Maastour 2015 #1

Die ersten 4 Etappen: Maasbracht > Maasbommel

Tour 2015-1 

  • 1. Etappe: Maasbracht > Roermond:

Nachdem wir mehrere Tage bei schönem Wetter in Maasbracht geblieben waren, ging die Tour am 14. Mai los. Zunächst fuhren wir bis Roermond in den Hafen Nautilus. Für die Strecke braucht man 2-2,5 Stunden, je nach Wartezeit an der Schleuse Linne. Die Kosten für den Hafen sind fix mit Strom, Wasser, Duschen inbegriffen. Das Restaurant ist recht gut. Es war allerdings etwas laut wegen einer Geburtstagsfeier.

Schleuse Linne
Schleuse Linne
  • 2. Etappe: Roermond > Venlo:

Zwischen Roermond und Venlo müssen 2 Schleusen überwunden werden. Die Fahrt dauert 4,5 Stunden. Wir fahren im Allgemeinen mit 10km/h. Der Stadthafen in Venlo ist ganz neu gestaltet und in die Stadtarchitektur eingebettet. Wir haben den Jachthafen  flussabwärts, ausserhalb der Stadt bevorzugt. Auch wenn er direkt neben einem Containerladeterminal liegt, ist er sehr angenehm. Zur Stadt sind es 4km und man braucht 15 Minuten mit dem Rad.

Venlo
Venlo

Der Empfang und die Ausstattung sind gut. Ansonsten günstig: 12€ / Nacht. Wer deftiges Essen mag, sollte das Restaurant versuchen. Man hat einen schönen Ausblick über den Hafen.

MV de Maas
MV de Maas
  • 3. Etappe: Venlo > Mook:

Auf der Strecke liegen einige gut ausgestattete Häfen. Die meisten Passantenhäfen sind allerdings für eine Übernachtung nicht geeignet. Sie liegen sehr unruhig, vor allem wegen des Schiffsverkehrs. Eigentlich hatten wir vor, in t’Leuken zu übernachten, aber wegen des schlechten Wetters sind wir bis Mook gefahren. Die Fahrt dauert 6,5 Stunden. Auf der Strecke liegt eine Schleuse. Der Berufsverkehr ist nicht sehr stark.

Bei Wanssum haben wir die „EMILY“ gekreuzt…. ein Mitglied der deutschen Linssen Eigner Vereinigung LYEV. Kurz darauf ist uns die erste „Classic Study“ unterwegs begegnet. Eine CS28 Sedan.

Übernachtet haben wir im Hafen „Eldorado“. Ein grosser Hafen mit einem kompletten Serviceangebot. Was uns gestört hat ist die Preispolitik : „alles extra“ ausser Liegeplatz und Wasser. Strom, Dusche, Wifi, Abwasser…  alles muss extra bezahlt werden. Da der Grundpreis mit 22 € schon recht hoch ist, erscheint uns dies ärgerlich. Es ist eher ein Platz zum längeren Aufenthalt… und für Leute, die Komfort suchen. Es gibt viele Restaurants in der Nähe. Wir haben vom Bowling profitiert!

Bevor wir am nächsten Morgen weitergefahren sind, haben wir wegen unserer Kinder noch einen Stop im Passantenhafen von Cuijk gemacht; denn dort gibt es eine Bahnverbindung nach Düsseldorf, zum Flughafen.

Passantenhafen Cuijk
Passantenhafen Cuijk
  • 4. Etappe: Mook > Maasbommel:

Die Maas ist hier schon recht breit.

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Die Landschaft ist sehr lieblich. Es sind einige Freizeitschiffer unterwegs.

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Das Wetter wurde zunehmend schlechter. Wir hatten viel Wind und haben uns für 2 Tage Tage im Hafen WV De Golden Ham installiert. Der Hafen ist eher einfach. Hier sind vor allem Segler festgemacht. Der Empfang ist gut und herzlich. Es herrscht eine gemütliche Ambiente. Das Bier kostet 1 € und die Übernachtung 11€. Duschen sind allerdings etxra, Wifi ist frei!

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WV De Golden Ham

Wir haben das windige Wetter ausgenutzt, um die Umgebung etwas „zu ergehen“. Der Ort Megen liegt auf dem linken Ufer, und ist mit einer Fähre leicht zu erreichen. Es ist ein idyllisches kleines Dorf.

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Der Spaziergang lohnt sich. Zum Abschluss gab es eine Tomatensuppe im „Effe bitte“ (http://terraseffezitte.nl). Sehr zu empfehlen!

Vor einem Jahr in Richtung Paris

Genau vor einem Jahr haben wir unsere 1. Tour nach Frankreich gemacht. Zunächst geht es die Maas aufwärts und dann in den Adressen-Kanal. In Belgien gibt es einige nette Häfen wir hier bei Huy. Als wir dort waren, haben sich 4 Linssen-Yachts getroffen: Maria-Anna, Regina, Laguna und unsere Vagabond.

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2015 Saison Start

In wenigen Wochen ist es soweit. Wir starten die Vorbereitungen.

Im Mai werden wir die Maas weiter erkunden. 2014 haben wir einen Teil der französischen (zwischen Charlesville-Mezière  un Givet), der belgischen und der niederländischen Maas bereist. Sowohl flussaufwärts als auch abwärts.

Dieses Mal soll es von Maasbracht bis zur Mündung gehen. Danach werden wir über die Kanäle wieder nach Maasbracht fahren.

Vanderlaan

Bald ist Winter

Wir sind wieder in Maasbracht. Wir nutzen die letzten schönen Tage aus, bevor es in die „Winterpause“ geht (15.Oktober – 15.April). Für die Bootslagerung bieten sich 4 Möglichkeiten an: Im Wasser aussen, im Wasser in der Halle, an Land aussen oder an Land in der Halle. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, über die in den Foren eifrig diskutiert wird. Wir haben uns für die Halle an Land entschieden.

Im Hafen Van der Laan Yachting
Im Hafen Van der Laan Yachting

Zunächst werden die Boote mit einem speziellen Kran aus dem Wasser gehoben.

Kran Van der Laan Yachting
Kran Van der Laan Yachting

Anschliessend wird das Schiff mit einem Transportschlitten in die Halle gefahren. Vagabond 2014-4-5

Winterhalle Van der Laan Yachting
Winterhalle Van der Laan Yachting

Törn 3-2014 Cergy > Maasbracht

Sommertörn mit unserer TNCS 36 AC von Cergy > Seine > Paris > Marne > Ardennen > Maas > Maastricht > Maasbracht

  • Etappe 1: Cergy (Port de plaisance) > Paris 
    L’Oise > Seine
    8h – 80 km – 3 Schleusen

    Vagabond 2014-3
    Hafen- Cergy

    Der Hafen von Cergy ist sehr empfehlenswert. Ausstattung, Lage und Empfang sind insgesamt gut.
    Zwischen Cergy und Paris gibt es nur wenige Haltemöglichkeiten.

    Cergy
    Cergy

    Wir haben einen Stop in Rueil-Malmaison gemacht. Der Liegeplatz liegt schön, aber er ist ohne jeglichen Service. Um nach Paris zu fahren, gibt es 2 Möglichkeiten: über die Seine oder über den Canal St. Martin. Wir haben die Seine- Strecke bevorzugt.
    Über die Seine geht es an der „Défense“ vorbei, mein Arbeitsplatz….

    La Défense - Paris
    La Défense – Paris

    Im Hafen „Arsenal“ gibt es im Sommer immer Plätze. Man kann sich natürlich auch voranmelden. Die Liegegebühren sind „parisgerecht“ und liegen bei 50 € inklusive allem Service. Der Hafen ist nachts gesichert und bewacht.
    TIPP: es ist empfehlenswert sehr früh morgens nach Paris aufzubrechen, am besten während der Woche. Ab 11Uhr morgens ist die Seine  stark befahren, vor allem wegen der „Bateaux Mouches“. Morgens sind nur die Lastkähne unterwegs. Alle haben es eilig, nehmen sich die Vorfahrt und verursachen stärkere Wellen… Immer hinter sich schauen und an engen Stellen auf jeden Fall diesen Booten oder den Frachtkähnen absolute Vorfahrt gewähren.

    Vagabond 2014-3-4
    L’Arsenal
    Paris
    Paris
    Vagabond 2014-3-17
    Bateaux Mouches auf der Seine
    • Etappe 2: Paris  > Reims
      Seine > Marne > Canal latéral à la Marne > Canal de l’Aisne à la Marne
      40h – 240 km – 38 Schleusen
      Die Fahrt über die Marne ist schön, am Anfang in der Nähe von Paris und „am Ende“, in der Champagne ab Chateau-Thierry bis Condé sur Marne. Liegeplätze gibt es wenige aber ihre Ausstattung ist korrekt.Vagabond 2014-3-32
      Unsere Etappenziele waren Nogent sur Marne, Lagny sur Marne, Meaux , Chateau-Thierry, Mareuil sur Ay und Condé sur Marne. Unser Favorit war Mareuil sur Ay. Landschaftlich reizvoll ist die Strecke von Chateau-Thierry bis Epernay.

      Vagabond 2014-3-5
      Meaux
      Auf der Marne bei Epernay
      Auf der Marne bei Epernay

      TIPP: Vorsicht in der Schleuse von St. Maur. Sie ist hoch und mit Metallspundwänden versehen. Am besten die Fender horizontal anbringen! Treibstoff gibt es im Hafen von Nogent sur Marne. Er liegt zwar laut (in der Nähe der Autobahn), aber man isst sehr gut direkt im Hafen, der Empfang ist angenehm. Der Hafen ist nachts gesichert.

      Nach Condé sur Marne geht es in den canal l’Aisne à la Marne. Als erstes muss man den Tunnel von Billy nehmen, er ist zwar recht lang (2,5 km) aber beleuchtet und belüftet. Wir haben nicht in Reims übernachtet sondern in Sillery, ein guter Platz mit allem Service.
      TIPP: Falls ein Besuch von Reims auf dem Programm steht, fährt man besser von Sillery mit dem Bus.

      Attigny
      Attigny
  • Etappe 3: Reims >  Maastricht
    Canal de l’Aisne à la Marne > Canal des Ardennes > Meuse > Canal Albert > Canal  de Harcourt à Visé
    65h – 390 km – 90 Schleusen
    Nach Reims geht es in die Ardennen. Achtung es gibt kaum Anlegemöglichkeiten zwischen Reims und Attigny. Wir haben in  Variscourt übernachtet. Dort gibt es einen ruhigen Liegeplatz. Allerdings ohne jeglichen Service. Ausserdem sind die Liegeplätze recht klein für  3-6 Boote.
    Unser letzte Haltestelle vor der Schleusenkette war Attigny, eine gute Möglichkeit die nötigen Einkäufe zu machen.

    Vagabond-18
    Attigny

    Man braucht etwa 6 Stunden bis Le Chesne.

    Vagabond 2014-3-10
    Canal de la Meuse Schleuse 46

    Vagabond 2014-3-9
    Die Schleusen sind fast alle automatisch gesteuert. 3 Systeme gibt es: Radar, Stab („Perche“), Funkfernbedienung (2 Varianten: mit und ohne Unterscheidung der Fahrtrichtung: Bergfahrt Blauer Knopf, Talfahrt Grüner Knopf).
    TIPP: Immer die Telefonnummern des zuständigen Wartungs-Notdienst bereithalten. Es kommt vor, dass die Schleusen nicht funktionieren. Dann sollte man Hilfe anfordern, falls man nicht unnötig lang warten will…

    In Pont-a-Bar haben wir wieder einen Tankstopp gemacht. Dort kann man auch etwas an Bootsausstattung kaufen, zum Beispiel Fender…

    Anschliessend braucht man noch 3 Tage bis zur belgischen Grenze. Hier gibt es überall Liegeplätze, die recht gut ausgestattet sind.

    Fumay an der Maas
    Fumay an der Maas

    Die Anzahl der Boote nimmt ebenfalls zu. Die Maas ist stärker befahren als der Ardennen Kanal.
    TIPP: An einen guten Scheinwerfer denken, der Tunnel von Ham ist eng, nicht sehr hoch und nicht beleuchtet.

    Wegen eines Streiks der VNF Mitarbeiter der letzten Schleuse vor der belgischen Grenze, lagen wir 3 Tage in Givet fest.

    Vagabond 2014-3-12
    Givet
    Schleuse Les 4 Cheminées - Givet
    Schleuse Les 4 Cheminées – Gibet

    Anschliessend ging die Reise im Konvoi weiter durch Belgien.

    Auf der Maas in Belgien
    Auf der Maas in Belgien
    Vagabond-11
    Maastricht Marina – Pietersplas

    Die schönste Strecke liegt zwischen der französischen Grenze und Namur. Ausserdem sind die Häfen recht gut ausgestattet. Wir haben allerdings Belgien recht schell durchfahren mit nur eine Stop in Dinant und Huy.

    Die Strecke ab Namur ist sehr industrialisiert.

    Von dort ging es direkt nach Maasbracht in die Maasbracht Marina (Ex. Pitersplas). Sehr guter Hafen!

  • Von Cergy bis Maasbracht haben wir 114 Motorstunden gebraucht. Wir sind am 31. Juli weggefahren und am 26. August angekommen nach 24 Reisetagen (abzüglich 3 Streiktagen). Durchschnittlich sind wir 4 – 5 Stunden am Tag gefahren.TIPP:  Es nutzt nicht viel schnell zu fahren Maasabwärts. Meistens wird man an den grossen Schleusen zum Warten gezwungen. Auf den Fall immer der Berufsschiffahrt Vorfahrt gewähren. Und Achtung auf die starken Strömungen und Turbulenzen, die entstehen, wenn die Frachtkähne in den Schleusen sich bewegen.
    Lanaye
    Grenzscheuse – Lanaye (B)
    in der Schleuse Lanaye
    in der Schleuse Lanaye
    Schleuse Grands-Malades bei Namur
    Schleuse Grands-Malades bei Namur

    An unserem Zielort angekommen installieren wir uns an unserem Liegeplatz. Von hier aus werden wir noch einige Tagestouren unternehmen. Die Tour 3-2014 geht dann langsam zu Ende.
    Vagabond 2014-3-28