2026 #4 Bis Hoorn „alles nach Plan…“

Am 4. Mai ist für uns dieses Jahr Saisonstart.

Unser Boot liegt blitzblank am Steg. 3 Tage später, nachdem die üblichen Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es los. Zunächst in 5 Etappen nach Heusden. Dort erwarten wir Besuch.

Was uns sofort auffällt, ist die fast absolute Ruhe auf dem Wasser, kaum Frachter, wenig Freitzeitboote. Mit einer Ausnahme werden wir an allen Schleusen allein geschleust.

Sicherlich, das Wetter Anfang Mai entspricht eher dem, das man im November erwartet. Als wir gegen 14h in Heusden ankommen, stellen wir mit Erstaunen (oder Entsetzen) fest, dass wir das einzige Boot am Passantensteg 8 sind. Das haben wir hier noch nie gesehen!

Heusden

Die Treibstoffpreise und die „allgemeine Lage“ mögen wohl auch ein Grund dafür sein.

So tuckern wir gemütlich weiter nordwärts und folgen unserem Plan. Selbst auf dem sonst so befahrenen Waal ist es seltsam ruhig,…

Von Woudrichem aus geht es dann direkt nach Vianen, wo wie 2 Tage im Passantenhafen bleiben. Wir wollen die Zeit nutzen und Utrecht besuchen.

In Vianen nehmen wir den Bus, der uns in 40′ nach Utrecht bringt.

Abgesehen von einem Stadtbummel, statten wir dem Catharijneconvent und dem Centraal Museum einen Besuch ab.

Da die Koninginnensluis in Nieuwegein bis zum 12. Juni gesperrt ist, geht es auf dem Lek direkt zum Amsterdam-Rijn-Kanal via die Prinses Beatrixsluis. Hier werden wir mit einem kleineren Frachter und einem Freizeitboot geschleust.

Zu unserem Glück ist es auch auf dem Amsterdam-Rijn-Kanal recht ruhig. Der Schwell hält sich in Grenzen und wir erreichen problemlos die Vecht. Wir entscheiden uns, in Breukelen zu übernachten.

Bis zur Einfahrt zur Vecht sind es nur 14 km. Wegen der Höhenbegrenzung der Buurenbrug von 3,75m gilt besondere Vorsicht bei der Einfahrt. Wir melden uns über UKV Kanal 61 an. Man signaliert uns, dass kein Schiff in entgegengesetzter Richtung unterwegs ist.

Wir kommen dort um 11h58 an der Brücke in Breukelen an. Um 11h59 schaltet der Brückenwärter auf Doppel-Rot! Ja klar, das Heben und Senken der Brücke hätte länger als eine Minute gedauert…. Somit heisst es nun Mittagessen vor der Brücke. Der Passantenhafen liegt direkt hinter der Brücke.

Wie auch in Vianen wird hier mit der App AanUit.net bezahlt.

Die vorhandenen blauen CEE 16A. Stecker für den Stromanschluss sind allerdings nicht aktiviert. Nur Wassertanken ist mit der App möglich.

Jetzt, auf der Vecht hat sich das Wetter deutlich verbessert. Trotzdem bleibt es recht ruhig. Der Weg führt uns weiter an den schönen und gepflegten Häusern und Schlössern vorbei.

In Weesp finden wir einen schönen Platz mit freier Sicht im WSV De Vecht. Weiter geht’s am nächsten Tag nach Muiden, wo wir abwarten wollen, bis der Wind uns die Fahrt übers Markermeer erleichtert.

Von unserem Liegeplatz aus hat man eine schöne Sicht auf das Schloss von Muiden. Dieses Mal nehmen wir uns die Zeit zu einer Besichtigung. Wir sind nicht enttäuscht! Sowohl das Schloss als auch die Aussenanlagen und der gepflegte Garten sind sehenswert.

Bei 2 bft starten wir um 7h45 mit dem Ziel, zum Mittagessen in Hoorn zu liegen. Ausser Mücken begegnet uns kaum jemand auf dem Markermeer.

Wir bleiben zunächst in den durch Tonnen markierten Fahrrinnen. Hier begegnen wir ein paar Frachter auf dem Weg nach Friesland oder Emden.

Vorbei an dem schönen und bei gutem Wetter weit sichtbaren Leuchtturm von Marken nehmen wir zunächst Kurs nach Nord-Osten.

Nach Erreichen der „Sport-Boje H“ fahren wie geradlinig nordwärts (Winkel 358°). So umgehen wir die schon sichtbaren Wasserpflanzen, die sich weiter nach Osten hin ausbreiten. Nach Erreichen der Sport-Boje G nehmen wir Kurs auf den betonten Kanal direkt nach Hoorn.

Als wir um 12h10 im Binnenhafen ankommen, sind zu unserer Überraschung nur noch Plätze im Doppelpack vorhanden, später am Tag liegen wir dann zu viert.

Ja, so ist es nun mal. Wir mussten dieses Jahr wohl 300 km fahren, bevor wir uns nicht mehr alleine fühlen sollten.

Auffallend ist, dass viele Segler unterwegs sind. Das Pfingstwochenende ist bei schönem Wetter, nach Aussagen des Hafenmeisters, der Höhepunkt des Jahres. So soll es auch dieses Jahr sein!

Auch wenn Hoorn immer wieder eine Reise wert ist, soll es nach Enkheuizen und Medemblik weiter übers IJsselmeer gehen. Die Wetterbedingungen bleiben in den nächsten 2 Tagen sehr gut.

Aber,… demnächst davon mehr.

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