2019 #18 Die weltoffene Stadt

Toleranz und Offenheit gehören zur Hafenstadt Amsterdam  wie die Grachten, die das Bild der Stadt prägen. So ist es kein Wunder, daß die Anfang August stattfindende  Gay Pride ein enormes Echo in der Bevölkerung findet. Die Kanäle der Stadt bieten eine ausgezeichnete Kulisse für dieses Ereignis. Es ist auch ein Fest der guten Laune. Überall wehen die Regenbogenfahnen, ob Kneipe, Museum, Kirche oder Boot im Hafen.

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Tage zuvor beginnen die Vorbereitungen, vor allem das Schmücken der Boote. In der Amsterdam Marina haben die Ärzte und die Polizei Quartier bezogen, um ihr Boot vorzubereiten.

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Die Parade über die Prinzengracht beginnt um 13h. Die teilnehmenden Boote versammeln sich vor dem Start im Osten auf der IJ an der Einfahrt zum Marinehaven, der zur Prinzengracht führt.

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Schon früh sind alle Brücken und Kais besetzt. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Mehr als 20 Boote nehmen an der Parade teil. Musik und gute Laune begleiten die Boote durch die Stadt.

 

 

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2019 #17 Um die ehemalige NDSM-Werft

Über den Nordzeekanaal gelangen wir nach Amsterdam.

Wir haben vor, eine Woche in Amsterdam zu bleiben. Im Juli ist der Sixhaven sehr gefragt. Von Westen kommend findet man auf der Steuerbordseite die „Amsterdam Marina„. Sie wird wie die Rotterdam City Marina von der Yachthaven Group verwaltet. Es ist ein großer und komfortabler Hafen mit allen Serviceeinrichtungen (außer Tankstelle).  Auch das Restaurant des Hafens kann sich sehen lassen. Da wir länger bleiben werden, bekommen wir einen ruhigeren Paltz im hinteren Teil zugewiesen.

Der Hafen liegt nicht so nahe am Stadtzentrum wie der Sixhaven.  Zur Stadt verkehrt eine Fähre alle 30 Minuten in beide Richtungen. ( NDSM > Centraal xxh00 und xxh30 / Centraal > NDSM xxh15 und xxh45).

Der Hafen befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Werft NDSM. In direkter Nähe werden immer noch große Frachtschiffe und Bohrplattformen gewartet und erneuert.

Das ganze Viertel ist im Umbruch. Das ehemalige Industriegebiet wandelt sich zu einem modernen Wohnviertel.  Man findet hier nebeneinander Studentenwohnungen in Containern, moderne Wohnanlagen und die meist von Künstlern oder alternativen Aktivitäten benutzten ehemaligen Werfthallen.

 

2019 #16 Auf dem Weg nach Amsterdam

Schon 2017 sind wir von Rotterdam über Leiden nach Amsterdam gefahren. Schon damals hat uns diese einfach zu befahrende Etappe sehr gefallen. Auf dem Weg liegen außerdem die Städte Delft, Den Haag (Abstecher) und Harleem.  Nur sonntags ist die Fahrt nicht möglich, da eine niedrige Brücke nicht bedient wird (Hogebrug n°643).

Wenn man in Rotterdam die Nieuwe Maas verläßt und in Richting Delft abbiegt, begegnet man wenig Berufsverkehr bis zur Schleuse zum Nordseekanal. Die wenigen Frachter fahren noch bis Leiden und biegen dann meist in Richtung Alphen am Rijn ab.

Erwähnenswert ist die Tatsache, daß es zwischen Rotterdam und Amsterdam in den Städten keine größeren Häfen gibt. In Delft und Haarlem liegt man am Kai. In Leiden gibt es teilweise recht enge Boxen. Wer es ruhiger mag, sollte zu den Kaager Plassen fahren. Dort liegt man entweder in der Natur oder in diversen Klubhäfen.

Mitte Juli 2019 ist es sehr heiß . Die Temperaturen steigen auf über 30°C. An manchen Tagen sogar auf 38°C im Schatten. Diese hohen Temperaturen machen auch den beweglichen Brücken zu schaffen.  Zwischen Delft und Leiden müssen wir mehrmals warten, bis die Probleme gelöst werden. Das Servicepersonal ist sehr schnell vor Ort, somit kommen wir doch recht zügig voran. Eine Brücke vor Haarlem kann aber nicht gehoben werden (Schouwbroekerbrug n°592). Für die Segler bedeutet dies umkehren oder warten,… bis die Temperaturen wieder fallen.

Wir haben Glück, selbst ungehoben bleibt eine Durchfahrtshöhe von 4,30m. Nur der Mast wird gelegt. Dann sind wir mitten in der Stadt. Wie 2017,  finden wir einen Platz vor Brücke n°3.

Kunst und Handel spielen hier eine besondere Rolle seit langer Zeit.  In jeder Stadt gibt es Museen, die die reiche Geschichte vom „Goldenen Zeitalter“ bis heute dokumentieren. Auch dieses Mal Gelegenheit also, sich ein wenig Zeit zu lassen.


Fahrinformationen:

Rotterdam > Delft >> Passantenhaven: 18km – 2,9h (Achtung: sonntags wird eine Brücke nicht bedient)
Delft > Leiden >> Passantenhaven : 23km – 4,3h (Wartezeit wegen defekter Brücken, große Hitze 38°C)
Leiden > Kaager Plassen >> Natur : 8km – 1,6h
Kaager Plassen > Haarlem >> Passantenhaven : 24km – 3,5h
Haarlem > Amsterdam City Marina : 20km – 2,3h

 

 

2019 #15 In 10 Etappen nach Rotterdam

Die Fahrt führt uns über die 3 großen Flüsse: Maas, Waal und Lek sowie über die Verbindungskanäle. Da wir uns Zeit lassen, sind unsere Etappen recht kurz.

Über den ersten Teil unserer Strecke haben wir schon berichtet. Von Heusden fahren wir direkt nach Gorinchem, ohne in Woudrichem zu halten. Wir sind schon am frühen Vormittag am Waal.

Für die Überfahrt von Woudrichem nach Gorinchem brauchen wir bei mässiger Strömung 20 Minuten. Da wir nicht länger hier verweilen, laufen wir nicht die Schleuse an, um zum Lingehafen zu gelangen und übernachten im Clubhafen „Merwede“.

Im Sommer ist es meist sinnvoll früh loszufahren, um früh anzukommen :-).  Platzprobleme haben wir nur in Vianen. Kurz nach unseres frühen Starts in Gorinchem, erfahren wir in Arkel, dass die Eisenbahnbrücke wegen technischer Probleme nicht jede halbe Stunde, wie üblich also um hh.01 und hh.31 öffnet sondern nur 3 Mal am Tag, um 8h, 14h und 18h für jeweils 5 Minuten. Wir müssen also bis 14h warten, bevor wir weiter können.  Mindestens 20 Boote sammeln sich an darunter 3 Frachter.  Als die Brücke dann öffnet, herrscht ein ziemliches Chaos, die Frachter zuerst, dann die, die es eilig haben,… Um 14h04 sind auch wir dran… Als wir dann in Vianen ankommen, ist nur noch Platz für ein Schiff.

Auf dem Lek finden wir 3km/h Strömung, somit kommen wir gut voran. Trotz der vielen Tankschiffe, die hier zwischen Rotterdam und Arnheim verkehren, ist der Lek  angenehm zu befahren. Der Fluß ist breit. Die Landschaft ist gefällig. Allerdings soll man die schnell fahrenden Fähren im Auge behalten. Ab Schoonhoven ist die Tiede schon recht spürbar. Sie nimmt bis Rotterdam zu ( etwas 2m). Mit zunehmender Ebbe fahren wir in Richtung Rotterdam und kommen mit 12- 13km/h voran. Ab der Einfahrt in den Noord und anschliessen in die Neue Maas, gilt es vor allem, auf die schnellfahrenden Wasserbusse und Wasser Taxis zu achten.  Als wir in Rotterdam ankommen und zur City Marina wollen, müssen wir 30′ warten, bevor die Brücke zum Hafen geöffnet wird. Es ist 10h morgens und 3 größe Kräne werden flussaufwärts geschleppt. Dazu wird die Erasmusbrücke für eine halbe Stunde geöffnet. Jetzt verstehen wir, dass die Aufmerksamkeit des Brückenwärters zunächst nicht uns gilt. Als wir ankommen, bekommen wir sogleich vom Hafenmeister einen Platz am B-Steg zugewiesen. Von hier sind es nur 20m zur Dusche. Wasser und Strom gibt es an jedem Liegeplatz.

  1. Venlo : 5,4h
  2. Well : 3,0h
  3. Cuijk : 4,2h
  4. Maasbommel : 3,4h
  5. Heusden : 4,3h
  6. Gorinchem : 2,6h
  7. Vianen : 3,2h
  8. Schoonhoven : 2,6h
  9. Krimpen / Lek : 2,4h
  10. Rotterdam : 1,5h

rrem

 

 

 

2019 #14 Wieder auf der Maas

Wenn man zum x-ten Mal die Maas rauf oder runter fährt, denkt man immer, man habe schon alles gesehen. Was die verschiedenen Häfen anbelangt, mag das ja auch stimmen.

Aber die Maaslandschaft hat mehr zu bieten als einen schönen, angenehm zu fahrenden Fluss. Das gilt übrigens für den gesamten Fluss, ob in Frankreich, Belgien oder in den Niederlanden.

Anfang Juli 2019, sind wir wieder auf der Maas  flussabwärts unterwegs von Maasbracht bis nach Heusden.

Von Maasbracht fahren wir zunächst bis Venlo und übernachten im Passantenhafen in der Stadt. Dann geht es weiter nach Well zum Leukermeer.  Unser Spaziergang führt uns zum das „Kastell Weel„. Das Kastel kann man nicht besichtigen, da sich dort eine amerikanische Schule befindet. Allerdings ist es möglich, den Garten zu besichtigen. Der Ausflug lohnt sich.

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Wir fahren weiter, zunächst nach Cuijk, und anschliessend nach Maasbommel. Dort bleiben wir 2 Tage, da wir uns vorgenommen haben wieder den Garten von Appeltern zu besuchen. Mit dem Fahrrad ist der Garten gut zu erreichen.

Eigentlich sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen, um sich alle Gartenanlagen, die verschiedenen Konzepte und die Bepflanzungen in Ruhe anzuschauen. Da Gewitter angesagt, ist bleiben wir nur 2 Stunden.

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Von Maasbommel aus geht es weiter nach Heusden. Auch hier lohnt es sich, etwas „vom Weg abzukommen„. Vor allem sonntags ist das Standtzentrum stark besucht. Da wir dort das Wochenende verbringen, profitieren wir, trotz schlechen Wetters, abseits vom Gewimmel von einem ausgiebigen Spaziergang um die gesamte Festungsanlage.

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2019 #13 …und jetzt

Wie schon erwähnt ,“bleiben“ wir 2019 in den Niederlanden mit dem Boot. Es hat sich seit 2014 so eingependelt, dass wir alle 2 Jahre die holländischen Provinzen befahren. Es fehlen uns noch 2: Drenthe und Groningen. Vielleicht werden wir auch dorthin fahren,…

Unser erstes Reiseziel dieses Jahr war Zeeland.

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Genauer gesagt waren wir nur im Volkerak und im Grevelinger Meer. Die südlicher gelegenen Reviere stehen noch an, vielleicht für 2021,…

Unsere 2. Fahrt soll uns dieses Jahr wieder (unter anderem) nach Amsterdam führen.

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Einfach gesagt gibt, von Maasbracht ausgehend,  verschiedene mögliche Wege:

  • über Rotterdam (Maas > Delft, Leiden, Harleem…)
  • über Utrecht (Maas > Vecht,…)
  • über Friesland (Maas > Waal, IJssel,…)

 

Die Entscheidung welchen Weg wir nehmen, hängt im wesentlichen vom Datum (Ferienzeit, Wasserstände, Wetter…) und Zeitplan (Besuch in Amsterdam) ab.

Da wir recht frühzeitig und zügig nach Amsterdam wollen, bietet sich vor allem die Rotterdam Route an.

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Das heisst, zunächst die Maas flussabwärts bis Heusden.

Ab hier gibt es 2 Varianten:

  • über die Dordtsche Kil oder
  • den Merwede Kanal in Richtung Utrecht und dann den Lek flussabwärts nach Rotterdam.

 

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Wir haben vor, diesmal über den Lek zu fahren. Dies hat den Vorteil, dass man erst recht spät, also kurz vor Rotterdam mit dem starken Berufsverkehr in Verbindung kommt. Allerdings muss man den Waal bei Woudrichem – Gornichem überqueren. Aber wie so oft, in letzter Minute kann sich noch einiges ändern.

Wenn es dann soweit ist, melden wir uns wieder > 2019 #14

2019 #12 Zurück zur Maas

Von Gorinchem nach Woudrichem brauchen wir flußaufwärts etwa 30 Minuten. Als wir aus dem Vorhafen raus auf den Waal fahren, achten wir zunächst auf den Frachtverkehr auf Talfahrt. Die Strömung liegt bei etwa 3 – 3,5 km/h. Wir kommen also mit 6 – 7 km/h recht gut gegen den Strom voran.

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Ohne Probleme erreichen wir die linke Fahrrinne. Nun achten wir vor allem auf die schnellfahrenden Fährschiffe. Am Wochenende und bei schönem Wetter gilt es auch die vielen Freizeitboote im Auge zu behalten.

Da wir uns mit  Freunden im WSV Woudrichem  verabredet haben, fahren wir nicht zum Historischen Hafen sondern biegen zunächst in die Afgedamde Maas.

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Hinter der grünen Boje geht es in den nicht sehr tiefen Hafenkanal (1,7 – 2,4m), wo uns schon der Hafenmeister Jan und unser Freund Bruce erwarten.

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Wir sind hier zum 1. Mal. Wie sich schnell herausstellt, ist es eine gute Wahl. Der Hafen ist gut geführt, liegt direkt an der Stadt und es herrscht eine gute Atmosphäre.

 

In Woudrichem,dem historischen Festungsstädtchen, läßt es sich gut ein paar Tage verweilen. Der historische Hafen, die Gassen und Straßen mit ihren vielen Terrassen laden zum Flanieren ein. Mehrere Fährdienste verbinden die Stadt sowohl mit dem rechten Waal-Ufer als auch mit dem gegenüberliegenden Ufer der Afgedamten Maas zum Kastell Loevestein .

Das Übersetzen  zum nahe gelegenen Kastell Loevestein lohnt sich .

Für den Rückweg fahren wir mit unseren Rädern in Richtung Süden über die Schleuse Prinses Wilhelmina,  und radeln gemütlich auf dem Uferdamm zurück zum Hafen.

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Unser nächstes Ziel ist Heusden. Bis dorthin sind es etwa 2-3 Stunden Fahrt flußaufwärts über die Afgestamde Maas in Richtung Süden. An der Schleuse angekommen, müssen wir feststellen, dass diese sonntags erst um 10h ihren Dienst aufnimmt. Als es dann losgeht, haben sich schon 7 Sportboote angesammelt. Auf der anderen Seite warten ebenfalls einige Schiffe auf die Schleusung.

Anschliessend geht es recht schnell, gegen Mittag kommen wir bei hochsommerlichem Wetter an und machen am Steiger „8“ fest. Heute, am Sonntag sind sehr viele Freitzeitschiffer unterwegs, auch einige, die keinerlei Bootserfahrung haben. Nach einem kurzen Stadtrundgang schauen wir uns das ständige und recht laute  Kommen und Gehen vom Boot aus an. Gegen Abend leert sich dann der Vor – und Stadthafen schnell. Morgen ist Montag!

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Über die Maas sind es jetzt noch 4 – 5 Tage bis nach Maasbracht.

Heusden > Maasbommel
Maasbommel > Cuijk
Cuijk > Weil
Weil > Venlo
Venlo > Maasbracht

 

2019 #11 Auf dem Weg von Gouda nach Gorinchem

Wir nehmen uns großzügig 5 Tage vor, um von Gouda über die Holländische IJssel nach Gorinchem am Waal (Rhein) in 15 Fahrstunden zu fahren.

Gouda


Jeden Donnerstag von April bis August findet in Gouda der „traditionnelle“ Käsemarkt statt. Seit geraumer Zeit handelt es sich aber um ein touristisches Spektakel.  An die Stelle der Anbieter und Käufer sind Schauspieler und Statisten getreten. Es ist trotzdem erstaunlich, wieviele Menschen dieses Schauspiel jede Woche anzieht.

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Ausgehend vom Marktplatz, lädt die Stadt zum Rundgang ein. Zunächst gilt es das „Stadthuis“ zu besuchen. Von der Terrasse aus hat man einen schönen Blick auf den farbigen Markt.

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Der Weg führt uns weiter zum Stadtmuseum, das einen guten Einblick in Goudas Stadtgeschichte und deren wirtschaftliche Entwicklung gibt.

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Nicht weit davon entfernt die Saint Jan Kirche. Die längste Kirche der Niederlande besitzt prachtvolle Fenster. Während unseres Besuchs erklingt auch die schöne Orgel. Wir hören Bach.

 

Montfoort


Direkt nach Gouda, flußaufwärts, ist die Holländische IJssel kanalisert. Wir wollen in Oudewater übernachten, aber als wir dort festmachen wollen, stellen wir fest, dass dies wegen eines Festes nicht möglich ist. Also fahren wir weiter bis Montfoort. Im Zentrum, nach der Brücke, legen wir an der Kaimauer an. Der Ort bietet die wesentlichen Einkaufsmöglichkeiten. Am Kai gibt es keinen Service.

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Vreeswijk


Am nächsten Morgen geht es weiter zum Merwedekanal. Der Passantenhaven ist gut gelegen, von hier aus hat man gute Bus- und Bahnverbindungen nach Utrecht. Im Hafen gibt es den üblichen Service (Strom, Wasser, Dusche), jeweils für 50cts.

Hier lohnt sich ein Spaziergang zum historischen Zentrum am Lek.

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Meerkerk


Auf dem Merwerde Kanal kommt man recht gut voran, obwohl es einige bewegliche Brücken und eine Eisenbahnbrücke gibt, die 2x pro Stunde zu festen Zeiten geöffnet wird. Ursprünglich hatten wir geplant an der Linge zu übernachten. Aber heute ist der Wind sehr stark, und wir ändern kurz entschlossen unseren Plan und halten in Meerkerk. Hier ist ein Liegeplatz direkt am Kanal, der eigentlich für Frachtschiffe vorgesehen ist. Aber anscheinend wird diese Stelle jetzt mehr und mehr von Freizeitschiffern genutzt.

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Heukelum


Schon früh brechen wir bei schönem Wetter zur Linge auf, wo wir wieder an der „Passantenwiese“ in Heukelum festmachen. Hier gibt es Strom. und freie Sicht auf den Fluß und den am linken Ufer liegenden Ort.

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Die Linge ist ein ruhiger Fluß, der uns an die Somme in Frankreich erinnert. Trotzdem sollte man auf der kurvenreichen Strecke Acht geben, da noch einige Lastkähne unterwegs sind, die Sand nach Leerdam bringen.

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Mit dem Fahrrad gehts nun zum 4 km entfernten Städtchen Leerdam.  Als wir zum ersten Mal hier waren, haben wir die „Royal Crystal Leerdam“ entdeckt.  Dieses Mal haben wir Glück und können an  einer Führung der traditionnellen Produktionsstätte teilnehmen.

 

Gorinchem


Der Passantenhaven von Gorinchem ist für Boote höher als 2,80mnur vom Waal aus über eine Schleuse zugänglich .

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Auch wenn der Hafen sehr schön gelegen ist, übernachten wir wieder im Vorhafen, im WSV Gorinchem, einem gut ausgestatteten Klubhafen. Als wir uns anmelden, erfahren wir, daß wir wegen eines Hafenfestes nur eine Nacht bleiben können. So verbleiben wir am Längssteg am Ende des Meldesteigers mit einer schönen offenen Sicht.

Das schöne Wetter lädt zu einem Spaziergang um die Festungsanlagen und die Altstadt ein.

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Gouda > Montfoort : 4,6h
Monfoort > Vreeswijk : 2,9h
Vreeswijk > Meerkerk : 2,1h
Meerkerk > Heukelum : 2,1h
Heukelem > Gorinchem : 1,6h

 

 

 

2019 #10 Spaziergang in Rotterdam

Als wir in Rotterdam ankommen ist es regnerisch und kalt. Nicht gerade einladend um zu flanierien. So entschliessen wir uns für Architektur und Museum. Das Martime Museum hat einen offenen Aussenbreich.

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Der Besuch des Museums lohnt sich, wenn man sich für die Entwicklung der Handelsschifffahrt interesseriert.

Rotterdam ist nicht nur wegen seines Hafens bekannt. Die Stadt wurde weitgehend während des Krieges zerstört.  Vielleicht ist das der Grund, warum Rotterdam auch eine Stadt der Architektur ist. Wir besuchen die Markthalle, die Kubushäuser und das Sonneveld Haus.

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Kubushäuser

Sonneveld Huis

2019 # 9 Von Willemstad nach Gouda

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, um von Willemstad nach Gouda zu fahren. Wir wählen die „Gezeiten“-Strecke über Dordtrecht und Rotterdam. Hierzu sehen wir 3 Etappen vor:

  1. Willemstad > Dordtrecht: 2,4h / 24 km
  2. Dordtrecht > Rotterdam: 3,5h / 22 km
  3. Rotterdam > Gouda :  3,6h 27 km

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Als wir in Willemstad starten, hat sich zwar der Wind der letzten Tage gelegt, jedoch ist die Sicht begrenzt. Der niederländische Wetterdienst gibt 3.500 m an. Da die Strecke sehr befahren ist, bringen wir noch den Radarspiegel am Mast an. Wie immer auf dieser sehr befahrenen Strecke auf Hollandse Dip, Dordtsche Kil, Oude Maas, Noord und Nieuwe Maas ist der Frachtverkehr sehr dicht.

Nach 1,5h erreichen wir bei zunehmendem Verkehr die Einfahrt zum Dordsche Kil. Sofort macht sich die für uns positive Strömung bemerkbar. Unsere Gewindigkeit steigt auf 12 km/h.  An der Abzweigung der Oude Maas sind wir besonders wachsam, da wir dort vor 2 Jahren von einem Hochseefrachtschiff stark ins Wanken gebracht wurden. Aber diesmal erreichen wir den Hafen in Dordrecht ohne Schwierigkeiten.

Bei eimen Spaziergang an der Kreuzung von Oude Maas, Merwede un Noord sehen wir einen dieser enormen Frachtconvoys, die Kohle von Antwerpen nach Duisburg bringen. Oftmals sind wir vor diesen  Monsterbooten gewarnt worden wegen ihrer ausergewöhnlichen starken Heckwelle, die von der Schraube (oder Turbine) erzeugt wird.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Rotterdam. Wieder haben wir Glück, die natürliche Flußströmung wird von der Gezeitenströmung unterstützt. Mit 14 km/h geht es in Richtung Norden. Wir passieren den Kreuzungspunkt zu einem relativ ruhigen Moment. Zusätzlich zum üblichen Frachterverkehr muß man ab jetzt auch die Wasserbusse und um Rotterdam die Watertaxi im Auge behalten.

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Recht geräuchlos kommen sie von hinten angeschossen. Sie fahren zickzack mässig von Haltepunkt zu Haltepunkt.

Als wir uns dem Lek nähern nähert sich ein Frachter vom Lek kommend, über Funk erfahren wir, dass er Richtung Oude Maas nach Süden abbiegen wird. Um jeder Gefahr aus dem Wege zu gehen, fahren wir  zunächst ein kurzes Stück den Lek stromaufwärts und wenden sobald es möglich ist um  in die Nieuwe Maas einzubiegen.

Statt dem pittoresken, aber sehr unruhigen Veerhaven steuern wir dieses Mal den City Marina Rotterdam Hafen an.

Von Süden kommend biegen wir baldmöglichst in den Konnigs-Haven ein. Über Funk bitten wir um die Brückenhebung. Zunächst ohne Antwort verbleiben wir vor der Konninginne-Brücke, bis wir erfahren, dass die Brücke zu dieser Tageszeit für Sportboote nicht gehoben wird.

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Wir müssen also wieder zur Nieuwe Maas flussabwärts, um dann kurz vor der Erasmusbrücke links einzubiegen. Wegen des sehr starken Verkehrs (Fracht, Taxi, Bus, Ausflug,…) fahren wir ein Stück weiter bei sehr bewegtem Wasser, bis sich ein günstiger Moment ergibt. Wir drehen um und bekommen jetzt die Gegenströmung zu spüren. Mit 6 km/h nähern wir uns langsam der Einfahrt nach der Erasmusbrücke. Als wir uns nähern wird schon die Hafenbrücke gehoben. So können wir direkt am Passantensteg festmachen, wo wir 2 Tage liegen bleiben.

Der Hafen ist zwar gut ausgestattet, aber es fehlt etwas an Ambiente. Das mag an der frühen Jahreszeit und am kalten Wetter liegen.

Für die Fahrt nach Gouda, bieten sich 2 Möglichkeiten:

  • Wenn wir morgens losfahren, haben wir auf der ganzen Strecke Gegenströmung, sind aber sicher, rechtzeitig anzukommen. Einige Brücken werden nur bis 16h45 bedient. Ausserdem soll eine Brücke gesperrt sein.
  • Wenn wir nachmittags losfahren, nach 15h, können wir die dann herrschende positive Strömung ausnutzen, riskieren aber etwas spät anzukommen.

Wir entscheiden uns morgens loszufahren. Gegen 10h schliessen wir uns einem Segelboot an, dem die Brücke gehoben wird und gelangen so direkt zur Nieuwe Maas. Sofort spüren wir die recht starke Gegenströmung und kommen mit 6km/h vorwärts. Als wir die Hollandische Ijssel erreichen, nimmt die Strömung etwas ab, und wir fahren unsrem Ziel mit 8km/h entgegen. Über die Mallegatsschleuse fahren wir in die Turfsingelgracht ein und machen am frühen Nachmittag fest.