2018 #9 Von Charleville zum Ardennen-Kanal

Am frühen Nachmittag, am 31. Mai, informiert VNF in einem „Avis à la batellerie“, dass die Maas wieder vollständig befahren werden kann. Die Information spricht sich natürlich sehr schnell im Hafen von Charleville um. Wie man erwarten kann, nach dem langen Warten, wollen alle natürlich um 8h30 los, um um Punkt 9 an der Schleuse n°42 zu sein. Ein Versuch das Gedränge etwas zu organisieren, scheitert leider.

Der sonst oft leere Hafen hatte sich in den letzten Tagen ziemlich gefüllt.  Viele sind am Steg außerhalb des Hafens geblieben, da die Durchfahrtshöhe der Einfahrt auf 3m begrenzt ist. Etwa 18 Boote wollen nun in Richtung Süden. Die meisten in Richtung Toul. Nur 4 Schiffe wollen, wie wir, zum Ardennen-Kanal. Übrigens hat ein neuer Verwalter den Hafen seit April übernommen.  Viele Stege sind schmutzig und rutschig. Dem neuen Verwalter wäre gut daran getan, ein paar Renovierungsarbeiten zu unternehmen, damit der schön gelegene Hafen wieder an Anziehungskraft gewinnt.

2018-54.jpg
Hafen Charleville-Mézières

Wir entscheiden uns, wie auch ein paar andere Boote, unsere Abfahrt etwas zu verzögern.

Wir fahren zusammen mit einem niederländischen Boot gegen 11h los. Endlich soll es weitergehen. Doch unser Optimismus wird sehr schnell gestoppt! Die Schleuse n°42 ist „hors service“ nachdem das Schleusentor zu Berg nicht schließt. Nach 1Std Wartezeit kommt endlich der VNF-Pannendienst. Das Problem ist schnell behoben. Endlich geht es weiter.

Trotzdem entscheiden wir uns, schon in Lumes anzulegen, um am nächsten Morgen direkt bis nach Le Chesne  zu fahren. Die „Halte“ von Lumes ist eine einfache Steganlage für 6 – 8 Boote. Wasser ist kostenlos. Es gibt keinen Strom. Der Platz liegt sehr  ruhig. Bis zum Ort sind es 500m. Die nahe Bahnstrecke stört wenig. Sie ist wenig befahren.

2018-55.jpg
Lumes

Wir starten kurz nach 8 Uhr am nächsten Morgen.  Bis zur Schleuse Dom-le-Mesnil sind es 7 km.  Wir sind sicherlich die ersten, die schon unterwegs sind, das Wasser ist noch glatt wie ein Spiegel, der Frühnebel verzieht sich langsam.

 

Insgesamt 8 Schleusen und einen kurzen Tunnel müssen wir bis Le Chesne nehmen. Der Weg führt uns durch eine liebliche Agrar-und Waldlandschaft.

2018-57.jpg

Es lohnt sich scheinbar auch, die Maas und den Ardennen-Kanal  „von oben“ anzuschauen.

2018-59.jpg

2018-61.jpg
La Cassine

Bei bestem Wetter und ohne Probleme beim Schleusen kommen wir um 14h in Le Chesne an. Auch wenn uns die Anlegestelle in La Cassine besser gefällt, fahren wir bis nach Le Chesne. So sind es nur noch 30′ bis zur Schleusentreppe.

Die öffentliche Anlegestelle liegt im Ortszentrum. Wasser und Strom sind kostenlos. Allerdings hat auch hier der Vandalismus dazu geführt, dass ein Strom-Wasser-Anschluss-Punkt unbenutzbar ist.

2018-60
Le Chesne

 

Ein „Dauerparker“ liegt vor uns. Heute stört er nicht. Es gibt hier nur Platz für 4 Boote. Es  ist die die letzte Anlegestelle vor der Schleusen-Treppe des Ardennen-Kanals. Im Ort findet man einen Bäcker und einen kleinen Supermarkt. Direkt am Kanal, neben der Kirche, befindet sich das Hôtel-Restaurant „La Charrue d’Or“ (links auf dem Bild). Ein Schild aus der Zeit „vor dem Euro“ am Kai weist darauf hin: „Menus de 50Frs à 140Frs„. Wer lokale und traditionnelle französische Küche mag, sollte sich ein Abendessen dort nicht entgehen lassen.

Markttag ist hier übrigens Dienstag nachmittags.

40km / 8 Schleusen / 6h

 

Vor einem Jahr in Richtung Paris

Genau vor einem Jahr haben wir unsere 1. Tour nach Frankreich gemacht. Zunächst geht es die Maas aufwärts und dann in den Adressen-Kanal. In Belgien gibt es einige nette Häfen wir hier bei Huy. Als wir dort waren, haben sich 4 Linssen-Yachts getroffen: Maria-Anna, Regina, Laguna und unsere Vagabond.

Vagabond-22

Bald ist Winter

Wir sind wieder in Maasbracht. Wir nutzen die letzten schönen Tage aus, bevor es in die „Winterpause“ geht (15.Oktober – 15.April). Für die Bootslagerung bieten sich 4 Möglichkeiten an: Im Wasser aussen, im Wasser in der Halle, an Land aussen oder an Land in der Halle. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, über die in den Foren eifrig diskutiert wird. Wir haben uns für die Halle an Land entschieden.

Im Hafen Van der Laan Yachting
Im Hafen Van der Laan Yachting

Zunächst werden die Boote mit einem speziellen Kran aus dem Wasser gehoben.

Kran Van der Laan Yachting
Kran Van der Laan Yachting

Anschliessend wird das Schiff mit einem Transportschlitten in die Halle gefahren. Vagabond 2014-4-5

Winterhalle Van der Laan Yachting
Winterhalle Van der Laan Yachting

Hafensuche in der Nähe von Paris

Paris wird dieses Jahr wohl ein Reiseziel. Im Westen mündet die Seine ins Meer. Im Osten liegt haben wir die Marne, … Image

Am Ende ist des doch nicht der Hafen in Verneuil s/ Seine geworden. „Complet“ heisst es und fragen nützt nichts,… Man bekommt keine Antwort. Dann haben wir uns für Cergy an der L’Oise entschieden. Die l’Oise mündet unweit in Conflants Sainte Honorige in die Seine, im Westen von Paris (flussabwärts)

Direkt an der l'Oise gelegen, 30 km von Paris entfernt
Direkt an der l’Oise gelegen, 30 km von Paris entfernt