Diesmal ist es weniger die Stadt sondern das unsichere Wetter (vor allem der Wind) und die diversen Brückensperrungen, die uns eine Pause einlegen lassen. Als wir aus Alkmaar zurückkommen, hat sich die Wegsituation nicht verbessert.
Das ist aber auch eine Gelegenheit, die Waschmaschine im Hafen in Schwung zu bringen. Das geschieht hier übrigens mit der „AppWasch“ von Miele. Damit wird sowohl die Maschine (Waschmaschine oder Trockner) ausgewählt, als auch die Benutzung der Maschinen bezahlt. Da wir Wäschetrocker ablehnen, verwandelt sich unser Schiff anschliessend für ein paar Stunden in einen „natürlichen, schonenden und energiearmen Trockner“ .
Abgesehen vom Kleiderwaschen, gibt es in einer Stadt wie Amsterdam immer was zu sehen und zu tun. Selbst der Sixhaven bietet viel Abwechselung.

Dabei versuchen wir den Massentourismus, der über die Stadt ununterbrochen herfällt, zu vermeiden.

Diesmal stehen auf dem Programm:
- das ehemalige Tropenmuseum, das allerdings jetzt Wereldmuseum heisst, was eher seiner heutigen breiteren Ausrichtung entspricht. Dieses Museum gehört für uns „zum festen Programm“. Nicht nur wegen des schönen Gebäudes, vor allem die aktuelle Sonderausstellung „Made in China“ hat unsere volle Aufmerksamkeit geweckt. Wenn man diese Ausstellung gesehen hat, wird einem klar, warum China heute da steht, wo es ist.
- das Städtische Museum, wo eine sehr interessante Ausstellung über den Werdegang und das Werk des Industriedesigners Kho Liang Ie, der unter anderem durch seine Arbeiten am Flughafen Shipol bekannt wurde.
- das Fotografie-Museum. Obwohl dort grössere Umbauarbeiten im Gange sind, gibt es eine kleine Auswahl der Arbeiten des MAGNUM Fotografen Martin Parr zu sehen.
- das Rijksmuseum, durch welches wir uns von der ausgezeichneten App haben führen lassen. Die App bietet verschiedene Möglichkeiten das Museum zu erkunden. Sie kann auch zur Vorbereitung „zuhause“ oder zum Nachlesen nach dem Besuch genutzt werden. Hier im Museum bestätigt sich übrigens ein neuer Trend. Wichtig für viele Besucher scheinen nicht (mehr) die Werke zu sein, die es eigentlich zu bewundern gibt, sondern die Tatsache zu zeigen, dass man dort war, ganz nah bei Van Gogh. Selfies und Gruppenfotos aus des Rijksmuseum überfluten die sozialen Netze mit der Nachricht : #ichwarhier. Inzwischen ist es einfacher und (fast) besser sich die Kunstwerke in Ruhe auf der App anzuschauen.
Alltagsszenen aus der Stadt :












Der Wind legt sich und wir ziehen weiter.
Leider nicht wie geplant. Das ist nun mal Teil des Bootsfahrens.
Wir verlassen den Sixhaven, melden uns auf Kanal UKW 5 an, und fahren in Richtung Amsterdam-Rijn-Kanal, um von dort zur Vecht zu gelangen.