Wir haben den Mittellandkanal verlassen und fahren weiter auf dem Elbe-Havel-Kanal in Richtung Brandenburg. Der Kanal wirkt hier eher wie ein ruhiger Fluss. Es gibt kaum noch Spundwรคnde und der Wasserlauf wirkt „natรผrlicher“.

Unsere erste Etappe fรผhrt uns nach Genthin wo wir gegen 15h eintreffen. Wir legen gemeinsam mit BALU am „nur fรผr Lidl-Kunden Anleger“ (!) an.

Am nรคchsten Morgen starten wir schon um 7h30 in Richtung Brandenburg, zu unserem Tagesziel. Zwei Schleusen liegen auf dem Weg. Auch heute haben wir Glรผck, die Wartezeiten sind kurz. Sobald wir den Kanal verlassen und in den „Grossen Wendsee“ einfahren, empfinden wir Ferienstimmung. Wir begegnen Hausbooten, Charteryachten, Passagierschiffen und Padlern. Alles sehr gemรผtlich. Frachter werden selten. So erreichen wir den Hafen „Havel Marin“ kurz nach Mittag.


Wir bleiben 2 Tage in Brandenburg. Zeit genug, um einen ersten Eindruck der Stadt und der Umgebung zu bekommen. Wenn man mit den Einwohnern spricht, hรถrt man vor allem 2 Dinge: Brandenburg an der Havel ist ein beliebtes Ferien- oder Ausflugsziel, die Immobilienpreise sind stark gestiegen, seitdem es Berliner ins Umland zieht.
Uns erinnert vor allem die Architektur an eine vergangene Zeit. Viel ist erhalten, einiges zerfรคllt …









Von Brandenburg aus geht es weiter รผber die Havel nach Potsdam. Wir wรคhlen die etwas lรคngere aber landschaftlich reizvollere Strecke รผber Werder. Potsdam wird Start -und Endpunkt unserer Reise in und um Berlin sein.
Auch wenn die Fahrrinne durch Betonung gut gekennzeichnet ist, muss man die vielen Fischernetze , denen man unterwegs begegnet, im Auge behalten.

Wie erreichen den Yachthafen Potsdam gegen Mittag und finden einen schรถnen Platz am Gรคstesteg mit direktem Blick aufs Wasser.


Fรผr uns ist es unser erster Besuch in der Stadt. Hier ein paar Schnappschรผsse.






Der Weg fรผhrt uns weiter nach Spandau. Nach unserer Berlintour werden wir uns mehr Zeit fรผr Potsdam nehmen. Es wird dann fรผr einige Tage unser „Basislager“.
Der Weg รผber die Havel und deren Seen verwรถhnt uns mit einer einzigartigen Landschaft. Leider regnet es in Strรถmen, und wir kรถnnen teilweise ihre Schรถnheit nur erahnen. Gegen 10h lรคsst der Regen nach, das Wetter bleibt wechselhaft. Bei „km 1“ gibt es am linken Ufer (Fluss aufwรคrts) Bunkerschiffe, die neben „rotem Diesel“ auch GTL anbieten. Vom Tankwart erfahren wir, dass auf den Berliner Gewรคssern kein klassischer weisser Diesel fรผr Sportboote mehr angeboten wird. Somit bunkern wir 180 ltr. GTL-Kraftstoff.

An der Schleuse Spandau erhalten wir vom Schleusenwรคrter eine grรผndliche Belehrung ! Im Unterwasser gibt es eine spezielle Ampel fรผr Sportboote. Nachdem die zu Tal geschleusten Schiffe alle ausgefahren sind, machen wir die Leinen los, um uns der Schleuse etwas zu nรคhern. Dabei behalten wir die Ampel an der Schleuseneinfahrt im Auge. Wir wollen, wie gewohnt, das grรผne Freizeichen an der Schleuse abwarten. Aber das war ein eigensinniges Fehlverhalten !!!. Es ist das erste Mal (es gibt immer ein erstes Mal!), dass uns auf unseren 16 000 Bootsfahrkilometern eine solche spezielle Sportboot-Ampel begegnet. Natรผrlich hat der Schleusenwรคrter recht, wenn er auf die Regeln auf seine persรถnliche Weise hinweist, … “ Sie halten doch auch mit ihrem Auto an der Ampel, wenn sie rot ist, ODER... „. Also zurรผck zur Warteposition!

Direkt hinter der Schleuse finden wir fรผr 2 Tage Platz im „Spandauer Altstadt-Hafen“.

Von der „Alt“-Stadt Spandau ist wohl nach 1945 nicht viel รผbrig geblieben. Vom Hafen aus, ist die Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert leicht zu erreichen.






Zusammenfassung:
- Genthin – Brandenburg : 4h15, 34km, 2 Schleusen
- Brandenburg – Potsdam : 4h30, 45km
- Potsadam – Spandau : 4h, 25km, 1 Schleuse , 180 ltr Tanken