Im Frühjahr hatten wir geplant, die Nord- und Südholland auf unserem ersten Törn zu bereisen. Daraus wurde wie schon erwähnt nur teilweise etwas.
Anstatt von Amsterdam aus über Haarlem, Leiden und Delft nach Rotterdam zu fahren, wurde es eine Rundreise im Uhrzeigersinn mit Start in Rotterdam.

Da uns aus früheren Reisen diese schönen und interessanten Städte bekannt sind, haben wir dieses Mal Wert darauf gelegt, Neues zu entdecken und einfach nur die Zeit zu geniessen.
Delft:
Wir verlassen Rotterdam am 17. Juli in Richtung Delft.
Ab diesem Tag ist die Sperrung der Abtwoudsebrug auf der Schie für ein paar Tage aufgehoben. Wir sind nicht das einzige Schiff, dass sich an diesem Tag auf den Weg macht. Da wir früh ankommen, finden wir einen guten Platz im Passantenhafen direkt vor der Constructiebrug mit einem schönen Ausblick auf das gegenüberliegende Ufer. Hier bleiben wir einen Tag.


Heute am Freitag ist Markttag. Aber auch ein Trödelmarkt findet gleichzeitig Stadt. Somit ergibt sich eine gute Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Strassen der belebten Stadt.



Zum Abschluss führt uns der Weg zum Botanischen Garten der TU Delft.



Es ist sicherlich nicht der grösste und beeindruckendste Botanische Garten. Dies liegt sicherlich an der stark technischen Ausrichtung der renommierten Hochschule. Für Pflanzen- und Blumenliebhaber lohnt sich der Besuch. Vom Hafen aus sind es nur einige hundert Meter bis dort hin.
Leiden (1.Teil):
Die meisten Brücken auf dem Weg von Delft nach Leiden werden fernbedient. Um sie heben zu lassen, benutzt man am einfachsten die jeweilige Telefonnummer. Über eine Menusteuerung kann man die gewünschte Brücke auswählen. Es gibt aber auch Ausnahmen,…
Als wir uns der Sijtwendebrug kurz vor Leidschendam nähern, sehen wir „Doppel-Rot“. In der aktuellen Zeit, wo einige Sperrungen, das Vorankommen beeinträchtigen können, ist das zunächst ein schlechtes Zeichen.

Eine Handynummer hilft uns weiter (0032 6 21 10 2975). Wir müssen 15 Minuten warten. Die Brücke dient in gewisser Weise zur Verkehrsregulierung. Somit wird verhindert, dass sich zu viele Boote, um einen Platz in der anschliessenden Schleuse streiten. Die Schleuse von Leidschendam ist sowohl ein Nadelöhr als auch eine touristische Attraktion. Wir werden mit acht Schiffen geschleust.

Nach der Schleuse geht es recht zügig zum Passantenhafen in Leiden. Wegen der vielen Brücken brauchen wir trotzdem 4 Stunden. Da der Hafen schon recht voll ist, und uns einige Boote folgen, zögern wir nicht lange, und nehmen den erst besten Platz. Wobei wir feststellen müssen, dass die Pflöcke und der Steg kaum Platz für unsere Boot lassen.

Da wir die Stadt aus früheren Fahrten 2017 und 2019 recht gut kennen, entscheiden wir uns für zwei Tagesausflüge.
Zunächst geht es mit dem Fahrrad nach Katwijk. Wir sind Mitte Juli. Der Sommer kommt dieses Jahr später. Es herrscht gähnende Leere. Um es kurz zu sagen, vielleicht liegt es am Wetter, aber „umgehauen“ hat uns dieser Ort nicht. Nach einem Spaziergang zum Strand und einem kleinen Lunch treten wir die Rückreise an.



Den Haag und Scheveningen:
Am nächsten Tag geht es mit dem Zug nach Den Haag. Als wir dort ankommen, müssen wir feststellen, dass (auch hier) Baustellenstimmung herrscht. Ein Grossteil des historischen Kerns wird renoviert.


Das gibt uns Lust andere, noch unbekannte Viertel der Stadt zu besuchen. So entdecken wir das Schloss und seinen kleinen Garten, den Friedenspalast, die „Passage“



Für den Nachmittag haben wir uns einen Abstecher nach Scheveningen vorgenommen. Wir nehmen die Tram, das geht schnell und einfach.
Da wir beim letzten Besuch nur wenig Zeit hatten, wollen wir dieses Mal vor allem die „Pier“ erkunden. Wie das Kurhaus, scheint dieses Bauwerk ein Relikte einer lang untergegangenen Zeit zu sein.
Der Pier wurde 1961 eröffnet, er ersetzt ein ähnliches Gebäude aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Ab nächstem Jahr soll er grundlegend renoviert werden. Man sieht ihm an, dass sowohl die Natur aber auch seine Besucher an ihm genagt haben.
Immer noch lockt er Besucher an, die einen Spaziergang zur tollen Aussicht oder zum Kauf einer Snacks nutzen. Wir lassen uns die Aussicht ebenfalls nicht entgehen und nutzen die Zeit für ein paar nette Fotos.






Leiden 2.Teil:
Nach unserem Ausflug nach Schevenigen geht es zurück nach Leiden. Als wir unsere Klappräder aufgeklappt in den Zug nehmen, werden wir zunächst darüber aufgeklärt, wann, wo und wie wir die Fahrräder mitnehmen dürfen. Wir haben Glück, da wir brav unsere Klappräder zusammenklappen, uns im richtigen Abteil befinden, wo Fahrrad ausserhalb der Stoßstange kostenlos erlaubt sind Fahrt ohne weitere Ermahnung und Strafe auf uns nehmen.
Die Universitätsstadt lässt einem die Wahl zwischen 13 vielfältigen Museen. Dieses Mal wählen wir das Natur- und Geistesswissenschaftliche Rijksmuseum Boerhaave, das Malerei Museum „De Lakenhal und immer wieder den ausgezeichneten Botanischen Garten.








