2019 #25 Zu Besuch in Enkhuizen

Enkhuizen zählt für uns zu den Städten in den Niederlanden, denen man einen Besuch abstatten sollte. Und wenn möglich sollte man sich mehrere Tag Zeit nehmen.

Wer mit dem Boot kommt, hat die Auswahl. Mehrere Häfen bieten sich an. Der Stadthafen ist um diese Jahreszeit überfüllt. Wenn keine der wenigen Boxen frei ist, liegt man am Kai im „Pack“. Der Hafen liegt direkt im Zentrum und der Bahnhof ist gerade mal 100m entfernt.

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Wir haben, wie schon erwähnt, im Companieshaven festgemacht. Der Hafen liegt ebenfalls in Nähe des Zentrums, ist sehr gut geführt und bietet absolut jeglich erdenklichen Service inclsive Tankstelle mit umweltfreundlichem GTL Diesel. Am Wochenende ist hier allerdings sehr viel los. Permanent fahren, meistens Segler, rein und raus. Der Hafenmeister hat einiges zu tun, damit jedes Boot einen Platz findet.

2019 Tour2-190.jpgImmer ist Bewegung, manchmal sogar bis spät in die Nacht oder sehr früh am Morgen. Wir liegen am Längssteg M2 direkt am Hafeneingang.

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Oft wird Enkhuizen mit der Stadt Hoorn verglichen. Wir finden die Stadt Enkhuizen interessanter, vielleicht abwechselungsreicher, bevorzugen allerdings den Stadthafen von Hoorn (was nicht im Widerspruch zu den Qualitäten des Compagnieshavens steht!). Der Hafen in Hoorn ist weniger überfüllt als der Gemeindehafen in Enkhuizen. Hier  herrscht eher ein Ambiente wie wir es von den Randmeeren gewohnt sind. Nah ja, Geschmacksache! Beide Städte lohnen den Besuch.

Wozu man sich aber auf jeden Fall Zeit nehmen sollte in Enkhuizen, ist das Zuidersee Museum, sowohl der „Binnen“ als auch das „Buiten“ Teil. Ein absolutes Muß, wenn man sich für die Geschichte und die Menschen dieser Gegend interessiert. Wir haben beides  an zwei verschiedenen Tagen besucht. Am besten geht man zuerst ins Binnenmuseum.

Weiter Informationen finden Sie in unserem Betrag von 2017.

 

 

 

 

 

2017 #6 Auf dem IJsselmeer

 

Nach unserer Erfahrung auf dem Tjeukemeer (starker Wind und folglich sehr unruhiges Wasser / Beaufort 5-6), warten wir in Stavoren 2 Tage ab, bis sich das IJsselmeer beruhigt.

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IJsselmeer bei Stavoren

Der Wetterdienst verspricht eine Verbesserung für die nächsten 3 – 4 Tage. So beschliessen wir, unser Boot in den „Buitenhafen“ (Aussenhafen) zu verlegen, um am nächsten Morgen früh starten zu können.  Wir nehmen die Seeschleuse  gegen 13h mit einer anderen Motoryacht, welche zur Überfahrt ansetzt. Nach einer kurzen Diskussion mit der anderen Crew, entscheiden wir uns kurzfristig unseren Plan zu ändern und ihnen zu folgen … Zunächst  bleiben wir im betonnten Fahrwasser.  Sobald wir ihn verlassen, nehmen wir Kurs nach Süden (180°).

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Ausfahrt Seeschleuse Stavoren

Der Wind weht mit 2-3 Beaufort aus Norden,  die Sonne scheint,… also die besten Bedingungen für unsere „Jungfern(über)fahrt“.

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Nach fast 3 Stunden kommen wir in Enkhuizen an. Der Anblick der Stadt vom Wasser aus ist wunderbar.

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Enkhuizen

Wenn man durch Enkhuizen spaziert, kann man sich den früheren Reichtum dieser Handelsstädte  gut vorstellen. Die Stadt gefällt uns sehr gut. Ein Rundgang lohnt sich auf jeden Fall. Am nächsten Morgen spazieren wir ein zweites Mal durch die Gassen, bevor wir in Richtung Hoorn aufbrechen.

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Zunächst gilt es aber über das „Naviduct“ (Doppelschleuse für Sportboote) ins Markermeer einzufahren. Anschliessend führt die Fahrt nach Hoorn  uns an der Küste vorbei. Zunächst in Richtung Leuchtturm, dann zur Sportboje FL5, dann nehmen wir direkt Kurs auf den Hafen (296°).

Auch hier ist die Einfahrt beeindruckend.

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Wir machen im alten Stadthafen fest, „the place to be“.

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Hoorn oder Enkhuizen? Welche ist wohl die schönere Stadt. Beide haben uns sehr gefallen, jede auf ihre Art.

Am nächsten Morgen brechen wir nach Edam auf. Die Sicht hat sich verschlechtert. Wir wählen den direkten Weg in gerader Linie (175°). Was sich schnell als Fehler rausstellt. In diesem Teil des Ijsselmeer’s gibt es sehr viel Seegras, welches uns schnell die Schraube blockiert. Mehrmals fällt die Geschwindigkeit stark ab und wir versuchen sie mit Vorwärts/Rückwärtsfahren wieder frei zu bekommen. Was auch teilweise gelingt. So erreichen wir den kleinen Kanal in Edam und machen vor der Seeschleuse am Kai fest.

Eine Schraubeninspektion steht jetzt auf dem Programm trotz schlechter Wasserqualität. Sie erweist sich als notwendig. Nach mehrmaligem Tauchen ist die Schraube und die Welle wieder sauber.

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Nach dieser Erfahrung entscheiden wir uns zunächst über die Kanäle weiter in Richtung Amsterdam zu fahren. Als wir am nächsten Tag aufbrechen, endet unser Versuch nach der ersten Schleuse. Der Brückenwärter informiert uns, dass eine Eisenbahnbrücke wegen Bauarbeiten, das ganze Wochenende nicht geöffnet wird. Bei strömendem Regen  und wegen der Sturmwarnung für die folgenden Tage entschliessen wir uns direkt nach Muiden aufzubrechen, um das IJsselmeer zu verlassen.

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Trotz wechselhaftem Wetter sind die Bedingungen korrekt. Wir fahren recht weit hinaus, um das Seegras zu vermeiden. Anschließend geht es um die Insel Marken in Richtung Süden. An den sehr touristischen Häfen Volendam  und Monnickendam, die wir mit dem Rad kurz besucht haben, fahren wir vorbei. Wir nehmen Kurs auf die betonnten Fahrrinnen und legen nach fast 4 Stunden im „Königlichen Bootshafen“ an.  Nach der Anmeldung wird vom Hafenmeister, die französische Flagge gehisst.

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AIS Tracking by Vesselfinder

Stavoren > Enkhuizen : 2,8h / 22km
Enkhuizen > Hoorn : 2,6h / 24km
Hoorn > Edam : 1,9h / 15km
Edam > Muiden : 3,7h / 29km