2026 #9 Amsterdam, PAUSE Taste gedrückt !

Diesmal ist es weniger die Stadt sondern das unsichere Wetter (vor allem der Wind) und die diversen Brückensperrungen, die uns eine Pause einlegen lassen. Als wir aus Alkmaar zurückkommen, hat sich die Wegsituation nicht verbessert.

Das ist aber auch eine Gelegenheit, die Waschmaschine im Hafen in Schwung zu bringen. Das geschieht hier übrigens mit der „AppWasch“ von Miele. Damit wird sowohl die Maschine (Waschmaschine oder Trockner) ausgewählt, als auch die Benutzung der Maschinen bezahlt. Da wir Wäschetrocker ablehnen, verwandelt sich unser Schiff anschliessend für ein paar Stunden in einen „natürlichen, schonenden und energiearmen Trockner“ .

Abgesehen vom Kleiderwaschen, gibt es in einer Stadt wie Amsterdam immer was zu sehen und zu tun. Selbst der Sixhaven bietet viel Abwechselung.

Dabei versuchen wir den Massentourismus, der über die Stadt ununterbrochen herfällt, zu vermeiden.

Diesmal stehen auf dem Programm:

  • das ehemalige Tropenmuseum, das allerdings jetzt Wereldmuseum heisst, was eher seiner heutigen breiteren Ausrichtung entspricht. Dieses Museum gehört für uns „zum festen Programm“. Nicht nur wegen des schönen Gebäudes, vor allem die aktuelle Sonderausstellung „Made in China“ hat unsere volle Aufmerksamkeit geweckt. Wenn man diese Ausstellung gesehen hat, wird einem klar, warum China heute da steht, wo es ist.
  • das Städtische Museum, wo eine sehr interessante Ausstellung über den Werdegang und das Werk des Industriedesigners Kho Liang Ie, der unter anderem durch seine Arbeiten am Flughafen Shipol bekannt wurde.
  • das Fotografie-Museum. Obwohl dort grössere Umbauarbeiten im Gange sind, gibt es eine kleine Auswahl der Arbeiten des MAGNUM Fotografen Martin Parr zu sehen.
  • das Rijksmuseum, durch welches wir uns von der ausgezeichneten App haben führen lassen. Die App bietet verschiedene Möglichkeiten das Museum zu erkunden. Sie kann auch zur Vorbereitung „zuhause“ oder zum Nachlesen nach dem Besuch genutzt werden. Hier im Museum bestätigt sich übrigens ein neuer Trend. Wichtig für viele Besucher scheinen nicht (mehr) die Werke zu sein, die es eigentlich zu bewundern gibt, sondern die Tatsache zu zeigen, dass man dort war, ganz nah bei Van Gogh. Selfies und Gruppenfotos aus des Rijksmuseum überfluten die sozialen Netze mit der Nachricht : #ichwarhier. Inzwischen ist es einfacher und (fast) besser sich die Kunstwerke in Ruhe auf der App anzuschauen.

Alltagsszenen aus der Stadt :

Der Wind legt sich und wir ziehen weiter.

Leider nicht wie geplant. Das ist nun mal Teil des Bootsfahrens.

Wir verlassen den Sixhaven, melden uns auf Kanal UKW 5 an, und fahren in Richtung Amsterdam-Rijn-Kanal, um von dort zur Vecht zu gelangen.

2026 #8 Alkmaar und Umgebung

Vom Sixhaven bis Alkmaar brauchen wir 4h30. Wir wissen, dass eine Brücke zur Zeit nicht bedient wird. Aus den Informationen erfahren wir, dass eine Durchfahrt durch den feststehenden Teil möglich ist. Auf dem Weg liegen einige Hebebrücken und eine Schleuse. Der Weg führt vorbei an den Mühlen von Zaandijk.

Bei ein paar Brücken bevorzugen wir es, unseren Mast zu legen. So kommen wir recht zügig voran.

In Alkmaar angekommen, heisst es zunächst am Meldesteg festmachen. Der Hafenmeister weist darauf hin, dass die Wassertiefe im Hafenbecken „Luttik Oudorp“nur 1,40 m beträgt. Mit 5 weiteren Booten warten wir auf das Heben der Brücke zur Gracht, die als Hafenbecken genutzt wird.

Es ist unser zweiter Besuch in Alkmaar. Das erste Mal, 2017, hatten wir schlechtes Wetter und sind nur einen Tag geblieben. Dieses Jahr sollte es anders sein. Wir haben Glück: das Wetter is gut, der traditionnelle Käsemarkt findet Freitagmorgen statt, gefolgt von der lokalen GAYPRIDE am Samstag und am Sonntag mit den Fahrrädern durch die Dünen ans Meer nach Bergen aan Zee. Also volles Programm!

STADT:

KÄSE:

GAYPRIDE:

Landschaft:

Und damit nicht genug, in der Grote Sint-Laurenskerk wird ein Orgelkonzert gegeben und auch das Städtische Museum, hat Interessantes zu zeigen.

2026 #7 Amsterdam und dann?

Wie schon erwähnt, war für unseren ersten Törn ein „O“ geplant, das sich jetzt zu einem „Y“ formt.

Der Weg nach Alkmaar scheint (!) frei, der Weg nach Rotterdam über Haarlem, Leiden und Delft nicht!!.

So fahren wir zunächst mal für ein paar Tage nach Alkmaar (was ursprünglich auf der Rückreise von Den Helder vorgesehen war). Dort werden wir dann sehen, wie sich die Situation auf der Strecke Haarlem > Rotterdam in den nächsten Tagen entwickelt. Wie wir später feststellen, verändert sich die Lage fast täglich: gesperrte Brücken werden passierbar, andere Funktionierende müssen repariert werden etc.

Da wir spätestens am 12. Juni in Rotterdam sein müssen, entscheiden wir uns am 4.6. für die weniger „interessante“ aber sichere Lösung, sprich Amsterdam-Rijn-Kanal > Vecht > Amsterdam-Rijn-Kanal > Lek.

Illustrated map of a travel route through several cities in the Netherlands including Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, with route, plan, and bus/train markers
Angepasste Route Tour 1

2026 #6 In Richtung Amsterdam

Wir verlassen Volendam am nächsten Tag um 7h30 in Richtung Amsterdam, wo wir im Sixhaven zur Mittagszeit ankommen wollen.

Dank des guten und ruhigen Wetters verläuft die Fahrt über das Markermeer sehr ruhig. Nur die Mücken stören wieder etwas.

Auf der IJ im Bereich des IJ-Haven angekommen, werden wir Zeuge einer sehr gefährlichen Situation, die tragisch hätte enden können.

Small red boat passing between two large tankers named MS Elsa and MS Hans on a river
Das Bild wurde nach einer Skizze mit KI generiert

Das Bild gibt die Gefahrensituation nicht ganz genau wieder, da die beiden Frachter in Wirklichkeit sich nicht entgegen kommen, sondern beide zu Tal unterwegs sind.

Zuvor haben wir die Oranje-Schleusen mit drei anderen anderen Booten und dem Freizeitboot (hier rot dargestellt) verlassen und sind gemeinsam auf der IJ unterwegs. Ausser dem „roten“ Boot fahren alle am rechten Ufer (flussabwärts) Richtung Sixhaven.

Das „rote“ Freizeitschiff fährt beharrlich in der Mitte des betonten Kanals ohne Rücksicht auf den recht dichten Verkehr von Fähren, Fahrgastschiffen, Freizeitbooten und Frachtern. Wir hören den UKW Kanal 5 Sektor Stad, wo Warnmeldungen zu hören sind.

Als wir uns über das Fahrverhalten wundern, beginnen beide Frachter intensiv zu hupen. Aber auch das lässt den Kapitän des „roten“ Boots ungerührt. Ein paar Minuten später , ist ausweichen nicht mehr möglich. Die beiden Frachter halten ihren Kurs und nehmen den Freizeitschiffer in die „Zange“. Es vergehen einige bange Minuten bevor wir das Freizeitboot wieder sehen.

Schon nähert sich in rasantem Tempo die Wasserpolizei, das das in Gefahr geratene Schiff zur Kursänderung zwingt und auffordert ihr zu folgen.

Welche Folgen dieser „Fast-Unfall“ für den Freizeitschiffer haben wird, wissen wir nicht.

Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es ist, auf sehr befahrenen Strecken den von achtern kommenden Verkehr im Auge zu behalten.

2026 #5 Statt Den Helder Volendam

In Hoorn erfahren wir dank der Fahrweg-Informationen, dass der Weg von Medemblik nach Den Helder über die Kanäle wegen Reparaturarbeiten „bis auf Weiteres“ gesperrt ist, und dass sich das Wetter auf dem IJsselmeer in ein paar Tagen verschlechtern wird.

Wie schon erwähnt, liegen wir hier im „Viererpack“, was zum Gespräch mit den Nachbarn einlädt. Nach Den Helder wollen Sie ? Was wollen Sie denn dort machen? Den Helder, so was ?

Unser Nachbar ist so überzeugend, dass wir uns nicht mehr trauen, das D-Word in den Mund zu nehmen.

Nach Enkhuizen und Medemblik übers IJselmeer weiterfahren und dann zu wenden, wäre eine Option. Diese lassen wir aber wegen dem unsicheren Wetter fallen. Da wir Enkhuizen von unseren früheren Reisen schon kennen, entschliessen wir uns zu einer Busfahrt nach Medemblik.

Der Ausflug lohnt sich. Nicht nur der Ort ist durchaus sehenswert , der Abstecher gibt uns auch die Gelegenheit, uns die Häfen anzusehen.

Mit dem Bus geht es wieder in 30′ zurück nach Hoorn. Die geplante „Rundreise“ (natürlich im Gegenuhrzeigersinn) ist nun Geschichte. Aus dem vorgesehenen „O“ wird ein „Y“, wie sich bald herausstellen wird.

Gesagt getan, wir verlassen Hoorn und entscheiden uns für eine Etappe in Volendam. Diesen sehr touristischen Ort hatten wir früher schon mit dem Rad von Edam aus besucht.

Zunächst fahren wir, nachdem wir den Kanal verlassen haben nach Süden in Richtung der Sport-Boje „H“ und geben dabei acht, so gut wie möglich die Wasserpflanzen zu umgehen. Wir wollen nicht den gleichen Fehler machen wie 2017, als wir den direkten Kontakt mit den Wasserpflanzen sichtlich suchten.

Die WEB-Seite „Waterplanten“ ist da sehr hilfreich. Man kann übrigens feststellen, dass gegenüber 2017 die Pflanzen sich weiter nach Osten ausgebreitet haben.

Sieht man mal von dem touristischen Overkill ab, liegt man in Volendam recht nett. Der Hafen ist allerdings recht ungeschützt. Man kann sich vorstellen, dass es bei schlechtem Wetter recht ungemütlich werden kann.

Unseren Plan von Den Helder aus Richtung Süden nach Alkmaar zu fahren, haben wir noch nicht ganz ausgeschlossen. Von Edam aus kommt man über Pomerend dort hin. Die Sache hat nur einen Haken. Nein, nein, die Brücken und Schleusen funktionieren, also freie Fahrt ? Auf dem Weg liegen drei Brücken mit einer Durchfahrthöhe von 3,05m.

Selbst mit gelegtem Cabrio wird es da sehr eng, vielleicht sogar zu eng. Die Alternative wäre die Scheiben zu legen. Aber lohnt sich der Aufwand ? Um es richtig zu machen, müssen auch die Scheibenwischer abmontiert werden. Ob es an unserer Frustration liegt oder ob es einfach nur Faulheit ist, wir lassen die Idee nach ein paar Versuchen fallen und überreden uns, dass sich der Aufwand nicht lohnt.

2026 #4 Bis Hoorn „alles nach Plan…“

Am 4. Mai ist für uns dieses Jahr Saisonstart.

Unser Boot liegt blitzblank am Steg. 3 Tage später, nachdem die üblichen Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es los. Zunächst in 5 Etappen nach Heusden. Dort erwarten wir Besuch.

Was uns sofort auffällt, ist die fast absolute Ruhe auf dem Wasser, kaum Frachter, wenig Freitzeitboote. Mit einer Ausnahme werden wir an allen Schleusen allein geschleust.

Sicherlich, das Wetter Anfang Mai entspricht eher dem, das man im November erwartet. Als wir gegen 14h in Heusden ankommen, stellen wir mit Erstaunen (oder Entsetzen) fest, dass wir das einzige Boot am Passantensteg 8 sind. Das haben wir hier noch nie gesehen!

Heusden

Die Treibstoffpreise und die „allgemeine Lage“ mögen wohl auch ein Grund dafür sein.

So tuckern wir gemütlich weiter nordwärts und folgen unserem Plan. Selbst auf dem sonst so befahrenen Waal ist es seltsam ruhig,…

Von Woudrichem aus geht es dann direkt nach Vianen, wo wie 2 Tage im Passantenhafen bleiben. Wir wollen die Zeit nutzen und Utrecht besuchen.

In Vianen nehmen wir den Bus, der uns in 40′ nach Utrecht bringt.

Abgesehen von einem Stadtbummel, statten wir dem Catharijneconvent und dem Centraal Museum einen Besuch ab.

Da die Koninginnensluis in Nieuwegein bis zum 12. Juni gesperrt ist, geht es auf dem Lek direkt zum Amsterdam-Rijn-Kanal via die Prinses Beatrixsluis. Hier werden wir mit einem kleineren Frachter und einem Freizeitboot geschleust.

Zu unserem Glück ist es auch auf dem Amsterdam-Rijn-Kanal recht ruhig. Der Schwell hält sich in Grenzen und wir erreichen problemlos die Vecht. Wir entscheiden uns, in Breukelen zu übernachten.

Bis zur Einfahrt zur Vecht sind es nur 14 km. Wegen der Höhenbegrenzung der Buurenbrug von 3,75m gilt besondere Vorsicht bei der Einfahrt. Wir melden uns über UKV Kanal 61 an. Man signaliert uns, dass kein Schiff in entgegengesetzter Richtung unterwegs ist.

Wir kommen dort um 11h58 an der Brücke in Breukelen an. Um 11h59 schaltet der Brückenwärter auf Doppel-Rot! Ja klar, das Heben und Senken der Brücke hätte länger als eine Minute gedauert…. Somit heisst es nun Mittagessen vor der Brücke. Der Passantenhafen liegt direkt hinter der Brücke.

Wie auch in Vianen wird hier mit der App AanUit.net bezahlt.

Die vorhandenen blauen CEE 16A. Stecker für den Stromanschluss sind allerdings nicht aktiviert. Nur Wassertanken ist mit der App möglich.

Jetzt, auf der Vecht hat sich das Wetter deutlich verbessert. Trotzdem bleibt es recht ruhig. Der Weg führt uns weiter an den schönen und gepflegten Häusern und Schlössern vorbei.

In Weesp finden wir einen schönen Platz mit freier Sicht im WSV De Vecht. Weiter geht’s am nächsten Tag nach Muiden, wo wir abwarten wollen, bis der Wind uns die Fahrt übers Markermeer erleichtert.

Von unserem Liegeplatz aus hat man eine schöne Sicht auf das Schloss von Muiden. Dieses Mal nehmen wir uns die Zeit zu einer Besichtigung. Wir sind nicht enttäuscht! Sowohl das Schloss als auch die Aussenanlagen und der gepflegte Garten sind sehenswert.

Bei 2 bft starten wir um 7h45 mit dem Ziel, zum Mittagessen in Hoorn zu liegen. Ausser Mücken begegnet uns kaum jemand auf dem Markermeer.

Wir bleiben zunächst in den durch Tonnen markierten Fahrrinnen. Hier begegnen wir ein paar Frachter auf dem Weg nach Friesland oder Emden.

Vorbei an dem schönen und bei gutem Wetter weit sichtbaren Leuchtturm von Marken nehmen wir zunächst Kurs nach Nord-Osten.

Nach Erreichen der „Sport-Boje H“ fahren wie geradlinig nordwärts (Winkel 358°). So umgehen wir die schon sichtbaren Wasserpflanzen, die sich weiter nach Osten hin ausbreiten. Nach Erreichen der Sport-Boje G nehmen wir Kurs auf den betonten Kanal direkt nach Hoorn.

Als wir um 12h10 im Binnenhafen ankommen, sind zu unserer Überraschung nur noch Plätze im Doppelpack vorhanden, später am Tag liegen wir dann zu viert.

Ja, so ist es nun mal. Wir mussten dieses Jahr wohl 300 km fahren, bevor wir uns nicht mehr alleine fühlen sollten.

Auffallend ist, dass viele Segler unterwegs sind. Das Pfingstwochenende ist bei schönem Wetter, nach Aussagen des Hafenmeisters, der Höhepunkt des Jahres. So soll es auch dieses Jahr sein!

Auch wenn Hoorn immer wieder eine Reise wert ist, soll es nach Enkheuizen und Medemblik weiter übers IJsselmeer gehen. Die Wetterbedingungen bleiben in den nächsten 2 Tagen sehr gut.

Aber,… demnächst davon mehr.

2026 #3 Ein neuer Plotter,…

Nach 12 Jahren guter Dienste, haben wir letztes Jahr gedacht, dass die Zeit gekommen ist, um ein paar größere Renovierungsarbeiten in Angriff zu nehmen. Von den regulären Wartungen soll hier nicht die Rede sein.

2025 stand ein neues Cabrio auf dem Programm. Nach 13 Jahren war dies wohl gerechtfertigt. Für dieses Jahr kam dann ein neuer Plotter ins Gespräch.

Um es vorwegz nehmen, der ursprünglich Eingebaute, hätte wohl problemlos noch ein paar Jahre am Steuerstand weiter schlummern können!

Und da sind wir jetzt beim eigentlichen Thema. Das Boot wurde mit einem am Steuerstand flach eingebauten Plotter geliefert. Um ihn zu benutzen, musste man sich stellen, denn im Sitzen (wir sitzen beim Fahren) sah man einfach nichts. Außerdem war der Bildschirm recht klein, was die Lesbarkeit ziemlich einschränkte.

Diesmal geht es also eher um Modernisierung als um Renovierung. Wenn schon ein neuer Plotter, dann einen mit zeitgemässem Bedienungskomfort und einem grösseren Bildschirm, den man auch bequem im Sitzen beim Fahren benutzen kann.

Gesagt getan!

Gelernte Industrie-Designer würden sich natürlich die Haare ausreißen, wenn sie unsere Montage sehen würden. Aber hier ging es weniger um Ästhetik als um Benutzbarkeit!.

Ja, ja die Proportionen stimmen nicht so ganz. Unser neuer Plotter passt wohl besser in ein 55er Boot. 😉

Jetzt wo das Ding seien Platz gefunden hat, so dass auch die anderen Bedienelemente noch im Sichtfeld liegen und bedient werden können, kommt dann schon die nächste vielleicht wichtigste Frage:

Wer braucht eigentlich noch einen Plotter ?

OK, OK, wir sind weder Angler (also Fisch-Sonar) noch Nebelfahrer (also Radar).

Wenn man sich z.B. die Leistungsfähigkeit der „Waterkaarten“ App auf einem iPad anschaut, stellt sich die Frage ernsthaft. Der direkte Vergleich kommt einem sofort in den Sinn!

Die APP bietet einiges, was der Plotter nicht kann, zumal zu einem weitaus günstigeren Preis! Hier seien nur einige Punkte erwähnt: Routenplanung, Wasserweginformationen in Echtzeit, regelmässiges Kartenupdate, benutzerabhängige Weginformation (z.B. Höhenbeschränkungen,…).

Warum haben wir nun das viele Geld in diesen Plotter gesteckt, kann man sich fragen?

Um es kurz zu fassen, die APP dient der Planung, der Plotter dem Fahren.

Wenn man genauer hinschaut, stimmt das so nicht. Wenn man nur auf Kanälen, Flüssen und kleineren Seen unterwegs ist, erweist die App sehr gute Dienste, was der Plotter (mit seinen aktuellen Karten) absolut nicht bietet!

Das ändert sich schnell auf offenen Gewässern. Ein Teil unserer Reise dieses Jahr führt über das IJsselmeer. Hier fühlt sich der Plotter erst richtig wohl und kann seine Qualitäten unter Beweis stellen.

Trotzdem gibt es ein kleines b-Moll, zumindest mit unserem Gerät.

Raymarine bevorzugt nun eigene (?) Karten. Die Karten von Navionics werden zwar noch angeboten, ob man sie aber auf unseren Plotter laden kann, scheint nicht so ganz klar. Es sei vermerkt, dass wir noch ein Abonnement für diese Karten bis Mitte 2027 haben, und natürlich auch dafür bezahlen,….

Hinzu kommt, dass die neuen installierten Karten, eben sehr neu sind. Neu im Sinne von jung, also anfällig und verbesserungsbedürftig! Ausserdem „funktioniert das Karten-Update via Download noch nicht so richtig „...

Fazit:

  • wir können jetzt den Bildschirm gut einsehen, und somit endlich den Plotter auch im Sitzen bedienen.
  • Die Benutzeroberfläche ist jetzt „up to date„. Wir wissen, wann und wo wir ihn wirkich brauchen.
  • Bei den Karten ist noch „Handlungsbedarf“ .
  • Einen Schöhheitswettwerb werden wir wohl nicht gewinnen. Aber das ist das kleinere Übel.

2026#2 Auf Los geht’s los, … fast

In der Zwischenzeit haben wir mal unseren Plan etwas verfeinert.

Einerseits haben wir uns die vorgesehenen Sperrungen und Beschränkungen angeschaut, anderseits kennen wir jetzt auch unseren Zeitplan : Boot, kein Boot, Boot, kein Boot,…

Damit sieht die Reiseübersichtskarte wie folgt aus:

Die erste Reise vom 7. Mai bis zum 12. Juni entspricht in etwas, dem Vorschlag des Beitrags 2026#1. Neu für uns wird der Norden sein, bis nach Den Helder soll es gehen. Diese Tour beenden wir in Rotterdam, wo das Boot auf uns warten wird, bis die erste „Kein-Boot-Zeit“ rum ist.

Dann von Mitte Juli bis Mitte August stehen Holländische IJssel, Niederrhein und IJssel auf dem Programm. Es ist nicht das erste Mal für uns : 2017, 2022 und 2024 waren wir hier schon unterwegs. Wenn der Zeitplan und das Wetter es uns erlaubt, ist auch ein Abstecher nach Urk und Umgebung vorgesehen.

Zum Abschluss, weil es immer wieder schön ist, geht es wie 2019 und 2022 über die Randmeeren nach Amsterdam.

Dort wollen wir die Saison ausklingen lassen, bevor es dann schnell zurück zum Heimathafen geht.

… Aber bis dahin kann noch viel passieren.

2026 #1 Noch ein paar Wochen,…

Vorfreude und Vorbereitung:

Wie jedes Jahr beginnt das Saison-Fieber schon im Winter, spätestens aber im Januar. Dann wenn es draussen noch kalt und regnerisch ist, steigt die innere Temperatur. Erinnerungen kommen hoch und nächste Ziele werden diskutiert.

Auch das Boot hat seinen Platz in der Vorbereitung.

Letztes Jahr haben wir unser Cabrio erneuert. Für diese Saison wurde im Winter ein neuer RAYMARINE Plotter eingebaut.

Auch wenn wir mehr und mehr mit den verfügbaren und sehr praktischen Anwendungen sprich „Apps“ (wie z.B. der Waterkaarten) unterwegs sind, hat ein Plotter immer noch seinen Platz am Führerstand.

Gerade lackieren wir unser Schilder mit unserem Bootsnamen „VAGABOND“ neu,…

Der Saisonstart fällt für uns dieses Jahr etwas später aus als gewohnt. Wir werden erst Anfang Mai loslegen. Dann erwartet uns VAGABOND schon im Wasser. Das Boot wird die Halle am 24. April verlassen.

Planung

Was ist eigentlich geplant in dieser Saison ? Wo waren wir noch nicht ? Oder ist es mal Zeit alte Erlebnisse wieder aufzufrischen ?

Ehrlich gesagt, einen grossen Plan haben wir uns für dieses Jahr nicht vorgenommen! Wir gehen es diesmal gemütlich an und werden uns überraschen lassen. Das liegt auch daran, dass wir unsere Törns dieses Jahr mehrmals unterbrechen werden. Es gibt nicht nur das Schiff,…

So heisst unser Leitmotiv dieses Jahr NIEDERLANDE, NIEDERLANDE und nochmals NIEDERLANDE. Man könnte auch sagen: … „dieses Jahr haben wir uns für eine Kreuzfahrt entschieden„.

In den letzten Jahren waren die Niederlande eher End- und Ausgangspunkt unserer Reisen. Insgesamt vier mal, sind wir seit 2014 ausschliesslich in den Niederlanden unterwegs gewesen: 2015, 2017, 2019 und 2022 (inklusive Abstecher nach Emden (D)). Während den anderen Saisons hiessen die Ziele eher: Belgien, Deutschland und Frankreich.

Tour 1:

Von Anfang Mai bis Mitte Juni könnte es im wesentlichen Süd- und Nord-Holland werden (rote Strecke). Wie wir dann die zweite Tour gestalten, wissen wir noch nicht genau. Schöne Ziele gibt es allemal überall. Möglich wäre ein Abstecher in die Region Drenthe (grüne Strecke). Dort locken die „Torfkanäle“. Darüber werden wir dann zu gegebenem Zeitpunkt genauer berichten.

Wir werden uns wohl dieses Jahr viel Zeit in den grösseren Städten lassen, angefangen mit Utrecht. Dort ist es leider nicht so einfach mit dem Boot „hinzukommen“.

Dann werden wir wieder zur OVChip Card greifen und mit den öffentlichen Verkehrsmittels uns dem Stadtzentrum nähern.

Die erste Tour wird wahrscheinlich in Rotterdam enden. Das hat für uns auch praktische Gründe. Mit dem Zug sind wir von dort bequem in knapp 3 Stunden in Paris.

Wer Törn-Vorschläge hat, kann uns ja einen Kommentar schicken. Wir lesen diese gerne und antworten (fast) immer.

Auf eine gute und schöne Saison 2026

2025 #25 Souvenir, souvenir

Wie jedes Jahr, seit 2014, ist auch die Fotografie ein Teil unserer Reise. So gibt es auch dieses Jahr ein kleines Büchlein zur Erinnerung an das Gesehene und Erlebte auf unserer Reise durch Belgien, Nord-Frankreich und Zeeland.

Hier der Weg zum Blättern, vielleicht ein Vorschlag für die nächste Boots-Saison.

https://www.blurb.fr/bookshare/app/index.html?bookId=12683738

Auch 2025 blieb das Interesse an unsere Webseite gross. Die Anzahl der „Besucher“ ging zwar zurück (-18%), allerdings hat das Interesse an den Beiträgen deutlich zugenommen (+38%). Mit 43 466 Aufrufen haben wir damit einen neuen Höchststand erreicht.

Wie geht es jetzt weiter in der neuen Saison 2026.

Genaue Pläne haben wir noch nicht. Da wir in diesem Jahr unsere Törns mehrmals unterbrechen „müssen“, werden wir wohl „in der Nähe“ bleiben. Also voraussichtlich Niederlande.