Da wir die VECHT und den AMSTERDAM-RIJN-KANAL schon mehrmals befahren und erwähnt haben, werden wir hier darauf nicht mehr ausführlich eingehen. Die Vecht verlassen wir bei Maarsen.
Nicht vergessen dabei sollte man dabei:
- auf die Höhenbegrenzung zu achten und
- sich auf Kanal 61 anzukündigen.

Bevor wir auf dem Lek sind, erscheint uns unsere kleine Radtour, die wir von Maarsen aus zu den Lotrechter Plaasen unternommen haben, noch erwähnenswert.
Der Weg führt uns vorbei an zwei Wassermühlen unterschiedlicher Konstruktionen aus verschiedenen Zeitaltern. Die kleiner Mühle, bei der sich der grössere Teil der Mühle komplett dreht, ist die jüngere. Was uns auf den ersten Blick überrascht! Diese Technik wurde bei geringeren Pump-Mengen vorgezogen. Die grössere Mühle diente dem Betreiber auch als Wohnung. Dort wohnte der letzte Besitzer mit seinen 7 Kindern auf engstem Raum. Nur der Wohnraum wurde im Winter beheizt.






Zwei nette Freiwillige nehmen sich viel Zeit bei der Besichtigung und erläutern uns die Funktionsweisen der beiden Mühlen. Wir erfahren auch einiges über das Leben in der Mühle. Jetzt aber zum LEK!
Der kanalisierte Niderrijn geht bei Vianen in den Gezeitenstrom LEK über.
Auf dem Lek geht es nun zu Tal in Richtung Rotterdam.
Wir lassen uns Zeit. Wir teilen die Strecke in 4 kleine Etappen ein:
- Maarsen > Vianen
- Vianen > Schoonhoven
- Schonhoven > IJsselmonde
- IJsselmonde > Rotterdam
Die Wirkung der Gezeiten muss bei den Fahrzeiten mit eingeplant werden, zumal bei schlechtem Wetter. Ausser unserer letzten Etappe, starten wir schon früh. Für die ganze Woche ist starker Wind und teilweise Regen für Nachmittag angesagt.
So kämpfen wir weniger mit Wind als mit der Strömung des Flusses. Das hat einen Einfluss auf unser Vorankommen.
Zur Zeit haben wir morgens auflaufendes Wasser. Hochwasser ist gegen Mittag. Dies verringert unser Vorkommen um rund 3-4 km/h. Hinzu weht uns teilweise schon kräftiger Wind aus Westen entgegen. So kommen wir nur mühsam mit 5-7 km/h voran.
Genauere Angaben über die Tide und Strömung findet man hier.
Sieht man davon ab, muss man sagen, dass der LEK ein angenehmes Revier ist. Die Schelde erscheint uns diesbezüglich, anspruchsvoller zu sein. Die Pegelunterschiede sind dort weit grösser. Die Schelde windet sich sehr kurvenreich von Gent nach Antwerpen. Hinzukommt, dass es nur wenige (vernünftige) Übernachtungsmöglichkeiten dort gibt.
Immer wenn wir auf Waal, Lek oder einem der sonstigen Arme oder Verzweigungen des Rheins und der Maas unterwegs sind, versuchen wir, das ganze „Wassergewirr“ wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Die Namensvielfalt erklärt sich historisch. Die Verzweigungen im Rhein-Maas Delta haben ihren Ursprung sowohl in den Unwetterkatastrophen des letzten Jahrhunderts als auch in den niederländischen Bemühungen, Flutkatastrophen und Überschwemmungen durch massive Eingriffe in die Wasserlandschaft zu vermeiden oder wenigstens, unter Kontrolle zu halten.
Der grösste Teil der Wassermengen des Rheins fliessen über den Waal ab. Wie wir schon früher an anderer Stelle berichtet haben ist, das Spiel von Flussströmung und Tiede besonders verwirrend um Dordrecht.

Wir beenden unser 1. Tour 2026 in Rotterdam.
Von dort sind wir in 20′ mit der Tram 8 am Hauptbahnhof „Rotterdam Centraal“. Von dort geht aus erreichen wir Paris in 2h40.