2017 #11 Von Maasbracht zum Volkerak

Um von Maasbracht zum Volkerak, oder noch allgemeiner nach Zeeland, zu fahren, hat man 3 Möglichkeiten:  über die belgischen Kanäle via Antwerpen und die Schelde-Rhein Verbindung, über die Maas oder über die Kanäle und Flüsse in Nord-Brabant.

Wir haben uns dieses Mal für die letzte Variante entschieden.  Die Strecke von Maasbracht nach Helmond über den Zuid-Willemsvaard ist recht eintönig.
Die einzige Abwechslung bieten 6 Schleusen. Ausserdem gibt es wenig Liegeplätze zum Übernachten, wenn man mal von den Passantenhäfen in Weert und Nederweert absieht.
Also fährt man in 7-8 Stunden direkt bis nach Aarle-Rixtel. Dort kreuzen sich der Zuid-Willemsvaart und der Wilhelmina-Kanal. Im dortigen, recht grossen Passantenhafen findet man im Allgemeinen einen Platz.  Die Liegeplätze am Ende des Hafens verfügen über Stromanschlüsse. Wir liegen am Kai.
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Auch wenn der Hafen an einer recht befahrenen Strasse liegt, ist es eine recht ruhige Stelle. Ein ALDI ist ganz in der Nähe (über die Hebebrücke 200m).
Am nächsten Morgen geht es weiter über den Wilhelmina-Kanal in Richtung Tilburg. Der Kanal ist zunächst recht ruhig und führt durch eine nette  Naturlandschaft mit Radfahrwegen und Wanderrouten.
Nach 3 Stunden Fahrt machen wir in Oirschot am Kai fest. Dort ist Platz für 6-8 Boote.  Direkt nebenan ist vor ein paar Jahren mit europäischen Mitteln ein « richtiger » Passantenhafen entstanden. Leider hatten die Planer keinerlei Erfahrung oder Kenntnisse mit solchen Einrichtungen. Der Hafen ist leer und verlassen. Er wird wohl langsam verkommen. Er ist nur für sehr kleine Boote zugänglich.  Ein Stadtrundgang lohnt sich.  Wenn man länger dort verweilen will, sollte man auch eine Radtour in die umliegende Heide unternehmen.
Am nächsten Morgen geht es weiter nach Tilburg. Kurz vor Tilburg fahren wir an einem  regen Naherholungsgebiet vorbei. Als Passantenhafen dient der ehemalige Industriehafen unweit des Stadtzentrums. Den Hafen erreicht man über einen 500m langen Stichkanal. An dessen Ende befindet sich eine Drehbrücke und eine Hebebrücke. Die Drehbrücke wird jede volle Stunde manuell vom Hafenmeister persönlich geöffnet. Kommt man zu früh oder zu spät, so kann man sich bequem am  Warteponton
festmachen.
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Der Hafen wurde vor ein paar Jahren vor dem Zubetonieren gerettet! Da er seine ursprüngliche Funktion verloren hatte, war er überflüssig geworden. Jemand hatte dann die gute Idee, ihn zum Passantenhafen auszubauen. Auch wenn die Renovierung noch nicht ganz abgeschlossen ist,  herrscht im Hafen eine gute Atmosphere. Sicherlich tragen auch die Bars und Restaurants dazu bei, die sich in den ehemaligen Fabrikgebäuden  installiert haben. Auch eine Bäckerei findet man vor Ort. Das Rosinenbrot kann man nur empfehlen.
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Unser Aufenthalt in Tilburg verlängert sich um einen Tag, da die Schleuse III wegen einer technischen Störung ausser Betrieb ist. Kurz entschlossen nutzen wir den Tag zu einem Abstecher mit dem Zug nach Breda.  Die Stadt gefällt uns gut. Das Zentrum scheint nur aus Cafés und Bars zu bestehen. Da das Wetter recht gut ist, sind die Terrassen bestens besucht.  Der Weg führt uns natürlich auch zum Stadthafen an der Mark im historischen Zentrum der Stadt. Hier liegen etwa 10 Boote am Schwimmsteg. Uns gefällt der Hafen in Tilburg besser, da er uns trotz der lebhaften Ambiente ruhiger erscheint.
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Von Tilburg aus begegnet man mehr Berufschiffern. Hier werden vor allem Baumaterialien (Sand, Schotter,…) und Container transportiert.  Der Weg führt  am modernen Container Hafen von Tilburg vorbei.
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Nach 4 1/2 Stunden erreichen wir den Clubhafen in Oosterhout. Am nächsten Tag verlassen wir den Wilhelmina-Kanal und fahren über den Mark-Kanal, die Mark und Dintel in Richtung Volkerak.
Als wir in die Mark einmünden, geniessen wir es wieder auf einem offenen Fluss zu fahren. Die Landschaft erinnert uns ein wenig an Friesland. Der Weg führt  zunächst durch Agrargebiete, an Ortschaften mit kleinen ansprechenden Häfen vorbei . Zur Mündung hin wird es allerdings immer industrieller.  Bei Zevenbergen gibt es eine Eisenbahnbrücke,  1x pro Stunde  nach Anmeldung bei der Verkehrszentrale
geöffnet wird.
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Wenn man in Dintelsas ankommt, stehen einem 3 Yachthäfen zur Verfügung. Wir entscheiden uns für den WSV de Dintel links vor der Schleuse zum Volkerak.
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Mit dem Fahrrad fahren wir zur Stadt Dinteloord. Ein kleiner Havenkanal führt hier von der Dintel zur Stadt. Fährt man bis zum Ende durch, findet man dort ein paar Liegeplätze direkt im Zentrum.
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Wegen des unsicheren Wetters in den nächsten Tagen entscheiden wir uns, auf den Abstecher nach  Grevelingen zu verzichten. Nach 2 Tagen nehmen wir Kurs auf  Dordrecht.

Herbst 2015: Willemsroute #2

2.Etape: Weert > Lommel


Von Weert aus fahren wir gegen 9h30 über den Zuid-Willemsvaart zur belgischen Grenze los. Es gilt 3 Schleusen und 3 Hebebrücken zu überwinden. Auch wenn der Zuid-Willemsvaart weniger von Frachtern befahren wird, muss man trotzdem aufmerksam sein. Kleine Ladehäfen liegen oft versteckt.

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Der Kanal wird auf belgischer Seite enger und lieblicher.

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An der Schleuse 18 Bocholt zahlt man die „Vignette„. Die Saisonvignette für unser Boot kostet 40€. Sie ist in ganz Flandern gültig. Sie muss deutlich sichtbar am Heck auf der Backbordseite angebracht werden.

Direkt hinter der Schleuse kommt eine Abzweigung, man hat die Wahl: entweder in Richtung Maastricht weiter über den Zuid-Willemsvaart oder über den Bocholt-Herentals-Kanal in Richtung Antwerpen.

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Wir entscheiden uns für den 2. Weg und fahren bis Lommel zum Yachthafen De Meerpaal. Dieser Kanal, der Maastricht mit Antwerpen verbindet, wird schon mehr von Berufsfahrern benutzt.

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Er liegt ruhig in einer schönen Waldgegend und vom Kanal recht geschützt. Der Hafen ist gut ausgestattet. Vor Lommel gibt es noch den Passantenhafen von Neerpelt, der jedoch durch seine Lage im Kanal  recht unruhig ist. Er bietet Wasser und Stromanschlüsse. Man sollte ihn nur benutzen, wenn man die Stadt besuchen will.

3. Etape: Lommel > Maastricht


Von Lommel fahren wir wieder zurück zum Zuid-Willemsvaart.

Auf dem Weg dorthin begegnen uns nur 3 Frachtschiffe.

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Wir haben vor in Bocholt zu übernachten.  Der Ort lohnt sich zu einem Halt, nicht nur wegen seines Brauereimuseums.  Als wir in Bocholt ankommen müssen wir feststellen , dass auch hier die Stege des Passantenhafens direkt am Kanal.  Auch wenn der Berufsverkehr nicht sehr stark ist, muss man doch mit Schwell rechnen. Ansonsten ist der Platz nett angelegt und bietet den üblichen Service, also Strom und Wasser. Um diese Jahreszeit sind keine privaten Boote (mehr) unterwegs.

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Passantenhafen Bocholt

Wir fahren also weiter. Die Landschaft wechselt zwischen Industrie und Agrarwirtschaft ab. Abwechslung bieten die Frachtschiffe , die in Richtung Antwerpen unterwegs sind

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Zuid Willemsvaart bei Bocholt

Da wir keinen ruhen Liegeplatz finden, entscheiden wir uns bis nach Maastricht durchzufahren.  Für die rund 60 km brauchen wir etwa 7 Stunden. Wie immer legen wir im Hafen „Maastricht Marina“ (ex. Pieterspas) an. Dort fühlen wir uns wohl.  Die Lage und der Service ist 1. Klasse.

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Hier bleiben wir 3 Tage. Zur Stadtbesichtigung nehmen wir unsere Räder.

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Trotz des herbstlichen Wetters laden in der ganzen Stadt Strassencafés zum Verweilen ein.

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Herbst 2015: Willemsroute #1

Bevor unser VAGABOND in Maasbracht ins Winterlager geht, machen wir noch einen letzten Törn über die Willemsroute.

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1. Etape: Maasbracht > Passantenhafen Weert


Von Maasbracht geht es zunächst über den Wessem-Nederweert Kanal. Diesmal nehmen wir die grosse Schleuse in Panheel. Nach 15 km biegen wir in den Zuid-Willemsvaart ein und fahren bis zum Passantenhafen Weert.

Hier bleiben wir das Wochenende. Der Schleusen- und Brückenbetrieb ist ab 1. Oktober am Sonntag eingestellt. Wir waren hier schon zu unserer Jungfern-Fahrt an Ostern 2014.

Passantenhafen Weert
Passantenhafen Weert

Strom und Wifi sind hier frei. Die Übernachtungskosten von 10 € entrichtet man übers Internet oder Telefon. Auf diesem Wege wird auch der Strom freigeschaltet. ACHTUNG: Beim Wegfahren muss man die Aktivierung rückgängig machen.

Passantenhafen Weert
Passantenhafen Weert

Das Hafenbecken wird auch zu Übungszwecken der Rettungsdienste genutzt. Zu dieser Jahreszeit ist das kein Problem. Wir sind alleine im Hafen. Am Sonntag trifft noch „Albatros“ ein.

Wir nutzen die Zeit zu einer Radtour nach Nederweert. Auf dem Weg dorthin besichtigen wir ein altes Wasserkraftwerk am Kanal. Da limburgischer Mühlentag ist, können wir es sogar von innen  besichtigen. Ein netter Mann erklärt uns die Geschichte und das Prinzip der Stromerzeugung.

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Ganz in der Nähe des Wasserkraftwerks besuchen wir eine Mühle, die Walnussöl herstellt. Wir nutzen die Gelegenheit, um uns den Herstellungsprozess anzuschauen.

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Nach der Besichtigung der Mühle geht es  weiter über den Radweg „72“ nach Nederweert zum Essen. Hier finden wir ein nettes Restaurant mit einer guten und preisgünstigen Tageskarte.

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Nach dem Essen fahren wir am Kanal entlang zurück zum Passantenhafen in Weert.

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Zu unserer Überraschung sehen wir ein Frachtschiff in der Schleuse 15.

Schleuse 15
Schleuse 15

Holland 2015 #1: Maasbracht > Heusden

Wir sind in 3. Tagesetappen in 17 Stunden von Maasbracht nach Heusden über den Zuid-Willemvaart gefahren:

  1. Maasbracht (Van der Laan Yachting) > Aarle-Rixtel (Passantenhafen) : 8 Stunden
  2. Aarlr-Rixtel > ’s-Hertogenbosch (Schleuse 0) : 5 Stunden
  3. ’s-Hertogenbosch > Heusden (Stadthafen) : 4 Stunden

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Der Kanal ist im Sommer mehr befahren als im Frühjahr. Allerdings bleibt es sehr überschaubar. Es sind sowohl mehr Frachtschiffe als auch Privatboote unterwegs. Die Schleuse Penheel überbrückt 10m. Achtung das Festmachen ist nicht sehr praktisch für kleinere Boote.

Schleuse Panheel
Schleuse Panheel

Es gibt wenige Festmachpunkte. Von der Maas kommend ist man auf Bergfahrt. Anschliessend geht es in Talfahrt über mehrere Schleusen.  Man erreicht die Mass wieder bei ’s-Hertogenbosch bei Flusskilometer 220 erreicht.

Das Befahren des Kanals kann trotz der Hebebrücken und Schleusen recht zügig gehen, wenn man sich wie wir an einen Frachtkahn dranhängen kann. Ingesamt sind 12 Schleusen und 5 Hebebrücken zu überwinden.

Die 1. Etappe von Maasbracht nach Aale-Rixtel ist recht lange (und einförmig). Es gibt nur wenige Haltepunkte, wenn man mal von den Wartestegen an den Schleusen absieht. Der Passantenhafen von Aarle-Rixtel liegt in einem toten Kanalarm. Er bietet Stromanschlüsse für einige Plätze am Ende des befahrbaren Kanalarms. Er liegt landschaftlich  ganz schön, allerdings ist es nicht sehr ruhig wegen einer parallel verlaufenden sehr befahrenen Strasse. Selbst im Sommer findet man noch einen der 25 Plätze.

Passantenhafen Aarle-Rixtel
Passantenhafen Aarle-Rixtel

Das Befahren des Kanals geht trotz der vielen Hebebrücken recht zügig, wenn man sich wie wir an einen Frachtkahn dranhängen kann.

Hebebrücke am Zuritt-Willemsvaart
Hebebrücke am Zuid-Willemsvaart
Schleuse bei Talfahrt mit Frachter
Schleuse bei Talfahrt mit Frachter

Eigentlich wollten wir in den Passantenhafen von ’s-Hertogenbosch über den Kanal fahren. Aber seit der Umgehungskanal bei ’s-Hertogenbosch in Betrieb ist, wird nur noch 3x in der Woche (mittwochs, freitags und sonntags jeweils um 15h00) geschleust.  Die Durchfahrt der Stadt wird daher sehr umständlich. Von Süden kommend, über den Zuritt-Willemsvaart kann man bis zur Schleuse 0 fahren. Wir haben dieses Mal dort übernachtet. Bis zum Zentrum sind es 5 Minuten zu Fuss.

's-Hertogenbosch Schleuse 0
’s-Hertogenbosch Schleuse 0

Von hier aus geht es weiter zum Passantenhafen nur noch wenn die Schleuse 3x pro Woche funktioniert  (oder man muss über die Maas im Norden zur Stadt auf der Dieze fahren).

An der Schleuse 0 kann man bis zu 7x24h stehen. Dieser Platz wird von vielen Booten als „Passantenhafen“ genutzt. Es ist genügend Platz für 20 Boote. Trotz der angrenzenden Strasse ist es nachts recht ruhig. Es gibt aber keinerlei Versorgung, noch nicht einmal Mülleimer.

Abendstimmung an der Schleuse 0
Abendstimmung an der Schleuse 0

‚S-Hertogenbosch ist eine gemütliche Einkaufsstadt. Ein Stadtbummel lohnt sich.

Zentrum 's-Hertogenbosch
Zentrum ’s-Hertogenbosch
's-Hertogenbosch
’s-Hertogenbosch

Wenn man nicht in die Stadt möchte, ist der Umgehungskanal eine gute und schelle Lösung. Es gibt 2 Schleusen (VHF 85). Der Kanal ist noch nicht in den Wasserstrassenkarten eingetragen. Er kreuzt die Maas bei km 217. Von der Maas aus sieht man die modernen Aussenbezirke der Stadt.

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Dann geht es noch etwa 20 km Flussabwärts die Maas runter bis nach Heusden.

Heusden von der Maas gesehen
Heusden von der Maas gesehen

Dort sind wir wieder wie im Mai zum Yachthafen WSV Heusden gefahren (siehe Maastour 2015 #3). Der Hafen liegt ausserhalb des historischen Kerns direkt an der Mass etwa 5 Minuten weg vom Stadtzentrum. Hier sind wir 2 Tage geblieben. Die Lage ist gut, der Empfang ist angenehm und freundlich und die Ausstattung am Kai ist vorbildlich. Die Duschräume und der Hafenmeister sind in einem alten Schiff untergebracht.

Stadthaus in Heusden
Stadthaus in Heusden

Die nächste Etappe bringt uns nach Woudrichem.

Maastour 2015 #4

Nach einem schönen Tag in ’s Hertogenbosch sind wir um 9h00 in Richtung „Zuid Willemvaart“ aufgebrochen. Allerdings haben wir übersehen, dass die Schleuse „0“ freitags nur um 15h in Betrieb ist!

Wir hatten die Wahl zwischen 6 Stunden warten oder wieder Maas aufwärts fahren und den neuen Umgehungskanal zu benutzen. Wir haben die 2. Lösung gewählt.

  • Etappe 3: ’s Hertogenbosch > Helmond

Tour 2015-1-2

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Der Kanal bis Veghel ist von Berufsschiffern recht stark befahren. Allerdings ist dies wie auf der Maas problemlos.Vagabond4you-61

Der südliche Teil bis Maasbracht ist landschaftlich lieblicher. Die Agrarindustrie ist hier omnipräsent. Vagabond4you-64

  • Etappe 3:  Helmond > Maasbracht

Abgesehen von Veghel und Helmond gibt es kaum Haltestellen ausser den Warteplätzen vor den 13 Schleusen. Die Passantenhäfen  von  Verhehl und Helmond sind beide ruhig gelegen. Wir haben in Helmond übernachtet. Er liegt in einem alten Arm des Kanals ohne Berufsverkehr.

Passantenhafen Helmond
Passantenhafen Helmond

Ausser den Schleusen sind auch ein paar Hebebrücken zu überwinden. Die ganze Strecke ist in 2 Tagen ohne Schwierigkeiten zu meistern.

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Bei der letzten Schleuse von Penheel ist zu berücksichtigen, dass sehr wenige Möglichkeiten zum Festmachen existieren. Da die Schleuse 9 m fällt, kann dies problematisch sein.