2018 #5 Wechselhafte Uferansichten

Wenn man von Maasbacht aus auf der Maas und den dazugehörigen Kanälen in Richtung Frankreich fährt, ändert sich die Landschaft  in vieler Hinsicht.

Wie immer übernachten wir in Maastricht, Lüttich, Huy, Namur und Dinant oder Anseremme.

Meistens  übernachten wir nur und fahren gleich am nächsten Morgen weiter.

Die Tatsache, dass die Maas auf französischer Seite zur Zeit gesperrt ist, hat uns dieses Jahr dazu bewogen, uns mehr Zeit als üblich, für die Strecke durch Belgien zu gönnen.

Die Maas und ihre Landschaft hat diese Gegend geprägt.  Sie war Schauplatz vieler Kriege und Zusammenstöße,  ist heute eine beliebtes Ziel für Touristen, bietet viele Freizeitmöglichkeiten und ist immer noch eine wichtige Verkehrsverbindung, auch wenn der Frachtverkehr nach Süden, nach Namur, rasch abnimmt. Selbst die Freizeitschiffer kommen seltener aus dem Norden nach Frankreich. Das Hoch und Niedrigwasser der letzten Jahre hat dazu sicher auch dazu beigetragen.

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Von Maasbracht kommend ist die Landschaft zunächst noch recht offen, ab Namur wir das Tal der Maas dann immer enger und die Felsen höher.

Ist die Strecke bis Namur noch sehr industriel geprägt, was man nicht nur am höheren Frachtaufkommen feststellen kann sondern auch an den direkt am Ufer liegenden Industrieanlagen sieht.

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Ab Namur  lösst der Tourismus die Industrie ab. Eindeutiges Zentrum ist Dinant.  Die Lage der Stadt und Ihre Geschichte tragen natürlich dazu bei.

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Auf der Lesse, einem Nebenfluss der Maas, ist Kanufahren ein beliebter Sport. Ansonsten locken die teilweise steilen Felswände zum Klettern. Wer es einfacher und gemütlicher will, kann den Trans-Ardenne-Radweg nehmen.

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3 Jahre ist es her

Am 15.April 2014 übernahmen wir unser Boot VAGABOND, kurz vor Ostern. Wie est die Tradition will, waren wir natürlich zur „Eastertour“ von Linssen-Yachts eingeladen, die 3 Tage-Reise mitzumachen. In gewisser Weise ist es die „Aufnahmeprozedur“ in die Linssenwelt oder besser Linssenfamilie.

Es war eine tolle Erfahrung für uns Anfänger und Einsteiger.

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Die Fahrt ging über den Zuid-Willemskanal nach Maasbracht in den alten Stadthafen t’Bassin. Die Rückreisen nach Maasbracht erfolgte montags über den Julianakanal. 13 Linssen-Yachts aus 5 Ländern waren mit dabei. Unser Boot ist immer eine grenzüberschreitende Kuriosität: wir fahren unter französischer Flagge, die man mit der niederländischen verwechseln kann und sprechen deutsch…. oder genauer gesagt saarländisch 🙂

Zur Gelegenheit gab es auch ein kleines Fotobuch zur Erinnerung.

 

 

Bildeindrücke 2016

Nachdem die Saison jetzt (für uns) zu Ende ist, war es Zeit für eine kleine Zusammenfassung unserer Eindrücke und Erinnerungen der Reise.

Hier der Link zur Video:

Maas/Meuse – Mosel/Moselle – Saar/Sarre

Hier der Link zum Fotobuch

Maas – Saar – Mosel 2016

Viel Spass

Herbst 2015: Willemsroute #2

2.Etape: Weert > Lommel


Von Weert aus fahren wir gegen 9h30 über den Zuid-Willemsvaart zur belgischen Grenze los. Es gilt 3 Schleusen und 3 Hebebrücken zu überwinden. Auch wenn der Zuid-Willemsvaart weniger von Frachtern befahren wird, muss man trotzdem aufmerksam sein. Kleine Ladehäfen liegen oft versteckt.

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Der Kanal wird auf belgischer Seite enger und lieblicher.

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An der Schleuse 18 Bocholt zahlt man die „Vignette„. Die Saisonvignette für unser Boot kostet 40€. Sie ist in ganz Flandern gültig. Sie muss deutlich sichtbar am Heck auf der Backbordseite angebracht werden.

Direkt hinter der Schleuse kommt eine Abzweigung, man hat die Wahl: entweder in Richtung Maastricht weiter über den Zuid-Willemsvaart oder über den Bocholt-Herentals-Kanal in Richtung Antwerpen.

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Wir entscheiden uns für den 2. Weg und fahren bis Lommel zum Yachthafen De Meerpaal. Dieser Kanal, der Maastricht mit Antwerpen verbindet, wird schon mehr von Berufsfahrern benutzt.

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Er liegt ruhig in einer schönen Waldgegend und vom Kanal recht geschützt. Der Hafen ist gut ausgestattet. Vor Lommel gibt es noch den Passantenhafen von Neerpelt, der jedoch durch seine Lage im Kanal  recht unruhig ist. Er bietet Wasser und Stromanschlüsse. Man sollte ihn nur benutzen, wenn man die Stadt besuchen will.

3. Etape: Lommel > Maastricht


Von Lommel fahren wir wieder zurück zum Zuid-Willemsvaart.

Auf dem Weg dorthin begegnen uns nur 3 Frachtschiffe.

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Wir haben vor in Bocholt zu übernachten.  Der Ort lohnt sich zu einem Halt, nicht nur wegen seines Brauereimuseums.  Als wir in Bocholt ankommen müssen wir feststellen , dass auch hier die Stege des Passantenhafens direkt am Kanal.  Auch wenn der Berufsverkehr nicht sehr stark ist, muss man doch mit Schwell rechnen. Ansonsten ist der Platz nett angelegt und bietet den üblichen Service, also Strom und Wasser. Um diese Jahreszeit sind keine privaten Boote (mehr) unterwegs.

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Passantenhafen Bocholt

Wir fahren also weiter. Die Landschaft wechselt zwischen Industrie und Agrarwirtschaft ab. Abwechslung bieten die Frachtschiffe , die in Richtung Antwerpen unterwegs sind

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Zuid Willemsvaart bei Bocholt

Da wir keinen ruhen Liegeplatz finden, entscheiden wir uns bis nach Maastricht durchzufahren.  Für die rund 60 km brauchen wir etwa 7 Stunden. Wie immer legen wir im Hafen „Maastricht Marina“ (ex. Pieterspas) an. Dort fühlen wir uns wohl.  Die Lage und der Service ist 1. Klasse.

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Hier bleiben wir 3 Tage. Zur Stadtbesichtigung nehmen wir unsere Räder.

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Trotz des herbstlichen Wetters laden in der ganzen Stadt Strassencafés zum Verweilen ein.

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