2023 #16 von der Sambre nach Antwerpen

Von der Sambre aus fรผhrt der Weg nach Antwerpen รผber den Canal Charleroi-Bruxelles. Ab Brรผssel geht er in den Zeekanaal-Bruxelles รผber. Bei Willebroek hat man dann zwei Mรถglichkeiten fรผr die weitere Reise:

  • weiter รผber den Kanal zur Rupel, die in die Zeeschelde mรผndet.
  • direkt zur Rupel. Von dort aus bieten sich dann wieder zwei mรถgliche Wege an:
    • Zeeschelde > Antwerpen
    • Beneden Nete > Netekanal > Albertkanal > Antwerpen.

Wir haben uns fรผr die letztere Variante entschieden. Sicherlich die gemรผtlichere Lรถsung. Die Reise dauert zwar einen Tag lรคnger, allerdings ist die Rupel und Nete trotz Gezeiten einfacher zu befahren. Hier findet man kaum Berufsverkehr und die Fahrt im Gezeitenwasser dauert gerade mal 1h20 (Strรถmung bei etwa 3 km/h) von Schleuse Klein Willebroek nach Duffel.

Skizze : Gewรคsser Sambre > Antwerpen

Unsere erste Etappe fรผhrt uns von Thuin nach Seneffe (43 km, 9 Schleusen). Bemerkenswert ist zunรคchst die Schleuse Monceau s/ Sambre. Von der Hinfahrt schon wissen wir, dass es in den Wรคnden keine Festmacher gibt. Der Schleusenhub betrรคgt 5m. Unsere Leinen sind 10m lang. Das reicht auf keinen Fall. Zwei Lรถsungen:

  • Verknรผpfung zweier Leinen (so kann man sie um den Poller legen)
  • Schleusenwรคrter macht die Leinen am Poller fest, und wirft sie nach der Schleusung runter (wir sind auf Talfahrt).

Die Fahrt fรผhrt uns zรผgig weiter nach Seneffe, wo wir im Clubhafen festmachen. Die Strecke bei Charleroi haben wir schon an anderer Stelle mehrmals erwรคhnt.

Am nรคchsten Tag legen wir schon recht frรผh los, da wir uns einen Abstecher zu den historischen Aufzรผgen des historischen „Canal du Centre“ vorgenommen haben. Wir wollen die 4 Aufzรผge zu Tal befahren und anschliessend den modernen Aufzug von Strรฉpy-Thieu hochfahren. Als wir uns รผber Telefon am ersten Aufzug melden, mรผssen wir leider erfahren, dass zurzeit nur 3 der 4 Aufzรผge benutzt werden kรถnnen…. Nach kurzer รœberlegung wenden wir und fahren zurรผck zum Canal Charleroi-Bruxelles.

Zur Entschรคdigung steht jetzt der Schrรคgaufzug, der „Plan inclinรฉ de Ronquiรจres“ auf dem Programm. Vielleicht ist der Aufzug von Strรฉpy noch beeindruckender, aber auch hier muss man die Ingenieur-Kunst loben. Hier werden 68m auf 1,5km in rund 30′ รผberbrรผckt. 10 Schleusungen mit dem auf dem Kanal รผblichen Hub von 7 Schleusen wรผrden da wesentlich lรคnger dauern….

Nach etwa 1h Wartezeit (zur Zeit wird nur eine „Wanne“ benutzt) werden wir zusammen mit einem Frachter und Freitzeitboot „geschleust“ oder wie sagt man da?!.

Gegen 13h legen wir im Yacht-Hafen von Ittre im Oberwasser der gleichnamigen Schleuse an. Es scheint uns, dass Passanten zwar gern gesehen sind, aber hier wohl seltener anlegen.

Die nรคchste Etappe fรผhrt uns nach Brรผssel. Sieht man mal von der Durchfahrt von Brรผssel ab, gefรคllt uns der Kanal recht gut. Es gibt nur wenig Berufsverkehr, an manchen Stellen fรผhlt man sich wie auf einem offenen Fluss. Bemerkenswert sind einige historische Bauwerke und moderne „Streetart-Malereien“.

7 Schleusen liegen vor uns. Sie gleichen sich alle. Ausser der Schleuse von Ittre, die mit 14 m Hub aus der Reihe fรคllt.

Ittre nยฐ5

Wenn man sich dann Brรผssel nรคhert, versteht man besser den schlechten Ruf dieser Strecke.

Bezรผglich des Hafens mรถchten wir nur einen guten Freund zitieren: das einzig „Kรถnigliche“ am Hafen ist sein Namen. Zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass der Hafenmeister รคusserst zuvorkommend und freundlich ist. Ausserdem gebรผhrt dem Restaurant im Clubhaus Lob. Die Preise sind gehoben, wir wurden aber nicht enttรคuscht.

Am nรคchsten Tag fahren wir bei diesigem und regnerischem Wetter nach Willebroek, wo wir nach 3h vor der Schleuse festmachen.

Ein niederlรคndisches Segelboot, hat hier ebenfalls angelegt. Wie wir wollen sie am nรคchsten Tag nach Lier fahren. Nun haben wir Zeit, zusammen die Gezeitentabelle von Antwerpen zu studieren.

Am 19. August ist Ebbe um 9h18 in Antwerpen. Dann steigt das Wasser wieder bis um 15h22. In Willebroek steigt das Wasser 3h nach der Ebbe wieder.

Wir nutzen die Zeit zum Brotkauf in der am anderen Ufer liegenden Stadt Boom, die wir mit einer kostenlosen Fรคhre erreichen.

Da wir mit auflaufendem Wasser flussaufwรคrts fahren wollen, nehmen wir am nรคchsten Tag um 12h30 die Schleuse, die wir um 12h50 verlassen (Antwerpen LW +3,5h). Nach 1h20 kommen wir an der Schleuse Duffel bei einer Strรถmung von etwa 2 – 3km/h an.

Zu spรคt nach Niedrigwasser, sollte man die Fahrt wegen der Durchfahrthรถhen unter den Brรผcken nicht beginnen. Bei Hochwasser sind es bei der „Baanbrug Duffel“ nur noch etwa 3,50m. Zu frรผh, ist auch nicht zu empfehlen, da die Einfahrt zur Schleuse Duffel bei Niedrigwasser nicht mรถglich ist.

Wir รผbernachten am Passantensteg in Lier. Von hier ist die Stadt, dessen Besuch sich immer lohnt, in ein paar Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen.

Die Weiterfahrt nach Antwerpen ins Willemdok bedarf auch etwas Planung. Grundsรคtzlich gibt es zwei Mรถglichkeiten, um zum Yachthafen zu gelangen, รผber die Schelde oder den Albertkanal. Wie schon berichtet, haben wir die Strecke รผber den Kanal gewรคhlt. Es sei noch erwรคhnt, dass in Antwerpen eine sogenannte FD-Erkennungsnummer und ein AIS-Sender am Schiff vorgeschrieben sind.

Wir starten kurz nach 11h in Lier. Die Siberiaschleuse, die zum Willemdok fรผhrt, wird nachmittags von 15h45 – bis 18h bedient. 2 Schleusen liegen auf der 32 km langen Strecke.

Es sei noch angemerkt, dass wir in der Schleuse Wijnegem unsere Leinen verlรคngern mรผssen. Dort wo wir stehen, vor dem Frachter Wilani , direkt an der vorderen Tรผr, gibt es keine Poller in den Wรคnden.

Unsere Rechnung geht auf! Um 15h40 erreichen wir die Brรผcke, die wir mit 2 Freizeitschiffen passieren.

Drei Tage werden wir hier verweilen. Zeit, um neue „Ecken“ in der Stadt zu erkunden. Willemdok ist immer ein guter Platz.

Zusammenfassung:

  • Thuin > Seneffe : 43km, 7h, 9 Schleusen
  • Seneffe > Ittre: 25km, 5h, Plan inclinรฉ
  • Ittre > Brรผssel: 30km, 5h, 7 Schleusen
  • Brรผssel > Willebroek: 13km, 3h, 1 Schleuse, m. Hebebrรผcken
  • Willebroek > Lier: 14km, 2h30, 2 Schleusen
  • Lier > Antwerpen: 32km, 5h, 2 Schleusen, 2 Hebebrรผcken.

2023 #15 Epilog zur Sambre

Die Sambre haben wir 2021 teilweise und nun 2023 vollstรคndig in beide Richtungen befahren. Zeit also fรผr eine Bilanz. Bis 2021 war die Sambre auf franzรถsischer Seite 15 Jahre lang nicht mehr befahrbar. Also ein recht „junges“ Revier.

Schleusen

Auf 300km verteilt, zwischen Namur und Compiรจgne, gilt es 80 Schleusen und einige Hebe- und Drehbrรผcken zu รผberwinden.

Berufsverkehr trifft man im wesentlichen auf der belgischen Seite auf der unteren Sambre, zwischen Namur und Charleroi. Der Berufsverkehr beschrรคnkt sich in Frankreich auf den Canal St. Quentin und einige Kilometer auf dem Canal de l’Oise ร  la Sambre.

Die restliche Strecke beidseitig der Grenze ist ausschlieรŸlich dem Bootstourismus gewidmet.

Fรผr die Schleusen findet man (zurzeit) unterschiedliche Bedienvorgรคnge :

  • Bedienzentrale und Kommunikation รผber VHF
  • Schleusenwรคrter
  • Fernbedienung
    • nur zum ร–ffnen der Tรผren , Bedienung mit Hilfe einer grรผnen Stange an der Kammerwand
    • zum ร–ffnen der Tรผren und zum Starten der Schleusung (diese Methode wird auf franzรถsischer Seite weiter ausgebaut)

Es ist anzumerken, dass es in vielen der kleineren Schleusen kaum (oder keine) Festmacher in den Wรคnden gibt. Dies ist vor allem stรถrend bei tieferen Schleusen mit „Stangen-Bedienung“. Man muss dann hochklettern, um die Leine festzulegen. Wenn sich dann noch die Leiter auf der gegenรผberliegenden Seite der Stange befindet, wird es umstรคndlich , das Boot festzumachen und gleichzeitig die Schleusung zu starten. Zum Glรผck werden einige tiefere Schleusen noch von hilfreichen Schleusenwรคrtern bedient.

Liegeplรคtze

Auf belgischer Seite gibt es einige nette Hรคfen und ausreichend Stege zum รœbernachten. Teilweise handelt es sich um Schwimmstege.

Gut liegt man in Erquelinnes, Thuin und Landelies.

Diese sollte man bei regnerischem Wetter bevorzugen. Die Sambre kann schnell anschwellen. Als wir z.B. im Mai unterwegs waren, war die Sambre auf franzรถsischer Seite fรผr die Navigation wegen Hochwasser fรผr einige Tage gesperrt.

Gut ausgestattete Hรคfen findet man auf franzรถsischer Seite nur in Chauny und in Hautmont. Da dieser Streckenteil jahrelange vernachlรคssigt war, ist es nicht รผberraschend, dass gute Infrastrukturen noch sehr begrenzt zu finden sind. Die Schleusenwรคrter sind allerdings sehr hilfreich und geben gute Tipps. Allerdings muss man oft auf Strom und Frischwasser verzichten.

Oberwasser der Schleuse Tรฉnelles (im Parkverbot)

Gute Anlegemรถglichkeiten mit Strom und Wasser findet man in Etreux und Landrecies, Berlaimont. Wer den franzรถsischen Kรคse „Maroilles“ mag (man kann ihn nur lieben oder hassen!), der sollte hier eine Rast einlegen. Mit dem Fahrrad ist der Ort in 30′ erreichbar.

Landschaft

Wenn man einen Vergleich wagen darf, die Landschaft erinnert an die Somme und die Ardennen, sowohl von Landwirtschaft als auch von Industrie geprรคgt.

Allerdings wie sooft in Grenzgebieten, machen die Orte und Stรคdte eher einen traurigen Eindruck. Vieles verfรคllt, die Geschรคfte in den Orten wurden durch grosse Supermรคrkte in der Peripherie ersetzt. Dieser Eindruck wird im Sommer noch verstรคrkt!. Denn auch wenn offiziell der Tourismus Prioritรคt nยฐ1 ist, macht die Bevรถlkerung im Juli – August Ferien. Somit sind auch die wenigen, noch existierenden traditionellen Restaurants wegen „Fermeture annuelle“ weitgehend geschlossen!

In einem frรผheren Beitrag haben wir schon auf die Industrielandschaft um die Stadt Charleroi berichtet. Fรผr den Fotografen gibt es dort interessante Motive. Hier sieht man wie aus der ehemaligen Stahlindustrie eine neue „Recycling-Industrie“ entstanden ist. Nicht unbedingt schรถn, aber sehr sinnvoll.

Fahrbedingungen:

Die obere Sambre und ihre Kanรคle sind leicht und problemlos zu befahren. Vorsicht gilt allerdings auf der von Berufsfahrern stark befahrenen Strecke zwischen Namur und Charleroi.

Probleme kann es geben bei Booten mit grรถsserem Tiefgang. Es gibt Stellen, wo wir nur 20 cm Kielfreiheit hatten. Dies trifft vor allem im Ober- und Unterwasser der Schleusen zu, dort wo die Sambre die Kanalstrecken kreuzt. Da wir nur 1m Tiefgang haben, hatten wir keine Schwierigkeiten. Einige Bootsbesitzer haben uns berichtet, dass sie mehrmals den Grund berรผhrt haben. Der Grund ist wohl meist sandig, somit kommt es zu keinen grรถsseren Schรคden.

Da inzwischen die „Maas-Strecke“ in Frankreich oft nicht oder nur teilweise befahrbar ist, bietet die Sambre eine gute Alternative fรผr Frankreich-Tรถrns.

2023 #14 Leinen los, Richtung Compiรจgne

Von Mai bis Juni haben wir die Maas, Sambre, Oise, Seine und Yonne befahren. Insgesamt 1000km.

Nach einer lรคngeren „Sommerpause“ im Juli melden wir uns wieder zurรผck. Der Plan ist, รผber die Oise und den Canal du Nord in Richtung Zeeland zu fahren. Am letzten Juliwochenende gehen wir wieder aufs Boot. Wir finden es unversehrt vor. Nur der Regen hat ein paar Spuren hinterlassen, die aber schnell weggewischt sind.

Jetzt, Anfang August, ist das Wetter sehr wechselhaft. Wir starten von Cergy am 1. August und haben vor, in zwei Etappen zunรคchst nach Compiรจgne zu fahren.

Der Wetterbericht lรคsst fรผr die nรคchsten Tage nicht viel Hoffnung. Vor allem der starke Wind beschรคftigt uns.

Wie schon erwรคhnt sind gute (und sichere) Anlegestellen auf der Strecke selten. Zunรคchst sehen wir vor, auf halber Strecke im Oberwasser einer der sieben Schleusen zu รผbernachten. Dort mรผssten wir dann nach den Vorhersagen wohl 2 Tage ausharren. Obendrein ohne Landzugang (zumindest bei den infrage kommenden Schleusen auf halber Strecke). 93 km liegen zwischen Cergy und Compiรจgne.

Als wir gegen 18h30 an einem mรถglichen รœbernachtungplatz ankommen, befragen wir den Schleusenwรคrter, ob es „machbar“ wรคre bis Compiรจgne? Er ist sehr freundlich, und rรคt uns, es wegen des angesagten Sturms zu versuchen. Er verspricht, seinen Kollegen an der Schleuse „Venette“ anzurufen, um unsere Ankunft gegen 20h anzukรผndigen. Die letzten Schleusungen auf der Oise sind bis 20h mรถglich,… (Ausfahrt vor 20h30).

Also versuchen wir es! Nach fast 12h Fahrt wollen wir erschรถpft aber zufrieden in Compiรจgne festmachen. Jedoch gilt es zunรคchst, einen Platz zu finden. Denn die bekannte Kai-Mauer ist voll! Wir sind nicht das einzige Schiff, das hier die nรคchsten Tage ausharren will.

Ein Australier winkt uns heran. Also „Doppelpack“! Was am Kai gar nicht so schlecht ist. So liegen wir trotz Wind und Wetter ruhig und sicher.

Am 3. August legt sich der Wind etwas, es bleibt aber sehr diesig und regnerisch. Kein Wetter fรผr den Canal du Nord.

Bevor es losgeht, fahren wir noch ans andere Ufer zum Tanken. Als wir fertig sind und flussaufwรคrts losfahren, startet ein zweites Schiff in die gleiche Richtung. In der ersten Schleuse haben wir Gelegenheit kurz รผber unsere Plรคne zu reden. Canal du Nord? Bei dem Wetter ? Nee! „Wir machen es gemรผtlich รผber die Sambre …“

10 Sekunden spรคter haben wir unsere Meinung geรคndert. „Der Weg ist das Ziel“ . Also zurรผck zur Sambre. Nach der Schleuse „Belle Rive“ biegen wir in den Canal St. Quentin ein. Dieser kreuzt nach der Schleuse Tergnier nยฐ32 in den Canal de la Sambre ร  l’Oise . Auf dem wir dann weiter in Richtung Osten fahren. Aber dazu mehr im nรคchsten Beitrag. Zunรคchst heisst es aber in Chauny zu รผbernachten. Dann geht es weiter zur Sambre.

2023 #13 Anlegestelle gesucht!?

Wie schon an anderer Stelle berichtet, sind die Anlegemรถglichkeiten auf der Seine und Oise begrenzt.

Wir beschrรคnken uns hier auf die Strecke zwischen Cergy (Mรผndung der Oise in die Seine) und Arsenal (Stadthafen Paris).

In Paris ist ausserhalb des Stadthafens Arsenal und der am Canal St. Martin liegenden Steganlage „La Villette“ das Festmachen und รœbernachten grundsรคtzlich nicht erlaubt. Auf der Marne im Osten von Paris sieht es da schon besser aus. Dort gibt es einige gute Hรคfen und einfachere Anlegestellen.

Jeder der im Westen von Paris auf der Oise und der Seine unterwegs ist, stellt sich zwangslรคufig immer wieder die gleiche Frage: Wo kann man รผbernachten?

Jetzt kรถnnte man einwenden, dass in den bekannten Bootsfรผhrern auf verschiedene Hรคfen und Anlegemรถglichkeiten aufmerksam gemacht wird, aber diese sind meistens nicht zugรคnglich, unbrauchbar fรผr Schiffe รผber 8m Lรคnge und bieten oft gerade mal Platz fรผr ein Schiff.

Es sei erwรคhnt, dass auf der Oise der recht neu angelegte Hafen von Isle d’Adam eine gute Alternative zu Cergy bietet. Er liegt rund 20km flussaufwรคrts Richtung Compiรจgne.

Zwischen dem Hafen in Cergy und Arsenal liegen rund 80km und 4 Schleusen (wie schon berichtet, bietet der kรผrzere Weg รผber die Kanรคle im Nord-Westen der Stadt keine echte Alternative). Je nach Strรถmung und Wartezeiten an den Schleusen ist das durchaus auf Talfahrt „machbar“.

Zu Vollstรคndigkeit sei noch erwรคhnt, dass es noch eine nette Haltestelle beim Restaurant Portobello in Herblay, ein Paar Kilometer von Conflans entfern gibt. Dort ist Platz fรผr ein bis zwei Boote. Allerdings ist dieser Anleger nur fรผr einen kurzen Aufenthalt zum Essen oder รผbernachten gedacht. ย 

Rueil-Malmaison // Quelle Google Maps 2023

Wir ziehen es vor, fรผr diesen Weg zwei Etappen vorzusehen.

Auf etwa halber Strecke liegt die beliebte „Halte fluviale de Rueil-Malmaison„. Flussabwรคrts liegt sie 5km vor der Schleuse von Bougival, im Seine-Arm „Bras de Marly“. Am rechten Ufer, gegenรผber der Anlegestelle liegt die Isle des impressionnistes. Sie hat einige bekannte Maler inspiriert, wie Monet ou Renoir.

Dort gibt es Platz fรผr 3 Boote. Strom und Wasser sucht man allerdings vergebens. Es ist nicht รผberraschend, dass dieser Anleger trotz seiner spรคrlichen Ausstattung von Juni bis September stark gefragt ist. Einerseits ist er kostenlos und zudem liegt er sehr gรผnstig.

Von hier aus, ist man mit der S-Bahn (RER A) in 15 Minuten im Zentrum von Paris. In der Nรคhe gibt es Restaurants und einige Geschรคfte fรผr den tรคglichen Bedarf.

Das Problem bleibt aber seine geringe Lรคnge und Seltenheit. Seit neuem, hat sich hier auch noch ein Bootsfรผhrerschein-Unternehmen etabliert und belegt einen Teil des Stegs (auch wenn es offiziell heisst, dass man dort max. 48h bleiben darf,…) fรผr seine Unterrichtsstunden!

Als wir Anfang Juni dort recht frรผh ankamen, hatten wir Glรผck, es gab genรผgend Platz. Jetzt Ende Juni sieht es hier aus wie in Lemmer (Friesland) an einem sonnigen Wochenende. 7 Schiffe haben sich heute hier eingefunden. Wie es scheint, schreckt einige der hohe Preis im Sommer von Arsenal ab.

Wenn man sich die anhaltende Beliebtheit der Bootsreise nach Paris ansieht, ist es nicht nachvollziehbar, wie wenig dafรผr getan wird!

Ein weiteres Beispiel bietet dazu der Bootsausrรผster in Billancourt. Ein gutes Geschรคft fรผr jeglichen Bootsbedarf, nur anlegen kann man dort nicht,…

Paris ist zwar wie Berlin oder Amsterdam am Wasser gebaut, aber der Tourismus fรผr Privatboote bleibt ein Waisenkind.

Besserung ist vorlรคufig nicht in Sicht. Gerechterweise muss allerdings gesagt werden, dass ein neuer Hafen im Westen von Paris an der Seine in Planung ist. Die geplante Anlage รคhnelt dem Konzept des Hafens von Cergy. 2028 soll der Hafen fertig sein. Ob es dort viel Platz fรผr grรถssere Schiffe geben wird, muss man dann sehen.

Saison 2023: Sambre, Yonne und Meer

Unsere Ziele 2023 haben wir in dem Beitrag „Der Plan reift“ vorgestellt. Dort hiess es, dass wir „รผber die Sambre nach Sรผden fahren“ wollen. Das „Endziel“ der 1. Reise sollte Paris werden. Den ersten Teil dieses Planes haben wir auch wie vorgesehen mit grossem Vergnรผgen durchgefรผhrt. Auf der Sambre haben wir BALU getroffen.

Deren Plan war es, weiter nach Sรผden zunรคchst รผber die Seine in Richtung Loire zu fahren. Diese Idee hat uns gut gefallen, waren wir doch noch nie weiter als Paris „vorgedrungen“. Als wir dann gemeinsam den Loing erreichten, liessen uns die Informationen รผber Wasserstand und Wasserpflanzen, erneut den Plan รคndern.

Die Yonne, ebenfalls ein Nebenfluss der Seine, bot eine gute Alternative. Auf nach Auxerre hiess es jetzt!. Auch dorthin wollten wir gerne hin, jetzt mit unserem eigenen Boot. Vor einigen Jahren hatten wir die Yonne und den Canal de Nivernais auf einem Mietboot kennengelernt.

Nach Auxerre sind wir dann mit dem Zug gefahren. Die Wartung einer Schleuse verzรถgerte sich, somit entschieden wir in Joigny umzukehren und den Weg zurรผck รผber die Seine nach Cergy anzutreten. Zunรคchst manchen wir aber noch einen zweiten Besuch in Paris. Dort verabschieden wir uns von BALU.

Von dort aus geht es dann weiter ab Ende Juli.

TOUR 1 : Von der Maas zur Yonne (Mai – Juni)

Maas > Sambre > Oise > Seine > Loing > Seine > Yonne

Quelle : GOOGLE Maps

Der ursprรผngliche Plan
Auf der Maas nach Sรผden
Auf der Sambre (Unterlauf)
Auf der Sambre (Oberlauf Belgien)
Sambre > Oise I
Sambre > Oise II
Oise > Seine > Paris
Kanalfahrt zum Arsenal
Eindrรผcke aus Paris
Seine > Loing
Auf der Yonne


TOUR 2 : Von der Oise nach Zeeland und mehr (August – September)

Oise > Sambre > Brรผssel-Charleroi-Kanal > Brรผssel-Zee-Kanal > Rupel > Nette > Nette-Kanal > Albert-Kanal > Antwerpen Hafen > Schelde-Rhein-Kanal > Oosterschelde > Grevenlingen > Oosterschelde > Volkerak > Hollandsche Diep > Maas

Anleger im Westen von Paris gesucht
Leinen los, Richtung Compiรจge
Epilog zur Sambre
Von der Sambre nach Antwerpen
Von Antwerpen Richtung Grevelingen
Clap de fin de saison


Zusammenfassung:

1800 km, 270 Schleusen , 11 Hebe-Drehbrรผcken, 1 Tunnel

2023 #12 Unterwegs auf der Yonne

Nachdem wir unseren Plan aufgegeben haben nach Briare zu fahren , geht es zunรคchst zurรผck von dem Loing zur Seine. Gegen 10h30 nach 16 km erreichen wir die Mรผndung der Yonne.

Die Yonne ist aus mehreren Grรผnden ein interessantes Revier: der Fluss, die Landschaft, die Verbindungen mit den Kanรคlen und Flรผssen Zentral-Frankreichs.

Zunรคchst zu den Schleusen: Da der Berufsverkehr hier schon stark abgenommen hat, wurde deren Infrastruktur nicht den modernen Anforderungen angepasst.

An allen Schleusen gibt es nur eine Kammer (wie es auch auf den meisten historischen Freycinet-Kanรคlen รผblich ist). Das Besondere auf der Yonne sind die Formen und Ausstattungen der Schleusen-Kammern. Hier findet man

die folgenden Formen:

  • die รผbliche U-Form (senkrechte Kammerwรคnde)
  • die V-Form (schrรคge Kammerwรคnde)
  • die UV-Form (eine schrรคge und senkrechte Kammerwand)

die Ausstattungsvarianten:

  • Poller am Kammerrand
  • einen Schwimmsteg fรผr ein Boot
  • zwei Schwimmstege fรผr jeweils ein Boot
  • spezielle Festmacher fรผr Frachter

Von der Seine kommend erreichen wir die erste Schleuse kurz nach 11h. Sie besitzt eine V-Form und Poller am Rande der Kammer. Da wir auf Bergfahrt sind, ist der obere Rand der Kammer allerdings ziemlich weit vom Boot entfernt. Wegen der schrรคgen Wรคnde sollte man versuchen, sich mรถglichst in der Mitte der Kammer aufzuhalten, da nur dort zu Beginn der Schleusung die notwendige Wassertiefe vorhanden ist!

Hier die verschiedenen Varianten:

Grundsรคtzlich ist dieses VNF-Dokument sehr hilfreich. Dort erhรคlt man alle wichtigen Informationen, wie z.B. Bedienzeiten der Schleusen, wichtige Telefonnummern, …

Quelle: VNF (Stand 2023)

Die Schleusen auf der Yonne sind in zwei Sektoren eingeteilt. Die Bedienzeiten sind unterschiedlich. Da im Unterlauf noch etwas Berufsverkehr vorkommt, รถffnen die Schleusen dort um 8h. Ab der Schleuse nยฐ5 befindet man sich im „touristischen Sektor„, dort wird ab 9h15 bedient. Die bekannten Bootsvermieter, Le Boat und Locaboat haben hier einige Basen.

Da brauchbare Anlegestellen rar sind, ist es ratsam, schon vor der Mittagspause (die Schleusen werden dann nicht bedient!) einen Anleger anzufahren. Die jeweiligen Bedienzeiten findet man im oben genannten Dokument (siehe Seite 53-54).

Was fรผr die Schleusenbedienzeiten gilt, trifft auch fรผr die VHF Benutzung zu. Ist noch Berufsverkehr vorhanden, wird der Kanal 69 noch genutzt und gehรถrt.

ACHTUNG: die in den gebrรคuchlichen Revier- Fรผhrern angegebenen Telefonnummern sind meistens nicht mehr gรผltig. Die aktuellen Nummern findet man im oben genannten Dokument (siehe Seite 56-57).

Als wir losfahren, heisst unser Ziel und Endstation nun AUXERRE. Unterwegs erfahren wir dann, dass

  • eine der letzten Schleusen vor Auxerre wegen Wartungsarbeiten gesperrt ist. Sie sollte ab dem 23. Mรคrz wieder in Betrieb sein. Jetzt soll es am 22. Juni soweit sein. Fรผr uns, leider zu spรคt!
  • die Schleuse nยฐ11 dโ€™Epineau nur 3x am Tag bedient wird, um 11, 14 und 17h. Sie soll in schlechtem Zustand sein.

Fluss, Landschaft, Stรคdte und Haltemรถglichkeiten:

Die Fahrt bis Sens erweist sich zunรคchst als sehr angenehm. Es gibt (noch) genรผgend Wasser. Man sollte sich wenn mรถglich an den in den Fรผhrern angegebenen Fahrrinnen orientieren. Der Fluss ist teilweise schon recht versandet, es gibt Untiefen und manchmal auch รผberschwemmte Mauern.

Ab Sens รคndert sich allerdings die Lage. Die Wassertiefe nimmt ab (manchmal nur 2,5m) und die Wasserpflanzen verbreiten sich auch hier,…. besonders befallen, ist die Strecke zwischen den Schleusen nยฐ4 und nยฐ7.

Unsere Absicht, so nah wie mรถglich an Auxerre ranzukommen, schwindet in Joigny. Hinzukommt, dass BALU seinen Steuerbordmotor nicht mehr starten kann. In Joigny bestรคtigt ein zu Rate gezogener Techniker aus Auxerre die Vermutung, dass der Anlassermotor ersetzt werden muss.

Wir entschliessen uns, mit dem Zug nach Auxerre zu fahren. Die Stadt ist eine Reise wert. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Da die Bahnhรถfe sowohl in Joigny als auch in Auxerre etwas abseits liegen, entschliessen wir uns die Fahrrรคder mitzunehmen.

Auxerre ist mit Abstand die schรถnste Stadt an der Yonne.

Unser ausfรผhrlicher Stadtrundgang durch die Altstadt bestรคtigt uns, dass wir die richtige Entscheidung gefรคllt haben.

Es sei noch gesagt, dass der „Hafen“ von Auxerre seinen Namen nur bedingt verdient. Es gibt zwar dort zuverlรคssigen Service (der Austausch des Startermotors wurde schnellstmรถglich durchgefรผhrt), allerdings liegen alle Schiffe, oft im „Doppelpack“, einfach am Kai. Es gibt dort keine Schwimmstege, die den Hafen sicherlich aufwerten wรผrden. Daher bedauern wir es nicht, dass wir es nicht mit dem Boot dorthin schaffen.

Auxerre: Stadt, Fluss, Hafen

Wir beschliessen, dass Joigny unsere Endstation ist und kehren am 15. Juni zurรผck nach Sens.

Als „halte fluviale„ist Sens mit seinem hochwassersicheren Schwimmsteg und seiner Versorgung mit Strom und Wasser ( alles kostenlos!) herausragend. Joigny (der Hafen der Charterfirma „Locaboat“) kann ebenfalls empfohlen werden.

Anleger in Sens

In Villeneuve s/Yonne stehen wir an der Kai-Mauer, an der man sich an Ringen und den Natursteinblรถcken festmachen muss. Trotz dieser minimalen „Infrastruktur“ werden recht teure Gebรผhren fรผr die รœbernachtung , Strom (5โ‚ฌ25!) und Wasser (auf das wir verzichten) verlangt.

Villeneuve s/Yonne

Erwรคhnenswert wรคre noch Pont s/Yvonne. Dort findet man einen Schwimmsteg ohne jeglichen Service. Wenigstens ist er kostenlos und bietet Schutz bei eventuellem Hochwasser.

Pont s/ Yonne

Und zum Abschluss noch zwei gute Adressen fรผr die Mittagspause:

  • Maison Trotoux in Sens (Essen direkt beim Metzger)
  • Poivre et Sel in Auxerre (franzรถsische Kรผche vom „marchรฉ„)

Zusammenfassung:

  • Loing > Yonne
    • Moret s/Loing > Pont s/ Yonne : 46km, 8h, 7 Schleusen
    • Pont s/ Yonne > Sens: 12km, 2h, 2 Schleusen
    • Sens > Villeneuve s/Yonne : 3h, 17km, 4 Schleusen
    • Villeneuve s/Yonne > Joigny: 4h, 18km, 3 Schleusen.

2023 #11 Auf dem Oberlauf der Seine zum Loing

Bevor wir den Hafen Arsenal in Paris verlassen, reservieren wir noch fรผr unsere Rรผckreise Ende Juni einen Platz fรผr 3 Tage. In den Sommermonaten sind die Liegeplรคtze gezรคhlt. Paris ist ein beliebtes Ziel und es gibt wenig verfรผgbare Plรคtze im Hafen. Deshalb mรผssen die dort „Ansรคssigen“ turnusmรครŸig fรผr jeweils 4 Wochen zwischen Juni und September den Hafen verlassen, um fรผr Passanten Anlegemรถglichkeiten zu schaffen.

Mit der Capitainerie vereinbaren wir, dass wir am Montag 5. Juni die Schleuse zur Seine um 8h15 benutzen wollen, um nach einer Woche unsere Weiterreise anzutreten. รœber VHF 9 kรผndigen wir uns an und werden sofort zusammen mit BALU geschleust. Auf der Seine ist noch nicht viel Verkehr um diese Zeit. Nach einer knappen Stunden erreichen wir die Mรผndung der Marne.

Die Seine wird, wie es รผblich ist, in Oberlauf und Mittellauf aufgeteilt. In Frankreich ist es aber die Angewohnheit, von der Seine „Aval“ und „Amont“ zu reden. Dies bezieht sich auf die Lage zu Paris. Verwirrend erscheint einem daher auch der Ausdruck „Je monte ร  Paris“, der im franzรถsischen Sprachgebrauch sich eingebรผrgert hat. So „steigt man zur Stadt Paris auf„, ob man seine Reise im Sรผden, Westen, Osten oder Norden von Frankreich beginnt.

Wir befinden uns jetzt auf der „Seine amont“ und fahren flussaufwรคrts in Richtung Sรผden.

Schleuse Port ร  l’Anglais

Unser Plan ist es, in den nรคchsten Tagen bis zum Canal de Briare รผber den Loing vorzustossen.

Wie auch auf anderen schon erwรคhnten Strecken gibt es kaum oder gar keine brauchbaren Anlegemรถglichkeiten auf der Seine, mal abgesehen von ein paar Schleusen, wo es Poller im Oberwasser gibt. Diese kann man zum รœbernachten nutzen, vorausgesetzt der Schleusenwรคrter erlaubt es.


Fรผr die 1. Etappe entscheiden wir uns, bis nach Melun zu fahren. 5 Schleusen liegen bis dorthin vor uns . Auf der Seine herrscht Berufsverkehr, der dem der Maas รคhnlich ist. So kann es vorkommen, dass es auch mal Wartezeiten gibt.

An mindestens 2 Schleusen gilt es besonders achtsam zu sein! Die grosse Kammer der Schleuse „Coudray“ wird sehr schnell gefรผllt!. Ein Warnschild weist den Freizeitschiffer darauf hin, NICHT weiter als das Warnschild festzumachen. Anders gesagt je weiter hinten um so besser. Die Schleuse „Vives Eaux“ besitzt Spundwรคnde. Um Schaden am Boot zu vermeiden, haben wir noch zusรคtzliche Fender angebracht.

Heute wird die Seine vor allem zum Transport von Sand, Gestein und Baumaterialien genutzt. Die alten Mรผhlen am Ufer zeugen noch von einer prachtvollen Vergangenheit.

Nach 16h kommen wir in Melun an. Von hier kommt der dort hergestellte Kรคse, le „Brie de Melun„. Bekannter ist allerdings der „Brie de Meaux„, von dem 30 mal mehr jedes Jahr hergestellt wird.

Melun

Am rechten Flussufer findet man hier Poller zum Anlegen und Stromanschlรผsse .

Der Platz ist sehr unruhig! Die hรคufig vorbeifahrenden Frachter verursachen starken Schwell! Die gezackte Kaimauer soll zwar die grossen Wellen etwas abschwรคchen, bewirken aber das Gegenteil. Von den am Ufer zurรผckgeworfenen kurzen Wellen werden wir krรคftig durchgeschรผttelt. Zusรคtzlich leistet die „Jugend“ auch noch bis spรคt in die Nacht ihren Beitrag, indem sie fรผr ausreichend Lรคrm sorgt….Der Platz ist wirklich nur im Notfall zu empfehlen.

An der letzten Schleuse „Vives eaux“ vor der Stadt hรคtte man sicherlich ruhiger liegen kรถnnen. Das werden wir vielleicht auf der Rรผckreise testen.


Die 2. Etappe fรผhrt uns am nรคchsten Tag nach Moret s/ Loing.

Zunรคchst gilt es, die Landschaft und die Ufer der Seine zu geniessen. War die Fahrt bis Melun noch sehr von der industriellen Umgebung um Paris geprรคgt, wird es jetzt lieblicher und ruhiger.

In der letzten Schleuse vor der Mรผndung des Loing, wird es dann noch einmal richtig eng. Ein Frachter und ein Schubschiff teilen sich die Schleuse mit uns. BALU bittet den Frachter, seine Schraube zu stoppen, was er zunรคchst einfach รผberhรถrt, bis die Schleusenwรคrterin einschreitet.

Bevor wir in den Loing einschwenken, machen wir noch einen Tankstopp am rechten Ufer in Saint Mammรจs. Hier mรผndet der Loing in die Seine.

Der Diesel kostet dort etwas mehr als 2 โ‚ฌ, was uns zunรคchst etwas abschreckt! Einfach Wucher! An einer „normalen“ Tankstelle bezahlt man zurzeit in Frankreich gerade mal 1,75โ‚ฌ/l.

Wir fahren zusammen mit BALU den Loing 1km hoch. ร„hnlich wie in Conflans Saint Honorine liegen hier viele ehemalige ausrangierte Frachter, die teilweise bewohnt sind.

Loing

Vor der 1. Schleuse im Unterwasser des Kanals befindet sich ein schรถn gelegener Anleger mit Wasser, Strom und Sanitรคranlagen fรผr 11โ‚ฌ pro Nacht (1โ‚ฌ pro Meter).

Vorsicht ist geboten fรผr Schiffe mit mehr als 1,20m Tiefgang. BALU lรคuft kurzzeitig auf Grund. Unter unserem Schiff sind es noch knapp 30 cm….

Nach den anstrengenden 2. Etappen geniessen wir nun die Ruhe. Wir bleiben 2 Tage.

Der Geschwindigkeitsmesser von BALU ist seit einigen Tagen blockiert. Das saubere Wasser in Stehhรถhe ist fast ideale Bedingung, um unter dem Rumpf nachzuschauen. Allerdings macht die geringe Hรถhe zwischen Grund und Rumpf es unmรถglich, gefahrlos komplett unter das Schiff zu tauchen. Mehrere Versuche sind notwendig.

Anleger Moiret s/ Loing (Foto Yvonne Villerius)

Dann ist der Geschwindigkeitsgeber wieder frei. Heute haben wir das Feierabend-Bier verdient.

Moniert s/ Loing

Die Stadt liegt wunderschรถn am Fluss. Fรผr einen Besuch und Rundgang durch die Gassen der Stadt und entlang des Flusses sollte man sich etwas Zeit nehmen. Es lohnt sich. Nicht umsonst, hat der Maler Alfred Sisley die schรถnen Perspektiven der Stadt in seinen Gemรคlden verewigt.

Moniert s/ Loing

Wir nutzen die Zeit unseres Aufenthaltes auch zum Austausch mit anderen Freizeitkapitรคnen. VNF verรถffentlicht Informationen รผber Wassermangel im Canal de Briare, unserem Ziel. Von den aus dem Kanal ankommenden Booten erfahren wir, dass ab der 3. Schleuse zunehmend Wasserpflanzen das Vorankommen erschweren.

All das sind Informationen, an die man sich inzwischen etwas gewรถhnt hat. Da wir die Strecke von Briare aus aber wieder zurรผckfahren mรผssen, und BALU noch zusรคtzlich Schwierigkeiten wegen der geringen Wassertiefe sieht, entschliessen wir gemeinsam unseren Weg zu รคndern!

Das neue Ziel heisst Yonne und die Stadt Auxerre. Die Yonne ist ein offener Fluss; dort gibt es noch etwas Frachtverkehr und somit weniger Wasserpflanzen. Wir hoffen auf unbeeintrรคchtigtes Vorankommen. Der Plan ist gefasst und Morgen geht es wieder zurรผck zur Seine in Richtung Yonne.


Zusammenfassung:

  • Paris > Melun: 52 km, 8h, 6 Schleusen
  • Melun > Moiret s/ Moing : 34 km, 4h30 (inklusive Tankstopp),
    2 Schleusen

2023 #10 Paris, Paris,…

Um es vorweg zu sagen. Wenn wir nicht mit dem Boot unterwegs sind, leben wir die meiste Zeit in einem Vorort im Westen von Paris. Die Stadt ist somit unser „Revier“. So steht es auch an VAGABOND’s Heck.

Wenn wir im Arsenal liegen, wird die Stadt fรผr uns zu einem „Ausflugsziel“. Wir sind Touristen.

Jeder Bootsbesuch ist somit ein Anlass, die Stadt neu zu entdecken. Die Pariser Stadtverwaltung hat die letzten Jahre Vieles unternommen, um das Leben fรผr Radfahrer zu vereinfachen und sicherer zu gestalten, was wir dieses Mal richtig geniessen.

Hier ein paar Eindrรผcke :

Wer weiss, was wo ist? …

2023 #9 Zum Arsenal รผber die Kanรคle im Norden von Paris

Als wir gegen 10h von der Seine kommend an der Schleuse nยฐ 7 „La Briche“ des Canal Saint Denis eintreffen, dauert es etwa 15 min. bis die Schleuse auf „grรผn“ schaltet. Vorab haben wir uns รผber Telefon angemeldet. Wir sind auf Bergfahrt.

Canal St. Denis (zu Berg) 1. Schleuse von der Seine kommend „La Briche nยฐ7“

Es gibt auf der ganzen Strecke des Kanals fรผr jede Schleuse 2 Kammern unterschiedlicher Grรถsse. Allerdings erfahren wir spรคter, dass einige kleine Kammern zurzeit ausser Betrieb sind.

Als wir nun in die erste grosse Kammer mit einem Hub von mehr als 4m einfahren, suchen wir Festmacher, oder gar Schwimmpoller, zunรคchst vergebens. Im Vorderteil der Kammer finden wir auf der Steuerbordseite auf etwas 2m Hรถhe einen Haken. Da VAGABOND als Erster einfรคhrt, kรถnnen wir ihn zu unserem Glรผck benutzen. Fรผr BALU gibt es nichts!!!. Fรผr dieses Boot bleibt nur Motor und Buck- und Heckstrahler.

Nur oben gibt es Poller am Rand der Kammern.

Dort erwarten uns zwei Angestellte (einer fรผr VAGABOND, einer fรผr BALU ;-)). Wir werden aufgefordert zur Registrierung ein Formular auszufรผllen. Ob wir die Reise als „Freizeitschiffer“ รผber die beiden Kanรคle bezahlen mรผssen, ist noch nicht ganz klar.

Diese Kanรคle werden nicht von VNF, sondern von der Stadt Paris verwaltet. Die beiden Angestellten klรคren uns nun รผber den hier angewendeten Schleusenprozess auf.

Alle Schleusen des Kanals besitzen die gleiche Konzeption (siehe Zeichnung). Zwischen den beiden Kammern, zentral gelegen, befindet sich die nicht mehr benutzte Bedienkabine und die Ventile zum Fรผllen oder Leeren der Kammern. Die Lage der grossen und kleinen Kammern, links oder rechts vom zentralen Teil kann wechseln. Bei der ersten Schleuse (nยฐ7), die wir nehmen liegt sie z.B. rechts (also auf Steuerbordseite).

Bei allen Schleusen des Canal Saint Denis wird das Wasser immer von der Mitte aus (zwischen den beiden Kammern) von unten in die jeweilige Kammer gepumpt.

Um Schwierigkeiten in der Kammer zu vermeiden, sollte man sich immer an der zentral gelegenen Mauer anlegen oder festmachen, falls dies mรถglich ist! Das einfliessende Wasser strรถmt zunรคchst unter dem Boot zur gegenรผberliegenden Mauer, wird dort zurรผckgespรผlt und drรผckt anschliessend das Schiff gegen die zentral gelegene Wand. Wenn man versehentlich auf der falschen Seite liegt, wird man von der Wand weggedrรผckt!

Dies kann gefรคhrlich werden. BALU hat einige Schwierigkeiten, die Kontrolle zu behalten. Da das Wasser von „unten“ und nicht von vorne einstrรถmt, spielt es auch keine Rolle, ob man sich vorne oder hinten in der Kammer befindet. Wichtig ist es, einen „Haken“ in der Wand zu finden!

Unterwegs auf dem Kanal ruft uns ein Berufsschiffer รผber VHF Kanal 10 an. Er mรถchte wissen, „warum wir diesen „dreckigen“ Weg eingeschlagen haben?“

Die Frage ist durchaus berechtigt!!!

  • Die Schleusen sind nicht fรผr Freitzeitschiffe ausgestattet.
  • Es gibt kaum Festmacher, in den Kammern sind es oftmals Haken in der Schleusenwand. Man kann sich leicht daran „verfangen“.
  • Viel Abfall schwimmt im Wasser.
  • Der Weg fรผhrt durch die sogenannte „Banlieue„. Anders gesagt, der Kanal ist kein Platz zum Verweilen.
  • Es herrscht ziemlich viel Berufsverkehr; hier haben einige „Recycling Firmen ihre Werke.

Als wir aus der letzten Schleuse „Porte de Flandre“ nยฐ1 rausfahren, sind wir alle erleichtert.

Ganz anders der Canal Saint Martin, den man an der „Villette“ erreicht. Dort haben wir am Anleger zwei Plรคtze reserviert. Von Rueil-Malmaison bis hierhin, haben wir 5 anstrengende Stunden gebraucht.

Der Anleger ist gut ausgestattet und durch eine Tรผr gesichert. Zum ร–ffnen der Tรผr und fรผr die sanitรคren Anlagen benรถtigt man einen „Passe„.

Wir nutzen den Rest des Tages zu einem Ausflug in den nahegelegenen Parc de la Villette.

Am nรคchsten Morgen melden wir uns wieder รผber Telefon (+33 1 43 41 39 32) beim Kontrollposten des Canal St. Martin an.

Vor uns, bis zum Hafen Arsenal liegen 8 Schleusen abwรคrts, zwei Drehbrรผcken und einen Tunnel. Die Schleusen sind jeweils in 2 Stufen angeordnet: 1 & 2, 3 & 4, 5 & 6, 7 & 8. Dadurch geht das Schleusen recht zรผgig voran. Die Schleusen werden ab 8h05 bedient. Es ist zu empfehlen, frรผh zu starten und am besten am Wochenende. Ab 9h30 wird der Kanal hรคufig von Passagierschiffen benutzt, die Vorfahrt haben.

Problemlos kommen wir voran. Gegen 9h30 erreichen wir die letzte Schleuse Ecluse du Temple nยฐ1 vor der Einfahrt in den Tunnel. Hier befindet sich auch der Kontroll-Posten.

Schon vor der Abfahrt haben wir unser Schiff auf die Fahrt durch den etwa 2 km langen Tunnel, genannt „la voรปte„, vorbereitet, Scheinwerfer angebracht, Cabrio runter gelegt und eine warme Weste bereit gelegt. Der Tunnel hat eine Durchfahrthรถhe von 4,27 m, ist beleuchtet und belรผftet. Sein Fahrwasser bietet genรผgend Platz. Die Einfahrt und Ausfahrt sind auf beiden Seiten etwa 1m enger. Kein Vergleich mit einem Tunnel wie den „de Ham“ bei Givet auf der Meuse!

Die maximal zugelassene Durchfahrtzeit ist auf 20 Minuten begrenzt ( etwa min. 6km/h).

Direkt nach der Einfahrt ist man begeistert. Der Eindruck ist รผberwรคltigend, absolut nicht bedrรคngend. Sehr schnell ist der Canal St. Denis vergessen. Wie so oft, gibt es die Belohnung zum Schluss!

Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel melden wir uns sofort im Hafen รผber VHF 9 an. VAGABOND bekommt Platz B124 zugewiesen. BALU liegt direkt gegenรผber auf der anderen Seite des Hafenbeckens, dort wo die grรถsseren Schiffe lรคngsseitig ihren Platz finden.

Hier bleiben wir 4 Tage.


Zusammenfassung:

  • Rueil-Malmaison > Villette : 22 km, 5h30, 7 Schleusen, eine Hebebrรผcke
  • Villette > Arsenal : 5 km, 2h, 8 Schleusen, zwei Drehbrรผcken

2023 #8 Oise, Seine et puis Paris

Viele Wege fรผhren nicht nur nach Rom sondern auch nach Paris. Von Norden kommend รผber die Oise und dann die Seine, von Westen vom Meer kommend รผber die Seine, und von Osten รผber die Marne.

2014 und 2018 haben wir die Seine, Oise und Marne gewรคhlt. Auch 2023 nรคhern wir uns auch zunรคchst รผber Oise und Seine, dann versuchen wir aber etwas Neues. Nรคmlich die beiden Kanรคle, Canal Saint Denis und Canal Saint Martin, im Nord-Westen, die wir von der Seine aus erreichen. Aber kommen wir zunรคchst zurรผck zur l’Oise.


Die Oise ist fรผr den Frachtverkehr ein wichtiger Fluss. Mit dem Canal du Nord , stellt er die Verbindung zwischen dem Pariser Becken und den grossen Hรคfen in Belgien und den Niederlanden her.

Somit trifft man hier hรคufiger auf Frachtkรคhne als auf den kleinen franzรถsischen Kanรคlen. Die Schleusen sind dem entsprechend dimensionniert. Alle Schleusen besitzen eine kleine und grosse Kammer. Der Hub ist recht mรคssig und รผberschreitet nie 3 m.

Die Oise erreichen wir, von der Sambre kommend, ein paar Kilometer nรถrdlich von Compiรจgne. Auch die Aisne mรผndet hier in die Oise.

Compiรจgne ist eine sehenswerte Stadt. Allerdings sind hier, wie fast auf der gesamten Oise, die Anlegemรถglichkeiten sehr begrenzt. Es gibt zwar einen kleinen Freizeithafen, den man aber zur Zeit nicht empfehlen kann. Geringe Wassertiefe, wenig freie Platz und kaum Wendemรถglichkeiten fรผr grรถssere Boote sind wenig einladend.

Compiรจgne Ufer der Oise

So legen wir wie รผblich am linken Ufer an. Am Abend sind wir zu viert. Festmachen kann man nur an der Ufermauer, es gibt keine Poller oder Klampen . Aber bevor wir anlegen, halten wir noch am rechten Ufer bei Guerdin zum Tanken. Neben Treibstoff findet man hier so ziemlich alles, was man zum Bootsfahren brauchen kann. Die Leute sind sehr nett und hilfsbereit, kurz eine gute Adresse.

Boots-Ausstatter und Tankstelle Max Guerdin in Compiรจgne / rechtes Ufer der Oise

Von Compiรจgne nach Cergy, unsere letze Etappe auf der Oise, braucht man 2 Tage. Auf der rund 80 km langen Strecke findet man kaum brauchbare oder zu empfehlende Liegeplรคtze, auch wenn sich in letzter Zeit einiges tut.

Dieses Mal รผbernachten wir in Saint-Leu-d’Esserent (38km von Compiegne flussaufwรคrts). Dort gibt es eine „Halte“ fรผr 2 – 3 Boote. Ausser Festmacher gibt es dort nichts, ausser einem „Besitzer“, der 12 โ‚ฌ Liegegeld verlangt!!!.

Wir nutzen die Zeit und gehen in den Ort zum Essen. Dort finden wir ein nettes und gutes Hotel-Restaurant. Da wir nichts besonderes geplant haben, entscheiden wir uns fรผr ein „Dรฉjeuner entre amis“ mit der Crew von BALU.

Da es wenig gute Anleger gibt, kann man oft im Oberwasser der Schleusen ruhige Liegeplรคtze finden, z.B. an der Schleuse „Boran“. Als wird dort ankommen, ist der Kai allerdings schon voll. Arbeitschiffe sind dort geparkt. Wenn Platzvorhanden ist, und man dort รผbernachten will, sollte man vor ab den Schleusenwรคrter von seiner Absicht informieren.

Ein neuer Hafen ist in L’Isle d’Adam entstanden, die Einfahrt liegt direkt vor der Schleuse. Bis dort hin ist es aber, von Compiรจgne kommend zu weit, oder zu nah, wenn man von der Seine aus flussaufwรคrts unterwegs ist. Das gleiche gilt fรผr einen recht langen Anleger in Pontoise.

Anleger in Pointoise

Schon vor Tagen, haben wir uns im Hafen von Cergy angemeldet. Dort findet BALU und VAGABOND nebeneinander fรผr 3 Tage einen guten Platz. Wir kennen den Hafen und mรถgen ihn wegen seiner guten Ambiente und dem nahe gelegen grossen Freizeitpark. Um das Hafenbecken liegen einige Restaurants und Bars. Das stรถrt uns aber wenig. Obwohl es tags รผber recht lebhaft zugeht, ist es nachts schnell ruhig.

Nach 3 Tagen brechen wir in Richtung Paris schon vor 8h auf. Auf der Seine „aval“ (d.h. oberhalb von Paris), ist die Situation vergleichbar mit der Oise.

Auf der Seine begehen wir jetzt auch grรถssere Passagierschiffe, die auf der Seine Richtung Rouen und Le Havre unterwegs sind.

Anleger sind rar und somit in den Sommermonaten sehr gefragt! Auf halber Strecke in Reuil-Malmaison gibt es einen gut gelegenen Steg. Er bittet Platz fรผr maximal 4 Boote.

In nรคchster Nรคhe findet man alle wesentlichen Geschรคfte und eine RER Station nach Paris. Fรผr die Fahrt von Cergy bis hierher braucht man etwa 4 1/2 h. Es kann auch lรคnger werden, da an der Schleuse Bougival zur Zeit nur eine Kammer bedient wird. Wir haben Glรผck und kรถnnen mit einem Frachter und einem Passagierschiff teilen.

Wenn man รผber die Seine weiter nach Paris fรคhrt (siehe 2014) sollte man von Reuil-Malmaison frรผh starten und am besten, nicht am Wochenende oder an Feiertagen. Dann ist auf der Seine sehr viel los. Eine grosse Anzahl von Passagierschiffen drehen dann ihre Runden im Eiltempo….

Diesmal soll es anders werden. Wir haben mit BALU vereinbart, dass wir die „Kanal-Strecke“ versuchen wollen.


Ziel in Paris ist natรผrlich der Hafen der Hafen Arsenal. Natรผrlich? Ja, Paris ist nicht Amsterdam oder Berlin. Hier gibt es nur einen Hafen in der Stadt und einen Anleger, der vom Hafen betreut wird, auf dem Canal St. Martin.

Wir starten wieder vor 8h, flussaufwรคrts Richtung Paris. Den Canal St. Denis erreicht man nach 2h Fahrt bei Saint Denis im Nord-Westen der Stadt. Schon am Vortag haben wir uns รผber Telefon (+33 1 40 35 63 21) angesagt. Die Benutzung des Kanals durch Freizeitboote ist sehr unรผblich aber mรถglich. Die sieben Schleusen werden von einem zentralen Kontroll-Posten aus fernbedient (VHF 20).

Dazu aber mehr im nรคchsten Beitrag.


Zusammenfassung:

  • Compiรจgne > Saint-Leu-d’Esserent : 39 km, 5h, 4 Schleusen
  • Saint-Leu-d’Esserent > Cergy : 38 km, 4,5h, 3 Schleusen
  • Cergy > Rueil-Malmaison : 38 km, 4,2h, 1 Schleuse
  • Rueil-Malmaison > Saint Denis (Schleuse nยฐ 7) : 16 km, 2 h