2021 #17 Nachspiel

Trotz der Hochwasser bedingten Schwierigkeiten liegen wir sicher in Charleville-Mézières. Der Zustand des Hafens hat sich leider in den letzten Jahren nur verschlechtert. Die Anlage ist vernachlässigt. Dies ist sehr bedauernswert, da der Hafen sehr grosszügig angelegt ist und günstig liegt. Die Innenstadt ist zufuss in wenigen Minuten zu erreichen.

Als wir mit einem in den Ardennen lebenden Bootsbesitzer sprechen, erzählen wir ihm unsere Eindrücke vom Zustand des Hafens und seiner Verwaltung:

  • Als wir beim Einschreiben und Bezahlen der Hafengebühr darauf hinweisen, dass der Aussensteg, seit mehreren Jahren schon, in einem sehr schlechten Zustand ist, Wasser und Strom zwar vorhanden sind, aber die Zugänge zum Steg zugewachsen sind, Bäume den Weg versperren, der Steg vermoost ist, also sehr rutschig und wackelig, erhalten wir als Antwort: „Da gehe ich nie hin, ausserdem ist die Stadtverwaltung dafür zuständig….
  • Die eigentliche Hafenanlage ist nur schwer zugänglich. Eine Brücke überspannt die Einfahrt (bei normal Niveau 3m Durchfahrthöhe). Hochwasser und Strömung macht die Benutzung des Hafens schwierig oder wie in diesem Jahr unmöglich. Also liegen die meisten Schiffe aussen. 3 Boote liegen innen, aber sie sind vor dem Hochwasser angekommen und können nun den Hafen wegen der fehlenden Höhe nicht verlassen.
  • Die Informationen von VNF sind zunächst nur spärlich. Für Ausländer, bestenfalls nur teilweise verständlich.

2 Tage später, nach unserem Gespräch, erscheint ein Journalist der Lokalzeitung am Steg und befragt uns nach unseren Eindrücken. Sicherlich ist das Hochwasser ein Thema aber wir weisen darauf hin, dass unsere kritischen Äusserungen sich nicht auf die aktuelle Lage beziehen. Diese haben nur den schlechten Zustand des Hafens und den Mangel an Information ins Rampenlicht gestellt.

Als wir 3 Tage später morgens in die Stadt gehen, entdecken wir bei einem Zeitungshändler die Schlagzeile der Woche: „L’Etat du port pointé du doigt„.

Quelle: L’Ardennais vom 26. Juli 2021

Die Zeitung wird hier in den Ardennen sehr viel gelesen….. auch der Bürgermeister und die Verantwortlichen von VNF sind Leser! Der Artikel ist ein wahrer“Elekroschock“!!

  • Eine ganze Delegation von Angestellten der Stadt kommen zum Steg, um sich vor Ort von der Richtigkeit unserer Aussagen zu überzeugen und wir glauben unseren Augen nicht, kaum 1 Stunde später beginnen die Reinigungsarbeiten!
  • VNF kommt mehrmals und gibt sich sichtlich Mühe, ausführlich über die Befahrbarkeit der Meuse und des Ardennen-Kanals zu berichten.
  • Von der Campingleitung erfahren wir, dass die Stadtverwaltung die Einfahrt zum Hafen baldmöglichst erhöhen will.
  • Am nächsten Tag, oh welch eine Überraschung, erhalten wir alle im Namen der Stadtverwaltung „ein Fresspaket“ mit typischen Produkten aus den Ardennen.

10 Antworten auf „2021 #17 Nachspiel

  1. 😂ja klasse. Da kannst du froh sein, das du deinen Native Speaker dabeihast!

    Das ist echt tolle Geschichten. Man erlebt was auf seiner Linssen. Danke für Euren Blog.

    Friederike und Martin von der Tritonus.

  2. Comme quoi, la Presse a ses avantages! Il est malgré tout regrettable qu’il faille attendre un journaliste pour que la municipalité décide de faire quelque chose qui devrait faire partie de l’entretien normal de l’infrastructure d’un port de plaisance municipal.
    Comparé aux pays situés plus au nord, nos amis français ont du chemin à faire.
    On espère que vous pourrez lâcher vos amarres mercredi prochain. Nous attendons avec curiosité votre navigation sur le Sambre-Oise.
    Bisous
    Guy et Marleen

    1. Nous allons déscendre la Meuse jusqu’à Namur et puis remonter la Sambre. On verra bien à quel moment nous allons „faire demi-tour“ pour retourner à Maasbracht. Bises

  3. Erfolg ! Die richtige Person zur rechten Zeit am rechten Ort, und die Instandhaltungsarbeit kann beginnen !
    Gute Fahrt auf der Maas !
    Herzlichen Gruß,
    Charlotte
    Bateau FERROUS

    1. Hallo Ihr Ferrousianer, wir haben gestern eine Gewalttour gemacht von Namur nach Maastricht… Eigentlich wollten wir die Sambre von Namur aus rauffahren, aber die regenbedingte starke Strömung und der Berufsverkehr auf dem engen Flüssen haben uns nach 1h und 3km zum Umkehren gezwungen. Danach war klar: weg und nach Norden. Wie es jetzt weitergehen soll, ist noch offen. LG Siggi

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