erinnerung und in Erwartung der in wenigen Tagen startenden neuen Saison hier ein paar Bilder von unseren Fahrten mit unserer LINSSEN YACHTS „New Classic Stundy 36 AC“ alias der VAGABOND.

2014 : Paris

2015 : Vecht

2016 : Maas – Mosel -Saar

2017 : Friesland – Amsterdam

2018 : Seine – Somme – Schelde

2019 : Zeeland – Randmeeren

2020 : Ardennen

2021 : Belgien

2022 : Groningen – Emden

2023 : Sambre, Yonne und Meer

2024 : Berlin

2023 #11 Auf dem Oberlauf der Seine zum Loing

Bevor wir den Hafen Arsenal in Paris verlassen, reservieren wir noch fรผr unsere Rรผckreise Ende Juni einen Platz fรผr 3 Tage. In den Sommermonaten sind die Liegeplรคtze gezรคhlt. Paris ist ein beliebtes Ziel und es gibt wenig verfรผgbare Plรคtze im Hafen. Deshalb mรผssen die dort „Ansรคssigen“ turnusmรครŸig fรผr jeweils 4 Wochen zwischen Juni und September den Hafen verlassen, um fรผr Passanten Anlegemรถglichkeiten zu schaffen.

Mit der Capitainerie vereinbaren wir, dass wir am Montag 5. Juni die Schleuse zur Seine um 8h15 benutzen wollen, um nach einer Woche unsere Weiterreise anzutreten. รœber VHF 9 kรผndigen wir uns an und werden sofort zusammen mit BALU geschleust. Auf der Seine ist noch nicht viel Verkehr um diese Zeit. Nach einer knappen Stunden erreichen wir die Mรผndung der Marne.

Die Seine wird, wie es รผblich ist, in Oberlauf und Mittellauf aufgeteilt. In Frankreich ist es aber die Angewohnheit, von der Seine „Aval“ und „Amont“ zu reden. Dies bezieht sich auf die Lage zu Paris. Verwirrend erscheint einem daher auch der Ausdruck „Je monte ร  Paris“, der im franzรถsischen Sprachgebrauch sich eingebรผrgert hat. So „steigt man zur Stadt Paris auf„, ob man seine Reise im Sรผden, Westen, Osten oder Norden von Frankreich beginnt.

Wir befinden uns jetzt auf der „Seine amont“ und fahren flussaufwรคrts in Richtung Sรผden.

Schleuse Port ร  l’Anglais

Unser Plan ist es, in den nรคchsten Tagen bis zum Canal de Briare รผber den Loing vorzustossen.

Wie auch auf anderen schon erwรคhnten Strecken gibt es kaum oder gar keine brauchbaren Anlegemรถglichkeiten auf der Seine, mal abgesehen von ein paar Schleusen, wo es Poller im Oberwasser gibt. Diese kann man zum รœbernachten nutzen, vorausgesetzt der Schleusenwรคrter erlaubt es.


Fรผr die 1. Etappe entscheiden wir uns, bis nach Melun zu fahren. 5 Schleusen liegen bis dorthin vor uns . Auf der Seine herrscht Berufsverkehr, der dem der Maas รคhnlich ist. So kann es vorkommen, dass es auch mal Wartezeiten gibt.

An mindestens 2 Schleusen gilt es besonders achtsam zu sein! Die grosse Kammer der Schleuse „Coudray“ wird sehr schnell gefรผllt!. Ein Warnschild weist den Freizeitschiffer darauf hin, NICHT weiter als das Warnschild festzumachen. Anders gesagt je weiter hinten um so besser. Die Schleuse „Vives Eaux“ besitzt Spundwรคnde. Um Schaden am Boot zu vermeiden, haben wir noch zusรคtzliche Fender angebracht.

Heute wird die Seine vor allem zum Transport von Sand, Gestein und Baumaterialien genutzt. Die alten Mรผhlen am Ufer zeugen noch von einer prachtvollen Vergangenheit.

Nach 16h kommen wir in Melun an. Von hier kommt der dort hergestellte Kรคse, le „Brie de Melun„. Bekannter ist allerdings der „Brie de Meaux„, von dem 30 mal mehr jedes Jahr hergestellt wird.

Melun

Am rechten Flussufer findet man hier Poller zum Anlegen und Stromanschlรผsse .

Der Platz ist sehr unruhig! Die hรคufig vorbeifahrenden Frachter verursachen starken Schwell! Die gezackte Kaimauer soll zwar die grossen Wellen etwas abschwรคchen, bewirken aber das Gegenteil. Von den am Ufer zurรผckgeworfenen kurzen Wellen werden wir krรคftig durchgeschรผttelt. Zusรคtzlich leistet die „Jugend“ auch noch bis spรคt in die Nacht ihren Beitrag, indem sie fรผr ausreichend Lรคrm sorgt….Der Platz ist wirklich nur im Notfall zu empfehlen.

An der letzten Schleuse „Vives eaux“ vor der Stadt hรคtte man sicherlich ruhiger liegen kรถnnen. Das werden wir vielleicht auf der Rรผckreise testen.


Die 2. Etappe fรผhrt uns am nรคchsten Tag nach Moret s/ Loing.

Zunรคchst gilt es, die Landschaft und die Ufer der Seine zu geniessen. War die Fahrt bis Melun noch sehr von der industriellen Umgebung um Paris geprรคgt, wird es jetzt lieblicher und ruhiger.

In der letzten Schleuse vor der Mรผndung des Loing, wird es dann noch einmal richtig eng. Ein Frachter und ein Schubschiff teilen sich die Schleuse mit uns. BALU bittet den Frachter, seine Schraube zu stoppen, was er zunรคchst einfach รผberhรถrt, bis die Schleusenwรคrterin einschreitet.

Bevor wir in den Loing einschwenken, machen wir noch einen Tankstopp am rechten Ufer in Saint Mammรจs. Hier mรผndet der Loing in die Seine.

Der Diesel kostet dort etwas mehr als 2 โ‚ฌ, was uns zunรคchst etwas abschreckt! Einfach Wucher! An einer „normalen“ Tankstelle bezahlt man zurzeit in Frankreich gerade mal 1,75โ‚ฌ/l.

Wir fahren zusammen mit BALU den Loing 1km hoch. ร„hnlich wie in Conflans Saint Honorine liegen hier viele ehemalige ausrangierte Frachter, die teilweise bewohnt sind.

Loing

Vor der 1. Schleuse im Unterwasser des Kanals befindet sich ein schรถn gelegener Anleger mit Wasser, Strom und Sanitรคranlagen fรผr 11โ‚ฌ pro Nacht (1โ‚ฌ pro Meter).

Vorsicht ist geboten fรผr Schiffe mit mehr als 1,20m Tiefgang. BALU lรคuft kurzzeitig auf Grund. Unter unserem Schiff sind es noch knapp 30 cm….

Nach den anstrengenden 2. Etappen geniessen wir nun die Ruhe. Wir bleiben 2 Tage.

Der Geschwindigkeitsmesser von BALU ist seit einigen Tagen blockiert. Das saubere Wasser in Stehhรถhe ist fast ideale Bedingung, um unter dem Rumpf nachzuschauen. Allerdings macht die geringe Hรถhe zwischen Grund und Rumpf es unmรถglich, gefahrlos komplett unter das Schiff zu tauchen. Mehrere Versuche sind notwendig.

Anleger Moiret s/ Loing (Foto Yvonne Villerius)

Dann ist der Geschwindigkeitsgeber wieder frei. Heute haben wir das Feierabend-Bier verdient.

Moniert s/ Loing

Die Stadt liegt wunderschรถn am Fluss. Fรผr einen Besuch und Rundgang durch die Gassen der Stadt und entlang des Flusses sollte man sich etwas Zeit nehmen. Es lohnt sich. Nicht umsonst, hat der Maler Alfred Sisley die schรถnen Perspektiven der Stadt in seinen Gemรคlden verewigt.

Moniert s/ Loing

Wir nutzen die Zeit unseres Aufenthaltes auch zum Austausch mit anderen Freizeitkapitรคnen. VNF verรถffentlicht Informationen รผber Wassermangel im Canal de Briare, unserem Ziel. Von den aus dem Kanal ankommenden Booten erfahren wir, dass ab der 3. Schleuse zunehmend Wasserpflanzen das Vorankommen erschweren.

All das sind Informationen, an die man sich inzwischen etwas gewรถhnt hat. Da wir die Strecke von Briare aus aber wieder zurรผckfahren mรผssen, und BALU noch zusรคtzlich Schwierigkeiten wegen der geringen Wassertiefe sieht, entschliessen wir gemeinsam unseren Weg zu รคndern!

Das neue Ziel heisst Yonne und die Stadt Auxerre. Die Yonne ist ein offener Fluss; dort gibt es noch etwas Frachtverkehr und somit weniger Wasserpflanzen. Wir hoffen auf unbeeintrรคchtigtes Vorankommen. Der Plan ist gefasst und Morgen geht es wieder zurรผck zur Seine in Richtung Yonne.


Zusammenfassung:

  • Paris > Melun: 52 km, 8h, 6 Schleusen
  • Melun > Moiret s/ Moing : 34 km, 4h30 (inklusive Tankstopp),
    2 Schleusen

2023 #9 Zum Arsenal รผber die Kanรคle im Norden von Paris

Als wir gegen 10h von der Seine kommend an der Schleuse nยฐ 7 „La Briche“ des Canal Saint Denis eintreffen, dauert es etwa 15 min. bis die Schleuse auf „grรผn“ schaltet. Vorab haben wir uns รผber Telefon angemeldet. Wir sind auf Bergfahrt.

Canal St. Denis (zu Berg) 1. Schleuse von der Seine kommend „La Briche nยฐ7“

Es gibt auf der ganzen Strecke des Kanals fรผr jede Schleuse 2 Kammern unterschiedlicher Grรถsse. Allerdings erfahren wir spรคter, dass einige kleine Kammern zurzeit ausser Betrieb sind.

Als wir nun in die erste grosse Kammer mit einem Hub von mehr als 4m einfahren, suchen wir Festmacher, oder gar Schwimmpoller, zunรคchst vergebens. Im Vorderteil der Kammer finden wir auf der Steuerbordseite auf etwas 2m Hรถhe einen Haken. Da VAGABOND als Erster einfรคhrt, kรถnnen wir ihn zu unserem Glรผck benutzen. Fรผr BALU gibt es nichts!!!. Fรผr dieses Boot bleibt nur Motor und Buck- und Heckstrahler.

Nur oben gibt es Poller am Rand der Kammern.

Dort erwarten uns zwei Angestellte (einer fรผr VAGABOND, einer fรผr BALU ;-)). Wir werden aufgefordert zur Registrierung ein Formular auszufรผllen. Ob wir die Reise als „Freizeitschiffer“ รผber die beiden Kanรคle bezahlen mรผssen, ist noch nicht ganz klar.

Diese Kanรคle werden nicht von VNF, sondern von der Stadt Paris verwaltet. Die beiden Angestellten klรคren uns nun รผber den hier angewendeten Schleusenprozess auf.

Alle Schleusen des Kanals besitzen die gleiche Konzeption (siehe Zeichnung). Zwischen den beiden Kammern, zentral gelegen, befindet sich die nicht mehr benutzte Bedienkabine und die Ventile zum Fรผllen oder Leeren der Kammern. Die Lage der grossen und kleinen Kammern, links oder rechts vom zentralen Teil kann wechseln. Bei der ersten Schleuse (nยฐ7), die wir nehmen liegt sie z.B. rechts (also auf Steuerbordseite).

Bei allen Schleusen des Canal Saint Denis wird das Wasser immer von der Mitte aus (zwischen den beiden Kammern) von unten in die jeweilige Kammer gepumpt.

Um Schwierigkeiten in der Kammer zu vermeiden, sollte man sich immer an der zentral gelegenen Mauer anlegen oder festmachen, falls dies mรถglich ist! Das einfliessende Wasser strรถmt zunรคchst unter dem Boot zur gegenรผberliegenden Mauer, wird dort zurรผckgespรผlt und drรผckt anschliessend das Schiff gegen die zentral gelegene Wand. Wenn man versehentlich auf der falschen Seite liegt, wird man von der Wand weggedrรผckt!

Dies kann gefรคhrlich werden. BALU hat einige Schwierigkeiten, die Kontrolle zu behalten. Da das Wasser von „unten“ und nicht von vorne einstrรถmt, spielt es auch keine Rolle, ob man sich vorne oder hinten in der Kammer befindet. Wichtig ist es, einen „Haken“ in der Wand zu finden!

Unterwegs auf dem Kanal ruft uns ein Berufsschiffer รผber VHF Kanal 10 an. Er mรถchte wissen, „warum wir diesen „dreckigen“ Weg eingeschlagen haben?“

Die Frage ist durchaus berechtigt!!!

  • Die Schleusen sind nicht fรผr Freitzeitschiffe ausgestattet.
  • Es gibt kaum Festmacher, in den Kammern sind es oftmals Haken in der Schleusenwand. Man kann sich leicht daran „verfangen“.
  • Viel Abfall schwimmt im Wasser.
  • Der Weg fรผhrt durch die sogenannte „Banlieue„. Anders gesagt, der Kanal ist kein Platz zum Verweilen.
  • Es herrscht ziemlich viel Berufsverkehr; hier haben einige „Recycling Firmen ihre Werke.

Als wir aus der letzten Schleuse „Porte de Flandre“ nยฐ1 rausfahren, sind wir alle erleichtert.

Ganz anders der Canal Saint Martin, den man an der „Villette“ erreicht. Dort haben wir am Anleger zwei Plรคtze reserviert. Von Rueil-Malmaison bis hierhin, haben wir 5 anstrengende Stunden gebraucht.

Der Anleger ist gut ausgestattet und durch eine Tรผr gesichert. Zum ร–ffnen der Tรผr und fรผr die sanitรคren Anlagen benรถtigt man einen „Passe„.

Wir nutzen den Rest des Tages zu einem Ausflug in den nahegelegenen Parc de la Villette.

Am nรคchsten Morgen melden wir uns wieder รผber Telefon (+33 1 43 41 39 32) beim Kontrollposten des Canal St. Martin an.

Vor uns, bis zum Hafen Arsenal liegen 8 Schleusen abwรคrts, zwei Drehbrรผcken und einen Tunnel. Die Schleusen sind jeweils in 2 Stufen angeordnet: 1 & 2, 3 & 4, 5 & 6, 7 & 8. Dadurch geht das Schleusen recht zรผgig voran. Die Schleusen werden ab 8h05 bedient. Es ist zu empfehlen, frรผh zu starten und am besten am Wochenende. Ab 9h30 wird der Kanal hรคufig von Passagierschiffen benutzt, die Vorfahrt haben.

Problemlos kommen wir voran. Gegen 9h30 erreichen wir die letzte Schleuse Ecluse du Temple nยฐ1 vor der Einfahrt in den Tunnel. Hier befindet sich auch der Kontroll-Posten.

Schon vor der Abfahrt haben wir unser Schiff auf die Fahrt durch den etwa 2 km langen Tunnel, genannt „la voรปte„, vorbereitet, Scheinwerfer angebracht, Cabrio runter gelegt und eine warme Weste bereit gelegt. Der Tunnel hat eine Durchfahrthรถhe von 4,27 m, ist beleuchtet und belรผftet. Sein Fahrwasser bietet genรผgend Platz. Die Einfahrt und Ausfahrt sind auf beiden Seiten etwa 1m enger. Kein Vergleich mit einem Tunnel wie den „de Ham“ bei Givet auf der Meuse!

Die maximal zugelassene Durchfahrtzeit ist auf 20 Minuten begrenzt ( etwa min. 6km/h).

Direkt nach der Einfahrt ist man begeistert. Der Eindruck ist รผberwรคltigend, absolut nicht bedrรคngend. Sehr schnell ist der Canal St. Denis vergessen. Wie so oft, gibt es die Belohnung zum Schluss!

Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel melden wir uns sofort im Hafen รผber VHF 9 an. VAGABOND bekommt Platz B124 zugewiesen. BALU liegt direkt gegenรผber auf der anderen Seite des Hafenbeckens, dort wo die grรถsseren Schiffe lรคngsseitig ihren Platz finden.

Hier bleiben wir 4 Tage.


Zusammenfassung:

  • Rueil-Malmaison > Villette : 22 km, 5h30, 7 Schleusen, eine Hebebrรผcke
  • Villette > Arsenal : 5 km, 2h, 8 Schleusen, zwei Drehbrรผcken

2018 #24 Im und um dem Hafen Willemdok

Napoleon haben wir das Willemdok zu verdanken. Um dort hin zu kommen, ist nicht sehr einfach. 4 Mรถglichkeiten stehen einem zur Verfรผgung. Alle sind recht anspruchsvoll und haben ihre Schwierigkeiten:

  1. Die Schelde, vom Meer kommend im Westen
  2. Die Rhein-Schelde Verbindung, die den Hafen mit Rotterdam verbindet im Norden
  3. Den Albertkanal, von der Maas kommend im Osten
  4. Die Boven-Schelde vom Sรผden kommend

Aber es lohnt sich, die Mรผhe zu machen. Man entdeckt eine weltoffene moderne Stadt im Wandel.

Seitdem hier der Yachthafen im Willemdok entstanden ist, hat sich dieses Stadtviertel stark zu seinem Vorteil verรคndert. Der ursprรผngliche Hafen wurde irgendwann zu klein. Heute liegt der Handelshafen nรถrdlicher, auรŸerhalb der Stadt. Dann war dieses Viertel lange Zeit sich selbst รผberlassen.

Heute findet man hier luxuriรถse Wohnungen, um das Hafenbecken haben sich viele Restaurants angesiedelt und nicht zuletzt ist das Museum aan de Stroom „MAS“ ein Anziehungspunkt geworden. Das kleine Restaurant „Sil’eau“ am Napoleonkai gefรคllt uns besonders gut zum „lunchen“.

Der Hafen ist sehr gut gefรผhrt, gut gesichert und bietet alle Serviceleistungen inklusive Kraftstoff. Selbst der Preis hรคlt sich Grenzen,… vor allem wenn man ihn mit Arsenal in Paris vergleicht. Erstaunlich ist รผbrigens auch die Ruhe, nicht nur im Vergleich mit Paris.

 

2018 #15 Paris Port L’Arsenal (2)

Unsere Planung ist seit Anfang der Reise etwas in Unordnung geraten. Da zeitlich nichts so ablรคuft wie wir es uns noch im Winter vorgestellt hatten, haben wir uns entschieden, einfach „noch ein paar Tage lรคnger“ in Paris zu bleiben und die Hafenatmosphรคre weiter auszukosten.

Frankreich steht bei der Fussball-WM im Halbfinale, der Nationalfeiertag liegt vor uns, Freunde aus Paris besuchen uns, Freunde im Hafen laden uns zum Tee ein…. Warum also schon weiterfahren? Heute Abend spielt Frankreich gegen Belgien um einen Platz im Finale. An der „Capitainerie“ wird fรผr die Unterstรผtzung der „Bleus“ (so nennen die Franzosen ihre „Mannschaft“) geworben: „Allez les Bleus„. Auch wir sind eingeladen, das Signalhorn zu benutzen. Je nach Stimmung kann es also recht lau werden heute Abend.

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Zeit genug also, um im und um den Hafen weiter auf Foto „Pirsch“ zu gehen.

Wie in vielen Hรคfen leben auch in Paris Leute permanent auf ihrem Boot. Sie heissen hier „les rรฉsidents“. Boote bieten im allgemeinen weniger Platz und geben weniger Gestaltungsmรถglichkeiten als ein Haus mit Garten her, was jedoch dieย Hafenbewohner nicht daran hindert, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Das Ergebnis ist dann oft Geschmacksache. Hier eine kleine Auswahl. Der Leser kann sich hier sein eigenes Urteil bilden.

L’Arsenal liegt im alten Stadtzentrum, die Seine, der Place de la Bastille und das Marais-Viertel um den Place des Vosges sind ganz nah. Das Marais-Viertel besucht man am besten wรคhrend der Woche. Samstags und sonntags sind hier nur Touristen aus aller Welt unterwegs. Wie auch anderswo, haben hier inzwischen die „groรŸen“ Markengeschรคfte, die pittoresken Geschรคfte und Restaurants verdrรคngt.

Besonders an heiรŸen Tagen ist der Hafen und seine nรคhere Umgebung ein beliebtes Freizeitziel fรผr Pariser und Touristen.ย  Auch wenn es hier tagsรผber ziemlich lebhaft zugeht, ist der Hafen nachts recht ruhig und sicher. Ab 20 Uhr ist der Zugang auf der Westseite nur fรผr Bootsbesitzer mรถglich. Die รถstliche Seite wir ab 22 Uhr geschlossen. Hier liegt das Hafenrestaurant und der Park.

 

2018 #14 Paris Port L’Arsenal

Den Hafen L’Arsenal kann man รผber zwei Wege erreichen: entweder รผber den Canal St. Martin von Norden kommend, oder รผber die Seine.

Wir haben schon sehr frรผhzeitig im Mรคrz einen Liegeplatz im Hafen reserviert. Trotz des vergleichbar hohen Preises sind die Plรคtze in der Hochsaison gezรคhlt (Paris L’Arsenal ist fast doppelt so teuer wie Amsterdam’s Sixhaven).

Trotz der GrรถรŸe des Hafens, sind freie Liegeplรคtze hรคufig Mangelware, auch wenn ein Drittel der „Residents“ im Sommer den Hafen fรผr 3 Wochen verlassen muss, um den anreisenden „Touristen“ Platz zu machen.

Wir kommen flussabwรคrts auf der Seine gegen Mittag an. 10 Minuten bevor wir auf der Hรถhe des Hafens sind, rufen wir den Hafenmeister รผber UKW Kanal 9 an, und bitten ihn, die Schleuse fรผr uns vorzubereiten.

Zeitgerecht ย kommen wir an und fahren zunรคchst noch weiter stromabwรคrts, um dann gegen die Strรถmung zur Schleuse zu fahren. Nach der Schleusung weist uns der Hafenmeister รผber Funk unseren Platz zu, wo wir nun fรผr einige Wochen liegen werden.

 

Es ist schon ein seltsames Gefรผhl als „Tourist“ im Hafen der Stadt zu sein, in derer nรคchsten Nรคhe man lebt und arbeitet.

Der Hafen liegt im Zentrum der Stadt, direkt an der ย Bastille.ย  Tagsรผber und am Wochenende geht es hier sehr lebhaft zu. Abends sind die Zugรคnge des Hafens verschlossen, der nahe liegende Park mit direktem Zugang schliesst um 22 Uhr. Dann wird es im Allgemeinen ruhiger, auch wenn das Nachtleben um den Hafen herum weitergeht.

Seitdem die Stadt die UferstraรŸen im Zentrum fรผr den Verkehr gesperrt hat, sind die Kais ein beliebtes Ziel bei schรถnem Wetter fรผr die Pariser und die Touristenย . Aber auch im Hafen gibt es immer etwas zu sehen…

 

2018 #13 Auf der Marne nach Paris

Den letzten Teil unserer Marne-Fahrt nach Paris (Port L’Arsenal) legen wir in 3 Etappen zurรผck. Es sind recht kurze Etappen, jeweils 2-3 Stunden Fahrtzeit.

Meaux > Lagny sur Marne
Lagny sur Marne > Nogent sur Marne
Nogent sur Marne > Paris.

Wir hatten geplant, zwei Tage in Meaux zu bleiben.

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Meaux ist eine angenehme Kleinstadt mit historischem Kern. Einerseits ist es noch eine „Provinzstadt“, anderseits merkt man schon die Nรคhe zum Pariser Grossraum.

Leider ist der gut gelegene Anleger im Stadtzentrum zur Benutzung noch nicht freigegeben. Auch hier hat das Hochwasser im Februar groรŸe Schรคden angerichtet. Die Renovierungsarbeiten sollten zum Saisonstart im April abgeschlossen sein. Als wir dort ankommen, mรผssen wir feststellen, daรŸ dies noch nicht der Fall ist. Fรผr Boote von 10 – 15m Lรคnge gibt es ingesamt 6-8 Liegeplรคtze. In den รผblichen Reisefรผhrern wird von 17 Plรคtzen gesprochen, was vรถllig รผbertrieben ist.

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Die Stege haben zur Zeit weder Strom und Wasser noch einen Landzugang.ย  Trotzdem wollen wir hier รผbernachten.

Das Anlegemanรถver erweist sich als sehr schwierig wegen der recht starken Strรถmung. Da die Stege quer zur Strรถmung liegen, werden die Boote entweder an den Steg gedrรผckt, oder davon weggetrieben. Schon vor vier Jahren, als wir hier zum ersten Mal anlegten, hatten wir รคhnliche Schwierigkeiten, welche unserem Boot die erste „Schramme“ zufรผhrten,…

Der 1. Steg ist zur Zeit nicht benutzbar, der 2. voll belegt und am 3. ist noch ein Platz frei auf der „wegtreibenden“ Seite. Ausserdem hat sich Einiges an Treibholz an den Stegen verfangen.ย  Nur unter groรŸen Schwierigkeiten gelingt uns das Anlegen. Unsere Bug- und Heckstrahler erweisen sich wie sooft in solchen Situation als wirkungslos. Einer der am Nachbahrsteg liegenden Bootsbesitzer schaut uns zunรคchst amรผsiert zu. Erst als wir um Hilfe rufen, bemรผht er sich zu uns, um eine Leine in Empfang zu nehmen.

Da starker Regen angesagt ist und das Wasser, zu steigen beginnt, entschliessen wir uns schnell, am nรคchsten Morgen weiter zu fahren. Der Zugang zum Liegeplatz hat auรŸerdem eine Hรถhenbegrenzung von etwa 3,50m bei normalem Wasserstand. Bei schon leichtem Hochwasser kann man so sehr schnell zum Warten gezwungen werden.

Das an unserem Steg liegende Boot hat ein Brett zum Landgang bereitgestellt. Wir nutzen diese Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Fussgรคngerzone und das historische Viertel der Kathedrale. Auch der dazugehรถrige Garten lohnt einen Besuch.

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Am nรคchsten Morgen rufen wir um Punkt 8 Uhr die Schleuse an. Wir mรผssen einen Frachtkahn auf Bergfahrt abwarten, dann geht es direkt in den Canal de Meaux ร  Chalifert. Die Durchfahrt dauert etwa eine Stunde und endet mit einer weiteren Schleuse, die uns wieder in die Marne fรผhrt. Die Strรถmung liegt nun etwa bei 4 km/h. So „gleiten“ wir nach Lagny und machen an der „Halte“ direkt auf der Marne fest.

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Hier gibt est auf dem Schwimmsteg Wasser und Strom.ย  Man kann kostenlos 48 Stunden liegen bleiben, jedoch Strom und Wasser sind kostenpflichtig. Man bezahlt im Verkehrsamt an der Brรผcke. Wir sind zunรคchst alleine, spรคter gesellt sich noch ein englisches Narrowboat und eine grรถรŸere niederlรคndischeย  Yacht hinzu.

Da der Frachtverkehr gering ist, stรถrt er, trotz Schwell, wenig. Man sollte dennoch darauf achten , ein paar Fender mehr zu benutzen.

Lagny ist kleiner als Meaux, hat aber ebenfalls seinen eigenen Charme. Die Stadt hat in den letzten Jahren einiges getan, um ihr Bild zu verbessern. Der Starkregen, und die dadurch starke Strรถmung macht uns die Entscheidung leicht, mindestens 2 Tage hier zu verweilen, um abzuwarten. Eine Wetterbesserung ist fรผr die nรคchsten Tage angesagt. Am Nachmittag steigt das Wasser weiter.

Am nรคchsten Morgen haben wir keinen Landzugang mehr. Der Uferweg steht 20 cm unter Wasser. Wir hรถren, daรŸ in Paris innerhalb weniger Stunden die Seine um 1,50m gestiegen ist. VNF limitiert das Navigieren auf der Seine im Stadtgebiet. Wir rufen regelmรคssig den Hochwasserstand ab, um die Entwicklung der nรคchsten Stunden mitverfolgen zu kรถnnen.

Am 2. Tag abends steigt das Wasser nicht mehr. In Paris, am Messpunkt Austerlitz beginnt, das Wasser zu fallen. Trotzdem warten wir bis zum nรคchsten Morgen ab, um รผber das weitere Vorgehen zu entscheiden.

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Morgens regnet es nicht mehr, der Wasserpegel ist leicht gefallen, allerdings ist die Strรถmung weiterhin stark. Wir entscheiden uns in Richtung Nogent sur Marne aufzubrechen. Um 8 Uhr passieren wir die Schleuse und biegen in den Canal de Chelles ein. Der Kanal ist etwa 8 km lang und verkรผrzt eine der vielen Marneschleifen. Auf halber Strecke kommen uns in dem recht engen Kanal zwei dicht aufeinander folgende Frachter entgegen. Vor allem der zweite bereitet uns einige Schwierigkeiten bei der Kreuzung im engen Kanal, da er breiter ist als die รผblichen hier verkehrenden Frachtschiffe und es auรŸerdem eilig hat.

Als wir gegen Mittag im Hafen von Nogent sur Marne ankommen, fahren wir zunรคchst bei immer noch starker Strรถmung die Tankstelle an. Sie funktioniert in Selbstbedienung. Bezahlt wird mit der Kreditkarte, wobei ein Tankvorgang auf 150โ‚ฌ beschrรคnkt ist. Der Hafenmeister weist uns anschliessend einen gรผnstig gelegenen und trotz Strรถmung einfach anzufahrenden Platz zu. Beim Festmachen werden wir von den „Anwohnern“ Hugo und Angelina freundlich empfangen.

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Auch hier fragen wir uns, ob wir schon, wie geplant, am nรคchsten Morgen nach Paris aufbrechen sollen, oder ob wir in Nogentย  warten, bis die Strรถmung wieder unter 3-4 km/h fรคllt.

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Am nรคchsten Morgen hat die Sonne zwar Schwierigkeiten hinter den dicken Wolken hervorzukommen, aber ein kurzer Blick durchs Fenster auf die Marne genรผgt, um zu wissen, dass die Strรถmung deutlich geringer ist als am Vorabend.

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Da wir einem guten Freund die Fahrt nach Paris versprochen haben, warten wir seine Ankunft ab. Um 10 Uhr fahren wir los.ย  Nach kurzer Fahrt erreichen wir den ampelgesteuerten Tunnel von Saint Maur.ย  Beim Nรคherkommen schaltet die Ampel auf grรผn. Die Durchfahrt ist problemlos. Der Tunnel ist groรŸ und beleuchtet.ย  Nach dem Tunnel mรผssen wir die Schleusung eines Frachters und einer grossen niederlรคndischen Yacht abwarten. Noch eine Schleuse in St. Maurice, dann sind wir schon auf der Seine.

Die Schleuse nehmen wir zusammen mit einem Konvoi von zwei Pรฉniches, einem englischen Narrowboat und einem Baggerschiff. Beim Herausfahren unterschรคtzt der Kapitรคn des Baggerschiffes den Wirbel der Schraube des Konvois und nรคhert sich unserem Boot unangenehm… Nur in letzter Sekunde gelingt es uns, Schlimmeres zu vermeiden. Das Baggerbot berรผhrt uns an unserem „Hartgummischutz“ nur leicht. GrรถรŸerer Schaden entsteht nicht.

Problemlos fahren wir anschliessend bei zunehmendem Frachtverkehr in Richtung Paris und Hafen auf der Seine fluรŸabwรคrts.

 

 

Vor einem Jahr in Richtung Paris

Genau vor einem Jahr haben wir unsere 1. Tour nach Frankreich gemacht. Zunรคchst geht es die Maas aufwรคrts und dann in den Adressen-Kanal. In Belgien gibt es einige nette Hรคfen wir hier bei Huy. Als wir dort waren, haben sich 4 Linssen-Yachts getroffen: Maria-Anna, Regina, Laguna und unsere Vagabond.

Vagabond-22

Tรถrn 3-2014 Cergy > Maasbracht

Sommertรถrn mit unserer TNCS 36 AC von Cergy > Seine > Paris > Marne > Ardennen > Maas > Maastricht > Maasbracht

  • Etappe 1: Cergyย (Port de plaisance)ย > Parisย 
    Lโ€™Oise > Seine
    8h โ€“ 80 km โ€“ 3 Schleusen

    Vagabond 2014-3
    Hafen- Cergy

    Der Hafen von Cergy ist sehr empfehlenswert. Ausstattung, Lage und Empfang sind insgesamt gut.
    Zwischen Cergy und Paris gibt es nur wenige Haltemรถglichkeiten.

    Cergy
    Cergy

    Wir haben einen Stop in Rueil-Malmaison gemacht. Der Liegeplatz liegt schรถn, aber er ist ohne jeglichen Service. Um nach Paris zu fahren, gibt es 2 Mรถglichkeiten: รผber die Seine oder รผber den Canal St. Martin. Wir haben die Seine- Strecke bevorzugt.
    รœber die Seine geht es an der „Dรฉfense“ vorbei, mein Arbeitsplatz….

    La Dรฉfense - Paris
    La Dรฉfense – Paris

    Im Hafen „Arsenal“ gibt es im Sommer immer Plรคtze. Man kann sich natรผrlich auch voranmelden. Die Liegegebรผhren sind „parisgerecht“ und liegen bei 50 โ‚ฌ inklusiveย allem Service. Der Hafen ist nachts gesichert und bewacht.
    TIPP: es ist empfehlenswert sehr frรผh morgens nach Paris aufzubrechen, am besten wรคhrend der Woche. Ab 11Uhr morgens ist die Seine ย stark befahren, vor allem wegen der „Bateaux Mouches“. Morgens sind nur die Lastkรคhne unterwegs. Alle haben es eilig, nehmen sich die Vorfahrt und verursachen stรคrkere Wellen… Immer hinter sich schauen und an engen Stellen auf jeden Fall diesen Booten oder den Frachtkรคhnen absolute Vorfahrt gewรคhren.

    Vagabond 2014-3-4
    L’Arsenal

    Paris
    Paris

    Vagabond 2014-3-17
    Bateaux Mouches auf der Seine

    • Etappe 2: Paris ย > Reims
      Seine > Marne > Canalย latรฉralย ร  la Marne >ย Canal de lโ€™Aisne ร  la Marne
      40h โ€“ 240 km โ€“ 38 Schleusen
      Die Fahrt รผber die Marne ist schรถn, am Anfang in der Nรคhe von Paris und „am Ende“, in der Champagne ab Chateau-Thierry bis Condรฉ sur Marne. Liegeplรคtze gibt es wenige aber ihre Ausstattung ist korrekt.Vagabond 2014-3-32
      Unsere Etappenziele warenย Nogent sur Marne, Lagny sur Marne, Meaux , Chateau-Thierry, Mareuil sur Ay und Condรฉ sur Marne. Unser Favorit war Mareuil sur Ay. Landschaftlich reizvoll ist die Strecke von Chateau-Thierry bis Epernay.

      Vagabond 2014-3-5
      Meaux

      Auf der Marne bei Epernay
      Auf der Marne bei Epernay

      TIPP: Vorsicht in der Schleuse von St. Maur. Sie ist hoch und mit Metallspundwรคnden versehen. Am besten die Fender horizontal anbringen! Treibstoff gibt es im Hafen von Nogent sur Marne. Er liegt zwar laut (in der Nรคhe der Autobahn), aber man isst sehr gut direkt im Hafen, der Empfang ist angenehm. Der Hafen ist nachts gesichert.

      Nach Condรฉ sur Marne geht es in den canal l’Aisne ร  la Marne. Als erstes muss man den Tunnel von Billy nehmen, er ist zwar recht lang (2,5 km) aber beleuchtet und belรผftet. Wir haben nicht in Reims รผbernachtet sondern in Sillery, ein guter Platz mit allem Service.
      TIPP: Falls ein Besuch von Reims auf dem Programm steht, fรคhrt man besser von Sillery mit dem Bus.

      Attigny
      Attigny
  • Etappe 3: Reims >ย ย Maastricht
    Canal de lโ€™Aisne ร  la Marne > Canal des Ardennes > Meuse > Canal Albert > Canal ย de Harcourt ร  Visรฉ
    65h โ€“ 390 km โ€“ 90 Schleusen
    Nach Reims geht es in die Ardennen. Achtung es gibt kaum Anlegemรถglichkeiten zwischen Reims und Attigny. Wir haben inย  Variscourt รผbernachtet. Dort gibt es einen ruhigen Liegeplatz. Allerdings ohne jeglichen Service. Ausserdem sind die Liegeplรคtze recht klein fรผr ย 3-6 Boote.
    Unser letzte Haltestelle vor der Schleusenkette war Attigny, eine gute Mรถglichkeit die nรถtigen Einkรคufe zu machen.

    Vagabond-18
    Attigny

    Man braucht etwa 6 Stunden bis Le Chesne.

    Vagabond 2014-3-10
    Canal de la Meuse Schleuse 46

    Vagabond 2014-3-9
    Die Schleusen sind fast alle automatisch gesteuert. 3 Systeme gibt es: Radar, Stab („Perche“), Funkfernbedienung (2 Varianten: mit und ohne Unterscheidung der Fahrtrichtung: Bergfahrt Blauer Knopf, Talfahrt Grรผner Knopf).
    TIPP: Immer die Telefonnummern des zustรคndigen Wartungs-Notdienst bereithalten. Es kommt vor, dass die Schleusen nicht funktionieren. Dann sollte man Hilfe anfordern, falls man nicht unnรถtig lang warten will…

    In Pont-a-Bar haben wir wieder einen Tankstopp gemacht. Dort kann man auch etwas an Bootsausstattung kaufen, zum Beispiel Fender…

    Anschliessend braucht man noch 3 Tage bis zur belgischen Grenze. Hier gibt es รผberall Liegeplรคtze, die recht gut ausgestattet sind.

    Fumay an der Maas
    Fumay an der Maas

    Die Anzahl der Boote nimmt ebenfalls zu. Die Maas ist stรคrker befahren als der Ardennen Kanal.
    TIPP: An einen guten Scheinwerfer denken, der Tunnel von Ham ist eng, nicht sehr hoch und nicht beleuchtet.

    Wegen eines Streiks der VNF Mitarbeiter der letzten Schleuse vor der belgischen Grenze, lagen wir 3 Tage in Givet fest.

    Vagabond 2014-3-12
    Givet

    Schleuse Les 4 Cheminรฉes - Givet
    Schleuse Les 4 Cheminรฉes – Gibet

    Anschliessend ging die Reise im Konvoi weiter durch Belgien.

    Auf der Maas in Belgien
    Auf der Maas in Belgien

    Vagabond-11
    Maastricht Marina – Pietersplas

    Die schรถnste Strecke liegt zwischen der franzรถsischen Grenze und Namur. Ausserdem sind die Hรคfen recht gut ausgestattet. Wir haben allerdings Belgien recht schell durchfahren mit nur eine Stop in Dinant und Huy.

    Die Strecke ab Namur ist sehr industrialisiert.

    Von dort ging es direkt nach Maasbracht in die Maasbracht Marina (Ex. Pitersplas). Sehr guter Hafen!

  • Von Cergy bis Maasbracht haben wir 114 Motorstunden gebraucht. Wir sind am 31. Juli weggefahren und am 26. August angekommen nach 24 Reisetagen (abzรผglich 3 Streiktagen). Durchschnittlich sind wir 4 – 5 Stunden am Tag gefahren.TIPP:ย  Es nutzt nicht viel schnell zu fahren Maasabwรคrts. Meistens wird man an den grossen Schleusen zum Warten gezwungen. Auf den Fall immer der Berufsschiffahrt Vorfahrt gewรคhren. Und Achtung auf die starken Strรถmungen und Turbulenzen, die entstehen, wenn die Frachtkรคhne in den Schleusen sich bewegen.

    Lanaye
    Grenzscheuse – Lanaye (B)

    in der Schleuse Lanaye
    in der Schleuse Lanaye

    Schleuse Grands-Malades bei Namur
    Schleuse Grands-Malades bei Namur

    An unserem Zielort angekommen installieren wir uns an unserem Liegeplatz. Von hier aus werden wir noch einige Tagestouren unternehmen. Die Tour 3-2014 geht dann langsam zu Ende.
    Vagabond 2014-3-28