2019 #21 Hafengeld bezahlen

Inzwischen gibt es in den Niederlanden mindestens 5 verschiedene Möglichkeiten, die Übernachtung und den jeweiligen Service im Hafen zu bezahlen:

  • bar bezahlen beim Hafenmeister
  • mit einem speziellen Batch
  • mit der „Facility Card“
  • via eine Handy BuchungsApp im vorraus
  • via eine Handy BezahlApp vor Ort

Wie so oft, ist das Ergebnis das gleiche. Man hat bezahlt. Der eigentliche Zweck, Plannung und/oder Ausführung für den Benutzer, und Buchhaltung für den Anbieters ist allerdings sehr unterschiedlich:

Bar oder mit EC Karte (VISA oder andere KreditKarten werden meistens nicht akzeptiert) bezahlen bleibt wohl kurzfristig die gängigste Art. Vielleicht auch die angenehmste, da der direkte menschliche Kontakt auf jeden Fall erhalten bleibt.

Ähnlich wie der „Batch“, erlaubt die Facility-Card  (außer der Übernachtung) auch andere Service Leistungen in Anspruch zu nehmen, ohne daß Bargeld notwendig ist. Die Karte kann man in den damit ausgestatteten Häfen kaufen und aufladen. Karte oder Batch bieten im Prinzip den gleichen Service. Allerdings ist die Karte billiger und kann einfach an einem Automaten geladen werden. Es wird auch kein Pfand erhoben. Wenn man längere Zeit in einem Hafen bleibt, ist die Benutzung recht praktisch, um Strom und Wasser zu kaufen. Ausserdem werden die Karten oft auch als Schlüssel benutzt und ersetzen so die Zugangskodes.

Die Liegeplatz-Buchungs-App funktioniert wie ein Buchungssystem, ähnlich wie wir es aus dem Transportsektor kennen. Man kann im vorraus einen Platz in einem Hafen reservieren und bezahlen. Sie funktionniert nur bei Häfen, die an das System angeschlossen sind. Die Application ist recht neu und noch störanfällig. Außerdem sehen es die Hafenmeister nicht immer positiv, da sie befürchten langfristig überflüssig zu werden. Kurz gesagt: die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. Falls sich dieser Ansatz durchsetzt wird es sicher bald mehrere Anbieter geben. Die beste wird dann ûbrigbleiben. Die Erfahrung im Internet zeigt, dass eine Anwendung nur Bestand hat, wenn sie schnell nach der Markteinführung überzeugt. Wenn nicht verschwindet sie eben so schnell. Also, wer gerne im vorraus einen Platz bucht, der sollte diese Anwendung versuchen.

Manche Städte, vor allem Gemeindehäfen und Passantenhäfen, haben ein Bezahlsystem via Handy App eingeführt. Diese Applikation ist im Gegensatz zu Blue Water kein Reservierungsystem, sondern ein Zahlsystem. Die Häfen, die diese Applikation benutzen“, haben jeden Liegeplatz mit einer eindeutigen Nummer versehen. Im algemeinen findet man die Nummer am Kai. Wenn man einen freien Platz gefunden hat, aktiviert man die App und bestätigt, dass man am angegebenen Platz liegt. Dies funktioniert über Geolokalisation.  Eventuell vorhandene Serviceleistungen am Liegeplatz (meistens Strom) können ebenfalls direkt bezahlt werden. Nach Bestätigung der Buchung erhält sowohl der Hafen als auch der Benuzter eine Bestätigungsnachricht. Gerade in Passantenhäfen, wo es keine festen Liegeplätze gibt, ist dieses Konzept von Interesse. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bezüglich der Benutzung erweisst sich das System sowohl als praktisch und zuverlässlich.  Für den Betreiber bietet dieses System im Vergleich zur „Facility Card“ interessante zusätliche Analysemöglichkeiten.

 

 

 

2 Antworten auf „2019 #21 Hafengeld bezahlen

  1. Hallo Siggi, interessantes Bericht. Ich notiere es für unsere nächste Holland Reise.
    Nicht in 2020, weil wir nach Paris gehen. Christo und l‘Arc de Triomphe von April 6 bis 19 ist ein ˋMustˋ.
    Liebe Grüße vom Norden
    Guy und Marleen

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