2017 #18 In Richtung Süden

Nach einem längeren Aufenthalt in Amsterdam ist es nun Zeit, unsere Rückreise nach Maasbracht anzutreten. Aber zunächst heisst es, Amsterdam in Richtung Süden zu verlassen. Vom Sixhaven aus fahren wir zunächst westwärts vorbei an den Fähren, Ausflugsbooten und Frachtschiffen zum Westerkanaal, wo wir uns über VHF 22 anmelden. Wie schon im Beitrag „Mit dem Boot nach Amsterdam“ beschrieben, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Wir wollten es nun durch die Stadt versuchen in Richtung „Nieuwe Meer“, nachdem wir die Wege über Haarlem und die Vecht schon gefahren sind.

Diese Strecke wird nachts als „Stehende Mastroute“ von den Segelbooten bevorzugt, die dann ab 23h im Konvoi durch die Stadt geschleust werden.

Es geht aber auch tagsüber zu bestimmten Zeiten, wenn der Straßenverkehr nicht zu stark ist, morgens ab 9h. Unterwegs, an einer Brücke wartend, treffen wir auf ein „Staubsaugerboot“. Amsterdam ist eine der meistbesuchten Städte Europas, das hat seinen Preis….

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Es ist immer wieder bewundernswert, dass es in den Niederlanden als normal erscheint, wie man sowohl Zug-, Tram- und Straßenverkehr mit einem Boot aufhalten kann, was auf der Durchfahrt durch Amsterdam eben unvermeidbar ist.

Rad in Amsterdam-4

Wir fahren  durch schöne, ruhigere Wohnviertel im Westen der Stadt in Richtung Schipol.

Rad in Amsterdam-2

Jedoch erinnert  einen der Flugzeuglärm sofort, dass man noch in der Nähe einer Großstadt ist.

Rad in Amsterdam-5

 

An Schipol vorbei, fahren wir über Alphen a/d Rijn nach Gouda, wo wir gegen 18h30 nach 8 Stunden ankommen. Es ist eine geruhsame Strecke, auch wenn die Fahrt recht lange dauert, weil  wir an mehreren Brücken warten müssen. Eine große Etappe ist es allemal mit 55km.

Am nächsten Morgen wollen wir weiter Richtung Linge, zunächst über die Holländische IJssel.  Allerdings klärt uns der Hafenmeister darüber auf, daß die direkte Strecke durch die Stadt nicht möglich ist, da die Maalegatssluis  renoviert wird. Also fahren wir zurück zum Gouwekanaal und nehmen dort zunächst die Julianaschleuse, bevor wir in die Holländische IJssel einbiegen. Im Moment ist Ebbe, also fahren wir gegen  die Strömung und das zurücklaufende Wasser an.

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2015 sind wir die Holländische IJssel flussabwärts gefahren.

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Ab der Schutzschleuse „Waaierschutsluis“ geht es gezeitenfrei flußaufwärts . Wir übernachten im gepflegten Jachthafen Marnemonde bei IJsselstein. Die Fahrt dorthin ist jetzt im September  sehr geruhsam, nicht nur wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 4,5 km/h. Wir treffen nur noch auf wenige Schiffe. Es ist eine der schönsten Wege über die niederländischen Flüssen und Kanäle.

Rad in Amsterdam-12

 

 

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