2021 #7 Ca y est!.. presque

Man kann sich immer beschweren, kritisieren und fragen: warum so, wieso das, wann endlich, wo…..? Man kann sich aber auch darüber freuen, dass die Impfkampagne langsam Fahrt aufnimmt und somit das Ende dieses Tunnels in Sicht kommt, auch wenn noch vieles im Ungewissen bleibt. Die Gesundheit aller hängt mehr denn je von der Vernunft des Einzelnen ab.

Was uns anbelangt, unsere Impftermine stehen fest!

2020 war die Lage zur gleichen Zeit noch nicht so klar. Erst am 30. Juni haben wir das Boot wieder ins Wasser gelassen. Mitte Juli ging es dann los, auch wenn wir wegen den Wegsperrungen nur bis in die Ardennen kamen. Trotzdem haben wir es voll genossen, unterwegs auf dem Wasser, zu Fuss oder mit dem Fahrrad.

Die Aussicht auf die baldige Impfung vereinfacht die Planung! Bis zum Saisonende bleiben somit noch etwa 4 – 5 Monate bis Oktober. Auch wenn die Infektionszahlen noch hoch sind, fangen einige Länder an, über „Öffnungen und Lockerungen“ nachzudenken. Somit kann man auch wieder ans Reisen denken. Das ist zur Zeit der Fall in den Niederlanden, Belgien und Frankreich. In Frankreich wird die 10 km Beschränkung am 2. Mai aufgehoben und die „Terrassen“ öffnen Mitte Mai.

Wie schon vormals erwähnt, wird es für die grosse Deutschlandtour wohl trotzdem nicht mehr reichen. Wir wollen uns einfach Zeit nehmen für diese Reise: beim Fahren, beim Besichtigen,… beim Verweilen.

Auch in Belgien , Frankreich und den Niederlanden bleiben uns noch ein paar „weisse Flecken“ und viel zu sehen:

  • Die Sambre und einige Kanäle in Belgien mit ihren tollen Hebewerken z.B.
  • Die Kanäle und Flüsse südlich von Paris bis zum Mittelmeer
  • Der Niederrhein in den Niederlanden östlich des Amsterdam-Rhein-Kanals
  • usw.

Im Sommer soll der Sambre-Oise-Kanal nach 15 Jahren wieder voll befahrbar sein. Soweit wir informiert sind, steht das genaue Datum noch nicht fest. Es handelt sich übrigens um ein Projekt, dass von verschiedenen Organisationen gefördert wird, um den lokalen Tourismus (wieder) anzukurbeln. Man kann es nur wünschen und hoffen, dass es wie auf der belgischen Maas, zwischen Namur und der französischen Grenze, viele Besucher und Boote anlockt.

Der Ardennen-Kanal soll voraussichtlich im Mai wieder nach 2 Jahren Sperrung geöffnet werden (AVIS A LA BATELLERIE N° FR/2020/03473). Die Schleusentreppe im Ardennenkanal mit ihren 26 Stufen auf 6 km sollte man schon mal bei schönem und schlechten Wetter befahren haben. 8 Stunden werden benötigt. Bei gutem Wetter sind die 8 Stunden aber kein Problem, da man genügend Zeit findet, um die schöne Landschaft zu erleben. Anhalten ist übrigens nur auf halber Strecke nach Absprache mit VNF möglich.

!!! Noch ein Rat aus eigener (schlechter) Erfahrung: die übliche Durchfahrthöhe von 3,50m ist auf dem Ardennen-Kanal nicht garantiert. Es sind eher 3,45m… Wir haben es einmal ohne vorsorglich gelegten Cabrio versucht….. Gleich in der ersten Schleuse nach Le Chesne blieben wir beim Ausfahren unter der Brücke hängen. Nach dem ersten Ärger und dem üblichen „Es hätte auch schlimmer kommen können…, hat „Powertap“ dann für den Rest der Reise sehr gute Dienste geleistet (siehe Bild).

Beschädigtes Cabrio (Halte Attigny)

Beide wieder zur Verfügung stehenden Alternativen, Sambre (sowie der Sambre-Oise-Kanal) und Ardennen-Kanal, geben wieder mehr Freiheit und Sicherheit. Das öffnet wieder neue interessante Wege durch die Natur in Nordfrankreich. Auch wenn die Sambre in Belgien zum Teil durch eine, wenig attraktive Industrielandschaft führt.

Somit zeichnet sich auch unser Plan langsam ab:

Wie jede Saison lassen wir ein paar Tage verstreichen, nachdem wir unser Boot wieder in Besitz genommen haben, bevor wir „in See stechen„.

Zunächst gibt uns die Maas zwei Richtungen vor: nach Norden flussabwärts, also Niederlande und Deutschland, nach Süden nach Belgien und Frankreich.

Wenn die Corona-Beschränkungen auch über den Sommer in den Niederlanden in Kraft bleiben sollten, kann man davon ausgehen, dass die Fahrsituation 2021 der von 2020 ähnelt. Damals war wenig Bewegung, die Eigner blieben grossteils in ihren Heimathäfen. Somit gab es wenig Platz für Passanten. In diesem Falle werden wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach flussaufwärts auf der Maas bewegen.

Zunächst mal Richtung Süden! also und aus Gewohnheit im Uhrzeigersinn 🙂 🙂

Paris (auf der Seine)

Die Sache mit dem Uhrzeigersinn ist nicht nur ein Spleen des Kapitäns sondern hat auch einen praktischen Grund. Sieht man mal von Hochwasser ab, sind die Wasserstände im Mai noch korrekt auf der Maas und recht problemlos zu befahren. Im Herbst führt im Osten Frankreichs der Wassermangel oft zu Beschränkungen oder gar zur Schliessung der Kanäle. Das Risiko dann irgendwo festzusitzen, ist dem entsprechend höher.

Mit anderen Worten: Im Frühjahr nach Süden über die Kanäle im Osten. Die Rückreise im Herbst über die Wasserwege im Westen (Seine, Oise, Canal du Nord, Sambre…).

Zunächst auf der Maas von Maasbracht bis nach Namur.

Namur

In Namur angekommen, stellt sich spätestens die 1. Frage: Wie weit ist die Maas / Maas-Kanal befahrbar?

Vorläufiger Törnplan 2021 // Stand April 2021 // Vagabond
  • Bis zur französischen Grenze oder weniger > je nach Lage, Abzweigung zur Sambre in Namur,
  • Bis Charleville-Mézière > Abzweigung Ardennen-Kanal oder weiter
  • Bis Toul?

Wenn alles offen ist, werden wir zunächst weiter auf der Maas bleiben und nicht zur Sambre ausweichen.

Charleville-Mézière

In Charleville-Mézière, falls sich nichts geändert hat, muss dann die Enscheidung fallen (2. Frage) weiter nach Toul via Verdun oder zum dann hoffentlich geöffneten Ardennen-Kanal?

!!! Da auf der Strecke bis Toul kaum Möglichkeiten bestehen Diesel zu bunkern, nutzen wir die Tankstelle von „Ardenne Nautisme“ in Pont à Bar. Dazu muss man etwa 1 km in den Ardennen-Kanal reinfahren.

Ardennen-Kanal

Die Ardennenstrecke bietet zwei Optionen in Richtung Paris. Entweder bis zur l’Oise, d.h. Seine aufwärts von Westen kommend oder durch die Champagne via den L’Aisne-Marne-Kanal von Osten kommend zur Marne.

Sillery (Kanal L’Aisne-Marne)

Lagny (Marne)

Beide Wege sind interessant aber sehr unterschiedlich. Da der „Rückweg“ aus oben genannten Gründen oft über die l’Oise und den Canal du Nord führt, ist wohl die Marne Strecke die 1. Wahl. Ausserdem ist der Ardennen-Kanal bis zur Abzweigung in Richtung Marne sehr ruhig und idyllisch. Die Champagne hat ihren Champagner,… Frachtverkehr ist hier auch geringer als auf der Seine und l’Oise im Westen.

Der Weg nach Toul lohnt sich auch, landschaftlich und geschichtlich. Er ist die erste Wahl, wenn man weiter in den Süden will.

Verdun (Liegeplatz am Kanal)

Man sollte auf jeden Fall in Verdun einen Stop einplanen. Der Liegeplatz ist zentral gelegen und alles Sehenswerte, ist zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Im Sommer sind die Plätze hier gefragt und gezählt. „3er Päckchen sind dann keine Seltenheit.

Ab Verdun sind die Schleusen nicht mehr automatisiert. Sie werden noch von einem Schleusenwärter oder Wärterin bedient. Diese fahren dann von Schleuse zu Schleuse und erwarten das Schiff an der nächsten. Die Anzahl der manuel bedienten Schleusen nimmt von Jahr zu Jahr ab, da die Automatisierung schrittweise weiter ausgebaut wird.

Canal de la Meuse (Ex-Canal de l’Est)

Der Hafen von Toul ist sehr gut gelegen und gut geführt. Hier findet man auch in der Nähe eine Tankstelle. Kanister nicht vergessen! Das gilt übrigens für ganz Frankreich. Die Zahl der Bootstankstellen hat sich in den letzten Jahren sehr stark verringert!

Falls man die Reise für ein paar Tage unterbrechen will, liegt der Bahnhof in Sichtweite. Es lohnt sich auch mit Zug oder Bus in die naheliegende Stadt Nancy zu fahren. Wie so oft, sind Häfen auch wunderbare Kulissen für romantische Hochzeitsfotos.

Hafen in Toul

In Toul (3. Frage) hat man jetzt die Qual der Wahl: nach Osten in Richtung zum Rhein durchs Elsass,

Hebewerk „Plan incliné“ in Azwiller

nach Süd-Osten in die Vogesen, nach Westen nach Paris oder weiter in den Süden durch die Bourgogne, warum nicht bis zum Mittelmeer!

Die Enscheidung hängt dann wie so oft von der verfügbaren Zeit und dem Zustand der jeweilen Wasserwege ab,… 2016 waren wir das letzte Mal in Toul.

Falls man sich entschieden hat bis nach St. Jean de Losne zu fahren, muss man dort (4. Frage) den Weg nach Paris wählen: entweder durch die Bourgogne oder an der Loire entlang. In beiden Fällen erreicht man so etwa 80 – 100 km südlich von Paris die Seine.

Hafen Arsenal (Paris)

Zur Planung ein paar Vergleiche (basierend auf unserer persönlichen Erfahrung und Fahrweise):

  • Maasbracht> Paris (via l’Oise) : 3 – 4 Wochen
  • Maasbracht > Toul : 3 Wochen
  • Toul > Strasbourg : 2 Wochen
  • Toul > St. Jean-de-Losne : 2 Wochen
  • Toul > Paris (via Marne) 3 Wochen
  • Toul > Paris (via St. Jean-de-Losne) : 6 Wochen

Als Beispiel könnte man dann folgenden Törn machen:

Maasbracht > Toul > St. Jean-de-Losne > Paris : 9 Wochen.

Noch haben wir die Qual der Wahl, die nahe Zukunft wird uns zeigen, was, wann, wie und wo passieren wird…

Falls wir dann nach Süden im Uhrzeigersinn fahren werden, wäre es für die Rückreise sicherlich schön, wenn dann die Sambre offen wäre und wir uns für diesen Weg entscheiden könnten.

Hafen Cergy (L’Oise)
L’Oise > Canal du Nord

Also …. die 5. Frage > Paris > Compiègne > zur Sambre statt über den Canal du Nord. Ab dann entweder weiter über die Sambre nach Namur und über die „klassische Variante“ (Maas) zurück nach Maasbracht oder über die belgischen Kanäle nach Brüssel und Maastricht auf Entdeckungstour.

Aber, manchmal stellen sich die Fragen einfach nicht, weil die aktuelle Lage einfach den Weg vorschreibt.

2021 #6 Instagram

Solange das Bootfahren wegen der sanitären Lage noch etwas beschränkt oder für einige unter uns gar unmöglich ist, bleiben uns glücklicherweise die Vorbereitungen, Planung und Erinnerung.

Der seit 2010 auf dem Markt erschienene Internet-Fotoservice Instagram ist heute ein sehr beliebtes Kommunikationsmittel. Er finanziert sich durch Werbeeinnahmen. Am Anfang stand eine einfache Idee: das Teilen von Fotografien im klassischen, etwas aus der Mode gekommenen, 6×6 Format. Wer erinnert sich heute noch an Kameras wie die Rolleicord oder Rolleiflex und die Hasselblad 500 ?

Inzwischen wird der Service von über 1 Milliarde Menschen genutzt.

Auch von uns 🙂 Zum Spass!

vagabond4you heisst unser pseudo. Da wir nur in Europa mit VAGABOND unterwegs sind und nur Bilder unserer Reisen veröffentlichen, hält sich der Beliebtheitsgrad unserer Instragram-Präsenz mit 159 Abonnenten noch in Grenzen. Wir sind noch weit entfernt von „Grössen“ wie Ronaldo oder Messi, die mit über 100 Millionen „Followers“ aufwarten können. 🙂

Ausserhalb der Saison, zwischen April und Oktober, sind es vor allem Bilder der letzten Saison, die wir im wöchentlichen Rythmus „posten„. Also Erinnerungsfotos, Bilder, die die Reise von Anfang bis Ende zeigen.

Nicht immer ist das Boot zu sehen! Die Reisehöhepunkte stehen im Mittelpunkt. In Europa gibt es (noch) viel zu sehen!

Wenn die Saison dann losgeht, steht aktuell Erlebtes im Vorrang.

Das heisst vor allem : Natur, Landschaft, Architektur, Geschichte,… aber auch Amüsantes, wie z.B. das Hissen der „Tricolore“ im Hafen von Willemstad, was uns sehr gefreut hat.

Hoffen wir also, dass es dann bald wieder losgehen kann, mit neuen Bildern der neuen Saison….

Natürlich bleibt unsere Bildergalerie des Blogs erhalten, ebenso die Rubrik der Liegeplätze mit Bildern, die einen ersten Eindruck der Anleger und Umgebung geben sollen.

Aber bis dahin bleibt auf Instagram noch etwas Zeit für die Rückreise 2020 nach Maasbracht. Diese Woche stehen wir noch in Vireux-Wallerand bei Kapitänin Martine und warten auf die nächsten guten Pommes-frites.

Ansonsten, noch eine Nachricht für unsere Abonnenten, oder besser gesagt, für die, die wegen des Datenschutzes ihre Einverständniserklärung noch nicht abgesendet haben, es bleiben noch 5 Tage, um dies zu tun.

2021 #5 Es wird wohl so schnell nichts

CORONA hält uns (immer) noch in Schach! Vor ein paar Tagen hat der französische Président sich dann doch noch zu einem neuen „Lockdown“ durchgerungen. Der offizielle Sprachgebrauch „Elément de langage“ sagt jetzt bei uns „verschärfte Massnahmen und weiterreichende Einschränkungen“, Lockdown ist veraltet! Für uns hier in den Yvelines, meint der Président und der hier zuständige Préfet damit: bis zum 2. Mai gilt Maskenpflicht im öffentlichen Raum (ausser im Wald oder Park), 10km Bewegungsbeschränkung um den Wohnsitz, keine Besuche ausser Familie, nicht „lebenswichtige“ Geschäfte sind wieder geschlossen. Ab Mitte Mai soll dann, falls…., langsam das öffentliche Leben wieder „hochgefahren“ werden. Für die Altersgruppe 60+ beginnt die Impfkampagne (frühstens) am 16. April, nachdem die über 70 Jährigen die Priorität hatten.

Ansonsten steigen die Ansteckungszahlen fast überall in Europa, überall gelten Beschränkungen, zumindest beim Grenzübertritt.

Um es kurz zu sagen: abgesehen vom näherkommenden Impfhorizont sind wir genauso weit wie 2020.

Für unsere Bootssaison heisst das, dass wir zunächst von der Rosenblüte zuhause profitieren können. Also wird es zum zweiten Mal eine kurze Saison. Was natürlich auch einen Einfluss auf unsere Planung haben wird.

Jetzt kann man schon sagen, dass aus dem ewigen Projekt der Berlinfahrt wohl sicher wieder nichts wird in dieser Saison.

2020 hat gezeigt, dass viele in den Niederlanden liegende Boote auch den Sommer dort geblieben sind und sich wenig bewegt haben. Anders gesagt, die sonst oft für Passanten frei werdenen Anleger waren von den Eignern belegt. „Rien ne va plus

2020 hatten wir uns dann kurzfristig entschieden, wieder nach Frankreich zu fahren. Wir kamen dann bis in die Ardennen. Die Meuse war ab Charleville-Mézière leider nicht befahrbar. Wegen des Lockdowns im Frühjahr hatten sich Algen und andere Wasserpflanzen breit gemacht.

La Somme

Wir hatten damit schon auf dem Ijsselmeer 2017 bei Hoorn und auf der Somme 2018 schlechte Erfahrung gemacht.

Somit sind wir in den Ardennen geblieben und haben die Zeit zum Wandern und Radfahren genutzt. Wer Natur, Landschaft und Ruhe liebt, der fühlt sich hier sicherlich wohl. Uns hat es sehr gut gefallen, das Maastal mal ausgiebiger zu „erfahren“ (!). Bisher, wenn unser Ziel „Paris“ war, fuhren wir eher zügig durch die Ardennen und konzentrierten uns auf Strömung, Wind, die Tunnel und Schleusen. Der Maasradweg führt von Langres im Osten Frankreichs bis zum Rhein-Maasdelta an der Nordsee.

Dames de Meuse

Im Mai werden wir dann entscheiden, wie die Saison in diesem Jahr aussieht. Auch wenn Berlin wohl „ins Wasser fällt“, bleiben noch genug Möglichkeiten. Die Reise in die Ardennen hat uns gezeigt, dass es auch im näheren Umfeld, viel zu sehen gibt. Vielleicht werden wir dieses Jahr wieder in den Niederlanden bleiben und von unserer Museumskarte Gebrauch machen.

Enkhuizen

2021 #4 Aktuelle Wegsperrungen Ostfrankreich (Stand 3. Mai)

Nicht nur der Virus hindern uns manchmal den Weg einzuschlagen, den wir uns vorgenommen haben, sondern auch die üblichen Probleme oder Gründe für Behinderungen. Man weiss halt, wann man losfährt; wie und wann man ankommt, weiss man eher nach der Reise.

Für den Nord-Osten Frankreichs veröffentlicht VNF (hier La Direction territoriale Nord-Est) regelmässig eine Übersicht bezüglich des Zustandes der Kanäle.

Grundsätzlich werden 4 Niveaus unterschieden:

  • Arrêt = geschlossen
  • Restriction = der Kanal ist nur mit zeitlichen, räumlichen oder sonstigen Einschränkungen befahrbar
  • Condition = für die Befahrbarkeit müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein
  • Normale = normale Benutzungsbedingungen.

Stand: 3. Mai 2021 (Quelle VNF)

Wie auf dem Kartenausschnitt zu sehen ist, sind zur Zeit im Nord-Osten Frankreichs recht wenige Beschränkungen.

Allerdings ist darauf zu achten, dass in Frankreich wegen der CORONA-Krise Ausgangsperren und Bewegungsbeschränkungen gelten. Die Benutzung der Kanäle ist unter bestimmten Voraussetzungen unter Voranmeldung bei VNF möglich. Die Corona Beschränkungen sollen im Mai gelockert werden.

Hier die wesentlichen Punkte:

  • Ab 3. Mai : keine 10km Bewegungsbeschränkung mehr
  • Ab 19. Mai : Ausgangssperre ab 21h anstatt 19h + Öffnung der Café „Terrassen“
  • Ab 9. Juni : Ausgangssperre ab 23h anstatt 21h + Öffnung der Restaurants
  • Ab 30. Juni: Aufhebung allerr Beschränkungen (lokale Beschränkungen bleibeb weietrhin möglich
  • Canal de la Meuse: Tiefenbegrenzung wegen Arbeiten auf 1,60m im „Bief 40“
  • Canal des Ardennes: Ab dem 3. Mai ist der Ardennen-Kanal wieder befahrbar. Genauere Angaben unte
    – VNF AVIS 2021/02207: Ende der Schleusenarbeiten > öffnungen des Kanals Schleuse n°1 – 26
    – VNF AVIS 2021/02223 : Anmeldung über Telefon, Beschränkungen, Öffnungszeiten Schleuse n°26 – 27
  • Canal des Vosges: Tiefenbegrenzung wegen Arbeiten auf 1,60mauf 1,70m Schleuse bis 23 bis 16 Juni wegen Wasserregulierung.

Zusätzlich sollte man sich vor Antritt der Reise die ganzjährig geplanten „Chomage“ (Wartungsarbeiten) anschauen https://www.vnf.fr/vnf/services/chomages-2021/.

Einen Überblick verschafft die „Situation du réseau„. Diese sollte man während der Reise mindestens ein Mal pro Woche abrufen.. https://www.vnf.fr/vnf/services/situation-du-reseau/

Die genaueste, im Allgemeinen aktuellste Information erhält man über den jeweiligen „Avis de la batelleriehttps://www.vnf.fr/vnf/services/avisbat/

„… Mesdames et messieurs les usagers de la voie d’eau sont informés que dans l’attente de la remise en état de l’écluse
21 de Neuville-Day, l’arrêté préfectoral du 18/06/2018 de la Préfecture des Ardennes reste applicable.
A ce titre, la navigation demeure fermée sur l’ensemble du versant Aisne du canal des Ardennes.
La réouverture de l’itinéraire sera annoncée par voie d’avis à la batellerie dès la fin de l’indisponibilité de l’ouvrage….“

2021 #3 Nach Frankreich ?

Wer von den Niederlanden, Belgen, Deustchland oder der Schweiz mit dem Boot nach Frankreich kommen will, dem bieten sich einige Möglichkeiten.

Von den Niederlanden kommend ist die Strecke über die Maas die beliebteste. Allerdings kann es einem passieren, dass die Wasserstände auf der Maas im Frühjahr zu hoch und im Sommer zu niedrig sind…. Dann blieb seit einigen Jahren nur die Route über den Canal du Nord zur l’Oise und dann zur Seine.

Canal du Nord

Eine gute Nachricht für dieses Jahr ist die geplannte Wiedereröffnung im Juni der Sambre und des Canal de la Sambre à l’Oise.

Wenn man dann in Namur angekommen ist, sollte man sich bei VNF über die 3 Möglichkeiten informieren , bevor man in Richtung „Süden“ weiterfährt.

Namur (Maas)

2018 waren wir in Charleville-Mézière 4 Wochen blockiert. 2020 kamen wir überhaupt nicht weiter, da auch der Weg zum Canal du Nord über die Sambre für einen Monat gesperrt war,…

Charleville-Mézière (Canal de la Meuse)

Der Canal des Ardennen wird dieses Jahr nach 3 Jahren Renovierungsarbeiten wieder geöffnet. Das ist auch eine gute Nachricht.

Le Chesne (Canal des Ardennes)
Asfeld (Canal des Ardennes)

Somit ergeben sich wieder „Ausweichmöglichkeiten“, falls der Canal de la Meuse in Richtung Toul ungefahrbar sein sollte.

Zur Zeit haben wir natürlich alle andere Sorgen. Ob, wo, wann und wie gefahren werden kann, hängt dieses Jahr wieder weniger vom Wetter ab, als von der allgemeinen CORONA Lage,… Vielleicht sind wir dann alle geimpft, die Fallzahlen unter Kontrolle und die Grenzen offen!

Dann wäre es mal wieder schön hier vorbeizufahren.

Lüttich (Maas)
Paris (Seine)

2021 #2 Übersetzung

Die Zahl unserer internationalen Freunde steigt ständig! Darüber freuen wir uns ganz besonders. Die meisten davon kommen aus den Niederlanden, der Schweiz, den USA, Frankreich, UK, Belgien,…

Als wir unseren Blog 2014 anfingen, mussten wir uns für eine Sprache entscheiden. Damals dachten wir noch nicht, dass uns jeden Tag im Durchschnitt 15 Bootsfreunde „besuchen“! Also ist es jetzt höchste Zeit, es unseren Lesern einfacher zu machen.

Ab heute findet Ihr auf der Seitenleiste einen Link zu „Google Translate„. Somit ist das Lesen jetzt auch in der jeweilig gewünschten Sprache möglich. Auch wenn dieser automatische Übersetzer gute Ergebnisse liefert, können wir natürlich nicht für einwandfreie Übersetzungen garantieren 😉

Somit wollen wir heute nicht mit dem Boot „übersetzen“, sondern eine Brücke schlagen.

Wir freuen uns immer über eure Rückmeldungen und Kommentare. Der Blog ist vor allem zum Meinungs- und Informationsaustausch gedacht.

Viel Spass und bleibt gesund, die nächste Bootssaison kommt bestimmt.

2021 #1 un nouveau départ?

Ein neuer Start? Ja natürlich. Als Bootsfahrer hat man ja 2 Regeln, die man kennen sollte:

  • Aufpassen, dass man immer „Wasser unter dem Kiel“ hat
  • Sich darüber im Klaren sein, dass man nicht immer sicher ist, wann man, wo und wie man ankommt

Wie so oft, wird vor allem die zweite „Weisheit“ in diesem Jahr wieder beansprucht werden, sagen wir „Coronabedingt“,…

Also, hier mal eine kleine Bitte an unsere treuen Leser.

Was ist Euer Programm für 2021 ?

Wenn schon nicht geplant, Wünsche und Träume hat man ja spätestens ab Oktober des vergangenen Jahres:

  • Maas – Mosel – Rhein
  • Friesland
  • Zeeland
  • Belgien
  • Ostsee
  • Berlin ?
  • ….

Ein kleiner Meinungsaustausch wäre interessant!

Zum 3. Mal sagen wir uns, WIR WOLLEN NACH BERLIN,… aber, aber, „Who news,…“

2020 #16 Zum Jahresende

2020 war in jeder Hinsicht ein aussergewöhliches Jahr: sowohl im allgemeinen (=Coronavirus) als auch was unsere Bootssaison anbelangt. Zunächst sind wir erst sehr spät los, dann waren uns die Wasserwege versperrt,…

Im Moment, wo ich diese Linien schreibe, ist noch nicht abzusehen, wie die Bootssaison 2021 aussehen wird. Sie hängt natürlich auch wieder von der allgemeinen sanitären Lage in Europa ab. Die Infektionen steigen fast überall wieder in Europa, eine neue Mutation ist aufgetaucht, die Impfstoffe sind noch knapp… Somit ist das Ende der Pandemie noch nicht in Sicht und wir werden sicherlich noch länger warten müssen. Gesundheit gebt vor und geht uns alle an!!

Zum Jahresrückblick noch ein paar Informationen zu unserem Blog.

  • Besucher = 4810 (+38%) / Besuche = 17177 (+-0%)
  • Meistgelesene Seite : Saison 2016 : Maas – Mosel – Saar

Die meisten Leser kamen aus Deutschland, gefolgt von den Niederlanden und der Schweiz. Belgien ist dieses Jahr zurückgefallen (obwohl wir fast ausschliesslich 2020 in Belgien waren ?) Auf dem 4. Platz finden wir mit den USA eine Überraschung. Unsere treuen Leser aus Frankreich sind wieder auf dem 5 Platz.

Wie es dann 2021 weitergeht, werden wir dann sehen…

#2021 folgt sogleich

2020 #15 Freie Fahrt

Inzwischen liegen wir in Anseremme, wo wir noch 2 Tage verweilen wollen, bevor wir uns in Dinant in „Startposition“ bringen.

Früher als erwartet, erreicht uns die offizielle Nachricht, dass die Wartungsarbeiten an der Schleuse von Hun beendet sind, und dass die Schleuse ab 6h am 1. September wieder bedient wird.

Am Vorabend hatten wir noch überlegt, wie wir die nächsten Tage bis zum ursprünglich vorgesehenen Öffnungstermin verbringen sollen.


De : NtS – SPW <avisbatspw@periskal.com>
Date : 31 août 2020 à 20:23 +0200
À :siggi.gunther@gmail.com
Objet : (Mise à jour) NtS – Meuse: Manœuvre interrompue

Accident

================= Modification =================

(mise à jour : le chantier de réparation est terminé plus tôt que prévu, la navigation peut reprendre dès ce mardi 01 septembre 2020)

Meuse, à partir du 12 août jusqu’au lundi 31 août 2020 inclus.
Ecluse de Hun (cumulée 28.453).

Interruption de navigation suite à un accident d’un bateau avec le vantail de porte amont droit.

Le chantier de remise en état de la porte endommagée étant terminé, l’écluse est à nouveau accessible à partir de ce mardi 1er septembre, dès 6h00.

Wie beschlossen, fahren wir morgens bis nach Dinant mit der Absicht, die wartenden Berufsschiffer „vorbeifahren“ zu lassen. Als wir in Dinant ankommen, stellen wir fest, dass es sehr ruhig auf dem Wasser ist… Kurz entschlossen melden wir uns an der Schleuse Dinant an. Wir sind auf Talfahrt, die Schleuse ist „oben“. Ohne Verzögerung werden wir geschleust. Der Schleusenwärter erkundigt sich noch bei uns nach unseren Absichten. Vorsichtig sagen wir, dass „wir, je nach Verkehr, bis Namur zu fahren gedenken„. Er teilt uns mit, dass er seine Kollegen über unsere weitere Fahrt und das Ziel Namur informiert.

Wir fahren an einigen geparkten Frachtern vorbei. Es ist immer noch sehr ruhig. Die Kapitäne und ihre Besatzungen sind wohl nach Hause gefahren, um die Wartezeit zu überbrücken. Die Nachricht der früheren Öffnung hat sie wohl alle überrascht.

Auf dem ganzen Weg sind wir alleine, alle 7 Schleusen sind auf „grün“ geschaltet und vorbereitet. So kommen wir sehr zügig durch und früh am Nachmittag in Namur an.

Dort hat sich die gute Nachricht noch nicht rumgesprochen. Wir werden im Hafen mit Erstaunen empfangen.

Nachdem unsere Rundreise (Maas, Mosel, Rhein, Maas) ins Wasser gefallen ist, hatten wir uns überlegt, einen Abstecher über die Sambre und die Kanäle in Belgien zu unternehmen.

Da dieser Rückweg über Brüssel wegen Wartungsarbeiten zur Zeit nicht möglich ist, fahren wir am nächsten Tag, wie gewohnt über die Maas in Richtung Winterlager weiter.

Ab Namur ist wesentlich mehr Verkehr. Die Sommerpause ist beendet, der Rückstau wird aufgearbeitet. Trotz Wassermangel und der angesagten Bootsregruppierungen kommen wir auch hier gut voran, da viele Frachter unterwegs sind.

Wir machen Station in Huy und Lüttich.

Im Hafen von Huy sprechen wir kurz mit dem Hafenmeister über die Saison 2020, die für alle auf der Maas/Meuse liegenden Häfen oder Liegeplätze eine Katastophe ist.

Wir können da nur zustimmen! Wir waren oft alleine oder nur zu zweit. Dort wo wir in früheren Jahren oft Angst hatten, einen freien Platz zu ergattern, fanden wir gähnende Leere. Am deutlichtesten sieht man dies in Charleville-Mézière.

Die Statistik des wallonischen Wasserwegeverwalters sprechen für sich: Dieses Jahr sind zum Beispiel an der Schleuse „La Plante“ in Namur nur halb so viel Schiffe geschleust worden wie noch im letzten Jahr …

Von Lüttich geht es dann nach Maastricht. Da wir am nächsten Morgen weiter wollen, suchen wir einen freien Platz an der beliebten „Mauer“ in der Stadt. Dort kann man 3 x 24h liegen ohne Kosten, allerdings auch ohne Service. Die Nähe zum Zentrum hat natürlich ihren Reiz.

Am 5. September erreichen wir unseren Winterhafen, 4 Wochen früher als geplant. Jetzt heisst es für die nächsten Tage Putzen.

Anseremme > Namur : 27km / 5h / 7 Schleusen
Namur > Huy : 27km / 5h20 / 2 Schleusen
Huy > Lüttich : 31km / 4h30 / 2 Schleusen
Lüttich > Maastricht : 25km / 4h / 1 Schleuse
Maastricht > Maasbracht : 38km / 6h / 2 Schleusen

2020 #14 In Waulsort

Von Givet kommend fahren wir also in Richtung Waulsort. Auf dem Weg liegen zwei Schleusen: Hastière und Waulsort.

In der Schleuse Hastière erhalten wir unsere Durchreiseerlaubnis „Permis de circulation„. Bei der ersten Einreise auf einem wallonischen Gewässer, wird eine SPW-Nummer zugewiesen. Diese Nummer identifiziert das Boot und den Besitzer. Bei späteren Einreisen gibt man seine SPW-Nummer an und erhält dann den für die aktuelle Reise gültigen Permis (eine Erlaubnis für eine Ein/Ausreise).

In Waulsort angekommen, finden wir gleich einen freien Platz am Aussensteg. Es sind hier Schwimmstege mit Strom und Wasser. Wir zahlen 14€/Nacht. 2017 hat ein starkes Unwetter einen Teil der Sanitäranlagen und die „Capitainerie“ zerstört.

Waulsort war früher ein beliebtes Ausflugsziel und Urlaubsort an der belgischen Maas. Einige ehemalige Hotels erinnern an diese Vergangenheit. Heute ist Waulsort vor allem ein Ausgangspunkt für Wanderungen und Besichtigungen des naheliegenden Schlosses Freyr.

Aus unerklärlichen Gründen haben wir bisher den Hafen von Waulsort gemieden. Unser üblicher erster oder letzter Anleger an der französisch-belgischen Grenze ist der Hafen von Anseremme. Anseremme liegt unweit von Dinant und ist wesentlich ruhiger als die Touristenhochburg, Dinant, an der belgischen Maas.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass der Hafen keinen direkten Zugang zum Ort hat und dass es im Ort ausser einem Bio/Alternativladen keine Einkaufsmöglichkeiten gibt. Der Hafen liegt am rechten Ufer der Maas.

Die Lage hat aber auch seine Vorteile. Man liegt sehr ruhig und sicher…

Zum Ort gelangt man mit einer kleinen Fähre, die in den Sommermonaten vom Hafenmeister bedient wird. Sie ist übrigens sehenswert, da sie ausschliesslich mit Muskelkraft bedient wird.

Passage d’eau
Zugleine

Wenn man dann einmal angekommen ist, versteht man, dass es noch eine zweite Möglichkeit gibt, um auf das linke Ufer zu gelangen. Man muss etwa 1 km flussaufwärts bis zur Staustufe gehen, dort kann man die Maas dann überqueren. Von dort aus führt auch eine Strasse auf dem rechten Ufer nach Hastière, wo es Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Kirche in Hastière

Eine etwa 5km lange Wanderung führt uns vom Hafen auf die Anhöhen oberhalb des Hafens und weiter flussabwärts zu den Felsen gegenüber des Schlosses Freyr. Von hier oben hat man eine sehr schöne Sicht auf den Ort, den Hafen und das Schloss von Waulsort.

Der Weg führt dann durch den Wald wieder zum Maasufer.

Am nächsten Tag unternehmen wir mit dem Rad einen Abstecher zum Schloss Freyr.

Es liegt flussabwärts am linken Ufer zwischen Waulsort und Anseremme, an einer der schönsten Stellen des Maastales in Belgien. Der gegenüberliegende Felsen ist ein beliebtes Kletterziel für erfahrene und geübte Bergsteiger.

Rocher de Freyr

Wir beschränken unseren Besuch auf den „französichen Garten“ des Schlosses. Das Schloss wird seit ein paar Jahren instand gesetzt. Es ist in Privatbesitz, kann aber nach Anmeldung auch besichtigt werden. Zur Zeit ist die Anzahl der Besucher beschränkt (Corona-Massnahmen).

Es hat sich also gelohnt, in Waulsort Station zu machen und auch diesen Ort und seine Umgebung zu erkundschaften.