Es ist nicht unsere erste Fahrt auf der Seeschelde, also im Gezeitengewässer. Bei unserer letzten Fahrt 2021 von Klein Willebroek nach Gent, sind wir zunächst über die Rupel flussabwärts zur Schelde gefahren, um dann anschliessend flussaufwärts nach Gent zu gelangen.
Dieses Mal wählen wir den einfacheren Weg über die Seeschleuse Wintam. So umgeht man das auflaufende Wasser auf der Rupel, was zu einer zusätzlichen Verlängerung der Reise beiträgt.
Die Gezeitentabelle sagt uns, dass am 16. Mai um 13h28 in Antwerpen Niedrigwasser ist. Hochwasser wird gehen 19h05 erreicht.

An der Schleuse Wintam ist der Wasserstand 34 Minuten später erreicht. Um auf der rund 30km langen Strecke möglichst lange die maximale Strömung des auflaufenden Wassers nutzen zu können, entscheiden wir uns 3h nach Niedrigwasser in Antwerpen (oder 3h vor Hochwasser!) loszufahren.
Die Fahrt von Klein Willebroek bis zur Schleuse dauert etwa eine Stunde. Wir haben Glück und müssen nur eine Viertelstunde auf drei Frachter warten.

Wir verlassen die Schleuse um 16h40, was ungefähr unserem Plan entspricht. Dann geht es bei sehr geringem Berufsverkehr „in einem Rutsch“ bei durchschnittlich 13,5 km/h in Richtung Dendermonde.

Kurz nach 19 h erreichen wir die Schleuse Dendermonde. Sie wird während der Woche von 6h bis 22h bedient (am Wochenende von 10h-18h). Als wir den Schleusenwärter über UKW Kanal 20 mehrmals anrufen, erhalten wir keine Antwort.
Hier zeigt sich wie so oft die Nützlichkeit der App „Waterkaarten“. Dort finden wir eine Handynummer, mit der wir den Schleusenwärter erreichen. Nachdem der Schleusenwärter überprüfen konnte, dass wir angemeldet sind und die Maut-Gebühr bezahlt haben, öffnet er uns das Schleusentor.
30 Minuten später legen wir im „Doppelpack“ an einem Dienstschiff der Vlaamse Waterweg nahe Dendermonde an, da es sonst keinen freien Platz am Passantensteg gibt. Wir bleiben in Dendermonde bis Montagmorgen.
ZUSAMMENFASSUNG:
- 10/ Klein Willebroek > Dendermonde: 36km, 2 Schleusen, 4,5Mh, 4,5h