2026 #14 Städterundfahrt, Teil 2

Wir verlassen Leiden am 24 Juli. Vorsorglich haben wir unseren 5m Mast gelegt, da auf der Strecke viel Brücken vor uns liegen. Nicht alle können wir so passieren, aber wenigstens diejenigen, welche eine Durchfahrthöhe von mindestens 3,60m haben.

Aber zunächst wollen wir unseren Kraftstofftank wieder füllen. Auch wenn es noch nicht nötig ist, so ist es zumindest beruhigend. Vielleicht spielt auch der geopolitische Kontext etwas mit,… Da wir dieses Jahr keine grossen Strecken mehr fahren werden, sind wir bis zur Ankunft in unserem Winterhafen auf der sicheren Seite.

Gesagt getan, der Weg führt uns direkt an der Texaco-Bootstankstelle vorbei. Jetzt hält uns nichts mehr auf, auch wenn unser Elan an manchen Brücken etwas abgebremst wird. So müssen entweder wir auf andere Schiffe warten, oder andere Boote warten auf uns, bis dann die Durchfahrt frei wird.

Haarlem

Das ist im besonderen der Fall, sobald man sich Haarlem nähert. Spätestens ab der Buitenrustbrug fährt man im Konvoi zur und durch die Stadt. Ab der Langebrug (N°7) gilt es Ausschau, nach einem Liegeplatz zu halten. Die Plätze mit Wasser und Stromanschluss sind gezählt.

Obwohl einige Plätze zwischen Melkbrug (n°6) und Catharijnebrug (n°4) frei sind, bevorzugen wir weiterzufahren. Dort gibt es ein paar gute Plätze am rechten Ufer. Dies hat sich aber rumgesprochen. Die Chance dort festmachen zu können, gleicht einer Lotterie.

Direkt hinter der Catharijnebrug steht eine Mühle. Dort liegt ein kleiner Hafen für kleinere Boote. Wir finden Platz am Aussensteg.

Wir verweilen 3 Tage in Haarlem, genügend Zeit für Spaziergänge, Museumsbesuche und einfach dZeit um dem regen Treiben auf auf dem Spaarne zuzuschauen.

Unser erster Besuch gilt dem Barnaart Haus im neoklassizistischen Baustil an der NieuweGracht. Aus heutiger Sicht erscheint es unglaublich, dass ein solches Haus in nur 4 Jahren Bauzeit am Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut werden konnte, wo heute schon Renovierungen mindestens doppelt so lange dauern…. Das Haus gehörte dem Haarlemer Bürgermeister Barnaart. Seit 2025 kann es besichtigt werden.

Wer sich für etwas für Kunst und Wissenschaft im Allgemeinen interessiert, der kommt am Teyler Museum und Haarlem nicht vorbei. Selbst Einstein war hier. Teyler war ein Textilfabrikant im 18. Jahrhundert. Da er kinderlos blieb, legte er testamentarisch fest, dass sein Vermögen für Kunst und Wissenschaft verwendet wird. Dazu gründete er eine Stiftung und das Museum im Zentrum von Haarlem.

Die letzte Museumsetappe gilt, wie so oft, dem Frans Hals Haus. Dieses Ort kennt jeder, der schon mal in Haarlem war. Oder ? Wenn nicht, ein „Must See“ Erlebnis.

Leider stimmt die Perspektive der Fotografie nicht. Das Stadtbild hat sich über die Jahre kaum verändert. Es scheint nur etwas lebhafter, aber der Eindruck kann täuschen ;-).

Keine Angst! Wir haben nicht die ganze Zeit in Museen verbracht. Haarlem ist eine sehr lebhafte, wohlhabende Einkaufsstadt. So nutzen wir unsere Zeit bei schönstem Wetter auch zum Bummeln bevor des weitergeht zur nächsten Etappe unserer Rundreise.

Ganz in der Nähe unseres Liegeplatzes, machen wir noch einen Abstecher zu der Koepel, einem ehemaligen Gefängnisbau, der jetzt ein Kino und Räume der Haarlem Hochschule beherbergt. Hier ein Beispiel einer schönen Renovierung und gelungenen funktionalen Umgestaltung.

Gerne würden wir noch ein paar Tage in Haarlem verweilen, aber am 27. Juli brechen wir auf zu unserer nächsten Etappe.

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