2018 #16 „Changement de cap…“

Da wir wieder vor Ende September in Maasbracht sein wollen, haben wir, wie schon erwähnt, unseren ursprünglichen Plan (schwarze Linie) geändert. Anstatt von Paris aus weiter nach Süden zu fahren, ziehen wir es vor, die Rückfahrt über den Nord-Westen Frankreichs und den Westen Belgiens anzutreten (orangefarbene Strecke).

Anders gesagt aus unserer Frankreich-Tour „Seine, Saône und Loire“ wird dieses Jahr zunächst : Maas, Marne, Seine, Oise.

Vom Hafen Arsenal aus soll es auf der Seine flussabwärts bis zur Mündung der Oise gehen. Von dort führt uns die Strecke zunächst die Oise flussaufwärts zur „Somme“. Die Oise sind wie schon 2014 gefahren, allerdings in Richtung Paris, von der Aisne kommend. Die Oise ist stark befahren und bindet Frankreich über den Canal du Nord an die großen Häfen in Belgien und den Niederlande an. Sieht man mal von dem gut geführten Hafen in Cergy nahe der Oise Mündung ab, gibt es auf der Strecke wenig Häfen. Haltemöglichkeiten bieten die Schleusen oder die Kais für die Berufsschiffer. Man sollte aber auf jeden Fall das Festmachen mit den Schleusenwärtern oder Berufsfahrern absprechen. Besser ein Wort zu viel als zu wenig.

Demnächst mehr.

2018 Vagabond Tour 14-06-2018.jpg

2018 #7 Update > Wegsperrung auf der Maas

ALLE ANGABEN UNTER VORBEHALT UND OHNE GARANTIE.

Stand 2.Juni

Die Sperrung ist seit Samstag Morgen 2. Juni aufgehoben. Somit kann die Maas wieder gesamt befahren werden. Allerdings gilt für einige Teilabschnitte noch die Tiefenbegrenzung von 1,60m.


Stand 31. Mai

Seit gestern sind wir in Charleville im Hafen. Bei der Ankunft heißt es zunächst, das Cabrio abbauen; denn die Durchfahrthöhe zum Hafen ist auf 3m beschränkt. Allerdings sind es zur Zeit eher 3,50m, da der Wasserstand wegen der Arbeiten sehr niedrig ist. Die Anlegeplätze außerhalb des Hafens, direkt auf der Maas, sind alle schon belegt.

Wie alle hier, warten auch wir auf die Aufhebung der Sperrung. Da die Baggerarbeiten nicht weit vom Hafen entfernt stattfinden, sind wir  mal hingefahren, um uns die Sache aus der Nähe anzuschauen.

2018-53.jpg

Ein VNF-Verantwortlicher erklärt uns, dass die Arbeiten nun bald abgeschlossen sein werden. Er geht davon aus, dass die Strecke , frühestens am Wochenende, aber sicherlich Anfang nächster Woche wieder freigegeben wird. Um es genauer zu sagen, wird im Moment eine schmale Fahrrinne mit 1,60m Tiefe freigelegt, um den wartenden Booten die Weiterfahrt zu ermöglichen. Es wird wohl noch etwas dauern, bis alle Hochwasserschäden behoben sind: an den Schleusen, den Staudämmen und an der Maas…

2018-52.jpg

 

Stand 26. Mai / 15h30: Breaking news

Die Durchfahrt von REVIN ist ab Morgen früh neun Uhr möglich bis zum Hafen von Charleville. Die totale ¨Öffnung  wird voraussichtlich im Laufe der nächsten oder übernächste Woche möglich werden.

VNF Sperrung 25-05-2018

VNF Update:

Direction Territoriale Nord-Est Situation post crues sur Canal de la Meuse

Bulletin d’information du vendredi 25 mai 2018

Mesdames et Messieurs les usagers de la voie d’eau,

dans la suite des opérations de remise en exploitation du canal de la Meuse après les épisodes de crues hivernales, sont informés de la situation du réseau sur cet itinéraire.

À ce jour, le 25 mai 2018, les mesures suivantes sont en vigueur :

Canal des Ardennes :
• Aucune restriction, navigation possible au mouillage garanti sur l’ensemble du canal.

Canal de la Meuse :
– Section amont : de Troussey à Pouilly sur Meuse

• À compter du 25/05/2018 à 12h00, navigation ouverte sur l’ensemble de la partie amont de la Meuse sous limitation de mouillage à 1,6 mètre (avis FR/2018/05438 & 06882)

– Section aval : de Pouilly sur Meuse à Givet

  • Depuis le 17/05/2018, navigation ouverte jusqu’à l’écluse 42 de Mézières sous condition de mouillage limité à 1,6 mètre (avis FR/2018/06882),
  • depuis le 17/05/2018, arrêt de navigation de l’écluse 42 de Mézières à amont de l’écluse 43 de Montcy (pont rail de Charleville), en raison d’atterrissements (avis FR/2018/07201),
  • à compter du 26/05/2018 à 09h00, navigation ouverte de l’amont de l’écluse 43 de Montcy (pont rail de Charleville) à l’écluse 49 d’Orzy sous condition de limitation du mouillage à 1,60 mètre (avis FR/2018/07199),
  • depuis le 30/04/2018, retour aux conditions normales de navigation en aval de l’écluse 49 d’Orzy à la frontière franco-belge (avis FR/2018/06519).

page1image1679152page1image1675824page1image1682688

Prévisions pour les jours à venir :

Selon l’avancée des opérations de dragage, la section encore interdite à la navigation sur la Meuse aval, entre l’écluse 42 et l’amont de l’écluse 43, sera ouverte sous condition de mouillage limité à 1,6 mètre, dans les jours à venir.

Le responsable d’arrondissement Environnement, Maintenance et Exploitation

Pierre VEILLERETTE

./.

page2image1816384

Stand 25. Mai

Die Strecke zwischen Schleuse n°28 de Dun sur Meuse n°20
de Bras sur Meuse ist ab heute wieder frei.  D.h. grob gesagt, es ist wieder möglich von Sedan nach Toul (oder umgekehrt) zu fahren. Achtung Tiefenbegrenzung 1,60m besteht weiterhin. Das weiter unten gesagte, bezüglich der Sperrung REVIN <> CHARLEVILLE-MEZIERES besteht weiterhin.


Stand 22. Mai

Die Baggerarbeiten bei der Schleuse Dames-de-Meuse sind ab dem 24. Mai geplannt. Wenn die Arbeiten erfolgreich durchgeführt werden können, wird die Strecke (von Norden kommend) bis Charleville-Mézières zum Hafen voraussichtlich ab dem 28. Mai geöffnet.  Zur Zeit ist die Strecke ab REVIN gesperrt.

Allerdings bleibt die Passage der Schleuse Mézières weiterhin, bis vorraussichtlich „Anfang“ Juni, geschlossen, .  Die dort notwendigen Arbeiten sind ab dem 1. Juni vorgesehen, vorrausgesetzt, dass es keine Verzögerungen bei „Dames-de-Meuse“ gibt.

Die Durchfahrt zum Canal des Ardennen (oder weiter auf der Meuse) wird somit erst möglich, wenn diese Arbeiten an der Schleuse Mézières mit Erfolg abgeschlossen sind. Allerdings ist zu beachten, dass die Wassertiefenbeschränkung auf 1,60m weiterhin besteht. Die dort nötigen Arbeiten werden später durchgeführt.

 

Die Sperrung zwischen Revin und Charleville-Mézières


Stand 18. Mai

Ein Artikel in einer französischen Tageszeitung greift das Thema ebenfalls auf.

Danach sollte sich die Situation nächste Woche langsam verbessern.

Stand 14. Mai 9h: 

Sperrung bis 27. Mai (voraussichtliche Öffnung ab 28.Mai)


Gesperrt ist, vereinfacht gesagt, die Strecke (von Norden kommend) ab der Schleuse n° 49 ORZY (nach Revin) bis zur Schleuse n°40 DOM-LE-MESNIL (nach Charleville-Mezières)

Die Teilstrecke zwischen N° 49 und n° 46 wird wahrscheinlich ab 25. Mai wieder geöffnet.  Was aber an der Situation nichts ändert, da die Strecke ab n°44 weiterhin gesperrt ist und weil der „letzte“ Hafen in Revin ist.

Die Ausbaggerarbeiten haben sich verzögert,….


Wer in Richtung Toul fahren möchte, sollte wissen, dass die Strecke vor (von Norden kommend) Verdun  vorraussichtig bis Ende Juni gesperrt ist.

VNF hat uns versichert, die Internet Informationen zu aktualisieren.

Der Canal L’Aisne – Marne ist weiterhin geschlossen bis zum 27. Mai 2018 (ebenfalls vorraussichtliche Öffnung ab 28. Mai).

 

 

 

2018 #4 Wegsperrungen unterwegs

In Maastricht erfahren wir zufällig beim Besuch des Bootsshop, daß die Maasroute in Frankreich zur Zeit gesperrt ist.

Eine Überprüfung der Information bei VNF bestätigt die schlechte Nachricht. Die Überschwemmungen am Anfang des Jahres haben hier einige Spuren hinterlassen.

Stand 5. Mai:

http://www.vnf.fr/avisbat/RechercheAvisWebAction.do?page=telechargerPDF
Achtung: Die Seite „Cartographie“ ist nicht auf dem letzten Stand.

Von Belgien kommend kann man bis Revin fahren.

2018-17
Hafen Revin

Gesperrt ist, vereinfacht gesagt, die Strecke bis Charleville-Mezière. Zur Zeit sind wir in Namur. Anfang nächste Woche werden wir dann entscheiden, wie es weitergehen soll.

Wer in Richtung Toul fahren möchte, sollte wissen, dass die Strecke vor (von Norden kommend) Verdun bis Ende Juni gesperrt ist.

Der Canal L’Aisne – Marne ist geschlossen bis zum 27. Mai 2018.

IMG_4684

 

 

2017 #2 Von der Maas zur Ijssel

 

Wir verlassen den Hafen Kraaijenbergse Plassen in Linden  um 8:30 bei diesigem Wetter, nachdem wir zu unserer Sicherheit, die Schwimmwesten bereitgelegt haben und noch einmal alle Verhaltensregeln für den Notfall durchgesprochen haben.

Als wir losfahren, regnet es  nicht, der Wind ist mit 3 Beaufort mäßig und es ist immer noch sehr frisch.

Auch wenn Frachtschiffe die ganze Woche rund um die Uhr fahren, haben wir uns den Sonntag ausgewählt, mit der Hoffnung doch etwas weniger Verkehr auf dem Rhein vorzufinden.

Zunächst geht es also von der Maas kommend auf den Maas-Waal-Kanal. Dort ist es unerwartet ruhig,… Sollte unser Plan stimmen, … 600 Frachtkähne überschreiten die deutsch-niederländische Grenze täglich,…

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir die Schleuse zum Waal (Rhein) bei Nijmegen. Nach Ausfahrt der Schleuse trennen uns nur noch hundert Meter vom Waal. Auf der rechten Seite kann man an der Kreuzung die Verkehrszentrale Nijmengen sehen. Dort melden wir uns auf VHF 4 an: « Vagabond von Maas kommend, zu Berg auf Waal, Richtung Ijssel ».

Die Verkehrszentrale empfiehlt uns den zu Berg fahrenden Kohlenkahn abzuwarten. Die zu Tal fahrenden Kähne sind etwa 2 km entfernt, nähern sich aber schnell.

Nijmegen

Sobald der Verkehr es uns erlaubt, fahren wir zur rechten Flussseite, wo eine spezielle Fahrrinne für Sportboote durch Bojen gekennzeichnet ist.

 

2017 Tour 1-2

Zunächst bleiben wir auf der rechten Flussseite. Auf der Innenkurve ist die Strömung geringer.

Die 18 km lange Strecke zwischen Nijmengen und der Einfahrt zur Gelderschen Ijssel ist recht kurvenreich. Die Strömung bei Nijmengen ist eher stark. Bei unserer Fahrt erreicht sie 8km/h unter den Brücken. Die große Strömung und der dichte Berufsverkehr führen hier zu sehr bewegtem Wasser.

2017 Tour 1-10

Bei der nächsten Kurve nach etwa 6 km wechseln wir die Seite, hier ist die Sportboot-Fahrrinne mit grünen Bojen gekennzeichnet. Die Strömung und der Verkehr lassen etwas nach und wir kommen mit etwa 5km/h voran.

 

Trotz des starken Verkehrs auf dem Waal gibt es auch noch Momente, die Natur zu geniessen.

2017 Tour 1-4

Nach 3 Stunden konzentrierter Fahrt biegen wir in den Pannerdens Kanal ein, nachdem wir die Verkehrszentrale von unserer Absicht informiert haben.

 

Sofort nehmen wir rasante Fahrt auf und es geht mit 16km/h in Richtung Ijssel bis zum Hafen in Giesbeek, den wir gegen 15h30 nach einer abwechslungsreichen und interessanten Fahrt erreichen.

2017 Tour 1-8

 

2017 #1 Auf der Maas zum Waal

Am Donnerstag, dem 4. Mai, brechen wir von Maasbracht, unserem « Heimat »Hafen Van der Laan, für unsere Reisesaison 2017 auf.

Für die Maas- Etappe nehmen wir uns Zeit und sehen vor in 3 Tagen in den Maas-Waal-Kanal einzufahren: also Maasbracht > Venlo > Leukermeer > Linden.

In Linden sind wir zum ersten Mal. Hier ist ein neues grosses Wassersportgebiet entstanden, das mit unterschiedlichen Freizeitangeboten lockt: Segeln, Schnellfahren, Wasserwandern,…

2017 Tour 1-12

Wir übernachten im Hafen WV Kraaijenbergse Plassen. Dort machen wir am langen „Meldesteg“ fest.

2017 Tour 1-11

Über die Maasstrecke gibt es ansonsten nichts « Neues » zu berichten (siehe die Beiträge aus unseren Reisen 2014 et 2015).

Am nächsten Tag geht es zum ersten Mal auf den Waal (Rhein). Wir sind gespannt.

Bildeindrücke 2016

Nachdem die Saison jetzt (für uns) zu Ende ist, war es Zeit für eine kleine Zusammenfassung unserer Eindrücke und Erinnerungen der Reise.

Hier der Link zur Video:

Maas/Meuse – Mosel/Moselle – Saar/Sarre

Hier der Link zum Fotobuch

Maas – Saar – Mosel 2016

Viel Spass

2016 #13 Unterwegs auf der Meuse

Unterwegs auf dem Boot  hat man reichlich  Zeit, sich die Uferlandschaft genauer anzuschauen.

Hier  ein paar Bildeindrücke. Die Bilder entstanden auf der französischen Maas, der Meuse, im Sommer 2016.  Ob Naturlandschaft, Details oder Alltägliches, es gibt immer etwas zu sehen. Man muss halt nur hinschauen…

2016 #5 Von Verdun nach Metz

 

Auf der Mosel gibt es nur wenige Häfen, die für grössere Schiffe (über 8m) geeignet sind. Nach 2h30 Stunden Fahrt finden wir mit 2 anderen Booten in einem kleinen Hafen in Crosny sur Moselle gerade noch Platz.

Wegen der starken Strömung 4km/h und dem engen nur 1m20 tiefen Kanal erweist sich die Einfahrt in den Hafen äusserst schwierig.

Der Hafen wird vom nahgelegenen Campingplatz verwaltet.

Von Verdun bis Metz braucht man etwa 30 Stunden. Dabei geht es zunächst weiter über die  kanalisierte Maas, den Rhein-Marne Kanal und die Mosel.

Zwischen Verdun und Saint Mihiel sind die Schleusen noch mechanisch. Ein Mitarbeiter der VNF begleitet uns. In der Vor und Nachsaison muss man sich am Vortag spätestens um 15 Uhr telefonisch anmelden.

In Amply sur Meuse findet man einen ruhigen Liegeplatz vor der Schleuse. Im Ort gibt es eine Bäckerei.

20016 Tour-1 Maas-47

Hier übernachten wir mit „Tiger“.

Der Weg führt uns weiter nach Saint Mihiel. Im Frühjahr muss man auf schwimmendes Holz sehr aufpassen. Es kann vorkommen, dass ein Schleusentor von einem grösseren Holzstück blockiert wird wie hier in Commercy.

20016 Tour-1 Maas-50

Nach Toul führt der Weg noch durch den Tunnel von Foug. Er ist etwa 800m lang.

20016 Tour-1 Maas-58

Wir bleiben ein paar Tage im schönen und gut ausgestatteten Hafen von Toul.  Samstags bietet er sich an als Hintergrund für Hochzeitsfotos. Eine Tankstelle liegt etwa 600m entfernt. Toul ist eine alte Festungsstadt. Ein Besuch lohnt sich.

20016 Tour-1 Maas-62

Eigentlich war alles anders geplant. Von Toul aus wollten wir zunächst nach Nancy und dann in Richtung Elsass und Saar. Aber wegen Hochwasser, Streiks und defekten Schleusentoren haben wir uns dann anders entschieden.

Wir fahren zunächst einmal die Mosel runter in Richtung Deutschland. Die 1. Etape bringt uns von Toul in etwa 6 Stunden nach Pont à Mousson in den Stadthafen. Dort empfangen uns einige aufgebrachte und verständnislose Boote aus USA, Australien, Niederlanden und Deutschland.

Im Hafen ist für den nächsten Tag ein Hafenfest angesagt. Zu unserer Überraschung sind die Gastboote aber nicht willkommen geheissen. Wir müssen weg, und sofort!!! Es ist 17h. Kein Mensch war vorher informiert worden. Zunächst versuchen wir noch die Hafenleitung zu überreden, uns wenigstens übernachten zu lassen. Wir würden dann alle sehr früh losfahren. Nicht zu machen. Um 17h30 entscheiden wir uns gemeinsam in Richtung Metz loszufahren. Wir übernachten im kleinen Klubhafen von Corny sur Moselle. Der Hafen ist eigentlich nicht geeignet für Boote über 10m. Aber die freundliche Hafenmeisterin, die auch den Campingplatz leitet, findet uns einen Platz nach fast 9h Fahrt… Achtung: die Einfahrt ist sehr eng und nicht tief. Bei grosser Strömung eine riskante Angelegenheit.

20016 Tour-1 Maas-77.jpg

Weiter geht es nach Metz. Das Hochwasser zwingt uns zu einem längeren Aufenthalt. Wir haben Glück im Unglück. Hier liegt der schönste Hafen auf unserer Reise. Er liegt geschützt in einem Seitenarm der Mosel, direkt im Stadtzentrum. Hier bleiben wir 10 Tage und profitieren von der schönen, angenehmen und interessanten Stadt.  20016 Tour-1 Maas-70

2016 #3 Pont à Bar – Verdun

124 km trennen Pont à Bar von Verdun. Mit dem Boot sind das etwa 20h. Wir kommen nach 5 Tagen in Verdun an.  Dort bleiben wir ein paar Tage.

Man kann es natürlich schneller haben, aber wir wollen von der Natur profitieren. Hier fand vor 100 Jahren ein Teil des 1. Weltkrieges statt. Ebenfalls ein Grund sich etwas umzuschauen. Hier an der Maas wurde Geschichte geschrieben. Sowohl die vielen Festungsanlagen als auch die Soldatenfriedhöfe zeugen davon.

Von Pont à Bar fahren wir nach Sedan mit seiner beeindruckenden Festungsanlage.

20016 Tour-1 Maas-26

Wie schon in Givet, öffnet der „Hafen“ erst im Juni. Die Stege sind noch nicht installiert.  Es ist Platz für 4 Boote. Die übernachtung kostet (inkusive Strom) 12€. Wir legen uns wie eine englische Peniche und ein kleineres Schweizer Boot an der Kaimauer fest. Der Hafen wird vom Campingplatz betrieben. Wenigstens haben wir Strom…

20016 Tour-1 Maas-39
Sedan

Die Stadt gibt ausser der Festungsanlage weniger her. Wir fahren weiter nach Mouzon. Dort finden wir eine kleine aber gut geführte Steganlage für 4-6 Boote. Kosten: 8€ inkusive (auch eine Waschmaschine steht zur Verfügung).

20016 Tour-1 Maas-38
Mouzon

In Mouzon besuchen wir das „Filz-Museum“. Wenn man sich für diese uralte Technik interessiert, sollte man sich unbedingt etwas Zeit dafür nehmen. Die Erklärungen sind zwar in Französisch, aber am Empfang kann man eine englischsprachige Broschüre erhalten.  Ebenfalls lohnt sich ein Rundgang durch den historischen Stadtkern. Beim Verkehrsamt erhält man einen Plan dazu.

20016 Tour-1 Maas-32

Unseren nächsten Halt machen wir in Stenay. Der gutgelegene Hafen bietet Platz für 10-12 Boote (9€ inclusive Wasser und Strom). Die Stadt bietet einen schön gelegenen und korrekt ausgestatteten Hafen. Ein Besuch des „Bier-Museum“lohnt sich auf jeden Fall. Dort kann man noch einiges über Bier lernen: Zusammensetzung, Herstellung, Arbeitsmethoden, etc.

In Dun Sur Meuse soll  eine Bootstankstelle existieren. Sie wird von einem Bootsvermieter betrieben. Wie wir aber erfahren, ist diese erst „später im Jahr im Dienst…“  Also immer frühzeitig anrufen und nachfragen.

20016 Tour-1 Maas-34

In Dun sur Meuse gibt es im Ort einen einfachen Steg mit Strom und Wasser für etwa 8 Boote (Kosten 8€ inkusive).

Ab Dun (Schleuse 27-11) werden die  Schleusen noch von Hand bedient. Ausserhalb der Hochsaison, wird man von einem VNF Mitarbeiter begleitet. Er führt die Schleusung durch. Man muss sich am Vortage vor 15h anmelden (Telefon: 0033 3 29 83 74 21).

Dabei gibt es auch manchmal Überraschungen…

20016 Tour-1 Maas-35
Schleuse Liny

 

20016 Tour-1 Maas-36
Schleuse Consenvoye mit „Tiger“

Die Fahrt führt uns vorbei durch eine hügelige Landschaft. Hier wird sehr viel Raps angebaut. „Colza“ wie man auf Französisch sagt. Dieses Öl ist in Frankreich neben Olivenöl sehr geschätzt.

20016 Tour-1 Maas-37

2016 #2 Vireux-Wallerand – Pont à Bar

Wie „immer“ haben wir vor, in Givet an der Steganlage festzumachen. An der Schleuse informiert man uns, dass diese erst im Juni installiert wird…. Also gibt es 2 Möglichkeiten: Kaimauer oder Weiterfahren. Nach einer kurzen Kaffeepause an der Kaimauer entscheiden wir uns für die Weiterfahrt. Das bedeutet zunächst einmal, Cabrio abbauen und Scheinwerfer installieren.

Nach der Tunnelausfahrt müssen wir uns recht lange gedulden, da das Wasserniveau gesenkt werden muss, um die Durchfahrt eines nachfolgenden Passagierschiffes zu erlauben. Nachdem das Wasser wieder das „Normalniveau“ erreicht hat, geht es weiter.

20016 Tour-1 Maas-12
Ausfahrt Tunnel von Ham (Flussaufwärts)

Nach dem Tunnel von Ham machen wir wie vor 2 Jahren am Kai in Virieux-Wallerand fest. Die Friterie neben der „Capitainerie“ läuft auf Hochtouren und auch wir können nicht widerstehen,  die Spezialität des Nordens ,“Frites et fricandelles“, zu bestellen.

Weiter geht es an Haybes vorbei bis Fumay. Dort legen wir an und gehen zunächst mal zum Metzger, um lokale Wurstwaren zu kaufen.

20016 Tour-1 Maas-19

Zwischen Monthermé und Charleville-Mézière begegnet uns ein Berufsschiffer im klassischen „Peniche“-Format. Dieser Anblick ist auf der französischen Maas eher selten geworden.

20016 Tour-1 Maas-21

Als wir vor 2 Jahren in Charleville-Mézière ankamen, hatten wir uns noch die Mühe gemacht in den Hafen zu fahren. Dieser ist eigentlich sehr schön und gut ausgestattet. Allerdings zwingt die Höhenbegrenzung von nur 3m an der Einfahrt zum Abbau des Cabrios, was bei Regenwetter eher lästig ist!

 

Deshalb ziehen wir es diesmal vor aussen an den Stegen festzumachen. Dort liegt man gut und ist noch schneller in der besichtigungswerten Stadt. Allerdings ist dort oft wenig Platz, da die grossen Boote nur hier anlegen können. Insgesamt 3 „kleinere“ Boote finden dieses Mal Platz.

20016 Tour-1 Maas-23
Charleville – Steganlage

Wir bleiben  ein paar Tage in der Stadt. Der Stadtkern mit Ihrem grossen Platz lohnt einen Rundgang. Wenn man es mag, kann man sich zum Kosten einiger nordfranzösischen oder belgischen Biersorten verleiten lassen.

20016 Tour-1 Maas-24

Unser  Weg führt uns anschliessend  für einige Kilometer in den Ardennen-Kanal zum Tanken bei „Pont à Bar Services„. Dort findet man nicht nur einen sehr freundlichen und hilfsbereiten Empfang sondern auch einige Ersatzzeile.

20016 Tour-1 Maas-16

Anschliessend muss man drehen, wenn man wie wir, wieder zur Maas will. Für Boote bis 15m ist das recht problemlos auch wenn wegen der Bootsvermietung die Kais oft belegt sind.