Vor ein paar Tagen haben wir die Rรผckreise begonnen. Da wir den Mittellandkanal schon auf der Hinreise erwรคhnt haben, werden wir jetzt darauf verzichten, wieder im Detail darauf zurรผckzukommen.
Oder doch?
In diesem Beitrag geht es um Liegeplรคtze, denen wir auf unserem Weg in Deutschland begegnet sind, mit Schwerpunkt Mittellandkanal, Berlin und Umgebung.
Am Kanal:
Zunรคchst mal zu den Kanรคlen, hier findet man genรผgend „Liegeplรคtze fรผr Sportboote„. Nach Wolfsburg nimmt die Dichte allerdings ab. Sie bieten eine praktische und billige Alternative zu Hรคfen, vor allem, wenn diese rar sind, und falls man auf Strom und Wasser verzichten kann.






Unsere Erfahrung ist eher positiv. Die meisten (von uns aufgesuchten Plรคtze) liegen in ruhiger Umgebung. Der Berufsverkehr hรคlt sich in Grenzen. Der Schwell wirkt kaum stรถrend, da die Frachter hier mit gemรครigter Geschwindigkeit unterwegs sind. Die beschilderten Plรคtze sind auf den รผblichen Karten markiert. So kann man seine Etappen gut planen. Allerdings bieten die markierten Zonen im allgemeinen nur Platz fรผr maximal 3 Boote. An besonders gesuchten Stellen kann es dann an ein paar Metern Spundwand fehlen. An den markierten Liegeplรคtzen sind diese oft verkleidet, was das anlegen und festmachen sicherer gestaltet. Unterwegs trifft, man auch auf „Dauercampern„, die diese Stellen als Abstellplรคtze benutzen.
In Minden, am Wasserstrassenkreuz, ist es schwierig, eine freie Lรผcke zu ergattern. Weder auf der Hin- noch auf der Rรผckreise gab es einen Zentimeter Platz! Obwohl dort die Wasserschutzpolizei darauf achtet, dass die Schiffe nicht lรคnger als eine Nacht verweilen.
In Berlin
Hafen in der Innenstadt auf der Spree ? Fehlanzeige!!!

In der Nรคhe des Reichstags gibt es am rechten Ufer einen „Kai“ mit ein paar Festmachern und 4-5 Plรคtzen zum Anlegen. Die Liegedauer ist auf 24 Stunden begrenzt. Mit etwas Glรผck, kann man dort einen Platz ergattern.
Es gibt dort wenigstens einen Mรผllcontainer. Aber das wars dann auch fรผr die Bundeshauptstadt! Man findet noch Hรคfen an der Peripherie, z.B. auf dem Teltow-Kanal. Wenn man das Pech hat, keinen Platz in Berlin Mitte zu finden, bleibt nur die Rรผckfahrt nach Spandau oder weiter zu den Seen im Osten.

Auf den Flรผssen und Seen im Umfeld der Stadt
Auf den ersten Blick kรถnnte man sagen, SUPER! Soviel Hรคfen gibt es selbst in Friesland nicht pro Quadrat-Kilometer. Stimmt, ABER, es sind meistens Privat -oder Clubhรคfen, die den Begriff „Gast“ oder „Passant“ nicht kennen.Wenn Plรคtze vorhanden, so sind sie meistens von den unzรคhligen Charterbooten belegt.
Natรผrlich gibt es Ausnahmen, wie in Brandenburg, aber telefonische Voranmeldung ist geraten. „Meldestege“ sucht man im Allgemeinen vergeblich. Es bleibt das Ankern auf den wunderschรถnen Seen. Da ist die Auswahl schlicht endlos.
Zum Abschluss ein Beispiel: In Kรถpenick fanden wir in einem Hafen einen freien Platz. Wir fragen nach, „ja klar, Sie kรถnnen hier eine Nacht bleiben, die Charterboote sind gerade unterwegs,…“. SUPER! Dann die รberraschung beim Bezahlen: 40 โฌ (vierzig!) Festpreis. 40 ? „Ja, ich mache mir die Mรผhe nicht nach Grรถsse abzurechnen„.
In den wenigen Hรคfen, die Gastplรคtze anbieten, sind die Preise zwar „angemessener„, aber auch hier ist man vor รberraschungen nicht sicher: Preis = Bootslรคnge + Strom + Wasser + Anzahl der Personen (Kinder unter 4 Jahren kostenfrei) + Dusche + etc. Da kommt am Ende auch ein stattlicher Betrag zusammen.
Die von uns benutzten Hรคfen werden auf der Seite „Liegeplรคtz/Deutschland“ erwรคhnt und vorgestellt (z.Z. im Bau).


















































































































































































