2018 #8 Anlegestelle Vireux-Wallerand

„Halte fluviale“  in Vireaux-Wallerand:  manche Anlegestellen mag man sehr, andere wiederum weniger. Vireux mögen wir ganz besonders.

Der erste Eindruck verrät das nicht unbedingt: ein einfacher Kai, Platz für 8 Boote, nahe an einer  Brücke über die man zum Bahnhof kommt.  Es war eigentlich Zufall als wir hier zum ersten Mal im Mai 2014 hier angehalten haben oder eher… mußten! Ein Baumstumpf war uns unweit der „Halte“ in die Schraube geraten. Damals war kein Boot am Kai. Daher gelang es uns trotz allem, recht einfach dort anzulegen.

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Dieses Jahr sind es die Sperrungen der Maas, die uns dazu veranlassen hier wieder anzulegen.  Da die Wartung – und Baggerarbeiten sich verzögern, beschliessen wir nach 3 Tagen, das Boot hier liegen zu lassen und einige Tage nach Hause zu fahren. Der Bahnhof ist nur 600m entfernt und die Verbindung nach Paris ist gut.

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Bevor wir losfahren, nutzen wir die Wartezeit, wie schon in Belgien, um die Umgebung näher kennenzulernen. Der „Trans-Ardennen-Radweg führt direkt am Kai vorbei.  Wir unternehmen einen Abstecher nach Heybes. Auch dort am Anleger ist es erwartungsgemäß sehr ruhig.

2018-49Es lohnt sich ausserdem, über die Brücke, auf der gegenüberliegenden Uferseite in Vireux zu einer ehemaligen römischen Siedlung auf der Anhöhe zugehen.

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Von der Anhöhe aus hat man eine schöne Sicht ins Maas-Tal. Die Anlegestelle liegt direkt vor einem.

Die „Halte“ bietet alle Serviceleistungen bei günstigem Preis. Waschmaschine und Trockner sowie Dusche sind vorhanden. Strom und Wasser gibt est direkt am Kai. Die Anlegestelle wird sehr gut geführt. Die Hafenmeisterin ist sehr aufmerksam und hilfsbereit. Als wir vor 4 Jahren einen Taucher brauchten, hat sie es geschafft innerhalb von 2h eine Lösung zu finden. Wegen der ruhigen Lage und der Aufmerksamkeit der Hafenmeisterin, war es für uns auch kein Problem, unser Boot dort 10 Tage alleine zu lassen.

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Man kann natürlich anderer Meinung sein, aber wer „Friten“ oder besser Pommes-frites mag, ist hier an der richtigen Stelle. Natürlich kann man darüber streiten, ob die Friten in Fumay besser sind. Wir schwören auf Vireux! Und dazu gibt es sie, direkt vor der „Haustür“.

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2018 #6 Burgen und Zitadellen

Schon zur Zeit der Römer war das Maastal eine strategisch wichtige Landschaft. Man sollte besser sagen, die Anhöhen oder oft steilen Felswände, die das Tal säumen, sollten den militärischen Zwecken der jeweiligen Protagonisten dienen.

Wie wir schon in unserem Beitrag „2018 #5 Wechselhafte Uferansichten“ schrieben, hat das diesjährige Warten auch den positiven Effekt, nicht einfach schnell die Maas rauf- und runterzufahren und sich ein wenig Zeit zu lassen.

Also eine Gelegenheit sich die Burgen, Zitadellen oder Überreste römischer Siedlungen mal in Ruhe anzuschauen.

Givet ist allerdings nur von Juli bis September zugänglich. In Dinant gibt es eine Seilbahn, man kann aber auch die ungefähr 400 Stufen hochlaufen. Ansonsten sind alle Anlagen leicht zu Fuß zu erreichen. Die Zitadelle von Namur beherbergt einige Restaurants und Geschäfte. Manche Befestigungen sind als solche gebaut worden aber nie so genutzt worden, wie zum Beispiel Huy, welche als Gefängnis und Krankenhaus genutzt wurde.

 

Seit dem 1. Weltkrieg haben diese Installationen ihre strategische Bedeutung völlig verloren. Die letzten schweren Kämpfe um eine Zitadelle fanden wohl im Sommer 1914 in Dinant statt. Die später errichtete Verteidigungslinie „Maginot“ verlief weiter südlich entlang der französischen Grenze zu Deutschland, Luxemburg und Belgien.

Heute sind sie Touristenmagnete. Der Tourismus ist in dieser Region eine wichtige Einnahmequelle geworden, seitdem die traditionellen Industrien verschwunden sind: Kohle, Schiefer, Stahl,…

Hier zwei Links zur Information:

Dinant

Namur