2021 #20 Auf der Zeeschelde nach Gent

Die Zeeschelde ist zwischen Gent und Antwerpen ein Gezeitenfluss. Will man nach Gent fahren , so muss man die Gezeitentabelle vor der Abreise zu Rate ziehen. Wichtig ist zu versuchen, möglichst lange mit dem Gezeitenstrom zu fahren.

Am Vortag unserer Fahrt nach Gent verlassen wir den Clubhafen in Emblem und positionnieren uns an den Passantensteg unweit der Gezeitenschleuse „Duffel“. Etwa 25km geht es über die Nete und Rupel flussabwärts und dann 60km über die Schelde flussaufwärts.

Wegen der Gezeiten auf der Rupel und der Schelde, heisst es, den Abfahrtszeitpunkt genau festzulegen. Von Vorteil ist es, auf der Rupel mit fallendem Wasser zur Schelde zu kommen und dann mit steigendem Pegel auf der Schelde in Richtung Gent flussaufwärts zu fahren.

Wir befragen Hafenmeister, Schleusenwärter und andere Bootscrews. Die Meinungen über den besten Zeitpunkt zur Abfahrt sind nicht eindeutig, unterscheiden sich aber nur um 1/2 -1 Stunde. Das kann aber den Unterschied ausmachen! Die Unterschiede erklären sich wie folgt:

  • Startpunkt: Hafen (Emblem oder Lier) oder Schleuse Duffel
  • Zielpunkt: Gent oder Dendermonde, Boom,…
  • Fahrtgeschwindigkeit ohne Strömung: in unserem Fall : 10km/h = 1800 U/m.
  • Tiefgang : in unserem Falle : 1m

Grundsätzlich bestimmt man den Startzeitpunkt wie folgt: Der Weg von Duffel bis Gent (Schleuse Merelbeke) beträgt etwa 80km. Die Schleuse in Merelbeke wird während der Woche von 6h bis 22h bedient. Man muss versuchen, von den Gezeiten so weit wie möglich zu profitieren. Bei einem einzigen Fluss ist das recht einfach. Wenn, wie in diesem Fall zwei Flüsse (die wir flussabwärts und dann flussaufwärts befahren) in die Rechnung eingehen, kann dies schon etwas schwieriger sein.  Erfahrungswerte sind dann, wie so oft, sehr hilfsreich.

60 km, also der grösste Teil des Weges sind auf der Schelde zurückzulegen. Daher muss vor allem dieser Gezeitenstrom berücksichtigt werden. Abgesehen von der Eigenströmung des Flusses, welche zur Zeit wegen der vielen Regenfälle höher ist, kann man von einer Gezeitenströmung von etwa 5km/h ausgehen. Auf der Rupel ist zu beachten, dass sie bei Niedrigwasser überhaupt nicht befahrbar ist!

Wir haben Glück, als wir am Dienstag losfahren wollen, ist in Antwerpen Niedrigwasser um 12h40, also recht günstig, um vor 22h an der Schleuse in Merelbeke zu sein.

Wir müssen 1h30 – 2h vor Niedrigwasser in Antwerpen an der Schleuse von Duffel sein. Dort ist dann kein Hochwasser mehr, das Wasser fällt, aber es ist noch hoch genug, um bis zur Schelde zu gelangen.

Wir verlassen die Schleuse Duffel kurz vor 11h. Hier war Hochwasser um 7h45. Das Wasser läuft zurück bis gegen 16h. Der Schleusenwärter informiert uns, dass wir 2m fallen. Wir fahren jetzt flussabwärts mit sinkenden Wasser in Richtung Schelde. An der Mündung der Nete in die Rupel zeigt unser Echolot kurzzeitig nur noch 10cm an! Dies liegt eher an Versandungen im Mündungsbereich als am fallenden Wasserstand. Trotzdem wird die Fahrrinne langsam enger.

Die Strecke ist kurvenreich und teilweise, besonders unter Brücken, sehr unübersichtlich.

Um 13h erreichen wir die Mündung und biegen in die Schelde ein. Jetzt fahren wir zu Berg bis Gent. Wir haben eine Geschwindigkeit im Wasser von 10km/h. Geht man von einer Flussgeschwindigkeit von 2 km/h aus, ergibt sich eine effektive Geschwindigkeit von ungefähr 10  – 2 + 5- = 13 km/h. (SOG)

Da wir etwas „früh“ auf der Schelde ankommen, finden wir zunächst eine Gegenströmung, da das Wasser noch zurückläuft. Anders gesagt, die natürliche Strömung des Flusses und der Gezeitenstrom addieren sich: 10 – (2+5) = 3km/h . Da die Stärke des Gezeitenstroms aber am Anfang und Ende des Zyklus geringer wird, liegt der wert eher bei 2 – 3 km/h. Also kommen wir am Anfang mit etwa  6km/h voran.

Um dies zu vermeiden, hätten wir etwa 1 Stunde später starten müssen, … aber dann wäre das Wasser auf der Rupel schon wieder zu niedrig gewesen!

Zeeschelde bei Temse

Nach 1 Stunde nehmen wir Fahrt auf. Wir kommen jetzt bei Regen und Gegenwind mit 14 km/h voran. Die Geschwindigkeit nimmt mit dem weiteren Vorankommen auf den letzten Kilometern wieder langsam ab. Als wir den Meldepunkt MELLE erreichten, sind wir bei unserer „normalen“ Reisegeschwindigkeit angelangt (Wassergeschwindigkeit = „Speed over Ground SOG = 10km/h).

Abzweigung zur Schleuse Merelbeke

Um Punkt 19h, nach rund 8 Stunden, erreichen wir die Schleuse Merelbeke. Zunächst fahren wir allein in die Schleuse ein. Es wird noch eine Stunde dauern bis das Schleusentor sich senkt. Inzwischen haben sich noch 3 Sportboote und ein Berufsschiffer zu uns gesellt.

Gegen 20h30 machen wir im Hafen Gent-Leie zufrieden fest. Durst und Hunger haben jetzt Priorität.

Hafen Gent-Leie am Ringvaart.

Grundsätzlich stellt die Fahrt keine besonderen Schwierigkeiten. Allerdings sollte man folgende Punkte berücksichtigen :

  • den richtigen Zeitpunkt der Abfahrt unter Berücksichtigung der Gezeiten
  • die variable Breite der Fahrrinne
  • die Untiefen in den Kurven und Zusammenflüssen
  • die sehr wenigen Anlegemöglichkeiten, vor allem auf den letzten 30km zwischen Dendermonde und Gent
  • den Berufsverkehr auf unübersichtlichen Streckenabschnitten.

In gut einer Woche steht dann die Rückreise an. Ob wir dann von Gent, Dentermonde oder Boom nach Lier fahren ist noch offen.

2021 #19 Ein neues Ziel: Richtung Brügge

Da es schon Anfang August ist und wir noch nicht viel „Neues“ dieses Jahr gesehen und erlebt haben, entschliessen wir uns zu grösseren Tagesetappen. Unser Ziel ist es recht schnell nach Brügge zu gelangen und dort einige Tage zu bleiben.

Wir starten vor 9h. Der Albertkanal verbindet Antwerpen mit der Maas (Richtung Lüttich) und dem Rhein via die niederländische Maas. Der Kanal wurde vor einigen Jahren verbreitert, um dem ständig wachsenden Verkehr gerecht zu werden. Allerdings gibt es noch viele ältere Brücken aus der Zeit vor der Verbreiterung. Hier gilt es aufzupassen, wenn ein Berufsschiff sich nähert.

Nach etwa 1h erreichen wir die Einfahrt zum Briegden-Neerharen-Kanal, der die Verbindung zum Zuid-Willemsvaart herstellt. Zwei relativ kleine Schleusen sind zu überwinden. Allerdings sind sie mit 8 m recht hoch. Zum Festmachen dient ein Kabel auf der Backbordseite der Schleuse. Sie befindet sich auf halber Länge der Schleuse. Sie ist nicht direkt zu sehen, da sie erst nach etwa 1m Fall sichtbar wird. Der hilfsbereite Schleusenwärter zeigt die Stelle genau. Die Schleusung geht ungewöhnlich schnell und ruhig.

Bis zu unserem Etappenziel Neerpelt gibt es nichts Sonderliches zu berichten. Der Passantenhafen bietet Strom. Abgesehen von 2 englischen Booten sind wir die einizigen Besucher. Die naheliegende Stadt bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Für uns, Gelegenheit den Kühlschrank aufzufrischen.

Passantenhafen Neerpelt

Der nächste Tag soll uns bis nach Emblem auf dem Netekanal führen. Auf dem ruhigen Bocholt-Herental-Kanal kreuzt man kaum Berufsverkehr. Die 9 Schleusen (52x7m) werden von 4 Schleusenwärtern bedient.

Schleuse Lommel (Bocholt-Herstal-Kanal)

Wir profitieren von der Nähe des Hafens „Aventura“ auf dem Dessel-Kwaadmechelen-Kanal, um Diesel zu bunkern.

Gegen 16h erreichen wir wieder den Albert-Kanal. Nach einer guten Stunde melden wir uns an der Schleuse Viersel an. Sie führt zum Nete-Kanal. Der Schleusenwärter überprüft zunächst, ob wir die in Flandern notwendige Mautgebühr entrichet haben. Seit 2020 gibt es keine „Vignette“ mehr. Der Kauf via Internet ist digitalisiert. Dem Boot und Besitzer wird eine „Permis de navigation“ für die jeweilig gekaufte Dauer zugewiesen. Es handelt sich um eine Nummer. In unserem Falle 17415.

Bocholt-Herental-Kanal

Nachdem alles überprüft und für OK erklärt wurden, werden wir geschleust. Als die Schleusentore sich öffnen, sehen wir starke Strudel und Strömungen, von beiden Seiten zur Mitte hin. Wir peilen die Mitte an und geben Gas! Wir werden recht stark durchgeschüttelt. Im Hafen werden wir aufgeklärt. Wegen der starken Regenfälle muss das überflüssige Wasser im Albertkanal abgeführt werden. Und dies geschieht in Richtung Meer via die Schelde.

Bei recht starken Wind machen wir im netten kleinen Clubhafen von Emblem, unweit der Stadt Lier, fest. Hier bleiben wir 2 Tage. Zeit zum Radeln und dem lohnenswerten Besuch der Stadt. Zeit auch, um sich auf die Fahrt auf dem Gezeitenfluss Schelde vorzubereiten.

Hafen Emblem

Lire

Noch ein paar Zahlen:

Kanne > Neerpelt : 7h30h / 56km / 2 Schleusen
Neerpelt > Emblem : 10h / 67km / 9 Schleusen / 1 Tankstop im Hafen Avenura
Emblem > Lier : 0,7h

2021 #18 Ziellos nach Norden

Am 31. Juli wurde die Navigation auf der Meuse und Maas wieder komplett freigegeben.

Unseren ursprünglichen Plan über die Vogesen in Richtung Lyon zu fahren, haben wir längst aufgegeben (1).

Plannung 2021

Unser Plan B war, über den Canal des Ardennes in Richtung Paris zu fahren. Aus Zeitgründen hatten wir uns dann entschlossen, nicht mehr nach Paris sondern „direkt“ zur Sambre aufzubrechen. Von dort aus sollte es dann flussabwärts über Belgien zurück ins Winterlager (2).

Daraus wurde dann auch nichts, weil der im Frühjahr wieder eröffnete Ardennenkanal, nach den Hochwasserschäden und des Algenbefalls erst Anfang August nur bis nach Attigny geöffnet werden sollte. Die Durchfahrt bis zur l’Aisne und Sambre sollte dann wieder ab Mitte August möglich sein, …nach VNF Angaben frühstens ab dem 9!! . An 2 Stellen kam es durch das Hochwasser zu Ufereinbrüchen. Diese Wahl hätte unsere Wartezeit um mindestens 2 weitere Wochen verlängert (NB: am 15. August haben wir immer noch keine gesicherte Information über die Wiedereröffnung).

So brechen wir am 31. Juli (wie die vielen Boote, die mit uns in Charleville-Mézières in Warteposition waren, wieder nach Norden auf: zunächst Richtung Namur (3).

Dort treffen wir am 2. August ein, nachdem wir in Revin, Vireux und Dinant jeweils Etappe gemacht haben.

Diesmal übernachten wir an der Kaimauer. Auch hier hat das Hochwasser seine Spuren hinterlassen. Einige Festmacher sind aus ihrer Verankerung gebrochen.

Es regnet weiterhin ohne Unterbrechung bis am nächsten Morgen. Die Strömung der Meuse ist immer noch stark.

Da wir dieses Jahr unbedingt zur Sambre wollen, denken wir, von Namur ausgehend, flussaufwärts über die Sambre in Richung Frankreich zu fahren (NB: Die Sambre ist seit dem 1. Juli nach 15 Jahren wieder vollständig befahrbar).

Schon recht früh um 8h legen wir an der Kaimauer in Namur ab, und brechen gemeinsam mit dem niederländischen Boot „COFELICA“ zur Sambre auf.

Als wir von der Meuse kommend in die Flussmündung der Sambre einbiegen, bekommen wir eine ungewöhnlich starke Gegenströmung zu spüren. Unsere Geschwingigkeit sinkt auf 4 – 5km/h. Es regnet wieder stärker.

Die Sambre ist normalerweise ein eher ruhiges und schmales Flüsschen. Trotzdem ist sie eine wichtige Verbindung für die Berufschifffahrt zum industriellen Zentrum um Charleroi.

Gegen 9h ruft uns „COFELICA“, ein ehemaliger Berufschiffer, über Funk auf Kanal 77 an, um nachzufragen, ob „wir es für sinnvoll halten unter diesen Bedingungen die Reise fortzusetzen„.

Man muss hinzufügen, dass auf der kurvenreichen Strecke nur ein bis zwei Haltemöglichkeiten existieren. Es gibt keine Häfen. Die Gegend gilt als „unsicher“. Um an Charleroi „vorbeizukommen“ braucht man unter normalen Bedingungen mehr als 5 Stunden.

Wären wir alleine gewesen, hätten wir schon früher umgekehrt. Somit war die Entscheidung schnell gefällt . RÜCKZUG NACH NORDEN! aber zunächst noch ohne Ziel.

Die Angst vor neuem Hochwasser treibt uns soweit wie möglich nun die Meuse flussabwärts.

Wir steuern Huy an, unsere übliche Etappe zwischen Namur und Lüttich. Zwischenzeitlich, seit der Schleuse Andenne, gesellt sich auch „EVA“ (ein belgisches Boot) zu unserer kleinen Gruppe. Als COFELICA und EVA an Huy vorbeifahren, schliessen wir uns frag -und fast willenslos an und fahren weiter.

So geht es bis zur belgisch-niederländische Grenze. Wegen der Hochwasserschäden ist der Hafen in Lüttich für Besucher gesperrt.

Nun heisst es zu entscheiden. Weiter auf der Maas und zurück nach Maasbracht und Ende! oder zum Albertkanal in Richtung Antwerpen. Unsere beiden Begleiter biegen in den Albertkanal ein, wir folgen (4).

Ohne eine genaue Vorstellung, wie es weitergehen soll, machen wir im kleinen aber guten Hafen „Kanne“, etwa 2km, nach der Abbiegung nach Antwerpen, fest.

Dort finden wir auch „EVA“ wieder. Die Crew von EVA ist sehr hilfsbereit. Sie sind aus der Gegend von Brügge und helfen uns bei unserer Entscheidung. „COFELICA“ hat es weitergetrieben,…

Der Hafen ist abgeschlossen und besitzt den üblichen Service. Das Restaurant am Platz ist gut besucht.

Hafen Kanne

In Kanne ruhen wir uns 2 Tage aus. Zur Stadt Maastricht ist es ein Katzensprung mit dem Rad. Der Weg ist zwar etwas länger zum Zentrum, verglichen mit dem Hafen Maastricht Marina in Pietersplas, aber schöner, ruhiger und gut zu befahren.

Brücke bei Kanne, Richtung Maastricht

Das neue Ziel steht nun fest : die historischen Städte in Flandern: Gent, Brügge,… Antwerpen werden wir wohl auslassen aus Zeitmangel. 2018 waren wir dort.

Albert – Kanal mit Sicht auf den Hafen Kanne

Nach 2 Tagen brechen wir über die kleinen Kanäle in Richtung Westen auf.

Zunächst noch ein paar Zahlen:

Charleville-Mézières > Revin : 5h / 20km / 7 Schleusen
Revin > Vireux : 3h30 / 20km / 6 Schleusen / 1 Tunnel
Vireux > Dinant : 5h / 30km / 7 Schleusen / 1 Tunnel
Dinant > Namur : 4h30 / 27km / 6 Schleusen
Namur > Kanne : 11h / 74km / 4 Schleusen

2021 #17 Nachspiel

Trotz der Hochwasser bedingten Schwierigkeiten liegen wir sicher in Charleville-Mézières. Der Zustand des Hafens hat sich leider in den letzten Jahren nur verschlechtert. Die Anlage ist vernachlässigt. Dies ist sehr bedauernswert, da der Hafen sehr grosszügig angelegt ist und günstig liegt. Die Innenstadt ist zufuss in wenigen Minuten zu erreichen.

Als wir mit einem in den Ardennen lebenden Bootsbesitzer sprechen, erzählen wir ihm unsere Eindrücke vom Zustand des Hafens und seiner Verwaltung:

  • Als wir beim Einschreiben und Bezahlen der Hafengebühr darauf hinweisen, dass der Aussensteg, seit mehreren Jahren schon, in einem sehr schlechten Zustand ist, Wasser und Strom zwar vorhanden sind, aber die Zugänge zum Steg zugewachsen sind, Bäume den Weg versperren, der Steg vermoost ist, also sehr rutschig und wackelig, erhalten wir als Antwort: „Da gehe ich nie hin, ausserdem ist die Stadtverwaltung dafür zuständig….
  • Die eigentliche Hafenanlage ist nur schwer zugänglich. Eine Brücke überspannt die Einfahrt (bei normal Niveau 3m Durchfahrthöhe). Hochwasser und Strömung macht die Benutzung des Hafens schwierig oder wie in diesem Jahr unmöglich. Also liegen die meisten Schiffe aussen. 3 Boote liegen innen, aber sie sind vor dem Hochwasser angekommen und können nun den Hafen wegen der fehlenden Höhe nicht verlassen.
  • Die Informationen von VNF sind zunächst nur spärlich. Für Ausländer, bestenfalls nur teilweise verständlich.

2 Tage später, nach unserem Gespräch, erscheint ein Journalist der Lokalzeitung am Steg und befragt uns nach unseren Eindrücken. Sicherlich ist das Hochwasser ein Thema aber wir weisen darauf hin, dass unsere kritischen Äusserungen sich nicht auf die aktuelle Lage beziehen. Diese haben nur den schlechten Zustand des Hafens und den Mangel an Information ins Rampenlicht gestellt.

Als wir 3 Tage später morgens in die Stadt gehen, entdecken wir bei einem Zeitungshändler die Schlagzeile der Woche: „L’Etat du port pointé du doigt„.

Quelle: L’Ardennais vom 26. Juli 2021

Die Zeitung wird hier in den Ardennen sehr viel gelesen….. auch der Bürgermeister und die Verantwortlichen von VNF sind Leser! Der Artikel ist ein wahrer“Elekroschock“!!

  • Eine ganze Delegation von Angestellten der Stadt kommen zum Steg, um sich vor Ort von der Richtigkeit unserer Aussagen zu überzeugen und wir glauben unseren Augen nicht, kaum 1 Stunde später beginnen die Reinigungsarbeiten!
  • VNF kommt mehrmals und gibt sich sichtlich Mühe, ausführlich über die Befahrbarkeit der Meuse und des Ardennen-Kanals zu berichten.
  • Von der Campingleitung erfahren wir, dass die Stadtverwaltung die Einfahrt zum Hafen baldmöglichst erhöhen will.
  • Am nächsten Tag, oh welch eine Überraschung, erhalten wir alle im Namen der Stadtverwaltung „ein Fresspaket“ mit typischen Produkten aus den Ardennen.

2021 # 16 Ausflug nach Sedan

Wenn schon nicht fahren, dann erfahren!

Mit dem Zug braucht man 20 Minuten von Charleville-Mézières nach Sedan. As wir 2016 zum ersten Mal mit dem Boot in Sedan waren, gingen wir zum Zentrum und waren überrascht eine Stadt vorzufinden, in der sichtlich Armut herrscht. Sedan ist eine der ärmsten Gemeinden Frankreichs. Leider ist das historische Stadtzentrum, zwar hübsch, aber sehr vernachlässigt. Die Neuverfilmung von Victor Hugos Roman „Les Misérables“ wurde 2019 im Zentrum von Sedan gedreht. Anscheinend war es nicht notwenig viel „auszublenden“…

Sedan war früher eine sehr reiche Stadt und lebte vor allem von der Textilindustrie. Im allgemeinen kennt man die Stadt (in Deutschland) wegen der 3 Kriege 1870, 1914 und 1939. Heute versucht die Stadt, den Tourismus in der Region zu beleben. Die befestigte Schlossanlage aus dem XV. Jahrhundert liefert dazu einen grossen Beitrag. Sie ist die grösste ihrer Art in Europa.

Da wir bis auf weiteres festliegen, entschliessen wir uns, zu einem neuen Besuch der Stadt. Die Besichtigung des Schlosses ist das Ziel. Vom Bahnhof bis zum Schloss sind es wiederum 20 Minuten zufuss.

Als wir gegen 11h00 dort ankommen, wird zunächst unser „Passe sanitaire“ kontrolliert. An der Kasse schlägt man uns eine Besichtigung mit Führung vor. Wir nehmen das Angebot gerne an.

Vor Beginn der Führung bleibt uns gerade noch Zeit im Restaurants des Schlosshotels einen Tisch zu reservieren. Das Hotel befindet sich der ehemaligen Garnison.

Bei der Führung haben wir Glück. Unsere Begleiterin hat eine sehr angenehme Art, uns die lange Geschichte dieser Anlage zu vermitteln. Die Führung dauert eine gute Stunde und führt sowohl durch die Aussenanlagen als auch durch die Gewölbe. Am Ende steht ein Besuch des Museums.

Wer genau hinsieht, findet unsere Führerin inmitten einer historischen Szene aus dem Jahre 1574, die sich hier abgespielt hat.

1594 starb Charlotte de La Marck, die letzte Nachfahrin des älteren Zweiges von La Marck in Sedan, in ihrem zwanzigsten Lebensjahr. Hier bei der Unterzeichnung ihres Ehevertrages. Im Hintergrund der König Henri IV.

Auch wenn die Stadt immer noch einen armen Eindruck hinterlässt, lohnt sich der Besuches des Schloßes. Von dort hat man auch eine schöne Übersicht über die Ardennen.

2021 #15 Information zum Hochwasser auf der Meuse und Ardennen

Obwohl wir mit 12 Schiffen in Charleville-Mézières schon seit dem 15. Juli festliegen, erreichten uns verlässliche Informationen von Seiten VNF zunächst nur spärlich.

VNF Charleville-Mézières

So entschliessen wir uns, VNF einen Besuch abzustatten. Bei einem kurzen Gespräch mit einem verantwortlichen und verständigen Beamten, können wir unseren Missmut über die unzureichende Kommunikation zum Ausdruck bringen. Viele der festliegenden Boote kommen aus dem Norden. Für sie ist es besonders schwierig, an verständliche Aussagen ranzukommen.

Auf unser Verlangen, wird uns am Ende des Gesprächs ein Besuch am Steg für den nächsten Tag in Aussicht gestellt. Gerade weil hier auf der französischen Meuse fast nur noch Freizeitschiffer unterwegs sind, ist gute Kommunikation wichtig. Denn nur so, kann Vertrauen gesichert werden….

VNF hält Wort, und kommt zum Steg. Zusätzlich wird am 23. die hier bereitgestellte „Note d’information“ (im vollen Wortlaut) zur Verfügung gestellt.

Hier das Wesentliche: Stand 28.7.2021

1./ Die Meuse bleibt bis mindestens Mittwoch 27. Juli geschlossen zwischen Revin und Troussey. Dann wird erneut die Situation überprüft. Die Zeit ist notwendig, um den Kanal zu reinigen, da das Hochwasser sehr viel Treibgut angeschwämmt hat.

Bestätigung der teilweisen Öffnung ab dem 28.7. Vollständige Öffnung voraussichtlich ab 2. August

2./ Der Canal des Ardennen bleibt bis auf weiteres geschlossen (VNF geht von mindestens 2 – 3 Wochen aus, ohne Garantien geben zu können). Somit fällt für uns auch der Plan B weg!

Bestätigung der teilweisen Öffnung ab dem 29.7. Vollständige Öffnung voraussichtlich ab Mitte August

„La messe est dite“

2021 #14 Nadelöhr n°3

Nun liegen wir seit dem 15. Juli in Charleville-Mézière am Aussensteg des Hafens. Im Gegensatz zu 2020 sind wir dieses Jahr nicht alleine.

Das liegt weniger an einer neu entdeckten Attraktivität der Stadt als am Hochwasser, das uns alle überrascht hat! Inzwischen ähnelt die Situation der von 2018. Damals waren wir hier 4 Wochen blockiert, nachdem das Frühjahrshochwasser den Schleusenkanal in Mézière versandet hatte. Hoffen wir, dass es dieses Mal nicht so lange dauern wird!!! Wie damals empfangen wir nur „häppchenweise“ ein paar Informationen über den Zustand des Flussbettes, der Schleusen und Brücken. So heisst es (aus offiziöser Quelle bei VNF), dass Ende der Woche die Navigation wieder möglich sei. Zur Zeit sind auf jeden Fall der gesamte Canal de la Meuse und der Canal des Ardennen gesperrt „bis auf Weiteres„.

Das lokale VNF Gebäude liegt am Kanal, nicht unweit vom Hafen. Um genaueres zu erfahren, gehen wir dort hin. Wir erfahren, dass am nächsten Tag eine Sitzung dort stattfindet und über die nächsten Schritte beraten werden soll.

So wie es aussieht, bleibt der Ardennenkanal noch für 2 – 3 Wochen geschlossen. Der Canal de la Meuse wird wohl in den nächsten Tagen geöffnet werden. Das Entfernen der Algen ist dann die Priorität.

Wie so oft, wenn aus irgendwelchen Gründen das Weiterfahren nicht möglich ist, führt dies zu einer natürlichen Solidarität unter den Bootsfahrern. Die Zeit des Wartens ist auch ein Moment des Kennenlernes!

Zur Zeit liegen hier 6 niederländische, 1 deutsches und 5 französische Boote Alle hoffen, dass die Weiterreise bald wieder möglich ist, in welche Richtung auch immer: Süden, Westen oder Norden. Die Überschwemmungen haben inzwischen auch die Marne, die Seine und die Aisne erreicht. Was das für uns bedeutet, ist noch unklar.

Niederländisches Schiff mit Blick auf das historische Stadtzentrum.

Selbst wenn der Wasserstand wieder auf ein normales Niveau zurückgegangen ist, ist die Flussgeschwindigkeit noch hoch (am 21. Juli 3 x normale Geschwindigkeit).

Es ist schwierig genauere Informationen von VNF zu erhalten. Es heisst, dass zur Zeit die Schleusen und Brücken gereinigt und überprüft werden. Dies „soll noch bis zum Wochenende dauern“. Wir hatten vor einem Tag Besuch von 2 VNF Angestellten. Ihre Aufgabe war es, die Anzahl der existierenden Stromanschlüsse zu ermitteln. An Wasser und Strom mangelt es hier nicht, stehen doch pro Schiff mindestens 2 Anschlüsse zur Verfügung….

Um die Wartezeit zu überbrücken, beschäftigt sich jeder auf seine Art mit Arbeiten am Boot, Lesen, Ausflügen in die Stadt, in die Umgebung oder mit dem Rad auf der „Voie verte“ entlang der Meuse.

Kanal zur Schleuse „Mézière“ in Charleville-Mézière
Schleuse von Joigny (n° 44)
Musée d’Ardenne
Charleville-Mézière
Meuse bei Moncy s/ Meuse

2021 #13 Zunächst nach Charleville-Mézière

Von Givet aus geht es über Fumay zunächst nach Revin, wo wir ein paar Tage bleiben. Wie schon oft gesagt, ist diese Anlegestelle besonders zu empfehlen. Der Empfang ist sehr nett und hilfsbereit. Die gesamte Anlage ist gepflegt und sehr sauber. Es ist vielleicht der angenehmste „Hafen“ an der französischen Maas. Nur hier findet man noch ein paar ausländische Schiffe, die den Service und die Anlage zu schätzen wissen.

Fumay // Revin

Der Nordosten von Frankreich war früher eine durch die stahlverarbeitende Industrie reiche Region. Das Kanalsystem zeugt noch heute von dieser glorreichen Vergangenheit im Norden und Osten Frankreichs. Allerdings ist dies nun Geschichte. Die Region ist verarmt, die Jugend zieht weg und die Städte machen einen traurigen Eindruck. Was bleibt ist die wunderschöne Landschaft.

Auch wenn heute Anstrengungen gemacht werden, um den „grünen“ Tourismus zu verstärken, der Eindruck einer alleingelassenen Gegend wird leider jedes Jahr deutlicher.

Fumay

Vor unserer Weiterfahrt erkundigen wir uns im Hafen von Revin über die Situation auf der Meuse und deren Kanal sowie dem Ardennenkanal.

Die von VNF zur Verfügung gestellten Informationen sind recht vage. An einigen Stellen im Canal de la Meuse wird auf die Präsenz von Wasserpflanzen hingewiesen. Bezüglich des Ardennenkanals gibt es keinen diesbezüglichen Hinweis.

Einige Bootsbesitzer sind bis Mouzon in Richtung Toul gekommen, haben es dann aber aufgegeben und fahren jetzt wieder in Richtung Norden. Andere waren im Ardennenkanal blockiert. Schleusentore öffnen oder schliessen nicht wegen der „Algen“.

Wir entschliessen uns in Richtung Charleville aufzubrechen. An eine direkte Umkehr wollen wir (noch) nicht denken,…

Wir übernachten in Monthermé. Auch hier herrscht gähnende Leere. Selbst 2020 war hier mehr los! Seit ein paar Tagen regnet es ohne Unterbrechung.

Monthermé

Bei Starkregen brechen wir früh am nächsten Morgen nach Süden auf. Ziel soll Lumes sein. Die Strömung nimmt sehr schnell zu. Viele Äste und ganze Baumstämme kommen uns entgegen.

Unterwegs erfahren wir, dass der Wasserstand schnell steigt. Hochwasser ist angesagt. Die Navigation wird unterbrochen auf der gesamten französischen Maas.

Die letzten noch fahrenden Boote versuchen, den Schwimmsteg in Charleville-Mézière zu erreichen. Als wir dort ankommen bleibt nur noch eine Lücke. Allerdings behindern tiefhängende Äste den freien Blick auf den Steg. Die Strömung beträgt jetzt schon 6 – 7 km/h (am folgenden Tag steigt sie auf etwa 10km/h). Es bleibt uns keine Wahl (der Zugang zum Hafenbecken ist auf 3m (!) begrenzt. Zur Zeit sind es nur noch 2,30m….

Nur mit grossen Schwierigkeiten gelingt es uns, das Boot festzumachen. Dabei reissen wir einen grösseren Ast ab. Dieser versperrt uns die Sicht. Unter grossem Krachen kommt das Boot zum Stehen.

Am nächsten Tag erfahren wir, dass die Sperrungen mindestens 4 – 5 Tage dauern werden. Schon 2018 standen wir hier 4 Wochen nach Hochwasserschäden. Hoffen wir, dass es diesmal nicht solange dauern wird.

Aber das gibt uns jetzt Zeit nachzudenken, wie es weitergehen soll:

  • Weiter auf der kanalisierten Maas (Meuse) nach Toul > eher nicht
  • Über den Ardennenkanal durch die Champagne nach Paris
  • Über den Ardennenkanal zur Sambre
  • Umkehren wie 2020 ? Eher nicht.

Zum Schluss noch ein Wort zum „Hafen“ in Charleville-Mézière. Grundsätzlich ist es ein schöner Hafen in guter Lage. Die Höhenbegrenzung führt dazu, dass Durchreisende das Hafenbecken meiden und am Aussensteg festmachen. Die Installationen vergammeln seit ein paar Jahren. Es ist nicht ganz klar, wer die Verantwortung hat. Die Gebühren werden am naheliegenden Campingplatz bezahlt oder auch nicht…. Als wir beim Bezahlen daruf hinweisen, dass der Steg in sehr schlechtem Zustand ist, und das seit mindestens 2 Jahren, erhalten wir als Antwort ein: „Da gehe ich nie hin,… ich werde das dann mal melden… „

Anscheinend besteht nur noch wenig Interesse am Bootstourismus.

2021 #12 Nadelöhr n°2

Aus den Niederlanden über die Maas kommend, überwindet ma das erste Nadelöhr in Lanaye an der Schleuse. Längere Wartezeiten sind die Regel!!

Ein zweites Nadelöhr, anderer Form, erwartet den nach Frankreich reisenden Bootsfahrer kurz nach der Grenze. Der Tunnel von Ham. Hier geht es um die Vorbereitung des Bootes für die Tunneldurchfahrt.

Letzte Station vor der Grenze ist der ruhige Hafen von Waulsort.

Von Waulsaort aus brechen wir nach Givet in Frankreich auf. Wir nähern uns der Grenzschleuse „4 Chéminées“ und kündigen uns über UKW Kanal 10 an.

Nach Beendigung der Schleusung, kaufen wir im Büro der VNF die Vignette für 2021 für 490€. Da wir diese nicht auf dem Internet vor Ende März gekauft haben, müssen wir den vollen Betrag, ohne die übliche 17% Ermässigung, zahlen.

An der Schleuse erhält man ebenfalls die „Télécommande„, die zur Benutzung der Schleusen benötigt wird.

Nachdem dies erledigt ist, fahren wir ohne Eile weiter nach Givet, wo wir gegen Mittag ankommen. Dort machen wir an der Kaimauer am linken Ufer fest. Hier gibt es weder Strom noch Wasser, aber für eine Nacht ist das kein Problem (Preis 5,50€). Die Stege am anderen Ufer sind sehr kurz und wackelig. Sich dort hinzulegen ist nur interessant, wenn man vor hat, mehrere Tage hier zu verweilen. In der Capitainerie gibt es Duschen, Toiletten und eine Waschmachine.

Wer länger bleibt, sollte auf jeden Fall der Citadelle einen Besuch abstatten.

Am nächsten Tag steht die Tunnelfahrt auf dem Programm.

Wir frühstücken etwas früher als gewohnt, da wir als erster an der Schleuse „3 Fontaines“ sein wollen, in der Hoffnung alleine geschleust zu werden und den Tunnel in aller Ruhe zu durchfahren.

Aber zunächst gilt es das Boot vorzubereiten: 3 Sachen sind wichtig für Schiffe wie unseren Vagabond.

  • Scheinwerfer installieren
  • Cabrio niederlegen
  • Mast legen

Der Tunnel ist zwar nicht sehr lang (564m) aber unbeleuchtet und recht niedrig. In der „Fahrrinne“ stehen 3,10m Durchfahrthöhe zur Verfügung.

Nachdem wir somit unsere 2 Scheinwerfer installiert haben und das Cabrio niedergelegt haben, sind wir startklar. Wer sein Boot noch zusätzlich sichern möchte, kann noch ein paar Fender mehr vorsehen.

Die Schleusen werden in Frankreich ab 9h bedient. Wir fahren um 8h40 gemütlich los. Um Punkt 9 Uhr sind wir an der Schleuse „3 Fontaines“. Vor und nach dem Tunnel befindet sich jeweils eine Schleuse, beide werden (aus Sicherheitsgründen) vom selben Schleusenwärter bedient. Es sind übrigens (vorläufig)die letzten Schleusen, die noch von Schleusenwärtern bedient werden.

Nach der Ausfahrt aus der Schleuse schalten wir unsere Scheinwerfer an und achten darauf, dass unser Boot in die Achse zum Tunnel kommt. Bei „halber Kraft voraus“ fahren wir ein. Um die Sicht zu verbessern, decken wir alle Instrumente ab. Am Anfang und Ende des Tunnels sind die Wände mit grossen Granitsteinen gemauert. Nach 50m ist es dann offener Fels. Spätestens ab hier soll man darauf achtgeben so gut wie möglich in der Mitte zu bleiben.

Unser Boot ist nur 3,50m breit und etwa 2,80m hoch. Da der Tunnel eine Breite von 6,50m hat, bleiben theoretisch 1,50m auf beiden Seiten. Jedoch hat man durch das Gewölbe, das nach oben hin enger wird, schnell den Eindruck, weniger Platz zu haben. Was je nach Bootshöhe auch richtig ist!

Hat man die entsprechenden Vorbereitungen ergriffen und fährt ruhig und zügig , so ist die Durchfahrt halb so schlimm und zugleich ein gutes Training für die folgenden Tunnel, die in Frankreich auf einen warten.

2021 #11 Sommerspass

Seit ein paar Jahren werden in Wallonien grosse Anstrengungen gemacht, um den Tourismus auf und an der Meuse zu fördern.

Namur :

  • Zusammenfluss der Sambre und der Meuse
  • Zitadelle
  • Seilbahn

Dinant:

  • Zitadelle
  • Brauerei Leffe Museum
  • Schloss Freyr
  • Rundfahrten auf der Meuse

Das Maastal, ab Namur flussaufwärts, hat einiges zu bieten: Wandern, Radfahren, Wassersport, Geschichte, belgisches Bier

Seit kurzem ist auch wieder eine Seilbahn in Namur in Betrieb. Sie führt vom Sambre-Ufer in 3 Minuten zur Zitadelle. Während der kurzen Fahrt hat man einen schönen Blick auf das Maastal und den Zusammenfluss mit der Sambre.

Besonders am Wochenende ist im und um den Hafen einiges los.

Wer dann seine Ruhe haben will, legt besser an der Kaimauer am linken Ufer an. Allerdings ist es dort nachts, wegen der nahgelegen Strasse, etwas lauter.

Das Anlegen an den Stegen am rechten Ufer, dort wo auch die Hafengebäude sich befinden, kann sich unter Umständen schwierig gestalten. Wenn es an den Vortagen viel geregnet hat, und dann noch etwas Wind vorherrscht, ist Vorsicht geboten. Übrigens sind die Stege recht kurz, Boote mit mehr als 12m Länge, legen besser an der gegenüberliegenden Kaimauer an.

Da wir es nicht eilig haben, bleiben wir übers Wochenende. Wegen des warmen Wetters sind viele Jugendliche vom kühlen Wasser der Meuse angezogen, auch wenn eigentlich das Schwimmen hier nicht gestattet ist. Als wir anlegen wollen, müssen wir zunächst mehrmals von unserer Hupe Gebrauch machen, um die Jugendlichen zu verscheuchen und gefahrlos den Steg ansteuern zu können.

Dinant

In Dinant gibt es zur Begrüssung 2 Dosen Leffe vom Hafenmeister.

Beim Befahren der Meuse gilt es dort übrigens aufzupassen. Die Brücke in Dinant ist auf der ganzen belgischen Maas die mit der geringsten Durchfahrthöhe mit nur 5,30m.

Auch wenn unser Mast „nur“ 5m hoch ist, legen wir ihn kurz um: sicher ist sicher!!

Für Frachter, die nicht stark beladen sind, wird es hier eng. Auch in der Hinsicht ist hier Vorsicht geboten. Die Frachter verlangsamen ihre Fahrt (ob zu Tal oder zu Berg) hier sehr, um im besten Winkel unter der Brücke durchzugleiten. Man sollte ihnen die Vorfahrt lassen.