2017 #17 Brücken in den Niederlanden

Mit dem Boot über französische Kanäle zu fahren, heißt vor allem viele Schleusen nehmen (siehe unsere Berichte über den Ardennen-Kanal z.B.).

Wenn man in den Niederlanden unterwegs ist findet, man natürlich auch Schleusen, aber insgesamt viel weniger. Das Land ist halt flach.

Die Niederlande sind ein Land der Brücken. Was wiederum bei all dem Wasser kein Wunder ist.  Es gibt feststehende oder bewegliche Brücken. Ihre Form und Technik (Öffnungsmechanismus maschinell oder manuell, Hydraulik, Zahnstange,… ) hängen im allgemeinen ab von ihrer Nutzung (Eisenbahn, Strasse,…), ihrem Baujahr, der Umgebung (Stadt, Land, Breite der zu überbrückenden Wasserfläche,…) und ästhetischen Aspekten.

Hier einige schöne Beispiele.

2017 #16 Amsterdam & Co

Amsterdam und seine direkte Umgebung bieten etwas für jeden Geschmack. Ob man einfach durch die Stadt bummelt, mit dem Boot durch die Grachten fährt, ein Museum besucht oder vom reichhaltigen Musik, Theater oder Tanzangebot profitiert.

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Diesmal besuchen wir das Rijksmuseum und das Scheepvaartmuseum. Es empfiehlt sich, die Museen früh am Tag aufzusuchen, am besten wenn die Sonne scheint. Dann hält der Besucherandrang sich noch in Maßen.  Nach unseren Besuchen in Delft (Vermeer), Leiden (Rembrandt) und Haarlem (Hals) konzentrieren wir uns im Rijksmuseum auf die Werke der holländischen Maler des „Goldenen Jahrhunderts“.  Auch ein Abstecher in die Bibliothek lohnt sich. Es gibt viel zu sehen. Unser nächster Besuch gilt dem 20. Jahrhundert und der Neuzeit.

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Auch die Umgebung Amsterdams hat einiges zu bieten. Von der Vecht haben wir schon an anderer Stelle berichtet. Dieses Mal fahren wir mit dem Boot nach Alkmaar. Die Reise dauert 4-5 Stunden, je nach Wartezeit an Eisenbahnbrücken und der Wilhelmina-Schleuse. Der Weg führt zunächst über die Zaan durch eine sehr industrielle Gegend, vorbei an den Kakao-Verarbeitungsunternehmen (Amsterdam ist der grösste europäische Kakao-Hafen). Dann wird die Landschaft abwechslungsreicher und interessant. Auf dem Weg befindet sich ein Freilichtmuseum. Dort gibt es auch einen Festmacher, allerdings ist  nur Platz für ein Boot. Claude Monet hat hier die holländische Polderlandschaft verewigt.

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Die Reise führt uns weiter über das Alkmaarer Meer. In der Stadt angekommen machen wir an der „Bierkade“ fest. Eigentlich handelt es sich nur um den Meldesteiger. Aber da wir nur eine Nacht bleiben, und Mitte September weniger Boote hierher kommen, können wir dort liegen bleiben. Der eigentliche Passantenhafen befindet sich an der Gracht hinter einer Hebebrücke, die vom Hafenamt auf Anfrage bedient wird. Duschen und  Toiletten sind in einem nahegelegen Wohnhaus untergebracht.

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Alkmaar ist vor allem wegen ihres Käsemarkts bekannt.  Die Stadt  ist grösser als erwartet. So entschliessen wir uns, sie mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Hafenmeisterin gibt uns dafür einen Stadtplan. Für uns entpuppt sie sich als moderne Einkaufsstadt im historischen holländischem Stil.

Wegen des anhaltenden schlechten Wetters entschliessen wir uns, unseren Aufenthalt in Amsterdam zu verlängern (was uns nicht sonderlich schwer fällt :-)). Mit dem Zug fahren wir nach Amersfoort. Wir haben Glück, denn es ist Museumstag und die Türen historischer Gebäude stehen offen. Die 40 Zug-Minuten für 8,50€ sind eine gute Investition!

 

 

 

2017 # 15 Mit dem Boot nach Amsterdam

Wenn man mit dem Boot nach Amsterdam kommt und in einem der Stadthäfen festmachen will, hat man grundsätzlich 6 Möglichkeiten, je nachdem aus welcher Richtung man kommt:

  1. Westen > Noordzeekanaal
  2. Osten > Ijmeer
  3. Norden > Nordhollandsch Kanaal
  4. Süd-Osten > Amsterdam-Rijnkanaal
  5. Süd > Ringvaart van de Haarlemmermeerpolder (Doorvaartroute A, Wateralmanak 2, Seite 43ff)
  6. Süd > Amstel (Doorvaartroute B)

Die beiden Südstrecken (5 und 6) führen direkt durch die Stadt. Es gelten hier besondere Bedingungen in Hinblick auf Durchfahrthöhe, Breite und Öffnungszeiten. Die Route 5 wird von Segelbooten benutzt, die nachts im Konvoi fahren. Schneller und einfacher geht es über die Routen 1 bis 4. Von Haarlem kommend,  nehmen wir den Noordzeekanaal.

Im Vergleich zu Dordrecht, Nijmegen oder Rotterdam ist die Fahrt über die IJ recht problemlos trotz permanentem Passagier, Fracht- und Fährverkehr. Hinzu kommen natürlich auch die vielen Segelboote und Motoryachten, die wie wir, sich einen Besuch in Amsterdam nicht entgehen lassen.

Es liegt  wohl an der fehlenden Strömung, dass alles hier etwas geruhsamer und rücksichtsvoller abläuft. Vielleicht aber auch daran, dass es auf der IJ keine Wassertaxis und HighSpeed-Fähren gibt, die zusätzlich für viel Schwell sorgen.

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In der Stadt selbst, auf den Grachten, ist da schon mehr Gedränge 🙂 oder sollte man Chaos sagen?

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Im Hafen kann es auch eng werden, vor allem im Sommer in der Hochsaison.

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2017 #14 Wohnen in Amsterdam

Denkt man an Amsterdam , so kommen einem als erstes die Grachten, der Rotlichtbezirk, die Coffeeshops und das Rijksmuseum in den Sinn. Kommt man dann als Besucher nach  Amsterdam, dann fallen einem vor allem die vielen Touristen auf. Deren Anzahl von Jahr zu Jahr zunimmt. Auf einen Einwohner kommen im Durchschnitt 20 Touristen!

Vom ausrangierten Schiff, über Container, ehemalige Lagerhäuser, Hausboote und Kloster, alles wird zum Wohnen und Vermieten genutzt. Da die Preise recht hoch sind, und seit es Internet Plattformen einem leicht machen, Kurzzeit-Vermieter zu werden, nutzen viele Amsterdamer diese Gelegenheit,…. zum lukrativen Nebenverdienst.

 

Was den Bootstourismus anbelangt muss man sagen, dass, im direkten Vergleich mit Paris die Hafengebühren eher niedrig ausfallen. Der Sixhaven ist vor kurzem renoviert worden. Moderne Stege und ein komfortables Waschhaus bieten guten Service. Man kann ihn jetzt nicht nur wegen seiner guten Lage empfehlen.

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2017 # 13 Delft, Leiden und Haarlem

Montags brechen wir  nach Delft auf. Ursprünglich wollten wir schon am Sonntag fahren, aber eine Brücke wird dann nicht bedient… Die Durchfahrthöhe ist zu niedrig für uns. Die Delftsche Schie ist eine geruhsame Abwechslung nach der Hektik auf der Nieuwe Maas und Merwede um Rotterdam.

Wenn man an Delft denkt, kommt einem sofort der Maler Vermeer in den Sinn. Delft ist aber auch bekannt für ihre Technische Hochschule, die vor allem wegen des Wasserbaus weltweit bekannt ist.

Leider besitzt Delft keinen richtigen Hafen, es gibt nur einen Passanten-Steg mit wenigen Liegeplätzen am Ortseingang.

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Dank ihrer vielen Studenten ist das alte Delft  eine „junge“ und lebhafte Stadt.  Mit ihren vielen Cafés und Bars wirkt sie sehr einladend.

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Wir nutzen unseren Aufenthalt, um das Vermeer-Zentrum aufzusuchen. Auch wenn hier keine Originale ausgestellt werden, lohnt sich der Besuch. Hier erfährt man alles über seine Werke, seine Arbeitsweise und sein Leben. Aber auch über die damalige Zeit.

Da wir in unserem Zeitplan etwas in Verzug geraten sind, entscheiden wir uns, nicht nach Den Haag zu fahren.  Auf der Vliet, kann man  vom Wasser aus, einige schöne Gärten und Häuser sowohl im klassischen als auch modernen Stil sehen.

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Auf dem Weg nach Leiden machen wir einen Tankstop in Leidschendam.  Wegen einer defekten Brücke sind wir etwas spät dran. Der Tankwart empfiehlt uns hier zu übernachten, da der Passantenhafen ab 13h meistens voll ist. So geniessen wir, wie viele andere, das Schauspiel an der Schutzschleuse.

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Wenn man in Leiden ankommt, gilt zunächst dem Liegeplatz im engen und kleinen Passantenhafen alle Aufmerksamkeit. Jeder Hafen hat seine Eigenart und Besonderheiten…. Wenn man hier wie üblich Wasser oder Strom mit Geld bezahlen will, merkt man schnell, das dies nicht funktioniert. Wo ist eigentlich der Havenkantoor? …. Im Brückenhaus der Schrijversbrug sitzt auch der Hafenmeister, wo man die Marken für Wasser und Strom bekommt und den Liegeplatz bezahlt. Er notiert die einfahrenden Schiffe, so weiss er, wer gerade im Hafen liegt.

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Da wir den Besuch von Freunden  erwarten, bleiben wir 3 Tage hier. Zeit genug, um sich die Stadt genauer anzuschauen. Am Wochenende herrscht hier ein ziemliches Chaos auf dem Wasser. Amsterdam ist nah!

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Bei schönem Wetter sind die Strassencafés entlang der Grachten voll. Wie Delft ist Leiden auch eine Universitätsstadt. Allerdings wirkt die Stadt „städtischer“, was auch an der Grösse liegen mag.

Nördlich von Leiden befinden sich die Kagerplassen. Hier fühlt man sich nach Friesland versetzt. Vielleicht sogar schöner. Sehr zu empfehlen ist ein Halt am Hafen und Restaurant „Societeit“ am östlichen Ufer .  Weiter nördlich findet man sehr schön gelegene Liegeplätze in freier Natur. Es ist Ende August, also gibt es überall Platz.

Wenn man sich Haarlem nähert, spürt man immer mehr die Nähe zu Amsterdam.  Hochhäuser wechseln hier mit  schönen Gärten und Wohnhäusern ab.

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Wir kommen recht früh in Haarlem an und haben kein Problem einen Liegeplatz am linken Ufer der Spaarne zwischen Brücke 3 und 4 zu finden.2017 Tour2-44

Haarlem ist eine geschäftige Stadt, die zum Einkaufen einlädt. Wir erkunden die Innenstadt um den „Grote Markt“ mit dem Rad.

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Gleich nebenan befindet sich die „Grote Kerk“. Auch wenn man Eintritt bezahlen muss, sollte man ihr einen Besuch abstatten, allein schon wegen der Orgel.

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In Haarlem befindet sich auch das „Frans Hals“ Museum.  Auch wenn man nur wenige Stunden  in Haarlem bleibt, sollte man auf keinen Fall auf den Besuch dieses Museums  verzichten.

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2017 #12 Über die grossen Flüsse nach Rotterdam

Dieser Teil unserer Reise ist einer der abwechslungsreichsten und interessantesten. Er führt uns durch die niederländischen Provinzen Nord und Südholland, die  durch eine  bewegte Geschichte geprägt wurden. Auch heute noch spielen sie eine wesentliche Rolle für die europäische Kultur und Wirtschaft. Denken wir nur an das „Goldene Zeitalter“ und die Bedeutung des Rotterdamer Hafens für die europäische Wirtschaft und Industrie.

Wegen des schlechten Wetters entscheiden wir uns nicht nach Zeeland zu fahren.  Wir nützen eine kurze Wetterbesserung um in Richtung Norden aufzubrechen.

Die Reise vom Volkerak nach Rotterdam ist  ein wahres Ereignis. Zunächst nimmt man die Yachtschleuse der Volkeraker Schleusenanlage. Als wir morgens früh an der Schleuse ankommen, ist der Andrang noch gering und wir müssen nur kurz warten bis wir zum zweiten Mal in diesem Jahr ins Holländische Diep einfahren. Der Verkehr hier ist sehr stark, nun ist Vorsicht und Aufmerksamkeit erstes Gebot.

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Hinter Strijsensas biegen wir in den Dordtsche Kil ein in Richtung Dordrecht.

Die Nähe zum Meer ist deutlich zu spüren, wenn man wie wir von einem Hochseetanker überholt wird. Beim Einbiegen in die Oude Maas erzeugt die Schraube des Tankers recht heftige Turbulenzen, die unser Boot ordentlich zum Schaukeln bringen.

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Nach 4,5 Stunden Fahrt machen wir zum zweiten Mal im „Kon. Dordrechtsche R. & Z.V. fest, wo wir heute nicht nur Sportboote treffen…. Die Dordrechtsche Bevölkerung trainiert hier für ein Wohltätigkeitsschwimmen durch die Häfen der Stadt.  2017 Tour2-22

Wegen des anhaltenden schlechten Wetters bleiben wir 2 Tage in der Stadt. Wir nutzen die Zeit zu einem Besuch im „Huis Van Gijn“. Dieses ehemalige Patrizierhaus beherbergt heute ein Museum, das einen sehr guten Einblick in den Alltag des 1900 Jahrhunderts gibt.

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Die Fahrt von Dordrecht nach Rotterdam dauert zwar nur knapp 2 Stunden, aber die Strecke hat es in sich! Vorsichtshalber legen wir Schwimmwesten an, befestigen den Radarreflektor am Mast und schalten unser Navigationslicht an.  Ausser dem enormen Frachtverkehr, stösst man hier auch auf Passagierschiffe, Wassertaxis und schnellfahrende Fähren.

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Als wir morgens aufbrechen ist die Sicht zunächst gut. Aus dem Hafen kommend biegen wir in Richtung Norden ab. Am Zusammenfluss von Maas, Merwede und Noord sehen wir eines der grossen „Veerhaven“-Schubschiffe in Richtung Merwede flussaufwärts fahren. Diese Schiffe erzeugen eine  enorme Heckwelle. Wir verlangsamen unsere Geschwindigkeit und warten ab, bis das Schiff in Richtung Osten abgedreht hat.

Nach einer Stunde setzt sehr starker Regen ein, und wir sind froh unsere Sicherheitsmaßnahmen frühzeitig getroffen zu haben. Erleichtert machen wir im kleinen zentral gelegenen Veerhaven fest. Es ist noch früh, so haben wir noch die Wahl einen schönen Platzes. Allerdings merken wir sofort, dass das Wasser sehr aufgewühlt ist und uns unruhige Tage bevorstehend. Schwankend wie auf hoher See aber schön mit einer guten Ambiente.

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Rotterdam wurde im Krieg stark zerstört. Heute ist die Stadt durch ihre zeitgenössische Stadtarchitektur geprägt. Besonders beeindruckend die Markthalle, der neue Bahnhof, die Erasmusbrücke und das Institut für Architektur. Hier ein paar Beispiele:

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Rotterdam besitzt aber auch geruhsame Gärten und Parks, die von der üblichen Hektik ablenken.

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Vor unserer Abfahrt machen wir noch einen Abstecher zum Delfthaven, der uns einen Vorgeschmack für unsere Weiterreise in das „Goldene Zeitalter“ gibt.

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Montags verlassen wir den Veerhaven und brechen  in Richtung Delft auf.

 

 

 

2017 #11 Von Maasbracht zum Volkerak

Um von Maasbracht zum Volkerak, oder noch allgemeiner nach Zeeland, zu fahren, hat man 3 Möglichkeiten:  über die belgischen Kanäle via Antwerpen und die Schelde-Rhein Verbindung, über die Maas oder über die Kanäle und Flüsse in Nord-Brabant.

Wir haben uns dieses Mal für die letzte Variante entschieden.  Die Strecke von Maasbracht nach Helmond über den Zuid-Willemsvaard ist recht eintönig.
Die einzige Abwechslung bieten 6 Schleusen. Ausserdem gibt es wenig Liegeplätze zum Übernachten, wenn man mal von den Passantenhäfen in Weert und Nederweert absieht.
Also fährt man in 7-8 Stunden direkt bis nach Aarle-Rixtel. Dort kreuzen sich der Zuid-Willemsvaart und der Wilhelmina-Kanal. Im dortigen, recht grossen Passantenhafen findet man im Allgemeinen einen Platz.  Die Liegeplätze am Ende des Hafens verfügen über Stromanschlüsse. Wir liegen am Kai.
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Auch wenn der Hafen an einer recht befahrenen Strasse liegt, ist es eine recht ruhige Stelle. Ein ALDI ist ganz in der Nähe (über die Hebebrücke 200m).
Am nächsten Morgen geht es weiter über den Wilhelmina-Kanal in Richtung Tilburg. Der Kanal ist zunächst recht ruhig und führt durch eine nette  Naturlandschaft mit Radfahrwegen und Wanderrouten.
Nach 3 Stunden Fahrt machen wir in Oirschot am Kai fest. Dort ist Platz für 6-8 Boote.  Direkt nebenan ist vor ein paar Jahren mit europäischen Mitteln ein « richtiger » Passantenhafen entstanden. Leider hatten die Planer keinerlei Erfahrung oder Kenntnisse mit solchen Einrichtungen. Der Hafen ist leer und verlassen. Er wird wohl langsam verkommen. Er ist nur für sehr kleine Boote zugänglich.  Ein Stadtrundgang lohnt sich.  Wenn man länger dort verweilen will, sollte man auch eine Radtour in die umliegende Heide unternehmen.
Am nächsten Morgen geht es weiter nach Tilburg. Kurz vor Tilburg fahren wir an einem  regen Naherholungsgebiet vorbei. Als Passantenhafen dient der ehemalige Industriehafen unweit des Stadtzentrums. Den Hafen erreicht man über einen 500m langen Stichkanal. An dessen Ende befindet sich eine Drehbrücke und eine Hebebrücke. Die Drehbrücke wird jede volle Stunde manuell vom Hafenmeister persönlich geöffnet. Kommt man zu früh oder zu spät, so kann man sich bequem am  Warteponton
festmachen.
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Der Hafen wurde vor ein paar Jahren vor dem Zubetonieren gerettet! Da er seine ursprüngliche Funktion verloren hatte, war er überflüssig geworden. Jemand hatte dann die gute Idee, ihn zum Passantenhafen auszubauen. Auch wenn die Renovierung noch nicht ganz abgeschlossen ist,  herrscht im Hafen eine gute Atmosphere. Sicherlich tragen auch die Bars und Restaurants dazu bei, die sich in den ehemaligen Fabrikgebäuden  installiert haben. Auch eine Bäckerei findet man vor Ort. Das Rosinenbrot kann man nur empfehlen.
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Unser Aufenthalt in Tilburg verlängert sich um einen Tag, da die Schleuse III wegen einer technischen Störung ausser Betrieb ist. Kurz entschlossen nutzen wir den Tag zu einem Abstecher mit dem Zug nach Breda.  Die Stadt gefällt uns gut. Das Zentrum scheint nur aus Cafés und Bars zu bestehen. Da das Wetter recht gut ist, sind die Terrassen bestens besucht.  Der Weg führt uns natürlich auch zum Stadthafen an der Mark im historischen Zentrum der Stadt. Hier liegen etwa 10 Boote am Schwimmsteg. Uns gefällt der Hafen in Tilburg besser, da er uns trotz der lebhaften Ambiente ruhiger erscheint.
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Von Tilburg aus begegnet man mehr Berufschiffern. Hier werden vor allem Baumaterialien (Sand, Schotter,…) und Container transportiert.  Der Weg führt  am modernen Container Hafen von Tilburg vorbei.
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Nach 4 1/2 Stunden erreichen wir den Clubhafen in Oosterhout. Am nächsten Tag verlassen wir den Wilhelmina-Kanal und fahren über den Mark-Kanal, die Mark und Dintel in Richtung Volkerak.
Als wir in die Mark einmünden, geniessen wir es wieder auf einem offenen Fluss zu fahren. Die Landschaft erinnert uns ein wenig an Friesland. Der Weg führt  zunächst durch Agrargebiete, an Ortschaften mit kleinen ansprechenden Häfen vorbei . Zur Mündung hin wird es allerdings immer industrieller.  Bei Zevenbergen gibt es eine Eisenbahnbrücke,  1x pro Stunde  nach Anmeldung bei der Verkehrszentrale
geöffnet wird.
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Wenn man in Dintelsas ankommt, stehen einem 3 Yachthäfen zur Verfügung. Wir entscheiden uns für den WSV de Dintel links vor der Schleuse zum Volkerak.
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Mit dem Fahrrad fahren wir zur Stadt Dinteloord. Ein kleiner Havenkanal führt hier von der Dintel zur Stadt. Fährt man bis zum Ende durch, findet man dort ein paar Liegeplätze direkt im Zentrum.
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Wegen des unsicheren Wetters in den nächsten Tagen entscheiden wir uns, auf den Abstecher nach  Grevelingen zu verzichten. Nach 2 Tagen nehmen wir Kurs auf  Dordrecht.

2017 #10 Im Biesbosch

Wir verlassen die Bergsche Maas bei Drimmeln, und biegen in den Biesbosch ein. Nach 1 km finden wir eine Anlegestelle für etwa 8 Boote.

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Wir nutzen den Landzugang zu einem längeren Spaziergang durch die unberührte, fast dschungelartige Natur. Wir merken uns gut unseren Weg…

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Die Abendstimmung ist wunderbar. Wir sitzen auf unserem Achterdeck und genießen die Natur. Am nächsten Morgen brechen wir auf in Richtung Heusden. Ab dort sind wir wieder in vertrauter Umgebung auf der Maas, die uns immer besser gefällt.

 

2017 #9 Unterwegs auf dem Hollands Diep

Nach einem stürmischen Tag, den wir genutzt habe, die nähere Umgebung Natur um den Hafen von  Strijensas zu erkunden, brechen wir am nächsten Morgen bei gutem Wetter in Richtung Willemstad auf.

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Nach Verlassen des Hafens von Strijensas fahren wir zunächst auf der rechten Seite (Rote Betonnung). Wenn man, wie wir, die am linken Ufer liegende Stadt Willemstad ansteuert, empfiehlt es sich allerdings recht früh nach der Raffinerie auf die linke Seite überzuwechseln.

Der Frachtverkehr ist sehr dicht auf dem Hollands Diep, was nicht erstaunlich, da er . Antwerpen und Rotterdam verbindet. Der ganze Weg ist betonnt. Für Sportboote ist auf beiden Seiten der Hauptfahrrinne eine sekundäre  Fahrrinne vorgesehen.

 

 

Der Frachtverkehr ist sehr dicht auf dem Hollands Diep, was nicht erstaunlich, da er . Antwerpen und Rotterdam verbindet. Der ganze Weg ist betonnt. Für Sportboote ist auf beiden Seiten der Hauptfahrrinne eine sekundäre  Fahrrinne vorgesehen.

Direkt hinter der Stadt liegt eine der größten Schleusenanlagen Europas (Schleuse Volkeraksluiszen). Also gilt besondere Vorsicht bei Ein oder Ausfahrt der beiden Häfen der Stadt.

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Wir legen im Gemeindehafen an der Festungsmauer nach einer guten Stunde Fahrt an. Es ist noch früh, so dass wir leicht einen guten Platz finden.

Der Binnenhafen füllt sich im Laufe des Tages. Man kann sich vorstellen, was hier in der Hauptsaison los sein muss.

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Willemstad ist wegen seiner besonderen Lage xxx eine Etappenstadt für Bootstouristen.  Es scheint so, als ob die ehemalige Festung heute ausschließlich von den hier anlegenden Booten lebt.

Ein ausgiebiger Stadtrundgang lohnt sich, gerade weil noch keine Hochsaison ist und man die schönen alten Gebäude und Festungsanlagen in aller Ruhe betrachten kann. Auch ein kleiner Ausflug zur Schleuse empfiehlt sich. 3 riesige Kammern ermöglichen das gleichzeitige Schleusen von bis zu jeweils 6 Frachtern. Für Sportboote ist eine gesonderte Schleuse vorgesehen, die etwas westlicher liegt.

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Am nächsten Morgen brechen wir in Richtung Amer auf, den wir nach einer Stunde erreichen. Wir haben uns entschlossen, in der Natur am Biesbosch zu übernachten.

Strijensas > Willemstad : 1,3h / 11 km
Willemstad > Biesbosch bei Drimmelen: 3,5h /  33 km

2017 #8 Von der Vecht zum Hollandschen Diep

Nach unseren Tagen auf dem Ijsselmeer lassen wir uns etwas Zeit, um von der Vecht aus zum Hollandschen Diep zu fahren. Das Wetter bleibt instabil. Der angesagte Sturm hält sein Versprechen.

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auf der Vecht bei Weesp

Wir warten am renovierten Passantensteg in Breukelen 2 Tage ab, bis sich die Situation verbessert und wir ohne Risiko weiterfahren können.

Auf der Vecht sind wir zum zweiten Mal (siehe 2015).

2017 Vecht > Diep
Tracking Vesselfinder

Muiden > Loenen : 3,6h / 23 km
Loenen > Breukelen  > Maarssen : 1h / 8 km
Maarssen > Schoonhoven : 5,1h / 36 km (Strömung auf dem Lek 1 – 2 km/h)
Schoonhoven > Streefkerk : 1,1h / 8 km
Streefkerk > Dordrecht : 2,2h / 19km (Strömung auf dem Lek : + 2km/h ; Nord : – 3km ; Oude Maas : – 3km/h)
Dordrecht > Strijensas :  1,8h / 15km

 

Die Fahrt auf dem Lek gefällt uns trotz starkem Regen gut. Es ist unsere erste Reise auf diesem Fluss.

Der Fluss ist hier schon sehr breit. Der Frachtverkehr ist nicht so stark wie auf dem Rhein und die Strömung ist mässig.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man in den Noord in Richtung Dordrecht abbiegt. Hier kreuzen sich Frachter, Fähren, Schubschiffe auf dem Weg von und nach Rotterdam.

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Schoonhoven

 

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Streefkerk

In Dordrecht machen wir bei sommerlichen Temperaturen im „Neuen Hafen“ fest.  Die Einfahrt ist nur alle halbe Stunde  während 10 Minuten möglich. Wir kommen genau zur rechten Zeit, um 10h30 an. Nachdem wir uns über VHF Kanal 74 gemeldet haben, wird die Brücke zur Einfahrt geöffnet.

Wir profitieren vom schönen Wetter, um  einen ausgiebigen Stadtrundgang zu machen: an den vielen Häfen  und dem Ufer von Oude Maas und Merwede entlang, über den Wochenmarkt. Der richtige Ort und Moment, um Matjes Filets zu kaufen…

 

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Dordrecht

Von Dordrecht aus führt uns unsere Fahrt am nächsten Tag   in den Yachthafen von Strijensas. Dort bleiben wir 2 Tage und profitieren von der Umgebung. Hier am Nordufer des Hollandschen Diep findet man  reinste Natur, am Südufer die grossen niederländischen Raffinerien.

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Hollandsch Diep

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