2020 #15 Freie Fahrt

Inzwischen liegen wir in Anseremme, wo wir noch 2 Tage verweilen wollen, bevor wir uns in Dinant in „Startposition“ bringen.

Früher als erwartet, erreicht uns die offizielle Nachricht, dass die Wartungsarbeiten an der Schleuse von Hun beendet sind, und dass die Schleuse ab 6h am 1. September wieder bedient wird.

Am Vorabend hatten wir noch überlegt, wie wir die nächsten Tage bis zum ursprünglich vorgesehenen Öffnungstermin verbringen sollen.


De : NtS – SPW <avisbatspw@periskal.com>
Date : 31 août 2020 à 20:23 +0200
À :siggi.gunther@gmail.com
Objet : (Mise à jour) NtS – Meuse: Manœuvre interrompue

Accident

================= Modification =================

(mise à jour : le chantier de réparation est terminé plus tôt que prévu, la navigation peut reprendre dès ce mardi 01 septembre 2020)

Meuse, à partir du 12 août jusqu’au lundi 31 août 2020 inclus.
Ecluse de Hun (cumulée 28.453).

Interruption de navigation suite à un accident d’un bateau avec le vantail de porte amont droit.

Le chantier de remise en état de la porte endommagée étant terminé, l’écluse est à nouveau accessible à partir de ce mardi 1er septembre, dès 6h00.

Wie beschlossen, fahren wir morgens bis nach Dinant mit der Absicht, die wartenden Berufsschiffer „vorbeifahren“ zu lassen. Als wir in Dinant ankommen, stellen wir fest, dass es sehr ruhig auf dem Wasser ist… Kurz entschlossen melden wir uns an der Schleuse Dinant an. Wir sind auf Talfahrt, die Schleuse ist „oben“. Ohne Verzögerung werden wir geschleust. Der Schleusenwärter erkundigt sich noch bei uns nach unseren Absichten. Vorsichtig sagen wir, dass „wir, je nach Verkehr, bis Namur zu fahren gedenken„. Er teilt uns mit, dass er seine Kollegen über unsere weitere Fahrt und das Ziel Namur informiert.

Wir fahren an einigen geparkten Frachtern vorbei. Es ist immer noch sehr ruhig. Die Kapitäne und ihre Besatzungen sind wohl nach Hause gefahren, um die Wartezeit zu überbrücken. Die Nachricht der früheren Öffnung hat sie wohl alle überrascht.

Auf dem ganzen Weg sind wir alleine, alle 7 Schleusen sind auf „grün“ geschaltet und vorbereitet. So kommen wir sehr zügig durch und früh am Nachmittag in Namur an.

Dort hat sich die gute Nachricht noch nicht rumgesprochen. Wir werden im Hafen mit Erstaunen empfangen.

Nachdem unsere Rundreise (Maas, Mosel, Rhein, Maas) ins Wasser gefallen ist, hatten wir uns überlegt, einen Abstecher über die Sambre und die Kanäle in Belgien zu unternehmen.

Da dieser Rückweg über Brüssel wegen Wartungsarbeiten zur Zeit nicht möglich ist, fahren wir am nächsten Tag, wie gewohnt über die Maas in Richtung Winterlager weiter.

Ab Namur ist wesentlich mehr Verkehr. Die Sommerpause ist beendet, der Rückstau wird aufgearbeitet. Trotz Wassermangel und der angesagten Bootsregruppierungen kommen wir auch hier gut voran, da viele Frachter unterwegs sind.

Wir machen Station in Huy und Lüttich.

Im Hafen von Huy sprechen wir kurz mit dem Hafenmeister über die Saison 2020, die für alle auf der Maas/Meuse liegenden Häfen oder Liegeplätze eine Katastophe ist.

Wir können da nur zustimmen! Wir waren oft alleine oder nur zu zweit. Dort wo wir in früheren Jahren oft Angst hatten, einen freien Platz zu ergattern, fanden wir gähnende Leere. Am deutlichtesten sieht man dies in Charleville-Mézière.

Die Statistik des wallonischen Wasserwegeverwalters sprechen für sich: Dieses Jahr sind zum Beispiel an der Schleuse „La Plante“ in Namur nur halb so viel Schiffe geschleust worden wie noch im letzten Jahr …

Von Lüttich geht es dann nach Maastricht. Da wir am nächsten Morgen weiter wollen, suchen wir einen freien Platz an der beliebten „Mauer“ in der Stadt. Dort kann man 3 x 24h liegen ohne Kosten, allerdings auch ohne Service. Die Nähe zum Zentrum hat natürlich ihren Reiz.

Am 5. September erreichen wir unseren Winterhafen, 4 Wochen früher als geplant. Jetzt heisst es für die nächsten Tage Putzen.

Anseremme > Namur : 27km / 5h / 7 Schleusen
Namur > Huy : 27km / 5h20 / 2 Schleusen
Huy > Lüttich : 31km / 4h30 / 2 Schleusen
Lüttich > Maastricht : 25km / 4h / 1 Schleuse
Maastricht > Maasbracht : 38km / 6h / 2 Schleusen

2018 #5 Wechselhafte Uferansichten

Wenn man von Maasbacht aus auf der Maas und den dazugehörigen Kanälen in Richtung Frankreich fährt, ändert sich die Landschaft  in vieler Hinsicht.

Wie immer übernachten wir in Maastricht, Lüttich, Huy, Namur und Dinant oder Anseremme.

Meistens  übernachten wir nur und fahren gleich am nächsten Morgen weiter.

Die Tatsache, dass die Maas auf französischer Seite zur Zeit gesperrt ist, hat uns dieses Jahr dazu bewogen, uns mehr Zeit als üblich, für die Strecke durch Belgien zu gönnen.

Die Maas und ihre Landschaft hat diese Gegend geprägt.  Sie war Schauplatz vieler Kriege und Zusammenstöße,  ist heute eine beliebtes Ziel für Touristen, bietet viele Freizeitmöglichkeiten und ist immer noch eine wichtige Verkehrsverbindung, auch wenn der Frachtverkehr nach Süden, nach Namur, rasch abnimmt. Selbst die Freizeitschiffer kommen seltener aus dem Norden nach Frankreich. Das Hoch und Niedrigwasser der letzten Jahre hat dazu sicher auch dazu beigetragen.

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Von Maasbracht kommend ist die Landschaft zunächst noch recht offen, ab Namur wir das Tal der Maas dann immer enger und die Felsen höher.

Ist die Strecke bis Namur noch sehr industriel geprägt, was man nicht nur am höheren Frachtaufkommen feststellen kann sondern auch an den direkt am Ufer liegenden Industrieanlagen sieht.

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Ab Namur  lösst der Tourismus die Industrie ab. Eindeutiges Zentrum ist Dinant.  Die Lage der Stadt und Ihre Geschichte tragen natürlich dazu bei.

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Auf der Lesse, einem Nebenfluss der Maas, ist Kanufahren ein beliebter Sport. Ansonsten locken die teilweise steilen Felswände zum Klettern. Wer es einfacher und gemütlicher will, kann den Trans-Ardenne-Radweg nehmen.

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