2016 #8 Endlich auf der Saar

Auf diesen Tag haben wir lange gewartet. Wir verlassen, leider zu früh die Mosel bei Konz, und biegen in die Saar ein. Vorsichtshalber legen wir den Mast um, denn die Durchfahrthöhe ist mit 5,25 zwar ausreichend, aber wir gehen kein Risiko ein. Zumal nach den letzten Wasserständen,…

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Saarburg

20016 Tour-1-25.jpgNach 10 km legen wir im kleinen aber schönen Klubhafen von Saarburg an.

Hafen Saar-4.jpgDie Besichtigung der Stadt lohnt sich, nicht nur wegen ihrer schönen Lage sondern auch wegen des guten Saarweins, der hier überall angebaut wird. Das Wetter ist gut und die Terrassen der Restaurants und Lokale sind voll. Saarburg profitiert auch vom Tourismus.

20016 Tour-1-26Die Schleusen an der Saar sind alle ähnlich. Ihre Fallhöhe ist mit 11 m recht hoch. Wir werden in der kleinen Kammer geschleust. Sie hat eine Grösse von 4 0x 6m.

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20016 Tour-1-27.jpgDie Schleusen erfolgt sehr ruhig und trotzdem recht zügig. Es gibt kaum Strömungen. Jetzt geht es weiter nach Mettlach und zur Saarschleife. Die ihre wahre Schönheit leider nur von oben, aus einiger Entfernung zeigt. In Mettlach sehen wir die Gebäude der weltweit bekannten Firma Villeroy & Boch.

20016 Tour-1-28.jpgAuf der Strecke von Konz bis Herzig gilt es sehr wachsam zu sein un die Beschilderung zu beachten. Die Kurven sind eng und unübersichtlich. Man kreuzt hier wie auf der Mosel Frachtverkehr und Passagierschiefe,… Also VHF mithören und melden.

Von Mettlach aus fahren wir weiter in Richtung Saarschleife. Sie liegt vor uns, auch wenn man, aus unserer Perspektive ihre Schönheit nur schwer ermessen kann.

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Die die Saarschleife in voller Pracht, wie man sie üblicherweise sieht….

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Quelle Wikipedia

 

2016 #7 Auf der Mosel

Auch wenn es uns sehr gut in Metz gefallen hat, sind wir froh nach gut 10 Tagen wieder zu fahren. Der Pegelstand ist am Fallen. Also entscheiden wir zusammen mit Complice loszufahren. Complice will recht schnell über den Rhein zurück in die Niederlande. Wir wollen zunächst ein wenig die Mosel erkunden. Wir kennen die französische Mosel kaum. Die Strömung treibt uns mit 7km/h voran. Auf der Strecke zwischen der französischen und luxemburger Grenze gibt es kaum Anlegemöglichkeiten.

Der Hafenmeister in Metz empfiehlt uns einen Halt im Unterwasser der Schleuse von Thionville. Eigentlich ist es eine Schande, dass eine Stadt wie Thionville einen Hafen für Schiffe über 8m hat,…

Wir machen fest an der Schleuse, besichtigen die Stadt und verbringen eine ruhige und angenehme Nacht. Der Berufsverkehr stört kaum, da die Schiffe sehr langsam in die Schleuse einfahren.

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Es geht weiter nach Schwebsange.

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Schleuse Thionville

Die Schleusen an der Mosel sind, wie früher die französischen Freysinet Schleusen recht genau auf die Grösse der Frachtschiffe angepasst (220 x 16 m). Es bleibt wenig Platz,… Die Berufsschiffer fahren daher sehr langsam in die Schleuse ein und aus.

 

Wir erreichen den Hafen nach 3h30. Ein angenehmer und grosszügiger Hafen mit allen Serviceeinrichtungen. Diesel kostet 0,95€. Das Restaurant ist ebenfalls empfehlenswert. Als wir ankommen ist der Pegel noch hoch. Der Hafen ist voll, aber der Hafenmeister findet für uns einen Platz.

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Hafen Schwebsange (L)

Direkt bei Schwebsange, liegt Schengen. Die deutsch-luxemburgische Grenze verläuft auf der Flussmitte.

Es geht weiter über Konz und Neumagen nach Traben-Trabach. Hier sagen wir unseren Freunden „Auf Wiedersehen in Maasbracht“. Complice fährt weiter zum Rhein.

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Bei Neumagen begegnet uns ein „Weinschiff“… ein Nachbau aus der Römerzeit

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Unsere Linssen Yacht gibt ein paar Künstlern die Gelegenheit, eine Motoryacht im Hafen zu malen. 3 Bilder entstehen so.

 

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Man begegnet aber auch häufig Passagierschiffen, die im Zeittakt hauptsächlich zwischen Bern-Kastel und Cochem pendeln. Hier ist Vorsicht geboten. Vor allem in den engen Schleifen, wo die Frachtkähne oft „Steuerbord/Steuerbord“ verlangen.

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Der Hafen von Neumagen gefällt uns besonders gut. Auch wenn preislisch etwas aus dem Rahmen fällt. Es ist der teuerste Hafen auf unserer Reise. Nicht so teuer wie Paris im Juli aber für 26€ kann man schon etwas erwarten…..

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Neumagen

Nach einer Nacht in Traben-Trabach treten wir unsere Rückreise in Richtung Saar an. Wegen des anhaltendenen schlechten Wetters bleibt die Strömung recht stark, und wir kommen nur im (langsamen) Schritttempo voran, 2-3km/h….

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Bernkastel

 

Nachdem wir im Klubhafen von Bernkastel festgemacht haben fahren wir zur Stadt und besuchen zunächst Kusel und anschliessend Bernkastel. Der Empfang im Hafen ist äusserst nett und die Stimmung ist gut. Als wir abends nach unserer Fahrradtour zurückkommen, ist der Hafen voll.

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Bernkastel
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Traben-Trabach

2016 #6 Zu Besuch in Metz

Das schlechte Wetter und das damit zusammenhängende Hochwasser haben auch ihre positive Seite. Wir sind 10 Tage in Metz blockiert und warten auf Besserung. Jeden Morgen und Abend fragen wir den Pegelstand der Mosel in Trier ab. Die Weiterfahrt ist ausserdem wegen Streiks und Arbeiten an den Schleusen ungewiss… Also nehmen wir uns die Zeit die Stadt ausgiebig zu besichtigen. Und es lohnt sich…

20016 Tour-1 Maas-82.jpgWie schon erwähnt, liegen wir sehr gut im Stadthafen. Alles ist in der Nähe.

Wegen der extremen Wetterverhältnisse treffen wir hier auch einige Freunde, die eigentlich einen anderen Plan für die Saison 2016 hatten: Tiger und Complice.

 

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Direkt gegenüber dem Hafen liegt das Restaurant „Auberge du Mini-Golf„.  Man sollte sich nicht vom Namen abschrecken lassen! Hier isst man ausgezeichnete typische frannzösische Küche zu sehr korrekten Preisen. Vor allem mittags lohnt der Besuch. Während man sein Boot anschaut, bekommt man ein „Einheitsmenu“. Echte Küche wie zuhause, vielleicht sogar besser….

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Vagabond (F), Complice (NL) & Tiger (AUS)

2016 #5 Von Verdun nach Metz

 

Auf der Mosel gibt es nur wenige Häfen, die für grössere Schiffe (über 8m) geeignet sind. Nach 2h30 Stunden Fahrt finden wir mit 2 anderen Booten in einem kleinen Hafen in Crosny sur Moselle gerade noch Platz.

Wegen der starken Strömung 4km/h und dem engen nur 1m20 tiefen Kanal erweist sich die Einfahrt in den Hafen äusserst schwierig.

Der Hafen wird vom nahgelegenen Campingplatz verwaltet.

Von Verdun bis Metz braucht man etwa 30 Stunden. Dabei geht es zunächst weiter über die  kanalisierte Maas, den Rhein-Marne Kanal und die Mosel.

Zwischen Verdun und Saint Mihiel sind die Schleusen noch mechanisch. Ein Mitarbeiter der VNF begleitet uns. In der Vor und Nachsaison muss man sich am Vortag spätestens um 15 Uhr telefonisch anmelden.

In Amply sur Meuse findet man einen ruhigen Liegeplatz vor der Schleuse. Im Ort gibt es eine Bäckerei.

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Hier übernachten wir mit „Tiger“.

Der Weg führt uns weiter nach Saint Mihiel. Im Frühjahr muss man auf schwimmendes Holz sehr aufpassen. Es kann vorkommen, dass ein Schleusentor von einem grösseren Holzstück blockiert wird wie hier in Commercy.

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Nach Toul führt der Weg noch durch den Tunnel von Foug. Er ist etwa 800m lang.

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Wir bleiben ein paar Tage im schönen und gut ausgestatteten Hafen von Toul.  Samstags bietet er sich an als Hintergrund für Hochzeitsfotos. Eine Tankstelle liegt etwa 600m entfernt. Toul ist eine alte Festungsstadt. Ein Besuch lohnt sich.

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Eigentlich war alles anders geplant. Von Toul aus wollten wir zunächst nach Nancy und dann in Richtung Elsass und Saar. Aber wegen Hochwasser, Streiks und defekten Schleusentoren haben wir uns dann anders entschieden.

Wir fahren zunächst einmal die Mosel runter in Richtung Deutschland. Die 1. Etape bringt uns von Toul in etwa 6 Stunden nach Pont à Mousson in den Stadthafen. Dort empfangen uns einige aufgebrachte und verständnislose Boote aus USA, Australien, Niederlanden und Deutschland.

Im Hafen ist für den nächsten Tag ein Hafenfest angesagt. Zu unserer Überraschung sind die Gastboote aber nicht willkommen geheissen. Wir müssen weg, und sofort!!! Es ist 17h. Kein Mensch war vorher informiert worden. Zunächst versuchen wir noch die Hafenleitung zu überreden, uns wenigstens übernachten zu lassen. Wir würden dann alle sehr früh losfahren. Nicht zu machen. Um 17h30 entscheiden wir uns gemeinsam in Richtung Metz loszufahren. Wir übernachten im kleinen Klubhafen von Corny sur Moselle. Der Hafen ist eigentlich nicht geeignet für Boote über 10m. Aber die freundliche Hafenmeisterin, die auch den Campingplatz leitet, findet uns einen Platz nach fast 9h Fahrt… Achtung: die Einfahrt ist sehr eng und nicht tief. Bei grosser Strömung eine riskante Angelegenheit.

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Weiter geht es nach Metz. Das Hochwasser zwingt uns zu einem längeren Aufenthalt. Wir haben Glück im Unglück. Hier liegt der schönste Hafen auf unserer Reise. Er liegt geschützt in einem Seitenarm der Mosel, direkt im Stadtzentrum. Hier bleiben wir 10 Tage und profitieren von der schönen, angenehmen und interessanten Stadt.  20016 Tour-1 Maas-70